Aufführungen / Oper
Wiener Staatsoper
Wien, Opernring 2
- Premiere: Eine florentinische Tragödie/ Herzog Blaubarts Burg (A kékszakállú herceg vára)
- Don Carlo

- Adriana Lecouvreur
- Le nozze di Figaro

- Living Legacies
- La Clemenza di Tito

- Solokonzert Günther Groissböck
- Macbeth
- Tosca
- Online-Shop der Wiener Staatsoper
- eines der international bedeutendsten Opernhäuser
Aufführungen / Oper
Staatsoper Hannover
Hannover, Opernplatz 1
- Premiere: Il Viaggio, Dante / Die Reise Dantes
- Premiere: Ich, ich, ich! Je suis narcissiste
- Offenes Training Ballett
- Das offene Foyer
- Eröffnungsfest
- Pique Dame
- Tanzworkshop: Lebt bewegt
- Der Troubadour

- Führung durch das Opernhaus
- Verwandlungen
- Weiter denken
- Hör'n Sie mal!
- Impuls: Pique Dame
- Vernissage: Doppelrolle
- La Bohème

- Poetry Slam - Macht Worte!
- Das Niedersächsische Staatstheater Hannover ist ein Mehrspartentheater in Hannover
Aufführungen / Aufführung
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater
Theater Münster
Münster, Neubrückenstraße 63
- Morgen: La Traviata
- Premiere: The Addams Family
- Heartship
- Süßer Vogel Jugend
- Literatur für Liebhaber: Hermann Melville
- 3-D-Rundgang
- U:DREI – Podcast für Theater, Kultur und Leben
- größte und traditionsreichste Kultureinrichtung Münsters mit fünf Sparten: Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Jungem Theater
Aufführungen / Theater
Deutsches Theater München
München, Schwanthalerstraße 13
- Morgen: all you need is love!
- Premiere: Carmen
- Zauberflöte – Das Musical
- MERVEnzusammenbruch
- Freundschaft Minus
- FACK JU GÖHTE – Das Musical
- FARIN URLAUB übers Reisen
- Das Café am Rande der Freundlichkeit
- Tara-Louise Wittwer - Alpha Maus Tour 2026
- Disney: Der Glöckner von Notre Dame
- Romeo & Julia – Liebe ist alles
- Deutschlands größtes Gastspieltheater
Aufführungen / Theater
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Ludwigshafen, Berliner Str. 30
- Premiere: Der Drache
- Premiere: GöteborgsOperans Danskompani
- Von Flocken
- Simon Strauß liest: In der Nähe
- Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien)
- Cosmica Bandida
- Katharina Thalbach liest "Die Blechtrommel"
- Beauséjour
- Wort & Wein: Der Struwwelpeter
- Scirocco
- Bass & Voice-Lounge
- Ursula Krechel liest: Sehr geehrte Frau Ministerin
- Prinzessinnendramen
- OhOhOh-Lounge
- Tanz, Schauspiel, Figurentheater, Lesung u. a.
Aufführungen / Theater
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Hamburg, Kirchenallee 39
- Theaternacht Hamburg 2026
- Das Adressbuch
- Fremde Sonne-Marathon
- Prolog / Zwischenspiel / Die Argonauten
- Medea in Kolchis
- Medea in Korinth
- Ein Sommer in Niendorf
- Fabian oder Der Gang vor die Hunde
- Die Möwe
- alphabet
- Das Bildnis des Dorian Gray
- Vampire’s Mountain
- A Perfect Sky
- Drosseln
- Richard the Kid & the King

- Kabale und Liebe - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
- Zur Person: Hannah Arendt
- Der eigene Tod
- Société Anonyme
- ANTHROPOLIS II: Laios

- Virtueller Rundgang
- Der Zuschauerraum des Schauspielhaus zählt zu den schönsten Theaterräume Deutschlands.
Aufführungen / Oper
Staatsoper Stuttgart
Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
- Morgen: Turandot

- Il barbiere di Siviglia / Der Barbier von Sevilla
- Theaterfest am Eckensee
- Eine Reise durchs Opernhaus
- Einblicke
- Lucia di Lammermoor
- Tosca
- I Did It My Way
- Die Oper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas.
Aufführungen / Oper
Semperoper Dresden
Dresden, Theaterplatz 2
- Carmen
- Der Florentiner Hut
- Trouble in Tahiti
- Entdecken, Staunen, Erleben! – Tag der offenen Semperoper
- Auftakt! Musikalischer Spaziergang durch die Saison 2026/27
- Un ballo in maschera
- Tosca
- Die wunderbaren Jahre
- Der Wildschütz
- Different Grounds
- Opernshop für DVDs, CDs, Bücher und Souvenirs
- Sächsische Staatsoper Dresden
Aufführungen / Theater
Uckermärkische Bühnen Schwedt
- Odertal-Festspiele „Sommer am Fluss“
- Alex Christensen & Friends
- Kino unterm Sternenhimmel: Michael
- Rebel Monster - Volbeat Tribute
- Kino unterm Sternenhimmel: 50 Jahre Roland Kaiser - Ein Leben für die Musik
- Deutsche Rocklegenden - Die Originalbands der 60er Jahre
- Taschenlampenkonzert 2026 - Open Air
- Wenzel & Band Open Air: Ich lebe gern
- Kino unterm Sternenhimmel: Song Sung Blue
- BOUNCE: Bon Jovi Tributeband
- Kino unterm Sternenhimmel: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
- X-Perience - Electro Pop Sommer Open Air
- Schiller - Sommerklang - Open Air 2026
- Forced To Mode - The Devotional Tribute To Depeche Mode
- Veranstaltungsangebote aus Theater, Unterhaltung und Veranstaltungsservice im Nordosten Brandenburgs.
Ereignisse / Festival
ImpulsTanz Wien
9.7. bis 9.8.2026
- Heute: Anne Teresa De Keersmaeker, Radouan Mriziga, Amandine Beyer / Rosas, A7LA5, Gli Incogniti (BE & BE/MA & FR)
- Morgen: Akemi Takeya / IMEKAproduction (AT/JP)
- Silke Grabinger / SILK Fluegge (AT)
- Tanz Company Gervasi (AT)
- Wojciech Grudziński (NL/PL)
- Ndoho Ange (FR)
- Wim Vandekeybus / Ultima Vez (BE) II
- Rabih Mroué, Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas (DE/LB & BE)
- Louise Lecavalier / Fou Glorieux (CA)
- Samir Kennedy / DEFECTUM (UK/FR/DZ)
- Wim Vandekeybus / Ultima Vez (BE) I
- Tao Ye / TAO Dance Theater (CN): 16 & 18
- Ole Meland (NO)
- Alina Arshi / KAAM KAAS (CH)
- Cie. Maguy Marin (FR)
- Boglárka Börcsök & Andreas Bolm (DE/HU)
- Olivia Mitterhuemer / Potpourri Dance (AT)
- Magdalena Forster (AT)
- Grace Tjang / Needcompany (ID/BE & BE)
- Needcompany / Jan Lauwers (BE)
- Tao Ye / TAO Dance Theater (CN): 13 & 14
- Compagnie Non Nova – Phia Ménard (FR)
- Tony Rizzi and the Bad Habits (US)
- Dorothée Munyaneza / Kadidi Company (RW/FR)
- Ian Kaler (AT)
- Elisabeth Bakambamba Tambwe / Dig Up Productions (CD/AT/FR)
- Netti Nüganen with Pire Sova and KISLING (AT/EE)
- Ewa Dziarnowska (DE/PL)
- Life Long Burning – Futures Lost and Found
- Bill T. Jones X Raja Feather Kelly (US & US)
- Christine Gaigg / 2nd nature (AT)
- Leïla Ka (FR)
- Dominique Tegho (DE/LB)
- Joce / Persona Compendium (CH)
- Katerina Andreou / Bark (FR/GR)
- Eun-Me Ahn (KR)
- Chara Kotsali (GR)
- Philipp Gehmacher (DE/AT)
- Ehsan Hemat (BE/IR)
- Hyeji Nam (AT/KR)
- Trajal Harrell / Zürich Dance Ensemble (CH/US)
- Cia. Jose Manuel Álvarez (ES)
- Eun-Me Ahn (KR)
- Gabrielle Levie (FR)
- Liquid Loft / Chris Haring (AT)
- Compagnie Amala Dianor / Kaplan (FR)
- Lisa Hinterreithner (AT)
- maria mercedes (AT)
- Final Workshop Showing: «the biggest expressions ever’26»
- Trajal Harrell / Zürich Dance Ensemble (CH/US)
Ereignisse / Festspiele
Mozartwoche Salzburg
21. bis 31.1.2027
- Mozarts Così fan tutte
- Die Schule der Liebenden
- Film: Mozart: Sinfonien & Arien
- The Other Mozart: The forgotten story of Mozart's genius sister
- Film: Quartette & Quintette
- Krimicafé: Eine (Mo)zarte Versuchung
- Film: Wen die Götter lieben
- Film: Oksana Lyniv dirigiert Mozarts
- Film: Le Chevalier de Saint-Georges. The enlightened violinist
- Film: Divertimenti KV 136–138 & & Klavierquartett KV 478
- Film: Zwischen Küche und Klavier: Nannerl Mozart
- Film: Le Nozze di Figaro KV 492
Ereignisse / Festival
Salzkammergut Festwochen Gmunden
Region Gmunden
- Morgen: Lied.Fest II
- Lied.Fest III
- Das dreißigste Jahr – von Ingeborg Bachmann
- PHILIPP HOCHMAIR – „Hochmair, wo bist du?“
- PAROV STELAR – Live im Toskanapark
- HERstage – Die Bühne gehört den Frauen
- Die Billigesser
- Monolog des Fürsten Saurau aus Thomas Bernhards „Verstörung“
- Über allen Gipfeln ist Ruh – Ein deutscher Dichtertag um 1980
Ereignisse / Festival
Theater im Park Wien
20.5. bis 17.9.2026
- Berni Wagner
- Ringlstetter & Zinner
- Martin Spengler & die foischn Wiener*innen
- Norbert Schneider
- Single Bells
- Lydia Prenner-Kasper
- Venus & Jupiter
- Dr. Bohl
- Omar Sarsam
- Musicalstars im Park
- Martina Schwarzmann
- Stefanie Reinsperger
- Philipp Hochmair
- Thomas Mraz
- Benedikt Mitmannsgruber
- Mogli - Das Dschungelbuch
- Kernölamazonen
- Sommernachtstraum
- Andreas Vitásek
- Maschek
- Martin Frank
- Manuel Rubey & Simon Schwarz
- Peter Filzmaier & Armin Wolf
- Toxische Pommes
- Paul Pizzera, Gabi Hiller & Philipp Hansa
Aufführungen
| Musiktheater
Aufführungen
| Schauspiel
Süßer Vogel Jugend
Theater Münster
Chance Wayne hat sein Leben lang versucht, erfolgreicher Schauspieler zu werden, um Boss Finley, den Vater seiner Jugendliebe Heavenly von sich zu überzeugen. Doch mit fortschreitender Zeit und schwindender Jugend scheint dies immer unwahrscheinlicher – bis er auf den Filmstar Alexandra Del Lago trifft. Sie flüchtet vor ihrem vermeintlich gescheiterten Comeback gemeinsam mit Chance in seine Heimatstadt und soll ihm nicht nur bei seiner Karriere, sondern auch bei der Versöhnung mit Heavenly helfen. Mit Musik, Sex und Drogen halten sich Chance und Alexandra aneinander fest, schenken Hoffnung und stürzen hinab. Währenddessen predigt der rechte Populist Boss Finley, unterstützt von einer verbrecherischen Jugendorganisation, Hass und Hetze. Es beginnt eine Verfolgungsjagd: nach Chance, nach verlorener Zeit und der ewigen Jugend. Regie: Remsi Al Khalisi Bühne & Kostüme: Nicole Zielke Musik: Bettina Ostermeier Dramaturgie: Anton Svoboda Dauer: 1. Teil: 1 Stunde und 30 Minuten 20 Minuten Pause 2. Teil: 1 Stunde
Aufführungen
| Schauspiel
Heartship
Theater Münster
Sara und Ann, beide um die 40 Jahre alt, lernen sich im Gym beim Aerobic kennen. Die eine lädt zur feministischen Stand-up-Comedy-Show in einer Kneipe, die andere erzählt von Übergriffen ihres Kollegen am Arbeitsplatz. Und plötzlich entwickelt sich zwischen Alltag und Selbstoptimierung eine Beziehung. Sara und Ann erforschen das Miteinander von Friendship über Situationship bis Heartship und fragen sich: „Wieso können Zungenküsse nicht die liebevolle, zärtliche Antwort der Frauen auf bro-mäßiges Schulterklopfen sein?“ Die vielfach ausgezeichnete Theaterautorin Caren Jeß (u.a. Mülheimer Dramatikpreis 2023) hat ein Stück über liebende und zornige Frauen geschrieben und ihnen ein Mikrofon gegeben, durch das sie pointenreich ihrer Wut und ihrer Zärtlichkeit freien Lauf lassen. Regie: Anaïs-Manon Mazić Bühne und Kostüm: Hanna Naske Musik: Daniel Ismaili Dramaturgie: Julia Fiebag Dauer: ca. 1 Stunde und 15 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Musiktheater
La Traviata
Theater Münster
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel La Dame aux camélias von Alexandre Dumas d. J. mit zusätzlichen Sprechtexten von Angelika Reitzer Nach einem rauschenden Fest in ihrem Pariser Salon überreicht die von allen umschwärmte Kurtisane Violetta Valéry dem Studenten Alfredo Germont eine Kamelienblüte: Er möge wiederkommen, wenn die Blume verwelkt sei. So beginnt die Liebesgeschichte, die von Leidenschaft, Verzicht, Eifersucht und Tod erzählt. Als Giuseppe Verdi 1852 eine Aufführung des Schauspiels Die Kameliendame von Alexandre Dumas d. J. sah, beschloss er, den tragischen Stoff in einer Oper zu verarbeiten. Nur ein Jahr später feierte seine Traviata (übersetzt: „die vom rechten Weg Abgekommene“) Premiere. Bis heute rührt Verdi weltweit das Publikum zu Tränen, indem er mit einer kammerspielartigen, musikalischen Intimität Violetta in den Tod begleitet. Musikalische Leitung: Henning Ehlert Regie: Georg Schütky Bühne & Kostüme: Christina Schmitt Dramaturgie: Maria Buzhor Licht: Meike Parys Dauer: ca. 2 Stunden und 45 Minuten, eine Pause
Aufführungen
| Musical
Spring Awakening
Staatstheater Kassel - INTERIM
Premiere: 23.10.2026 Erbarmunglose Fesseln von Leistung und Moral prallen auf jugendliche Wut: Der mitreißende Musical-Hit Spring Awakening gibt den Teenagern aus Frank Wedekinds skandalträchtigem Klassiker eine lautstarke Stimme. Die junge Wendla darf nicht erfahren, wo Babys herkommen, und Moritz hat mit der Schule zu kämpfen, während sein Vater jeden Fehler brutal bestraft. Beide wenden sich Melchior zu, der mit allerhand Wissen über Liebe, Körper und Freiheitsdrang Eindruck macht. Als Moritz schließlich aus Lehrerwillkür sitzen bleibt und Wendla unwissend schwanger wird, zerbricht die Ordnung der strengen Elternwelt. Mit rebellischem Rocksound und berührender Ehrlichkeit erzählt die Jugend von Unterdrückung, Kampf um sexuelle Selbstbestimmung und die verheerenden Folgen elterlicher Ignoranz. Dieser gegenwärtige Blick auf alte bürgerliche Moral machte das preisgekrönte Musical von 2006 zu einem der weltweit meistgespielten Hits. Regisseurin Fabiola Kuonen und das JUST+ erarbeiten gemeinsam mit den Jugendlichen des CANTAMUS ehrliche Perspektiven, Bedürfnisse und Tabus aus der heutigen Generation, um sie über verzerrten Gitarren herauszubrüllen. Unser 2. Kapellmeister Viktor Jugović entlockt dem Musical die nötige klangliche Wucht. Musikalische Leitung: Viktor Jugović Regie: Fabiola Kuonen Choreographie: Katja Wachter Bühne + Video: Karolina Wyderka Kostüme: Amelie Seeger Licht: Dominique Lorenz Dramaturgie: Felix Linsmeier, Carlotta Rogge CANTAMUS-Chorleitung: Annika Derlin
Aufführungen
| Musiktheater
Staatszirkus
Staatstheater Kassel - INTERIM
Premiere: 17.10.2026 Gerade hatten die 68er die junge Bundesrepublik auf links gedreht. Freie Liebe, lange Haare und bunte Drogen eroberten das Stadtbild und Avantgardekunst und Arbeiterklasse schienen sich so nah wie nie. Komponist:innen der neuen Musik der Siebziger versuchten sich statt an experimentellen Klängen plötzlich an Agitprop, nach der Tonalität musste endlich auch die Welt umgestürzt werden. So tourte auch der heutige Altmeister Nicolaus A. Huber mit einer wilden Theatergruppe für die Deutsche Kommunistische Partei durch die Irrungen und Wirrungen der westlichen Demokratie: der Bus voller Arbeiterlieder, grotesken Texten und allerhand Zirkus bis zur Weltrevolution! Ein halbes Jahrhundert später bleiben von aller kämpferischen Propaganda nur eine vergriffene Schallplatte und lose Manuskripte in den Kammern staatlicher Archive. In seiner Stückentwicklung im TiF – Theater im Fridericianum debütiert Regisseur Moritz Warnecke am Staatstheater Kassel und leuchtet die versteinerten Reliquien im Fundus nie gewesener Aufstände aus. Musikalische Leitung: Felix Barsky Regie: Moritz Warnecke Ausstattung: Katharina Oleksinska Licht: Stefanie Franke Dramaturgie: Felix Linsmeier
Aufführungen
| Schauspiel
I WANNA CONTACT THE LIVING - Das Gespenstische von Canterville
Münchner Volkstheater
Ein uralter Fluch, ein unheimliches Schloss und eine verlorene Seele, die darin ihr Unwesen treibt. Das Gespenst von Canterville wartet nur darauf, arglose Opfer in den Wahnsinn zu treiben; verdammt dazu, einzig durch den Spuk mit anderen in Kontakt treten zu können. Das Problem: Die neuen Mieter*innen des Schlosses sind vollkommen unbeeindruckt. Der Grusel, jenes doch eigentlich urmenschliche Gefühl, scheint bei der modernen Familie nicht richtig zu funktionieren. Immer verzweifelter rasselt das Gespenst die Ketten, in der Hoffnung, eine Reaktion hervorzurufen und greift zunehmend hilflos auf alles zurück, was die verschiedenen Horror- und Gruselgenres in den Jahrhunderten so angehäuft haben. Ausgehend von Oscar Wildes Erzählung fragt sich Autorin und Regisseurin Katharina Grosch mit ihrem Team: Kann sich eine vollkommen aufgeklärte Gesellschaft noch gruseln? Und wenn nicht, warum haben dann trotzdem alle Angststörungen und Panikattacken? Im Angesicht von so vielen realen Schreckensszenarien hat sich eine gewisse Apathie eingeschlichen, die das einsame Gespenst verzweifelt aufzurütteln versucht. Wenn alle Horrorfilme geschaut, alle Traumata vermeintlich austherapiert sind und noch die bedrohlichsten Nachrichten müde beim Frühstück weggescrollt werden, wo ist da noch Platz für den Grusel und ist er am Ende nicht lebenswichtig für das menschliche Zusammenleben? Wer sich gruselt, rückt schließlich näher zusammen. Regie: Katharina Grosch Bühne und Kostüme: Hanna Rode Musik: Cico Beck Licht: Balthasar Lukas Pank Dramaturgie: Hannah Mey Regieassistenz: Dominik Artur Poczta, Camilo Störmann Ausstattungsassistenz: Jessica Puentes
Aufführungen
| Tanz
Relations
Aalto-Theater
Musik von Benjamin Britten, Dirk Haubrich nach Wolfgang Amadeus Mozart, Arvo Pärt, Maurice Ravel Einen dreiteiligen Tanzabend mit Weltklasse-Choreografien verspricht die zweite Premiere der Spielzeit des Aalto Ballett Essen. In „Relations“ treffen zwei Stücke des tschechischen Star-Choreografen Jiří Kylián auf eine Choreografie des renommierten Schweden Johan Inger. Beide Choreografen, die zu den wichtigsten der Gegenwart gehören, sind mit dem Aalto Ballett Essen eng verbunden: Kylián präsentierte in Essen u. a. seinen gefeierten Abend „Archipel“, Inger begeisterte in der Spielzeit 2024/2025 mit „Carmen“ das Essener Publikum. Die Stücke des Triptychons setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Beziehungen auseinander – Beziehungen emotionaler, zwischenmenschlicher, mentaler, körperlicher oder philosophischer Art. Der erste Teil des Abends, Kyliáns zeitlose Choreografie „Forgotten Land“ (1981) zu Benjamin Brittens eindringlicher „Sinfonia da requiem“, thematisiert auf abstrakte Weise die Beziehung zwischen Mensch und Natur, setzt sich mit geografischen wie auch menschlichen Metamorphosen auseinander. Kyliáns „Sleepless“ (2004) zur sphärischen und zugleich kraftvollen Komposition von Dirk Haubrich, basierend auf Wolfgang Amadeus Mozarts „Adagio“ für Glasharmonika und Quartett, untersucht die Beziehung zwischen Wachen und Schlafen, die Dimensionen des Unterbewusstseins ans Licht bringt. Ingers „Walking Mad“ (2001) zu Ravels weltberühmtem „Boléro“ sowie Arvo Pärts puristischer Klavierkomposition „Für Alina“ spürt Beziehungen zwischen Menschen in verschiedenen Formen und Situationen nach. Der Tanz entführt hier auf eine Reise in unser Innerstes, trifft auf Sehnsüchte und Ängste, aber auch die Leichtigkeit des Seins. „Relations“ ist ein zeitgenössisches Tanz-Triptychon der besonderen Art: Es verbindet klassische mit moderner Tanzsprache und innovativen Balletttechniken, die die Vielseitigkeit der Compagnie am Aalto-Theater herausstellen. „Relations“ ist mal mitreißend und laut, mal still und zerbrechlich. Der Abend lädt ein zum Erleben und Spüren von Beziehungen – zu anderen, zu uns selbst, zum Tanz. Dramaturgie: Patricia Knebel Forgotten Land Choreografie: Jiří Kylián Bühne und Kostüme: John F. Macfarlane Licht: Hans-Joachim Haas/Kees Tjebbes Sleepless Choreografie / Bühne: Jiří Kylián Kostüme: Joke Visser Licht: Kees Tjebbes Walking Mad Choreografie / Bühne und Kostüme: Johan Inger Licht: Erik Berglund ca. 2 Stunden, inkl. Pause Altersempfehlung: Empfohlen ab 14 Jahren Hinweise: Einführung 45 Minuten vor jeder Vorstellung
Aufführungen
| Oper
Rigoletto
Aalto-Theater
Ein Clown schwört Rache Ein Witz mit ganz schlechtem Ausgang: Rigoletto scherzt, pfeift auf politische Korrektheit und macht Witze auf Kosten anderer, ohne besondere Konsequenzen – bis er deswegen vom Grafen Monterone verflucht wird. Diesen Fluch nimmt Rigoletto sehr ernst – im Gegensatz zu seinem Chef, dem charmanten Herzog von Mantua, der das Leben ohne Einschränkungen zu genießen weiß: Frauen, Alkohol, Spiele, wilde Partys – alles, was ihm gerade gefällt. Gilda, die kindlich-naive Tochter Rigolettos, ist sein nächstes Opfer. Der verzweifelte Vater lässt die Entehrung Gildas nicht unbeantwortet und schmiedet Rachepläne: Er beauftragt einen Profi-Killer, um sich des Herzogs zu entledigen. Doch er weiß nicht, dass Gilda bereit ist, sich selbst für den Herzog zu opfern. Eines lernt Rigoletto auf grausame Weise: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Die 1851 in Venedig uraufgeführte Oper sollte den Beginn der sogenannten „trilogia popolare“ markieren und Giuseppe Verdi als Opernkomponisten etablieren. Alles hat dazu beigetragen: Eine geniale Partitur mit einem Hit nach dem anderen, eine unschlagbar theatralische Vorlage („Le roi s’amuse“ von Victor Hugo), ein beachtlicher Zensur-Skandal und herrliche Stimmen der Uraufführung. Bis heute gilt „Rigoletto“ als ein Meisterwerk Verdis und ist aus dem Repertoire kaum wegzudenken. Die aus der Ukraine stammende Regisseurin Kateryna Sokolova, die bisher an zahlreichen Häusern inszenierte, unter anderem am Theater an der Wien, an der Staatsoper Nürnberg und der Oper Graz, ließ sich in ihrem Konzept von der Welt Oscar Wildes und dem viktorianischen London des Fin de Siècle inspirieren und präsentiert den bildreichen, verführerischen Rigoletto-Kosmos in seiner schwelgerischen Mischung aus Opulenz und Einsamkeit. Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti Inszenierung: Kateryna Sokolova Bühne: Nikolaus Webern Kostüme: Constanza Meza-Lopehandía Choreinstudierung: Bernhard Schneider Dramaturgie: Savina Kationi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln ca. 2 Stunden, 45 Minuten, eine Pause Altersempfehlung: Empfohlen ab 12 Jahren Einführung 45 Minuten vor jeder Vorstellung
Aufführungen
| Oper
Das Wunder der Heliane
Aalto-Theater
Premiere: 3.10.2026 Libretto von Hans Müller nach einem Mysterium von Hans Kaltneker Eine Geschichte über Hoffnung und Licht in dunklen Zeiten – zur überbordenden Musik von Erich Wolfgang Korngold Heliane ist die Frau eines tyrannischen Herrschers, den sie nicht liebt. Ein Fremder kommt in das kalte, hoffnungslose Land, bringt Zuversicht und Freude. Für dieses Vergehen wird er zum Tode verurteilt. Heliane hat Mitleid mit dem Fremden, besucht ihn in der Nacht vor seiner Hinrichtung. Der Fremde und sie begegnen sich mit Menschlichkeit, Heliane tröstet seine Seele und erfüllt ihm drei Wünsche. Der Herrscher bezichtigt Heliane der Untreue und verurteilt auch sie zum Tode. Um Heliane zu retten, tötet der Fremde sich selbst. Der Herrscher schlägt seiner Frau einen grausamen Pakt vor: Wenn sie den Fremden von den Toten auferstehen lässt, wird sie begnadigt. Heliane gelingt die Erweckung nicht und sie ist bereit zu sterben. Wundersam erhebt sich dann aber der Fremde von den Toten. Die Macht des Herrschers zerbricht. Mit „Das Wunder der Heliane“ präsentierte Korngold 1927 seine zweite abendfüllende Oper. In deren Zentrum steht mit Heliane eine ungewöhnliche, facettenreiche Frauenfigur, die sich zwischen Femme fatale, Maria Magdalena und Kindfrau aufspannt und die für große Empathie und Menschlichkeit steht in einer Welt, in der beides verloren gegangen ist. Korngold komponierte eine Musik, die sich durch überbordende Fülle, Schönheit und Intensität auszeichnet und den großen, spätromantischen Orchesterapparat bedient. Das künstlerische Team um die mit dem Faust-Preis geehrte Regisseurin Elisabeth Stöppler siedelt die Oper in einer dystopischen Welt an, in der die lebensspendenden Elemente Licht und Wasser nahezu erschöpft sind. Nur Heliane und der Fremde sind in der Lage, eine Vision von Utopie und Hoffnung zu zeichnen. Korngolds rahmensprengende, betörende Partitur erweckt Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti zum Leben. Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti Inszenierung: Elisabeth Stöppler Bühne: Katja Haß Kostüme: Nicole Pleuler Licht: Ulrich Eh Choreinstudierung: Bernhard Schneider Dramaturgie: Patricia Knebel In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: 4 Stunden, inkl. 2 Pausen Premieren-Talk am 3. Oktober 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr im Foyer des Aalto-Theaters mit Regisseurin, Dirigent und weiteren Expert*innen
Aufführungen
| Oper
Don Giovanni
Aalto-Theater
Für diese Inszenierung wurde Stefan Herheim vom renommierten Fachmagazin "Opernwelt" zum "Regisseur des Jahres 2007" gewählt. Von den überregionalen Medien hochgelobt, entwickelte sich das Werk auch zum Publikumsrenner. Der Mythos von Don Juan entstammt einer volkstümlichen Legende, die Ereignisse in einem der Klöster Sevillas tradiert. Mehrere dramatische Ausgestaltungen, u. a. von Molina, Molière und Goldoni, gehen der Zusammenarbeit von Lorenzo da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart an ihrem heiteren Drama "Don Giovanni" (UA 1787) voraus. Die 2065 von Leporello katalogisierten Opfer des Liebesgottes belegen akribisch, dass Don Giovannis erotischer Genussdrang eine fast religiös absolute Dimension besitzt. Dabei gibt Giovanni den Wunsch nach Freiheit – "Viva la libertà!" – seiner Feier-Gemeinde als Gebetsparole vor. In „Objekte der Begierde“ kommt der Surrealist Luis Buñuel dieser fatalen Verknüpfung von Liebessehnsucht und Erlösungsreligion nahe: "Heute steht es, wenn es stimmt, was mir erzählt wird, mit der Liebe wie mit dem Glauben an Gott. Sie scheint zu verschwinden, jedenfalls in bestimmten Gesellschaftsschichten. Man betrachtet sie gern als ein historisches Phänomen, als eine kulturelle Illusion. Man studiert sie, man analysiert sie, und wenn möglich, heilt man sie." Diese Heilssuche des Gottes der Liebe, nach göttlicher Liebe und für einen liebenden Gott wurde auf den Tag genau am 251. Geburtstag Mozarts in Essen aufgeführt. Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti Inszenierung: Stefan Herheim Bühne und Kostüme: Thomas Schuster Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 Stunden 15 Minuten, eine Pause Empfohlen ab 14 Jahren
Aufführungen
| Schauspiel
Der Drache
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Pfalzbau Bürger Bühne In einer kleinen Stadt, die überall sein könnte, geht es gemächlich zu. Die Bürgerinnen und Bürger gehen ihren Geschäften nach, üben ihr Handwerk aus und empfinden es als Ereignis, wenn einmal starker Wind weht. Sie wissen, dass es besser ist, sich still und unauffällig zu verhalten. Seit 382 Jahren wird die Stadt von einem Drachen beherrscht, der keinen Widerstand duldet. Also hat man sich mit ihm arrangiert und tut alles, um das dreiköpfige Ungeheuer nicht zu reizen. Auch das jährliche Jungfrauenopfer wird schweigend, fast gleichgültig hingenommen. In diesem Jahr trifft es Elsa. Wie viele vor ihr wird sie den Drachen in seiner Höhle lausen müssen und anschließend vor Ekel sterben. Aber dann passiert doch etwas Unerwartetes: Ein Fremder kommt in die Stadt und sagt dem Drachen den Kampf an. Die Märchenstücke des russischen Dramatikers Jewgeni Schwarz sind für Menschen aller Altersstufen geeignet. Ihr Zauber funktioniert ganz pur, ist aber doch immer mit einem politischen Aspekt verknüpft. Der Drache entstand 1943, zur Zeit des Faschismus. Ganz sicher ist es ein Untier, das in der kleinen Stadt ein autoritäres System etabliert hat. Am Leben erhalten dieses System aber auch die Bewohner, die den Machtmechanismus der Angst allzu willig bedienen. Erst am Ende wird ihnen bewusst, dass es nicht reicht, den Drachen zu töten. Nur wenn die Angst besiegt ist, hat Unterdrückung keine Chance mehr. Inszenierung: Tilman Gersch Musik: Frank Rosenberger Dramaturgie: Barbara Wendland Mit Bürgerinnen und Bürgern aus Ludwigshafen und der Region Einheitspreis: 20 € / ermäßigt 12 €
Aufführungen
| Schauspiel
Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien)
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin Es gibt in Berlin-Wilmersdorf ein Café, das den Namen Manzini trägt. Hier soll angeblich die Aufführung entstanden sein, die in der Kurzversion den Namen im Titel trägt. Man wähnt sich in einem Urwald: ein Bach plätschert, das umliegende Dickicht aus Pflanzen und Bäumen ist in ein schummriges Dämmerlicht getaucht. Mitten in diese Kulisse ragt eine riesige Hand, schwarz behandschuht und offenbar schön weich. Auf dieser Hand spielt sich ein Großteil der Aktionen der drei Darsteller*innen Kathrin Angerer, Marie Rosa Tietjen und Martin Wuttke in dieser 2018 in Zürich herausgekommenen und von der Kritik gefeierten Inszenierung René Polleschs ab. In typischer Pollesch-Manier darf sich das Publikum auf amüsante und nachdenklich stimmende Dialoge der drei virtuosen Schauspieler freuen, die sich über Fragen des Theaters, Politik und Gesellschaft kluge Gedanken machen und ihren ganz eigenen Drive entfesseln. Nach einer sechsstündigen Aufführung von Shakespeares Sommernachtstraum wissen R, K und M nicht mehr ein und aus, bringen Anfang und Ende durcheinander und machen in ihren leicht lädierten, überstylten Kostümen einen mitgenommenen Eindruck. In dem kurzweiligen Abend geht es wie bei Shakespeare um die Liebe – und um den Knacks. Um das Leben auf dem Theater und in der Realität, unterfüttert mit Zitaten von Donna Haraway, Sigmund Freud, Gilles Deleuze usw. "Warum nicht einfach mal mit dem Ende beginnen, mit der Panik anfangen?", fragt M(artin Wuttke), um dann zur eigentlichen Frage zu kommen: "Wie kommt der Knacks in das Innen? Und was ist das überhaupt: das Innen?" Und so kuscheln sich die drei abwechselnd in die King-Kong-Monsterhand, die in Shakespeares Zauberwald hineinragt, und philosophieren über den Lauf der Welt und des Theaters, während sie sich durch die Finger hindurchschlängeln und nach der richtigen Schlafposition suchen. Ein entspanntes, vergnügliches Theatererlebnis mit großem Unterhaltungswert. "Dieser Theaterabend glitzert und strahlt, ist intelligent und unterhaltsam." Simon Strauß, FAZ Text und Inszenierung: René Pollesch Bühne: Barbara Steiner Kostüme: Sabin Fleck Licht-Design: Markus Keusch, Kevin Sock Dramaturgie: Karolin Trachte, Anna Heesen (Volksbühne) Mit: Kathrin Angerer, Marie Rosa Tietjen, Martin Wuttke Eine Übernahme vom Schauspielhaus Zürich Dauer ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Prinzessinnendramen
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Pfalzbau Bühnen Ludwigshafen Schneewittchen irrt durch den Wald und sucht die Wahrheit. Die aber hat sich längst im Dickicht verloren, auch die sieben Zwerge lassen sich nicht blicken. Stattdessen begegnet der jungen Prinzessin ein Mann mit Flinte und feschem Jägerhut. Es ist der Tod, nur notdürftig verkleidet. Von ihm bekommt Schneewittchen Wahrheiten zu hören, die sie gar nicht so genau wissen will, aber auch nicht außer Acht lassen kann. Dass der Tod männlich ist, zum Beispiel. Und dass er seine Flinte im Ernstfall auch benutzt. Als die sieben Zwerge dann doch auftauchen, hinter den sieben Bergen, ist es leider zu spät. Elfriede Jelinek schreibt über ikonische Frauen, deren Dramen sich in aller Öffentlichkeit und auf dem Schlachtfeld der Geschlechter abspielen. Mit scharfem Wortwitz, beißender Ironie und treffender Selbstkritik erzählt sie über patriarchal geprägte Machtverhältnisse und ihre Folgen für das weibliche Selbstverständnis. So sehr sich ihre Prinzessinnen gegen stereotype Zuschreibungen wehren, so wenig können sie sich ihnen entziehen. Zu festgefügt sind die Bilder, denen eine Frau entsprechen muss und zuweilen auch will. Ihre Prinzessinnendramen verfasste Jelinek zu Beginn der 2000er Jahre. KI steckte damals in den Kinderschuhen, das Netz hatte seine Unschuld noch nicht verloren. Seither ist die Zahl der Prinzessinnen stetig gewachsen. Als Influencerinnen reproduzieren sie Schönheitsideale bis zur eigenen Unkenntlichkeit. Und die Männer haben ein neues Machtinstrument in der Hand, das sie lustvoll bespielen. Inszenierung: Tilman Gersch Kostüme: Kerstin Grießhaber Mitarbeit Bühne: Flurin Madsen Musik: Frank Rosenberger Dramaturgie: Barbara Wendland Mit: Josephine Thiesen, Tobias Lutze Live-Musik: Frank Rosenberger, Sophie Müller Preise: 45 € / 38 € / 31 € / 24 € Weitere Termine: FR, 26.02.27, 19:30 UHR SA, 27.02.27, 19:30 UHR
Aufführungen
| Tanz
GöteborgsOperans Danskompani
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Weltpremiere See You Sunday Choreographie von Sarah Balzinger und Isaiah Wilson Deutschlandpremiere We Made a Mess! Choreographie von Botis Seva Katrin Hall, die künstlerische Leiterin der GöteborgsOperans Danskompani, trifft bei der Programmgestaltung mutige und unerwartete Entscheidungen im Bestreben, Kunst zu schaffen, die so schön, anspruchsvoll und unvorhersehbar ist wie das Leben selbst. Die GöteborgsOperans Danskompani zählt zu den führenden zeitgenössischen Tanzcompagnien Europas. Ihre Tänzerinnen und Tänzer, die aus über 20 Ländern stammen, bringen ihre ganz eigene Persönlichkeit ein. Zusammen bilden sie ein kreatives und dynamisches Ensemble, das weltweit führende Choreographen nach Göteborg lockt, um dort neue, bahnbrechende Werke zu schaffen. Die Spielzeit 2026/27 soll voller Begegnungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Vertrautem und Unbekanntem sein. Die Spielzeit beginnt auch mit einer Weltpremiere außerhalb von Göteborg im Theater im Pfalzbau. Die Festspiele Ludwigshafen werden mit einem neuen Stück von Sarah Balzinger und Isaiah Wilson eröffnet. See You Sunday erforscht Wiederholung und fragmentierte Identitäten durch ihre physische und präzise Bewegungssprache, kombiniert mit zurückhaltendem Humor. Außerdem zeigt die GöteborgsOperans Danskompani We Made a Mess!, ein neues Werk des international renommierten Choreographen Botis Seva, das im Februar 2026 uraufgeführt wurde. Botis Sevas choreographische Handschrift ist im Hip-Hop-Tanzstil verwurzelt und greift Techniken aus Film, Text, Kunst und anderen Tanzsprachen auf. Thematisch sind seine Arbeiten im realen Leben verankert und fangen sowohl seine eigenen Geschichten als auch die seiner Umgebung ein. We Made a Mess! ist, so Botis Seva, von den Machtverhältnissen auf dem Schulhof inspiriert. Preise: 61 € / 51 € / 41 € / 31 €
Aufführungen
| Tanz
Scirocco
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Tod in Venedig – Bridge of Sighs Choreographien von John Neumeier, Imre und Marne van Opstal, Omar Román de Jesús, Rainer Behr Gesamtkonzept Slava Tutukin, Marijn Rademaker, Ira Goldbecher WINNDance Company Stuttgart Tod in Venedig Choreographie Imre & Marne van Opstal, Omar Román De Jesús, Rainer Behr Musik Ricardo Villalobos / Max Loderbauer / Mohammad Reza Mortazavi / Boxhead Ensemble, Jesse Scheinin u.a. Bridge of Sighs Konzept und Choreographie John Neumeier Musik Streichquartett Nr. 13 b-Moll op. 138 von Dmitri Schostakowitsch, Friedrich Hollaender, Kurt Weill Kostüme Boss Licht-Design Konstantin Binkin, John Neumeier Film-Regie und Choreographie Javier De Frutos WINNDance Die beiden Choreographien, die die Stuttgarter Compagnie WINNDance unter dem Titel Scirocco präsentiert, haben etwas gemeinsam: beide Werke spielen in Venedig, und in beiden spielt der Handlungsort eine wesentliche Rolle. Thomas Mann verlegte seine Novelle Tod in Venedig in die Stadt der Seufzerbrücke. Im Sommer weht hier der drückend warme Scirocco aus der Sahara durch die engen Gassen, legt einen Schleier aus Sehnsucht und Gereiztheit über Haut und Gedanken und prägt als innere Landschaft die Emotionen. Thomas Manns Protagonist Gustav von Aschenbach durchlebt eine existenzielle Krise. Das Tanzstück inszeniert einen fiktiven, inneren Dialog zwischen dem Autor Thomas Mann und Aschenbach, der den verhängnisvollen Sommer in Venedig nochmals lebendig werden lässt. Videoaufnahmen von Javier De Frutos geben den erzählerischen Rahmen, während die Choreograph:innen Imre und Marne van Opstal, Omar Román De Jesús und Rainer Behr Aschenbachs inneren Konflikt – als Ausdruck von Thomas Manns emotionaler Ambivalenz – in körperlich erfahrbare Bewegung übersetzen. John Neumeiers Bridge of Sighs schöpft Inspiration aus Venedigs Seufzerbrücke, einem Zitat Augustinus’ über die Liebe und der Musik Dmitri Schostakowitschs. Die Brücke, die nur in eine Richtung führt, ruft verschiedene Bilder hervor: Abschied, Sehnsucht und die intensive Gegenwart der Abwesenheit. Die Tänzerinnen und Tänzer verdichten diese Bildwelt zu einer emotionalen Choreographie zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die unverwechselbare Ästhetik der Kostüme von Hugo Boss prägen die künstlerische Sprache des Abends und verleihen jedem Werk visuelle Präsenz. Die WINNDance Company aus Stuttgart, gegründet von Slava Tutukin und Marijn Rademaker, vereint renommierte Tänzerinnen und Tänzer über 40, deren Karrieren Ballett und zeitgenössischen Tanz geprägt haben. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, Choreographen und Partnerinnen aus Mode und Industrie entstehen interdisziplinäre Projekte, die die gesellschaftliche Wahrnehmung des Alters neu denken. Preise: 71 € / 59 € / 48 € / 38 €
Aufführungen
| Tanz
Beauséjour
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Compagnie Käfig, Frankreich In seiner neuen Kreation Beauséjour setzt sich Mourad Merzouki mit dem Körper im Wandel der Zeit auseinander. Er stellt sich die Frage, wie sich das Verhältnis zum Körper und zur Bewegung nach einer dreißigjährigen Tänzerkarriere verändert. In den Stücken und Aufführungen wird weiterhin die Schönheit gefeiert, doch es herrscht eine andere Energie und es gibt andere Impulse. Spektakuläre körperliche Höchstleistungen stehen nicht mehr im Vordergrund, sondern es ist vielmehr die Anmut, die die Ästhetik bestimmt, deren Energie von einer anderen Qualität ist. Die Entscheidung, eine Choreographie über die Realität des alternden Körpers zu entwickeln, stellte für Hip-Hop-Tänzer eine Herausforderung dar. Sie mussten sich neue Bewegungsabläufe aneignen und sich Charaktere erarbeiten, die sie verkörperten. So entstand für die Tänzer die Utopie einer Vision alternder, gebeugter Körper, die sich in ihrer Originalität zu liebenswerten Figuren entwickeln. Indem Beauséjour die Kategorien von Schönheit neu definiert, gibt die Choreographie zu bedenken, dass unsere Gesellschaft den Körper zwar akzeptiert und ihn wertschätzt, jedoch nach den spezifischen Kriterien, die sie sich selbst auferlegt hat. In der Musik von Müller & Makaroff wird der argentinische Tango mit elektronischer Musik verbunden, sie entführt in musikalische Gefilde Lateinamerikas und trägt uns weiter von den Marimbas und ternären Rhythmen der kolumbianischen Pazifikküste bis hin zu den Flöten und Charangos der höchsten Gipfel der Anden. „Nostalgie und Lebensfreude, Jugend und Alter, Schlichtheit und tänzerischer Überschwang, Tango und Hip-Hop: Mourad Merzouki meistert mit seiner neuen Choreographie Beauséjour einen Balanceakt und die Verschmelzung der Genres.“ Le Progrès Choreographie: Mourad Merzouki Bühne: Benjamin Lebreton Kostüme: Pauline Zurini, Claire Schirck Licht-Design: Yoan Tivoli Musik: Müller & Makaroff (Gotan Project) Texte: Fabrice Daboni aka Fafapunk Mit: Rémi Autechaud dit RMS, Hugo Ciona, Sabri Colin dit Mucho, Mathilde Devoghel, Killian Drecq, Soufiane Faouzi Mrani, Nathalie Fauquette / Maé Nayrolles, Bastien Guyot dit Bastos, Pauline Journé, Mathis Kaddaoui, Laura Mello Rella, Vanessa Petit, Pauline Rousselet, Maxim Thach, Teddy Verardo Preise: 51 € / 42 € / 34 € / 26 € Dauer: ca. 60 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Oper
Ich, ich, ich!
Ich, ich, ich!
Je suis narcissiste
Staatsoper Hannover
Premiere: 22.10.2026 Libretto von Helena Tornero Deutsch von Arno Lücker „Wir sind nicht die Nummer eins – aber wir sind die Nummer eins darin zu glauben, wir seien die Nummer eins.“ Jean M. Twenge Eine Katze, die unmittelbar nach ihrem einzigen Auftritt stirbt, eine Psychiatriepraxis, eine Frau, die Hilfe braucht, ein selbstverliebter Arzt: Zu Beginn der Komischen Oper Ich, ich, ich! von Komponistin Raquel García-Tomás begegnen wir der verzweifelten Klothilde. Nicht nur der Tod der Katze macht ihr zu schaffen, auch … Aber da unterbricht der Psychiater Dr. Johannes Sturm seine Patientin schon wieder! Er entpuppt sich als der typische Mansplainer, der kein Wort, keinen Gedanken seiner neuen Patientin stehen lassen kann, alles besser weiß und für jede Frage Klothildes eine Antwort wie aus dem Lehrbuch parat hat. Doch langsam entfaltet sich das, was tatsächlich bisher geschah: ein schicksalhafter Tag, an dem nicht nur Klothildes Katze tragisch zu Tode kam. Wir erfahren alsbald, dass Klothilde als Kulturmanagerin arbeitet. Und ab geht es hinein in die Haifischbecken der Eitelkeiten von super-authentischen Künstlern, aufmerksamkeitsheischenden Erfolgsbloggerinnen und verschwurbelten Esoterik-Gurus. Zugleich ein Trip der szenischen Rückblenden: von der Straße ins Hotel, zur Vernissage, zur Beerdigung, zur Meditationsgruppe. Begleitet von einer stellenweise comicartigen, dann wieder zitatverliebten Musik werden die Krankheiten unserer Zeit – pathologische Selbstverliebtheit, Online-Veräußerungsdrang, Materialismus, Herrschaft-und-Knechtschaft-Missverhältnisse und Pseudo-Authentizität – feinsäuberlich, bitter und lustig seziert. Musikalische Leitung: Masaru Kumakura Inszenierung: Ruben Michael Bühne und Kostüme: Lydia Peters Dramaturgie: Arno Lücker In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen
| Oper
La Bohème
Staatsoper Hannover
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica „Die Bohème ist das Praktikum des Künstlerlebens; sie ist die Vorstufe zur Akademie der Künste, zum Krankenhaus oder zur Leichenhalle.“ Henri Murger In der Pariser WG von Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline wird selten geheizt und Essen gibt es nur gelegentlich. Doch die Stimmung im Dachgeschoss ist hervorragend, denn die vier jungen Künstler und Geisteswissenschaftler lieben ihr Leben. Mit Fantasie, Frechheit und Sarkasmus trotzen sie der Knappheit. Und verdienen sie einmal gut, „finden sie niemals genug Fenster, um ihr Geld hinauszuwerfen“, schreibt Henri Murger in seinem einflussreichen Episodenroman über die Bohemiens, der zur Grundlage der Oper wurde. Unter der WG wohnt die Näherin Mimì. Für sie ist die Armut kein Spiel, denn sie leidet an Tuberkulose, die durch die nur scheinbar romantischen Lebensumstände verschlimmert wird. An Heiligabend klopft sie an die Tür, als Rodolfo allein ist. Eine leidenschaftliche Affäre beginnt, geprägt von der Sehnsucht nach Wärme in einer kalten Welt. Giacomo Puccini vertont die Episoden aus der Pariser Subkultur mit höchster Präzision: Jede Geste spiegelt sich in der Musik, kunstvoll verblendet er die unterschiedlichen Atmosphären einer wuseligen Großstadtszene. Hart treffen die Widersprüche zwischen dem Wunsch nach Unabhängigkeit und den tatsächlichen materiellen und emotionalen Abhängigkeiten aufeinander. Und gleichzeitig schimmert der Traum eines einfacheren, fröhlicheren Lebens durch die eisige Winterlandschaft – auch in der seit 1999 beliebten Inszenierung nach Chris Alexander. Musikalische Leitung: Tobias Wögerer Nach einer Inszenierung von Chris Alexander Szenische Einstudierung der Wiederaufnahme: Valérie Junker Bühne: Kathrin Kegler Kostüme: Marie-Therese Cramer Licht: Claus Ackenhausen Chor: Lorenzo Da Rio Kinderchor: Tatiana Bergh Dramaturgie: Regine Palmai In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: 2 Stunden 15 Minuten, eine Pause Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Aufführungen
| Oper