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Aufführungen | Kabarett

Heinz Marecek / Erwin Steinhauer

Wiener Konzerthaus

Heinz Marecek (Kabarett) Erwin Steinhauer (Kabarett) Das Erfolgsprogramm »Was lachen Sie?« mit Heinz Marecek und Erwin Steinhauer kehrt zurück! Die beiden Vollblut-Komödianten Heinz Marecek und Erwin Steinhauer bringen aus Anlass des 80. Geburtstag von Heinz Marecek am 17. September 2025 ihr Erfolgsprogramm »Was lachen Sie?« wieder auf die Bühne zurück. Das Programm, das vor mehr als 25 Jahren über 120 Mal ausverkauft in ganz Österreich gespielt wurde, bietet nicht nur die klassische Doppelconférence – mit Steinhauer als »Gscheitem« und Marecek als »Blödem« –, sondern auch Solostücke der beiden Schauspiel-Legenden. Das Comeback wird von langjähriger Bühnenerfahrung, pointiertem Humor und einer tiefen Wertschätzung für die Wiener Kabarett-Tradition getragen. Die Zuschauer erwartet ein Abend, der zum Lachen bringt, aber auch zum Nachdenken anregt – ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte.
Aufführungen | Oper

Dido & Aeneas

Staatsoper Unter den Linden

Barocktage 2026 Musik von Henry Purcell Text von Nahum Tate nach dem 4. Gesang der „Aeneis“ von Vergil Karthago, in mythischer Zeit. Der Held Aeneas, der aus dem brennenden Troja geflohen und mit seinen Schiffen über das Mittelmeer nach Nordafrika gelangt ist, trifft auf die schöne Königin Dido. Liebe erfüllt sie – und dennoch kommen sie nicht zueinander, da das Schicksal ruft. Aeneas zieht es fort nach Italien, um dort ein neues Reich zu gründen, während der verlassenen Dido kein Ausweg bleibt. Eine einzige „richtige“ Oper nur hat Henry Purcell 1689 komponiert, ein Werk von besonderem melodischem Erfindungsgeist. Die in Vergils Epos Aeneis so eindrucksvoll erzählte Geschichte des Heroen und der karthagischen Herrscherin fand ihr Echo in einer nicht minder eindringlich gestalteten Musik. Menschliche Leidenschaften kommen unverstellt zum Vorschein, die Freuden und Aufregungen ebenso wie die Nöte und Sorgen, bis hin zu tiefster Verzweiflung über die Unerbittlichkeit des göttlichen Willens. Didos berühmte Klage, mit der sie ihr Leben und die Oper beschließt, stellt Purcells außergewöhnliche Ausdruckskraft unter Beweis, mit nur wenigen Tönen eine ganze Welt zu erschließen. Aber auch sein Vermögen, Tanzsätze und Chor von großer Melodienfülle und rhythmischer Prägnanz zu schreiben, lässt den von seinen Zeitgenossen hoch geschätzten und von der Nachwelt bewunderten „Orpheus Britannicus“ als einen wahren Ausnahmekomponisten erscheinen. Singen, Spiel und Tanz verbinden sich zu einer besonderen Form des Theaters. Musikalische Leitung: Christopher Moulds Inszenierung, Choreographie: Sasha Waltz Musikalische Rekonstruktion: Attilio Cremonesi Bühne: Thomas Schenk, Sasha Waltz Kostüme: Christine Birkle Licht: Thilo Reuther Dramaturgie: Jochen Sandig, Yoreme Waltz Sprache: In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 10 Jahren Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal Dauer: ca. 1:45 h – keine Pause
Aufführungen | Oper

L’incoronazione di Poppea

Staatsoper Unter den Linden

Barocktage 2026 Musik von Claudio Monteverdi Text von Giovanni Francesco Busenello Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals auf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die erste „Sex-and-Crime-Story“ der Operngeschichte. Wie ein Politthriller erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten. Poppea Sabina, die schönste Frau Roms, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kaiser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf, Nerone zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserliche Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt, muss er dafür mit dem Tod bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betrogenen Ottone dazu an, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Anschlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist am Ziel ihrer Pläne, Wünsche und Träume. Monteverdi und sein Librettist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Weltsicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autoren diejenigen triumphieren, die am skrupellosesten handeln. Monteverdi gelingt dabei das Kunststück, seine teils karikaturhaft gezeichneten, klanglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humorvoll bloßzustellen, andererseits aber auch immer wieder Empathie für sie zu erzeugen. Äußerst expressiv, mit sinnlichen Melodien und kühnen Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu, mit den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens. Musikalische Leitung: Diego Fasolis Inszenierung: Eva-Maria Höckmayr Szenische Einstudierung, Spielleitung: Leander Teßmer Spielleitung: Matteo Marziano Graziano Bühne: Jens Kilian Kostüme: Julia Rösler Licht: Olaf Freese, Irene Selka Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 16 Jahren Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal Dauer: ca. 3:45 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt
Aufführungen | Oper

Orfeo ed Euridice

Staatsoper Unter den Linden

Barocktage 2026 Musik von Christoph Willibald Gluck Text von Ranieri de’ Calzabigi Wie kaum eine andere Oper hat Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice den Entwicklungsgang des Genres beeinflusst: Das 1762 in Wien uraufgeführte Werk bündelte auf geradezu mustergültige Weise die zahlreichen Reformansätze seiner Zeit. Die traditionelle Opera seria wurde durch Glucks Azione teatrale, die den natürlichen, authentischen Ausdruck der Figuren in den Mittelpunkt stellt, herausgefordert und gewissermaßen überwunden. Der Orpheus-Mythos, der die Form der Oper selbst begründete und bis heute zu den beliebtesten Stoffen des Musiktheaters zählt, hatte mit Gluck eine vollkommen neue Ausformung gefunden. Seine Verarbeitung der Geschichte von Orpheus, der die Götter der Unterwelt mit seinem Gesang betörte, um seine geliebte Eurydike ins Leben zurückholen, ist von einer bis dahin nicht gekannten dramatischen Wahrhaftigkeit und lässt das Publikum tiefen Anteil nehmen an der Gefühlswelt der Protagonisten. Musikalische Leitung: Gianluca Capuano Halbszenische Einrichtung: Davide Livermore Kostüme: Sofia Tasmagambetova Video: D-Wok Einstudierung Chor: Jacopo Facchini Orfeo: Cecilia Bartoli Euridice, Amore: Mélissa Petit Il Canto di Orfeo, Les Musiciens du Prince - Monaco Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Oper

La Calisto

Staatsoper Unter den Linden

Barocktage 2026 Premiere: 8.11.2026 Musik von Francesco Cavalli Text von Giovanni Faustini Ein Meisterwerk der venezianischen Barockoper, komponiert von einem ihrer maßgeblichen Protagonisten. Ziemlich genau in der Mitte des 17. Jahrhunderts kreiert und auf die Bühne gebracht, zeichnet sich Francesco Cavallis La Calisto durch einen musikalischen Reichtum und eine außergewöhnliche Konturschärfe der Figuren aus, zudem durch ein anspruchsvolles Libretto voller ernster wie komischer Situationen und Charaktere. Vielschichtig, geradezu labyrinthisch sind die Handlungsstränge, überraschend die Szenenwechsel und Wendungen des Geschehens. Die mächtigste aller Leidenschaften, die Liebe, ist die treibende Kraft, der alle Handelnden in Irrungen und Wirrungen unterworfen sind, seien es nun Götter, Naturwesen oder Menschen. Regisseur Stefan Herheim wird dieses bunte Kaleidoskop der Worte und Klänge in Art einer „barocken Science Fiction“-Ästhetik in Szene setzen, in all der thematischen Vielfalt und Farbigkeit, die dieser Oper innewohnt, an deren Ende ein Sternenhimmel steht. Und Christina Pluhar wird mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata den musikalischen Zauber entfalten. Musikalische Leitung: Christina Pluhar Inszenierung: Stefan Herheim Bühne: Silke Bauer Kostüme: Yashi Licht: Karl Wiedemann Video: Roman Hagenbrock Choreographie: Beate Vollack Dramaturgie: Kai Weßler, Detlef Giese Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
Aufführungen | Film

Annie Ernaux – Das Ereignis

Literaturhaus Salzburg

Filmclub von Madame de Lafayette bis Annie Ernaux – Französische Literatur im Film Frankreich, 1963. Anne, eine begabte Literaturstudentin aus einfachen Verhältnissen, wird schwanger. Mit dem angestrebten akademischen Titel will Sie den Zwängen ihrer sozialen Herkunft entfliehen, doch die Geburt eines unehelichen Kindes würde diesen Traum in weite Ferne rücken. Anne muss zwischen dem sozialen Stigma der ledigen Mutter, die ihren Wunsch nach einem Leben als Autorin aufgeben muss, und einer illegalen Abtreibung wählen. Als sie sich für die Abtreibung entscheidet, beginnt für die junge Frau ein Spießrutenlauf, der mit einer Gefängnisstrafe enden könnte. Der Film von Audrey Diwan basiert auf der gleichnamigen autobiografischen Erzählung der Nobelpreisträgerin Annie Ernaux und erinnert an eine Zeit, in der Frauen für eine Abtreibung ins Gefängnis kommen konnten, Ärzten ein Berufsverbot drohte und sogar das Werben für Verhütungsmittel strafbar war. Mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig ausgezeichnet, setzt die Regisseurin den radikalen Text von Ernaux empathisch und eindringlich um und verdeutlicht damit die Aktualität des Themas. FR 2021; Regie: Audrey Diwan; Drehbuch: Audrey Diwan, Marcia Romano; Kamera: Laurent Tangy; mit: Anamaria Vartolomei, Kacey Mottet Klein, Luàna Bajrami, Pio Marmai; 100 Min.; franz. OmU Eintritt Kartenpreise DAS KINO, Mitglieder frei Veranstalter: Das Kino, Literaturforum Leselampe
Aufführungen | Kabarett

Vogl-Perspektive

Literaturhaus Salzburg

Benefiz-Kabarett Win-Win: Gesundes Lachen für einen guten Zweck! Im Kabarett von Ingo Vogl läuft nichts nach Drehbuch – so auch an diesem besonderen Benefiz-Abend. Es ist absolut unabsehbar, was der bekannte Salzburger Kabarettist aus der Vog(e)l-Perspektive diesmal betrachten wird. Sowohl zum eigenen Wohlbefinden als auch für Wirkung und Nebenwirkung: Kommen. Lachen. Gutes tun. Der Kabarett-Abend ist eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Vereins Ubuntu Craft mit Sitz in Salzburg. Ubuntu bezeichnet eine afrikanische Lebensphilosophie und bedeutet sinngemäß: „Ich bin, weil wir sind.“ Diesem Motto folgend, nähen, handwerken und upcyclen Salzburger*innen und performen Künstler*innen ehrenamtlich. Mit dem Erlös aus den Verkäufen und mit den freiwilligen Spenden als Eintritt bei Kulturveranstaltungen unterstützt Ubuntu Craft gemeinnützige Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Tansania. Ingo Vogl, geb. 1970 in Hallein, lebt und arbeitet als Kabarettist in Salzburg mit Schwerpunkt Gesundheitsvorsorge-Kabarett. Er ist dabei v. a. in Schulen tätig und engagiert sich darüber hinaus als freiwilliges Mitglied beim Roten Kreuz in den Bereichen Rettungsdienst und psychosoziale Notfallversorgung. Mehr Informationen auf der Homepage www.ubuntucraft.org Eintritt freiwillige Spenden Veranstalter: Ubuntu Craft Salzburg
Aufführungen | Tanz

Annette Frier und Maren Kroymann

Theater Münster

Das wusste schon Funny van Dannen und schrieb ein Lied über diesen legitimen Neid! Auch die Literatur ist voller großer Frauenfreundschaften – wilder, kluger, sanftmütiger und scharfzüngiger Freundinnen, die in den Tragödien und Komödien des Lebens miteinander verbunden sind. Selbstredend sind ihre männlichen Kollegen tausendmal berühmter, aber das wollen wir heute Abend ändern! Vergessen Sie Tom und Huckleberry, Sherlock und Watson: Annette Frier und Maren Kroymann rollen den schönsten Frauenfreundschaften der Weltliteratur den roten Teppich aus. Sie lassen Stefanie Sargnagel und Christiane Rösinger in amerikanischen Fernsehsesseln versinken und Zadie Smith über die Tücken des gemeinsamen Mädchen-Ballettunterrichts berichten. Annette Frier spielt seit vielen Jahren Hauptrollen in diversen Fernseh- und Kinoprojekten und wurde dafür u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis, mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis, sowie dem Jupiter in der Kategorie „Beste Schauspielerin national“ ausgezeichnet. Durch ihr Bühnenprogramm „Auf du und du mit dem Stöckelschuh“ (1982) wird Maren Kroymann fürs Fernsehen entdeckt, wo sie ab 1993 mit „Nachtschwester Kroymann“ als erste Frau eine eigene Satireshow im öffentlich-rechtlichen TV hat. Sie ist in prägenden TV- und Kinorollen zu sehen. 2017 startet die vielfach ausgezeichnete Sketch-Comedy „Kroymann“ in der ARD. Ihre Arbeit trug ihr zahlreiche Auszeichnungen vom Grimme Preis über den Deutschen Comedypreis bis hin zur renommierten Auszeichnung Rose d'Or der European Broadcasting Union für ihr Lebenswerk ein. 2024 erhält sie den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin für ihre Lesung des Romans „Das andere Mädchen“ (2011) von Annie Ernaux. Auf Einladung von Weverinck-Management lesen die beiden Künstlerinnen zum ersten Mal gemeinsam in Münster.
Aufführungen | Schauspiel

Hundesohn

Theater Münster

Premiere: 27.11.2026 „Dies ist eine Liebesgeschichte.“ Sie spielt im türkischen Adana und in Berlin, wo Zeko lebt. Er trifft Männer in Parks und Cafés, auf Dating-Apps und vor der Moschee. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Lippen berühren, reißen ihn die Gedanken zurück zu Hassan, dem Nachbarsjungen in Adana, der nach Orangen und Salz riecht, den sein Großvater immer nur „Hundesohn“ nennt. Zeko will nicht vergessen, nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht die religiösen Rituale und den Geschmack von Bamya. Und vor allem nicht Hassan. „In neun Tagen werde ich Hassan wiedersehen.“ In acht Tagen. In sieben Tagen… Hundesohn erzählt radikal und poetisch von Liebe, Begehren und Queerness. Regie: Nurkan Erpulat Bühne & Kostüme: Gitti Scherer Dramaturgie: Victoria Weich
Aufführungen | Schauspiel

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Theater Münster

„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, beendet Bertolt Brecht unheimlich und vorhersehend seine Parabel über den rasanten Aufstieg eines faschistischen Gangsters. Arturo Ui ist Anführer einer Verbrecherbande und nutzt die wirtschaftliche Krise eines Blumenkohl-Trusts aus, um sich als Retter anzubieten. Durch Einschüchterung, Mord und Manipulation der Justiz schaltet er seine Gegner aus, bis er scheinbar unaufhaltsam zur Macht gelangt. Bertolt Brecht beschreibt, wie vergangene und zukünftige Diktator*innen mithilfe von Angst und Korruption, aber auch durch das Wegsehen einer Gesellschaft möglich werden: „Wir brauchen Leute hier, nicht nur bereit / Für uns zu schweigen, sondern auch für uns / Zu reden, und das laut!“ Regie: Ruth Mensah Bühne: Yuni Hwang Kostüme: Shayenne Di Martino Dramaturgie: Julia Fiebag Dauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

hamlet, sun off

Theater Münster

Einige Jahre in der Zukunft ist die Erhitzung der Erde gestoppt. Zu erfolgreich. Denn nun bewohnt die Familie rund um einen erst kürzlich unter seltsamen Umständen verstorbenen Unternehmer namens Hamlet die ehemaligen Officetower der Firma heavenX, die mit Schuld daran trägt, dass eine neue Eiszeit die Erde in Schnee und Dunkelheit gepackt hat. Die schlaue Idee, den von allerhand Eingriffen mittlerweile völlig überhitzten Planeten durch einen weiteren Eingriff, diesmal in den Himmel selbst, wieder abzukühlen ging schief – um etwa 20 bis 30 Grad. Als dann auch noch die hauseigene KI gespenstisch flackert und dem um sein Erbe geprellten Sohn des Unternehmers, namens Hamlet langsam dämmert, dass der Tod des Vaters wohl nicht ganz zufällig geschah, entspinnt sich in den eingeschneiten Officetowers ein Showdown über Verantwortung, Rationalität und den Preis, den die Menschheit bereit ist zu zahlen, um am Leben zu bleiben. Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Regie: Thomas Köck Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Martin Miotk Musik: Andreas Spechtl Video: Dagmar Schürrer Dramaturgie: Remsi Al Khalisi Dauer: ca. 1 Stunde und 45 Minuten, keine Pause
Aufführungen | Musiktheater

La Traviata

Theater Münster

Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel La Dame aux camélias von Alexandre Dumas d. J. mit zusätzlichen Sprechtexten von Angelika Reitzer Erschöpft vom Pariser Partyleben zieht sich die tuberkulosekranke Kurtisane Violetta mit ihrem Liebhaber Alfredo aufs Land zurück. Dort finanziert sie ein abgeschiedenes Idyll, das jedoch nur von kurzer Dauer ist. Alfredos Vater zwingt Violetta, ihn zu verlassen, um den Ruf der Familie nicht zu gefährden. Violetta bleibt isoliert und gedemütigt zurück – dem Tod geweiht. Giuseppe Verdi verwandelte Alexandre Dumas' Erfolgsroman Die Kameliendame in eine Oper, in der beispiellose romantische Opulenz auf intimen Realismus trifft. La Traviata ist als „gefallene Frau“ mit ihrer Aufrichtigkeit und Fragilität ein Mahnmal für die Grausamkeit gesellschaftlicher Normen und eine der berühmtesten Opern überhaupt. Die Inszenierung stellt der einsamen Violetta die Friedhofsgärtnerin Erika zur Seite, die die Erinnerung an Violetta lebendig hält und sich nicht kampflos ergeben wird. Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg Regie: Georg Schütky Bühne & Kostüme: Christina Schmitt Dramaturgie: Maria Buzhor Licht: Meike Parys Dauer: ca. 2 Stunden und 45 Minuten, eine Pause
Aufführungen | Oper

Nabucco

Oper Leipzig

Dramma lirico in vier Teilen | Text von Temistocle Solera Mit »Nabucco« gelang Verdi 1842 der Durchbruch als Opernkomponist. Große Gefühle wie Liebe, Eifersucht, Hass und Wahnsinn hat er in diesem Werk mit beeindruckender Genauigkeit und mitreißender musikalischer Kraft gestaltet. Die Einnahme Jerusalems durch den Babylonierkönig Nebukadnezar (Nabucco) setzt eine Kette sich überstürzender Ereignisse in Gang. Der Hohepriester Zaccharia ermutigt das Volk der Hebräer, weiter auf Rettung zu hoffen, da er Nabuccos Tochter und Thronerbin Fenena als Geisel gefangen hält. Fenena aber liebt den Hebräer Ismaele. Auch Abigaille, die andere Tochter Nabuccos, ist in Ismaele verliebt und erhebt Anspruch auf den Thron. Als sie erfährt, dass sie in Wahrheit die Tochter einer Sklavin ist, entreißt sie dem verwirrten Nabucco die Krone und erhebt sich zur Herrscherin der Babylonier. Fenena und die gefangenen Hebrärer will sie töten lassen. In äußerster Not fleht Nabucco den Gott der Hebräer um Hilfe an … Der Chor »Va, pensiero, sull’ali dorate«, eine der populärsten Musiknummern der Operngeschichte, steht für die Befreiung eines unterdrückten Volkes und ist bis heute so etwas wie die zweite Nationalhymne der Italiener. Er ist nur einer von vielen emotionalen Höhepunkten der Oper. Musikalische Leitung: Yura Yang Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf Bühne: Dieter Richter Kostüme: Renate Schmitzer Licht: Michael Münster Dramaturgie: Marita Müller Chor der Oper Leipzig In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: 2 1/2 Stunden | Eine Pause / ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Carmen

Oper Leipzig

Opéra comique in vier Akten | Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée Für Carmen ist das höchste Gut ihre Freiheit. ­Niemals will sie sich den Zwängen der Gesellschaft unter­werfen. Der angepasste Sergeant Don José ist fasziniert von dieser Frau, die sich einfach nimmt, was sie will. Er gibt alles für sie auf, seine Jugendliebe Micaëla, seine Stellung beim Militär und schließt sich sogar einer Schmugglerbande an. Er ist besessen von Carmen, die schon bald das Interesse an ihm verliert und dem ­todesmutigen Stierkämpfer Escamillo verfällt. José ist verzweifelt und will Carmen zurück, um jeden Preis. Mit seiner »Carmen« gelang Georges Bizet 1875 ein wahrer Coup. Das Stück ist bis heute eine der meist­gespielten Opern aller Zeiten. Betörende Melodien und mitreißende Rhythmen treffen auf eine starke Titel­heldin. Diese stellt das Gegenbild zu den passiven, sich aufopfernden Frauenfiguren dar, die die Opernwelt im 19. Jahrhundert kannte. Musikalische Leitung: Friedrich Praetorius Inszenierung: Lindy Hume Bühne, Kostüme: Dan Potra Kampf-Choreografie: Jochen Schmidtke Licht: Matthew Marshall Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer Dramaturgie: Nele Winter Chor der Oper Leipzig Kinderchor der Oper Leipzig Komparserie der Oper Leipzig Gewandhausorchester In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 Stunden | Eine Pause / ab 15 Jahren
Aufführungen | Gala

Silvester-Gala

Oper Leipzig

Musikalische Leitung: Friedrich Praetorius Gastgeber/Moderation: Malte Arkona Solisten: Samantha Gaul / Maya Gour / Solen Mainguené / Sejong Chang / Frieder Flesch / Matthias Stier Gewandhausorchester Knallende Sektkorken, Rauschende Kleider und schallendes Gelächter – all das darf zum Jahreswechsel nicht fehlen. Doch kein Fest ohne die richtige Gesellschaft und ohne die passende Musik! Und wo könnte man das Jahr besser musikalisch ausklingen lassen als in der Oper? Verabschieden Sie mit uns gemeinsam das alte Jahr bei der diesjährigen Silvestergala! Es erwarten Sie weltberühmte Arien und Musiken aus Oper, Operette und Orchesterwerken. Passend zum letzten Abend im Jahr wird in unserem Programm geflirtet, geküsst und geliebt. Lernen Sie von Bizets »Carmen« die Kunst der Verführung kennen! Liegen Sie sich sehnsuchtsvoll in den Armen, während die Nixe »Rusalka« den Mond besingt! Kommen Sie in Schwung, wenn Sie gemeinsam mit Lehárs Graf Danilo „ins Maxim“ gehen. Lassen Sie sich Ihr Herz entzünden von der Liebe zwischen Mimi und Rodolfo aus Puccinis »Bohéme«. Und schütteln Sie die Sorgen des alten Jahres ab, wenn Sie zur Maskerade von Strauß‘ »Fledermaus« rauschen. Glückliche Paare, einsame Herzen, Ewig-Suchende – sie alle finden ihren Platz in unserem Gala-Programm. Seien auch Sie dabei, wenn die Liebe besungen wird – bis die »Lippen schweigen« zum Neujahrskuss. Versäumen Sie nicht dieses rauschende Fest im Licht der Kronleuchter! Mitreißende Musik in bester Gesellschaft – der perfekte Start in das neue Jahr. Wir freuen uns auf Sie.
Aufführungen | Ballett

Der Nussknacker

Oper Leipzig

Ballett von Kaloyan Boyadjiev nach »Nussknacker und Mäusekönig« von E.T.A. Hoffmann | Musik von Peter I. Tschaikowski | Koproduktion Opéra national de Bordeaux Ein geheimnisvoller Weihnachtsabend, ein funkelnder Tannenbaum und ein besonderes Geschenk: Für Clara beginnt eine Nacht, wie sie nur im Märchen vorkommt. Der Nussknacker, den sie zu Weihnachten bekommt, wird zum Tor in eine magische Welt, in der Spielzeuge erwachen, Mäuse kämpfen, Schneeflocken tanzen und Träume wahr werden. Kaloyan Boyadjiev haucht dem geliebten Klassiker neues Leben ein. In einer behutsam modernisierten Choreographie und einer funkelnden Neuausstattung voller Liebe zum Detail entfaltet sich ein Ballett, das den Zauber und die Fantasie der Weihnachtszeit zum Leuchten bringt. Mit Tschaikowskis unvergänglicher Musik und einer märchenhaften Bühnenwelt, die Jung und Alt gleichermaßen verzaubert, wird »Der Nussknacker« zu einer Reise durch Wünsche, Träume und die Magie des Unbekannten – ein zeitloses Märchen, das immer wieder aufs Neue Staunen weckt. Choreographie & Dramaturgie: Kaloyan Boyadjiev Bühne, Kostüme & Dramaturgie: Jon Bausor Kostüme: Bregje van Balen Licht: Paul Keogan Video: Dan Light Leipziger Ballett Kinderchor der Oper Leipzig Komparserie der Oper Leipzig Gewandhausorchester Dauer: 2 Stunden | 1 Pause / ab 6 Jahren Einführung 30 Min. vor Vorstellungsbeginn im Konzertfoyer
Aufführungen | Oper

Eugen Onegin

Oper Leipzig

Lyrische Szenen in drei Akten von Peter I. Tschaikowski | Libretto von Peter I. Tschaikowski und Konstantin S.Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin »Wie war einst das Glück so nahe!« Wir kennen alle diese »Ach, hätte ich doch …«-Momente. Hier nehmen sich Puschkin und Tschaikowski dieser Gefühle an und fassen sie in lyrische Szenen; mitreißend, tragisch und auch humorvoll. »Eugen Onegin« vereint viele Facetten und steht so auch für die Leidenschaft und Zerrissenheit des Komponisten Tschaikowski: einerseits große Choroper, andererseits beklemmendes Kammerspiel von zerbrochener Freundschaft und jugendlichem Leichtsinn. Das junge Mädchen Tatjana fasst sich ein Herz und erklärt gegen die Konvention einem erfahrenen Mann ihre Liebe. Er weist sie kalt ab und zerstört in der Folge sowohl ein anderes junges Leben als auch eine andere erblühende Liebesbeziehung. Jahrzehnte später und trotz Wehmut erweist sich Tatjana dann als die Erwachsenere von beiden … Der Liebesbrief, den Tatjana an Onegin verfasst, befeuert am meisten Tschaikowskis Vorstellungskraft und wird so Gegenstand der ersten Szene, die er komponiert. »Wenn der Zuhörer allein einen winzigen Teil davon empf inden würde, was ich beim Komponieren empfand, wäre ich äußerst glücklich.« In dieser Produktion, einer Übernahme von der Oper Bonn, folgt Vasily Barkhatov akribisch den musikalischen Ideen, die die Partitur enthält, und erlaubt es dem Publikum, sich mit den Opernfiguren sofort zu identifizieren und mitzufühlen. Dieser »Eugen Onegin« ist ein Abend voller emotionaler Erschütterung und traumhaft schöner Bilder. Musikalische Leitung: Ivan Repušić / Yura Yang Inszenierung: Vasily Barkhatov Bühne: Zinovy Margolin Kostüme: Olga Shaishmelashvili Licht: Alexander Sivaev Dramaturgie: Kara McKechnie In russischer Sprache mit deutschen & englischen Übertiteln Dauer: 3 Stunden | eine Pause ab 14 Jahre
Aufführungen | Schauspiel

Illusionen

Stadttheater Bern

Premiere: 12.12.2026 Zwei Paare, zwei lange und glückliche Ehen – oder etwa nicht? Was ist wahr, was ist Illusion, und wo schlummert welche Lebenslüge? Nach über 50 Jahren Ehe will Danny sich bei seiner Frau Sandra bedanken: für ihre Liebe und das Glück, das sie zusammen hatten, denn wahre Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Sandra kommt nicht zu Wort, und nach seiner Rede stirbt Danny zufrieden. Ein Jahr später aber gesteht sie Dannys bestem Freund Albert: Sie hat nicht ihren Ehemann, sondern immer nur Albert geliebt. Heimlich, aber glücklich. Albert wiederum erkennt nun, dass auch er – ohne es zu wissen – ein Leben lang Sandra geliebt hat, und nicht seine Frau Margret, was er dieser in alles Ehrlichkeit gesteht. Diese nun gesteht Albert eine lebenslange Affäre zu Danny. Aber das nur im Spass. Illusionen heisst das Vier-Personen-Stück des in Sibirien geborenen Dramatikers Iwan Wyrypajew. Der Cast: Zwei Paare jenseits der 80, gespielt von vier Schauspieler*innen um die 30. Am Ende ist nichts gewiss – ausser dem Tod, und Liebe ist überall, ausser da, wo man sie vermutet. Die slowenische Regisseurin Nina Rajić Kranjac wurde jüngst von der Zeitschrift The Stage als eine der fünf interessantesten Nachwuchs-Regisseur*innen Europas genannt. In Bern wird sie Wyrypajews Stück um Liebe und Wahrhaftigkeit, Begehren und Glück auf die Bühne der Vidmarhallen bringen und damit ihr Debüt im deutschsprachigen Theater geben. Regie: Nina Rajic Kranjac Bühne: Urša Vidic Kostüme: Marina Sremac Musik: Branko Rožman Dramaturgie: Goran Injac Dramaturgie: Krystian Podwórny
Aufführungen | Schauspiel

Ewige Sonne

Stadttheater Bern

nach den Romanen Sturz in die Sonne und Dorf im Himmel von Charles Ferdinand Ramuz Deutsch von Steven Wyss, in einer Fassung von Felicitas Zürcher und Tilmann Köhler Der Schriftsteller, Lyriker und Essayist Charles Ferdinand Ramuz, geboren in Lausanne, hat vor gut 100 Jahren zwei Romane geschrieben, die sich ebenso poetisch wie dringlich mit den berühmten letzten Fragen auseinandersetzen: Wofür lohnt es sich zu leben? Und wie ­stehen wir zu unserer eigenen Endlichkeit? Der Hitzesommer 1921 inspirierte Ramuz zum Ge­dankenexperiment Sturz in die Sonne: Durch einen ­Unfall im Gravitationssystem wird die Erde immer heisser und rast unweigerlich auf ihr Ende zu. Damals wusste der Autor noch nichts vom Klimawandel, und dennoch verfasste er eine beinahe prophetische ­Studie über den Umgang der Menschen mit dem Tod. Dorf im Himmel dagegen liest sich als Utopie ebenso wie als Parabel auf die aktuelle Schweiz: Die Bewohner*innen eines kleinen Bergdorfes steigen aus ihren Gräbern und kehren zurück in ihre Leben – ohne Schmer­zen, Sorgen, ­Krankheit oder Tod. Doch irgendwann schleichen sich Langeweile und Überdruss in dieses Paradies ein und drohen es zu zerstören. Obwohl Ramuz mehrmals als Literaturnobelpreisträger gehandelt wurde, ist er im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt: Beide Romane erschienen in den vergangenen Jahren zum ­ersten Mal auf Deutsch – in der Übersetzung des jungen Thuners Steven Wyss. Nach der Inszenierung Von schlechten Eltern 2021 kehrt der ­Regisseur ­Tilmann Köhler nach Bern zurück und bringt die beiden ­Romane als Doppelabend auf die Bühne. Regie: Tilmann Köhler Bühne: Karoly Risz Kostüme: Susanne Uhl Musik: Matthias Krieg Dramaturgie: Felicitas Zürcher ca. 2h 45min inkl. Pause
Aufführungen | Varieté

Virtuosen-Varieté

Tonhalle Düsseldorf

Hyung-ki Joo, Klavier Chelsea Guo, Gesang & Klavier María Valverde, Klavier Jean-Francois Carrière, Violoncello & Magie Loreley Rivers, Gesang & Moderation Alles bleibt anders: Das beliebte Virtuosen-Varieté, bekannt für seinen lustvollen Brückenschlag zwischen Klassik, Comedy und überraschenden Gästen, erfindet sich neu. Für das neue Gesicht des Virtuosen-Varietés stehen nun Gründervater Hyung-ki Joo und Drag Queen Loreley Rivers, die nicht nur strahlend schön ist, sondern auch auf der klassischen Bühne bella figura macht. Die Drag-Künstlerin, international bekannt aus der TV-Show »Drag Race Germany«, übernimmt die Moderation und prägt den Abend mit Glamour, scharfem Witz und feinem dramaturgischen Gespür. Als Moderatorin und Performerin führt Loreley Rivers durch einen Abend, der sich jedes Mal neu zusammensetzt: mit wechselnden Gastkünstler*innen, überraschenden Begegnungen und einem Blick auf Virtuosität, der ebenso neugierig wie lustvoll ist - offen, verspielt und garantiert nicht vorhersehbar!

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