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Aufführungen | Oper

Tosca

Staatsoper Unter den Linden

Musik von Giacomo Puccini Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou Als der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi heimlich einem politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen versucht, glaubt seine Geliebte, die berühmte Sängerin Floria Tosca, er betrüge sie mit einer anderen Frau. Der skrupellose Polizeichef Scarpia nutzt ihre Eifersucht, um Cavaradossi zu überführen und verlangt anschließend im Gegenzug für die Freilassung des Geliebten eine Nacht mit Tosca. Mit einer stringenten Dramaturgie und ausgeprägtem Realismus schuf Puccini eines seiner schroffsten und dramatischsten Werke – einen Meilenstein der Operngeschichte. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Napoleons Revolutionsheer und den habsburgisch-päpstlichen Truppen im Jahr 1800, der den Protagonisten der Oper zum Verhängnis wird, entführt Puccini den Zuhörer akustisch ins Zentrum Roms: in die Kirche Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg, denen der Komponist je ein eigenes musikalisches Kolorit verlieh. In der Inszenierung des lettischen Schauspielregisseurs Alvis Hermanis bewegen sich die Sängerinnen und Sänger in einer psychologisch dichten Erzählung, verlegt in die Entstehungszeit der Oper um 1900. Die szenische Darstellung wird durch einen aufwendig gestalteten Graphic Novel der Bühnen- und Kostümbildnerin Kristīne Jurjāne ergänzt, der an den Originalschauplätzen des 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt und auf ein Bühnenbild von monumentaler Repräsentationsarchitektur projiziert wird. Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia Inszenierung: Alvis Hermanis Szenische Einstudierung, Spielleitung: José Darío Innella Bühne, Kostüme: Kristīne Jurjāne Licht: Gleb Filshtinsky Einstudierung Chor: Gerhard Polifka Dauer: ca. 2:30 h inklusive einer Pause Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Madama Butterfly

Staatsoper Unter den Linden

Musik von ​Giacomo Puccini Text von ​Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach David Belasco Lieutenant Pinkerton hat sich in Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, verliebt und will sie nach japanischer Sitte heiraten, ohne damit eine dauerhafte Verbindung eingehen zu wollen. Butterfly liebt Pinkerton jedoch wirklich und bekommt ein Kind von ihm. Vergeblich wartet sie jahrelang auf die Rückkehr des Lieutenants. Als Pinkerton dann mit seiner neuen amerikanischen Ehefrau zurückkommt, um das Kind abzuholen, erdolcht sich Butterfly. »Madama Butterfly« geht auf eine Novelle zurück, die angeblich eine wahre Begebenheit schildert. Seit um die Mitte des 19. Jahrhunderts die amerikanische Flotte die Öffnung der japanischen Häfen erzwungen hatte, begann auch umgekehrt der Einfluss der japanischen Kultur im Westen. Bald spielten Opern und Operetten in diesem neu zu entdeckenden Land, das trotz seines rapiden technologischen Fortschritts durch die Bewahrung seiner eigenen Kultur eine ganz andere Moderne versprach. Die Exotik des Milieus brachte Giacomo Puccini zu weit mehr als einer bloß kolonialistischen Anverwandlung ferner Musik: Er studierte Quellen zur Musik Japans, baute originale Melodien ein und ließ sich zu einer raffinierten Instrumentation und besonderen Klangfarben inspirieren. Sie machen die »japanische Tragödie« zu einer der berührendsten Opern der Geschichte. Eike Gramss’ Inszenierung zeigt behutsam das Aufeinandertreffen zweier Kulturen in einer schillernden japanischen Welt. Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia Inszenierung: Eike Gramss Bühne, Kostüme: Peter Sykora Einstudierung Chor: Gerhard Polifka Dauer: ca. 2:50 h inklusive einer Pause nach dem ersten Akt Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Aufführungen | Gala

Jubiläumsgala der Staatlichen Ballett- und Artistikschule

Staatsoper Unter den Linden

Tradition bewegt die Zukunft 75/70 Jahre - das Doppeljubiläum der Staatlichen Ballett- und Artistikschule Berlin Zwei Schulen, zwei Traditionen und eine einzigartige Erfolgsgeschichte verschmelzen am 12. Oktober 2026 zu einer erinnerungswürdigen Festveranstaltung auf einer der bedeutendsten Bühnen der Welt. Die Staatliche Ballettschule Berlin begeht ihr 75-jähriges Bestehen, während die Staatliche Artistikschule stolz auf 70 Jahre Exzellenz zurückblickt. Dieses außergewöhnliche Doppeljubiläum wird mit einem glanzvollen Festakt in der Staatsoper Unter den Linden zelebriert. Die Schule ist in dieser Form eine absolut einzigartige Ausbildungsstätte – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Seit Jahrzehnten feiern die Absolvierenden Erfolge auf den renommiertesten Bühnen, Theatern und Manegen rund um den Globus. Die internationale Tanz- und Artistikszene wurde durch sie nachhaltig geprägt und wird es noch heute, denn die Ausbildung bewegt sich seit jeher in der absoluten Weltklasse. Aus diesem unerschöpflichen Fundus artistischer und tänzerischer Kunst erwartet das Publikum ein Programm, das Bilder der Erinnerung mit der Gegenwart zu einem Gesamtkunstwerk aus Poesie und Bewegung verbindet. Dieser Festakt entfaltet ein künstlerisches Panorama, das die Eleganz des klassischen Balletterbes mit zukunftsweisender Artistik verwebt. Auf der Bühne zeigt sich ein lebendiges Band der Generationen: Prägende Kunstschaffende der Schulgeschichte und Absolvierende, die heute als Stars die Bühnen erobern, treffen auf die Ausnahmetalente der aktuellen Generation, die bereits jetzt die Zukunft der Bühnenkunst bedeuten.
Aufführungen | Oper

Le nozze di Figaro

Staatsoper Unter den Linden

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart Text von Lorenzo Da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais Unser Figaro macht Ferien: In einer Villa am Meer, in der Sommerfrische, kochen die Emotionen hoch, werden alte Rechnungen beglichen und Intrigen gesponnen. Am Ende dieses „tollen Tages“ jedoch steht das Verzeihen: Wieder einmal hat die Liebe gesiegt und lässt alle zufrieden zurück: Graf und Gräfin, Figaro und Susanna, Bartolo und Marcellina – und selbst Cherubino, der zuvor alles durcheinander gewirbelt hat. Mozarts besonderes Interesse galt dem Musiktheater, der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der „Da-Ponte-Opern“, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro , schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer "musikalischen Komödie" geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Jürgen Flimms Inszenierung erweckt Mozarts komödiantisches Meisterwerk zum Leben, indem sie den Figuren Raum gibt, im entspannten Ambiente, auf dem Lande nahe beim Meer, ihre Gefühlswelten zu eröffnen, ihre Wünsche und Neigungen zu artikulieren sowie Konflikte zu schärfen und wieder zu lösen. Musikalische Leitung: Marc Minkowski Inszenierung: Jürgen Flimm Mitarbeit Regie: Gudrun Hartmann Szenische Einstudierung, Spielleitung: Marcin Łakomicki Bühne: Magdalena Gut Kostüme: Ursula Kudrna Licht: Olaf Freese Dauer: ca. 3:25 h inklusive einer Pause nach dem 2. Akt Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Samson et Dalila

Staatsoper Unter den Linden

Musik von Camille Saint-Saëns Text von Ferdinand Lemaire Feindschaft, Hass und Glaubenskrieg, Macht, Ohnmacht und Begehren: Im Freiheitskampf der Hebräer erhebt Samson als Geweihter Gottes seine Stimme gegen die feindlich gesinnten Philister. Samson scheint unbesiegbar, bis die Liebe zur Philisterin Dalila ihn verwundbar macht. Sie weiß um das Geheimnis seiner außergewöhnlichen Kraft. Auf dem Spiel steht der Verlust der eigenen Identität. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die literarische Vorlage für das Libretto von Ferdinand Lemaire bildet das Buch der Richter aus dem Alten Testament, das von der Unterdrückung des Volkes Israel im palästinensischen Gaza berichtet. Die 1877 in Weimar uraufgeführte Oper unter der Leitung von Franz Liszt zählt mit ihren lyrischen Zustandsschilderungen und den großen Chortableaus zu den beliebtesten Opern der Romantik in französischer Sprache. Trotz der erfolgreichen Uraufführung, in deutscher Übersetzung gelang Saint-Saëns mit Samson et Dalila der Durchbruch erst 1890 auf Umwegen in seiner Heimat Frankreich. Neu inszeniert wird das Werk von dem argentinischen Filmregisseur und Drehbuchautor Damián Szifron, der mit seinem Film Wild Tales – Jeder dreht mal durch 2015 für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. Musikalische Leitung: Alexander Soddy Inszenierung: Damián Szifron Bühne: Etienne Pluss Kostüme: Gesine Völlm Licht: Olaf Freese Video: Judith Selenko Choreographie: Tomasz Kajdański Einstudierung Chor: Gerhard Polifka Dauer: ca. 2:40 h inklusive einer Pause nach dem 2. Akt Sprache: In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Rigoletto

Staatsoper Unter den Linden

Musik von Giuseppe Verdi Text von Francesco Maria Piave nach Victor Hugo Als Victor Hugo 1832 in Paris sein Stück »Le roi s’amuse« zum ersten und vorerst letzten Mal auf die Bühne brachte, endete die Aufführung mit dem sofortigen Verbot des Stücks. Als sich Giuseppe Verdi, der Komponist des italienischen Risorgimento, anschickte, das Stück des revolutionär gesinnten französischen Schriftstellers zu vertonen, stieß auch er noch knapp 20 Jahre später auf den Widerstand der Zensurbehörden. Zwar musste er sein Melodramma von »La maledizione« (»Der Fluch«) in »Rigoletto« umtaufen und den Schauplatz an den Hof eines fiktiven Herzogs von Mantua verlegen, doch ließ er die Handlung und ihre Krassheit unangetastet: Rigoletto stiftet den zügellosen Herzog zu ständigen Ver- und Entführungen schöner Frauen an und hat für deren Familien bloß Spott übrig. Vom verzweifelten Vater einer der Entehrten wird er dafür vor dem gesamten Hof verflucht. Seine Tochter Gilda hält Rigoletto jedoch vor dem schamlosen Treiben verborgen. Trotzdem hat der Herzog bereits ein Auge auf sie geworfen. Als Gilda den Verführungskünsten des Herzogs erliegt, schmiedet Rigoletto einen tödlichen Racheplan, dem am Ende nicht der Herzog, sondern die eigene Tochter zum Opfer fällt. Zur zynischen Chiffre des Scheiterns wird ausgerechnet der allbekannte Tenorschlager »La donna è mobile«. In Verdis erstem Werk der Reifezeit bedingen sich so Triviales wie Groteskes und hohes Pathos gegenseitig. Die Kontraste aus greller Bandamusik und expressivsten Kantilenen formen ein kompromissloses Meisterwerk, das in ungeheurer Knappheit und Schärfe über das Publikum hereinbricht. Musikalische Leitung: Domingo Hindoyan Inszenierung: Bartlett Sher Bühne: Michael Yeargan Kostüme: Catherine Zuber Licht: Donald Holder Einstudierung Chor: ani Juris Dauer: ca. 2:40 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Aufführungen | Oper

L’elisir d’amore

Staatsoper Unter den Linden

Musik von Gaetano Donizetti Text von Felice Romani Liebestränke haben in der Literatur Hochkonjunktur: Man denke nur an die mittelalterliche Geschichte von Tristan und Isolde , die – mehr als 30 Jahre vor Wagners Musikdrama – auch Eingang in Donizettis Oper gefunden hat. Den etwas einfältigen Nemorino bringt diese Legende dazu, die Annäherung an die angebetete Adina ebenfalls mittels eines Zaubertranks etwas beschleunigen zu wollen, den ihm der Scharlatan Dulcamara feilbietet. Doch ähnlich wie bei Tristan und Isolde führt die Einnahme nicht zum eigentlich anvisierten Ziel. Denn als Nemorino betrunken auf Adina trifft – die berauschende Wirkung des Tranks ist nämlich auf seine hohen Prozente zurückzuführen –, wendet sich diese verärgert ab und beschließt kurzerhand, den schneidigen Soldaten Belcore zu ehelichen. Da braucht es eine zweite Flasche „Liebestrank“ und ausgiebige Hilfe von Gevatter Zufall, damit Nemorino und Adina doch noch zueinanderfinden und am Ende die ganze Dorfgemeinschaft von der Wirkung des Elixiers restlos überzeugt ist. Mit der köstlichen Naivität der Figuren nehmen Donizetti und sein Librettist Felice Romani auf liebevoll-zärtliche Weise Aber- und Leichtgläubigkeit auf die Schippe. Die Musik, die innerhalb von nur drei Wochen entstanden sein soll, gesteht den Protagonisten aber auch berührende, intime Momente zu, nicht nur in der berühmten Arie „Una furtiva lagrima“. Der unerschöpfliche Melodienreichtum macht L’elisir d’amore zu einem von Donizettis beliebtesten Bühnenwerken, das nun nach längerer Pause auf den Staatsopernspielplan zurückkehrt. Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia Inszenierung: Percy Adlon Bühne: Frank Philipp Schlößmann Kostüme: Kathi Maurer Licht: Franz Peter David Einstudierung Chor: Gerhard Polifka Dauer: ca. 2:30 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Aufführungen | Oper

La Vestale

Staatsoper Unter den Linden

Premiere: 26.9.2026 Musik von Gaspare Spontini Text von Victor-Joseph Étienne de Jouy Julia ist bereit, das ihr auferlegte Gesetz zu brechen und lässt ihren geliebten Licinius an den Ort, wo sie nachts ein Feuer bewachen muss. Die Vestalin, Priesterin der Göttin Vesta, widersetzt sich dem „heiligen Gesetz“ und dem Hohepriester als dessen Hüter. Julia folgt ihrer Liebe und damit der Natur des Menschen. Für die Oberste Vestalin hingegen ist die Liebe „ein barbarisches Monster“ und Feindin der Göttin Vesta, deren unaufhörlich brennende Flamme die keusch lebenden Vestalinnen zu schützen haben. La Vestale bescherte Gaspare Spontini 1807 im napoleonischen Paris den bis dahin größten Erfolg. Von 1820 bis 1841 leitete er als Preußischer Generalmusikdirektor die Königliche Oper in Berlin. Mit ihren groß dimensionierten Szenen wurde La Vestale eine der erfolgreichsten Opern des 19. Jahrhunderts. Die komplexen Chorstimmen, instrumentalen Effekte und Ballettmusiken prägten Komponisten wie Richard Wagner und Hector Berlioz. In ihrer Inszenierung spürt Lydia Steier, die hier zuletzt Les Contes d’Hoffmann auf die Bühne brachte, den schonungslosen Mechanismen eines autokratischen Regimes nach. Musikalische Leitung: Carlo Rizzi Inszenierung: Lydia Steier Bühne: Etienne Pluss Kostüme: Katharina Schlipf Licht: Valerio Tiberi Video: Etienne Guiol Einstudierung Chor: Dani Juris Dramaturgie: Olaf A. Schmitt Sprache: In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
Aufführungen | Ballett

Giselle

Staatsoper Unter den Linden

Liebe, Verrat und die Sehnsucht nach Vergebung prägen eines der bewegendsten Werke des Romantischen Balletts. Giselle, ou les Wilis wurde am 28. Juni 1841 an der Pariser Oper uraufgeführt und gilt als Höhepunkt jener Epoche, in der Tanz zur Verkörperung des Übernatürlichen wurde. Im Mittelpunkt steht ein junges Bauernmädchen, das das Tanzen liebt und sich in den adligen Albrecht verliebt. Als Giselle erfährt, dass Albrecht einer anderen versprochen ist, zerbricht ihre Welt. Sie verliert den Verstand und stirbt an gebrochenem Herzen. Doch ihre Geschichte endet nicht mit dem Tod. Als eine der Wilis, geisterhafte Bräute, die vor ihrer Hochzeit starben, wird sie Teil einer nächtlichen Gemeinschaft, die Männer zwingt, bis zum Tode zu tanzen. Im zweiten Akt, jener «weißen» Sphäre des Romantischen Balletts, begegnet Giselle Albrecht wieder. Ihre Bewegung wird zur Sprache des Mitgefühls und hebt die Grenze zwischen Leben und Tod auf. Giselle gilt als Inbegriff des Romantischen Balletts und zugleich als Wendepunkt in der Tanzgeschichte. Die Vorstellung des ‹schwebenden Körpers› prägte das Ideal des Spitzentanzes und machte die Tänzerin zur Symbolfigur des Unerreichbaren. In dieser Tradition steht die Inszenierung von Patrice Bart, die auf der Originalchoreographie von Jean Coralli und Jules Perrot beruht. Seit der Premiere im Jahr 2000 an der Staatsoper Unter den Linden berührt Patrice Barts Giselle mit ihrer Mischung aus klassischer Schönheit und zeitloser Intensität. Choreographie und Inszenierung: Patrice Bart Bühne und Kostüme: Peter Farmer Licht: Franz Peter David Dramaturgie: Christiane Theobald Choreographische Assistenz: Claude de Vulpian Einstudierung: Raffaella Renzi Bühnenbildassistenz: Gerd Neubert Musikalische Leitung: Robert Reimer Staatskapelle Berlin Dauer: 02h 20m inkl. einer Pause Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung Empfohlen ab 7 Jahren
Aufführungen | Musiktheater

Mysterien des Alltags

Hochschule Luzern - Musik

Aufführungen | Musiktheater

Musiktheater

Nordwestdeutsche Philharmonie

Nordwestdeutsche Philharmonie, Coruso e. V. , Frank Beermann, Leitung Ein großer Repertoireschwerpunkt des Dirigenten Frank Beermann sind die Opern von Richard Wagner. Seine Interpretationen von Tristan und Isolde im Rahmen der Mindener Wagnerprojekte sowie Der Ring des Nibelungen (2015-2019) an selber Stelle ernteten größtes Lob in den deutschen und internationalen Feuilletons. Frank Beermann war von 2007 bis Sommer 2016 GMD der Theater Chemnitz und Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie. Im Januar 2020 debütierte er mit großem Erfolg am Théâtre du Capitole in Toulouse, wo er mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse eine Neuproduktion von Wagners Parsifal und eine Neuproduktion von Richard Strauss Elektra leitete. Unter den nationalen und internationalen Engagements der letzten Zeit waren Debüts beim Athens National Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London und dem Staatstheater Stuttgart. Außerdem hat er zusammen mit den Bamberger Sinfonikern, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und der Nordwestdeutschen Philharmonie zusammengearbeitet Jakob Peters Messer, Regie Simon Bailey, Hans Sachs Christoph Seidl, Veit Pogner Leon Noel Wepner, Kunz Vogelsang Frieder Flesch, Konrad Nachtigal Michael Borth, Sixtus Beckmesser Johannes Schwarz, Fritz Kothner Václav Vallon, Balthasar Zorn Ilya Silchuk, Ulrich Eisslinger Steffen Schantz, Augustin Moser Mykkola Piddubnyk, Hermann Ortel Oscar Martin-Reyes, Hans Schwarz Maurice Giancarlo Avitabile, Hans Foltz Jussi Myllys, Walther von Stolzing Stephen Chambers, David Emma McNairy, Eva Kathrin Göring, Magdalene Peter Lobert, Ein Nachtwächter
Aufführungen | Musiktheater

Operettencafé

Theater Münster

Die Operette ist vielfältig! Sie kann sehr festlich daherkommen oder frech, mythisch, satirisch und gesellschaftskritisch. Und überhaupt: Wo ist der Übergang zwischen Operette und Musical? Mit dem Garanten für fröhliche Melodien und schmissige Ensembles laden wir Sie ein, sich in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen zusammen mit dem Musiktheater Münster der Liebe zur Operette zu widmen. Verbringen Sie eine ohrwurmverdächtige musikalische Stunde im Foyer des Großen Hauses mit unserem Ensemble!
Aufführungen | Schauspiel

hamlet, sun off

Theater Münster

Premiere: 10.10.2026 Einige Jahre in der Zukunft ist die Erhitzung der Erde gestoppt. Zu erfolgreich. Denn nun bewohnt die Familie rund um einen erst kürzlich unter seltsamen Umständen verstorbenen Unternehmer namens Hamlet die ehemaligen Officetower der Firma ICE-Solarcorp, die mit Schuld daran trägt, dass eine neue Eiszeit die Erde in Schnee und Dunkelheit gepackt hat. Die schlaue Idee, den von allerhand Eingriffen mittlerweile völlig überhitzten Planeten durch einen weiteren Eingriff, diesmal in den Himmel selbst, wieder abzukühlen ging schief – um etwa 20 bis 30 Grad. Als dann auch noch die hauseigene KI gespenstisch flackert und dem um sein Erbe geprellten Sohn des Unternehmers, namens Hamlet langsam dämmert, dass der Tod des Vaters wohl nicht ganz zufällig geschah, entspinnt sich in den eingeschneiten Officetowers ein Showdown über Verantwortung, Rationalität und den Preis, den die Menschheit bereit ist zu zahlen, um am Leben zu bleiben. Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Regie: Thomas Köck Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Martin Miotk Musik: Andreas Spechtl Video: Dagmar Schürrer Dramaturgie: Remsi Al Khalisi
Aufführungen | Schauspiel

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Theater Münster

Premiere: 25.9.2026 „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, beendet Bertolt Brecht unheimlich und vorhersehend seine Parabel über den rasanten Aufstieg eines faschistischen Gangsters. Arturo Ui ist Anführer einer Verbrecherbande und nutzt die wirtschaftliche Krise eines Blumenkohl-Trusts aus, um sich als Retter anzubieten. Durch Einschüchterung, Mord und Manipulation der Justiz schaltet er seine Gegner aus, bis er scheinbar unaufhaltsam zur Macht gelangt. Bertolt Brecht beschreibt, wie vergangene und zukünftige Diktator*innen mithilfe von Angst und Korruption, aber auch durch das Wegsehen einer Gesellschaft möglich werden: „Wir brauchen Leute hier, nicht nur bereit / Für uns zu schweigen, sondern auch für uns / Zu reden, und das laut!“ Regie: Ruth Mensah Bühne: Yuni Hwang Kostüme: Shayenne Di Martino Dramaturgie: Julia Fiebag
Aufführungen | Schauspiel

Schauspielclub

Theater Münster

Die Schauspielsparte bietet Spielbegeisterten, ob jung, ob alt, ob Neuling oder Abonnent*in, die Möglichkeit hinter die Kulissen zu schauen und Schauspieler*innen, Regisseur*innen und weitere Theaterkünstler*innen kennenzulernen. Das Team der Schauspieldramaturgie lädt in regelmäßigen Treffen zur Diskussion über die Inszenierungen ein. Der Schauspielclub soll ein Ort des Austauschs und der Gemeinschaft sein – generationsübergreifend – und die poetische Kraft des Theaters auch über die Vorstellungen hinaus erörternd. TERMINE jeweils mittwochs 18.30 Uhr TREFFPUNKT: Bühneneingang (Martinistraße) ANMELDUNG und weitere Informationen: schauspiel@stadt-muenster.de Teilnahme kostenlos TERMINE: Mi 23.09.2026: mit Probenbesuch Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui Mi 08.10.2026: mit Probenbesuch hamlet, sun off Mi 25.11.2026: mit Probenbesuch Hundesohn Mi 20.01.2027: mit Probenbesuch Arsen und Spitzenhäubchen Mi 03.02.2027: mit Probenbesuch Wokey Wokey Mi 31.03.2027: mit Probenbesuch Romeo und Julia Mi 19.05.2027: mit Probenbesuch Träume in Europa
Aufführungen | Tanz

Tanz Unlimited

Theater Münster

Mit der diplomierten Bühnentänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin Laura Delfino konnten wir eine vielseitige und erfahrene Gast-Künstlerin gewinnen, die in dieser Saison die Einheiten dieser Veranstaltung leiten wird. Vielleicht erinnert sich auch der Eine oder die Andere unter ihnen daran, dass sie bereits von 2003 bis 2012 als choreografische Assistentin und Trainingsleiterin für das Tanztheater Daniel Goldin tätig war. Außerdem kreierte Laura Delfino für das Junge Theater Münster die Werke Gloria und Spring Awakening . Karten gibt es ausschließlich über die Theaterkasse. Tanz Unlimited ist ein regelmäßig ausgerichtetes, generationenübergreifendes Tanzerlebnis in einem Probenraum des Theater Münster. Es richtet sich speziell an Personen in den besten Jahren. Bitte beachten: Ab September 2026 findet Tanz Unlimited nicht in den Räumlichkeiten des Theaters, sondern in der ehem. Wartburgschule, Von-Esmarch-Str. 15, 48149 Münster, statt. Zehnerkarten können an der Theaterkasse erworben werden, wobei der Erlös der Sparte Tanz zugutekommt.
Aufführungen | Tanz

1. Tanzspektrum:
Fairy Doll

Theater Münster

Puppenfee ein pantomimisches Ballett in einem Akt. Die Musik zu diesem Ballett komponierte Die Josef Bayer 1888. Choreografien von S.Robos, A.C. Reis und S.Landwehr Musik Josef Bayer mit Juniortanzcompany Flics Die Puppenfee erzählt die wundersame Geschichte eines Spielzeugladens. Nach Ladenschluss erwachen die Puppen, darunter Harlekine, Spanier, Tiroler, französische Püppchen und Tanzmariechen zum Leben und feiern ihre Königin, die Fairy Doll. Alle Hauptfiguren werden durch wundervollen, kleine Ensembletänze ergänzt, die eigens für diese Vorstellung choreografiert wurden. Ein verzauberndes Ballett, besonders für das junge Publikum.
Aufführungen | Tanz

Die Schwäne

Theater Münster

Wer kennt nicht das Märchen der Schwanenprinzessin Odette, ihrem Gegenpart Odile und Prinz Siegfried, Opfer des magischen Verwirrspiels von Rotbart? Mit Schwanensee (1877/1895) schuf der Komponist Pjotr I. Tschaikowsky ein Meisterwerk des Klassischen Balletts, das bis heute zum Repertoire vieler Tanzcompagnien zählt. Nun nimmt sich Lillian Stillwell dieses Stoffes an und interpretiert ihn neu, indem sie den inhaltlichen Schwerpunkt auf die tanzende Gruppe und die weibliche Bühnenfigur Odette legt: Sie ist das Subjekt der Handlung. Während in klassischen Choreografien die Schwäne im Corps-de-Ballet durch Synchronizität gekennzeichnet sind, geht Stillwell anders an das Tanz-Kollektiv heran und interpretiert es als eine Gruppe aus Individuen. Dabei verzichtet sie auch nicht auf das, was man im Allgemeinen mit Schwanensee assoziiert: eine Liebesgeschichte. Musikalische Leitung: Henning Ehlert Dramaturgie, Libretto: Claus Spahn Choreografie, Inszenierung: Lillian Stillwell Bühne, Lightdesign: Ben Baur Kostüme: Uta Meenen Lightdesign: Meike Parys Dramaturgie: Regina Genée Dauer: ca. 2 Stunden und 5 Minuten, 1 Pause nach 45 Minuten
Aufführungen | Musiktheater

The Addams Family

Theater Münster

Premiere: 19.9.2026 Basierend auf Figuren erfunden von Charles Addams Buch von Marshall Brickmann & Rick Elice Deutsch von Anja Hauptmann Die Familie Addams kommt nach Münster und stellt die Stadt gehörig auf den Kopf! Wednesday möchte ihrer Familie bei einem gemeinsamen Abendessen endlich ihren Freund Lucas Beineke vorstellen: einen absolut normalen Jungen. Doch als die wohlerzogene Familie Beineke im schrägen Zuhause der Addams auftaucht, prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Chaos ist vorprogrammiert! Das Musical von Andrew Lippa, das weltweit das Publikum begeistert, bringt die legendäre Familie Addams mit mitreißenden Songs, schwarzem Humor und viel Herz auf die Bühne. Der herrlich unkonventionelle Lebensstil der Addams fasziniert seit Generationen und lädt dazu ein, über das eigene Verständnis von „Normalität“ zu schmunzeln. Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg Regie: Effi Méndez Bühne: Tina Carstens Kostüme: Philipp Winkler Choreografie: Kati Heidebrecht Dramaturgie: Yuri Colossale
Aufführungen | Schauspiel

Süßer Vogel Jugend

Theater Münster

Chance Wayne hat sein Leben lang versucht, erfolgreicher Schauspieler zu werden, um Boss Finley, den Vater seiner Jugendliebe Heavenly von sich zu überzeugen. Doch mit fortschreitender Zeit und schwindender Jugend scheint dies immer unwahrscheinlicher – bis er auf den Filmstar Alexandra Del Lago trifft. Sie flüchtet vor ihrem vermeintlich gescheiterten Comeback gemeinsam mit Chance in seine Heimatstadt und soll ihm nicht nur bei seiner Karriere, sondern auch bei der Versöhnung mit Heavenly helfen. Mit Musik, Sex und Drogen halten sich Chance und Alexandra aneinander fest, schenken Hoffnung und stürzen hinab. Währenddessen predigt der rechte Populist Boss Finley, unterstützt von einer verbrecherischen Jugendorganisation, Hass und Hetze. Es beginnt eine Verfolgungsjagd: nach Chance, nach verlorener Zeit und der ewigen Jugend. Regie: Remsi Al Khalisi Bühne & Kostüme: Nicole Zielke Musik: Bettina Ostermeier Dramaturgie: Anton Svoboda Dauer: 1. Teil: 1 Stunde und 30 Minuten 20 Minuten Pause 2. Teil: 1 Stunde

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