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Literatur+Sprache | Lesung

Morgen, Kinder, wird’s was geben ...

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

So besinnlich, überraschend, und glitzernd wie die Weihnachtszeit selbst: Nina Petri liest Gedichte und Prosa von Erich Kästner, Mascha Kaléko und Joachim Ringelnatz und vielen weiteren Autor*innen. Texte, die viele kennen, literarische Evergreens, die man immer wieder hören kann. Und solche, die leiser sind, seltener, noch nicht festgeschrieben im kollektiven Gedächtnis. Mit ihrer unverwechselbar warmen, ausdrucksstarken Stimme nimmt Nina Petri das Publikum mit auf eine weihnachtliche Reise: durch Tannenduft und Kerzenlicht, durch Erinnerungen, Humor und Nachdenklichkeit, mit Lebkuchengeschmack auf der Zunge und einem Augenzwinkern im Gepäck. Eine Lesung für diese besondere Zeit des Jahres. Zum Zuhören, zum Innehalten, zum gemeinsamen Erleben. Nina Petri gastierte nach ihrer Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum am Zürcher Schauspielhaus, am Schauspiel Köln und den Hamburger Kammerspielen. 1990 spielte sie in der Serie Rote Erde . 1994 erhielt sie für Tom Tykwers Die tödliche Maria den Bayerischen Filmpreis, 1999 wurde sie für Bin ich schön? und Lola rennt mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Auf der Kinoleinwand erschien sie zuletzt in Träume sind wilde Tiger sowie in Max und die wilde 7 – Die Geister-Oma . Auf den Pfalzbau Bühnen war Nina Petri 2017 in Andrea Breths Inszenierung Die Geburtstagsfeier zu sehen sowie 2025/26 als Hauptdarstellerin in Shakespeares Maß für Maß . Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten, eine Pause
Literatur+Sprache | Lesung

Marie Bäumer liest

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Basierend auf dem Roman von Michelle Marly Michelle Marlys Bestseller Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe zeichnet den Weg der Modeikone vom Waisenkind zur mondänen Herrscherin über die Pariser Haute Couture nach. Marie Bäumer nimmt ihre Zuhörer mit auf diese Reise, indem sie einfühlsam in die schillernde Rolle der Coco Chanel schlüpft, sich zuweilen selbst in Coco verwandelt. Als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist Coco Chanel vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur. Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Lesefassung: Bernd Hoffmann Mit freundlicher Genehmigung der Aufbau Verlage, Berlin (www.aufbau-verlage.de/) Mit freundlicher Unterstützung des Bad Homburger Poesie & LiteraturFestivals (www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.com)
Literatur+Sprache | Lesung

Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini

Literaturhaus Salzburg

Literarisches Konzert mit Fabrizio Consoli & Fausto Beccalossi „Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini” Veranstalter: Società Dante Alighieri, Verein Literaturhaus Eintritt € 25/20/15
Literatur+Sprache | Lesung

Peter Henisch:
Muttersuchen

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch In seinem neuen Roman „Muttersuchen“ (Residenz Verlag, 2026) erzählt der bekannte österreichische Schriftsteller Peter Henisch die bewegende Geschichte einer widerständigen Frau in schwierigen Zeiten. Der Autor liest und spricht mit Moderator Tomas Friedmann. In diesem so zärtlichen wie realistischen Buch geht Peter Henisch auf die Suche nach seiner Mutter Rosa. Ausgehend von Erinnerungen an die Wirren des Kriegsendes und sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit folgt er den Spuren ihres Lebens. „Muttersuchen“ verbindet Zeitgeschichte mit Familiengeschichte bis in die 1980er- Jahre. Peter Henisch erzählt von einem nicht alltäglichen Frauenschicksal, von der Geschichte einer Frau, die sich nach und nach aus der ambivalenten Beziehung und Abhängigkeit von ihrem Mann, einem bekannten Kriegs- und Pressefotografen, zu befreien versuchte. Geschrieben ohne Scheu vor Tabus. Und trotzdem eine Hommage. Peter Henisch, geb. 1943 in Wien, wo er als Autor und Musiker lebt. Er studierte Philosophie und Psychologie, war Mitbegründer der Zeitschrift „Wespennest“ und ist seit den 1970er-Jahren freier Schriftsteller. 1975 erschien sein erster, preisgekrönter und verfilmter Roman „Die kleine Figur meines Vaters“, seitdem zahlreiche Bücher und Auszeichnungen. Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Franziska Füchsl, Tereza Krejčí

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Gespräch Zwei Autorinnen bewegen sich durch ein Grenzgebiet, durch den Böhmerwald und das Siedlungsgebiet seiner Flüsse, der Mühl und der Moldau, „Müh“ und Vltava. Eine literarische Neuentdeckung und -vermessung des Böhmerwalds, moderiert vom Journalisten und Historiker Johannes Jetschgo. Franziska Füchsl tastet sich in ihrem Buch „Am Rande der Müh“ über Ortsnamen und deren Geschichte, vor allem aber über die Mühlviertler Mundart durch die Zeit- und Raumzonen. Sie verwendet „Heimatliteratur“ ebenso wie Zeitungsreportage, erschließt Historie und Natur durch den Wechsel zwischen Hochsprache und Dialekt. Tereza Krejčís Essay „Der Pfarrer des Waldes“ folgt der Spur des tschechischen „Nationalschriftstellers“ und Grenzgängers Karel Klostermann (1848–1923). Als Böhmerwalddeutscher entschied er sich für das Schreiben in tschechischer Sprache, verwahrte sich aber gegen den aufflammenden Nationalismus. Er lenkte den Blick auf soziale Verwerfungen infolge von Naturkatas­trophen und Raubbau in der Forstwirtschaft. Ein Moralist, der frühzeitig die Auswirkungen des Anthropozäns erkannte. Franziska Füchsl wurde für „Am Rande der Müh“ (Edition Thanhäuser, 2026) mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet. Tereza Krejčí ist Schriftstellerin, Regisseurin, Dramaturgin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Veranstalter: Literaturforum Leselampe mit freundlicher Unterstützung des Czech Literary Centre Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Margarita Fuchs, Roswitha Klaushofer, O.P. Zier:
Bunter Abend mit Lyrik, Prosa und Musik

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Musik Roswitha Klaushofer liest Gedichte aus dem Zyklus „Im Sog der Worte“, eine musikalische Folge von mehreren, inhaltlich in sich geschlossenen Texten, die von sprachlichen Klängen und Rhythmen bestimmt sind. Durch Laut und Metrum der Sprache bekommen die Gedichte eine Melodie und wirken wie Musik. „Wohlverhalten und Chaos, Bürgerlichkeit und Anarchie waren bereits zu hoch gegriffen, um damit klarzukommen“, konstatiert Marlene, Protagonistin in Margarita Fuchs´ neuer Erzählung „Paula tanzt“. Zwei Frauen und ein Mann, die in einem Altbau in Salzburg eine SeniorInnen-WG gründen und sich den Chancen und Widrigkeiten eines neuen Lebensabschnitts stellen. Und dann kommt Paula … O. P. Zier wird aus „Berichte eines Landeis“ lesen sowie neue Gedichte „frisch von der Festplatte serviert“. Für die musikalische Umrahmung sorgt Franziska Strohmayr (Violine). Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG), Stadt:Bibliothek Eintritt frei
Literatur+Sprache | Lesung

Luka Leben, Mario Petuzzi:
Nachts nur das Rauschen / Winterschlaf

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Gespräche In der Reihe „Neue Bücher österreichischer Autor*innen“ werden zwei Debütromane aus dem Herbst 2026 vorgestellt. Moderation: Birgit Birnbacher und Matthias Gruber. „Nachts nur das Rauschen“ (Otto Müller Verlag) von Luka Leben ist ein intensiver Roman über Widersprüche moderner Elternschaft, über Mutterschaft als Ort tiefer Verbundenheit und zugleich von Schuldgefühlen. Jule und Elias haben ein Kind, das sich anders entwickelt als die meisten. Eine Diagnose gibt Jules Suche eine Richtung – und in digitalen Räumen findet sie, was im Alltag fehlt: Austausch, Resonanz, ein Gefühl von Zugehörigkeit, und immer wieder die Erfahrung, nicht allein zu sein. „Winterschlaf“ (Diogenes Verlag) von Mario Petuzzi erzählt eine ungewöhnliche Familiengeschichte in den Alpen. Mit der Schneeschmelze werden die Zwillinge vom Großvater in den Keller geschickt, um die Mutter zu wecken. Mit dem Aufwachen beginnen das Jahr und die Arbeit aufs Neue: die Niederschriften der Träume aus dem Winterschlaf – in Erwartung der Besucher, die ins Tal kommen, um die Prophezeiungen der Mutter zu hören. Doch diesmal wird alles anders … Luka Leben, geb. 1989 in Salzburg, wo sie Kreatives Schreiben, Kunst und Gestaltung unterrichtet sowie Bücher illustriert. Mario Petuzzi, geb. 1989, lebt bei Innsbruck. Er studierte Wirtschaft und Management sowie Vergleichende Literaturwissenschaft. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Wolfgang Fels, Eva Löchli, Gerda Steingruber

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Musik Das Motto: Paracelsus Buchhandlung & Verlag: Der Name ist Programm. Es ist eine Kombination aus Handel und Produktion, beide Teile haben denselben Stellenwert. Seit nunmehr 31 Jahren führt Sebastian Gutmann das Geschäft in der Steingasse in Salzburg. Hier versucht er, Leserinnen und Leser nach deren Gusto zu bedienen. Beinahe jedes Buch kann aufgetrieben werden, sollte es auch vergriffen sein oder aus einer Eigenproduktion stammen. Wolfgang Fels liest einen Prosatext aus „Wenn schräge Blitze donnern“ und Gedichte aus „Z’Foastnau und Hintersee“, Eva Löchli wird ihre aktuelle Publikation „Fremd im Raum“ vorstellen, die Erzählungen und Gedichte zu Bildern von Edward Hopper beeinhaltet, Gerda Steingruber wird Lyrik lesen und eine Geschichte aus Afrika. Peter Reutterer & Thomas Müller begleiten die Veranstaltung musikalisch. Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG) Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Jelinek jetzt. Ein Abend in Lektüren

Literaturhaus Salzburg

Zum 80. Geburtstag von Elfriede Jelinek wird der Bühnenraum im Literaturhaus aufgehoben und die Sprachkunst der großen Autorin über individuelle, auch persönliche Lektüren erlebbar gemacht. Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Kai Ohrem (Professor für Schauspiel), Mercedes Spannagel (Autorin) und Kinga Tóth (Autorin, Performancekünstlerin) als Expert:innen aus den Bereichen Literatur, Theater und Literaturwissenschaft sowie die Germanistik-Studierenden Anja Stein und Tamara Matuschek führen das Publikum mit ihren Beiträgen in Jelineks Werk. Über kurze Impulse und künstlerische Interventionen, ausgehend von ihren eigenen Lese­erfahrungen, eröffnen sie dabei verschiedene neue Zugänge zu den Texten. Linda Bokshi, Mars Romeo Haferer und Laurenz Lindtner, Studierende des Thomas Bernhard Instituts der Universität Mozarteum, bringen außerdem ausgewählte Passagen aus Jelineks Werk zu Gehör. Auf diese Weise entsteht ein „Abend in Lektüren“ als facettenreiche und immersive Collage. Veranstalter: Fachbereich Germanistik, Literaturforum Leselampe, Thomas Bernhard Institut Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Bettina Balàka, Patricia Brooks, Erika Kronabitter:
Lyrik³

Literaturhaus Salzburg

Die GAV Salzburg lädt immer wieder auch Autor:innen aus anderen Bundesländern ein, um dem hiesigen Publikum die große Bandbreite der österreichischen Literatur näherzubringen. Diesmal sind es drei Lyrikerinnen, die ihre jüngsten Gedichtbände vorstellen und sich der Diskussion unter der Moderation von Christoph Janacs stellen: Bettina Balàka liest aus „Die glücklichen Kinder der Gegenwart“ (Gedichte und Kurzprosa, Haymon 2024), Patricia Brooks stellt „Luna Park“ (Gedichte, fabrik.transit, 2024) vor und Erika Kronabitter ihre „Delfine vor Venedig“ (Gedichte, Melos 2024). Ein poetischer Abend mit drei unterschiedlichen lyrischen – weiblichen – Stimmen! Veranstalter: GAV Salzburg Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Barbi Markovic:
Stehlen, Schimpfen, Spielen

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Musik Die österreichische Schriftstellerin Barbi Marković – ausgezeichnet mit dem Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur 2026 – liest aus ihrem ausgezeichneten Buch „Stehlen, Schimpfen, Spielen“ (Rowohlt Verlag, 2025) und spricht mit Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann. Musikalische Gestaltung von Martin Köb (Kontrabass und Querflöte) unter dem Titel „miserere“. Außerdem stellt E. Thomas Stadler vom Verein Literaturlobbyland das neue Buch der 2024 verstorbenen Schriftstellerin vor: „Helena Adler. Die Atmung der Liebenden mit Anomalien“ (Korrektur Verlag, 2026). „Schreiben ist für Barbi Marković ein Machtakt der kleinen, in die Ecke gedrängten Seelen. Dieser Moment schafft eine wesentliche Verbindung mit Helena Adler. Mehr noch: Beide schreiben sich, wenn auch stilistisch unterschiedlich, aus ihrer Herkunft heraus, ohne diesen Umstand je zu verleugnen. Genau daraus generieren sie eine ungeheure transformative literarische Kraft, die nicht vordergründig feministisch anmutet, sondern zutiefst selbstermächtigend agiert.“ (aus der Jurybegründung) Barbi Marković, geb. 1980 in Belgrad, lebt in Wien und schreibt Romane, Hörspiele, Theaterstücke etc. Bekannt wurde sie mit „Superheldinnen“ (2016); für „Minihorror“, eine Sammlung surreal-humorvoller Kurzgeschichten, erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2024. Ihr „Piksi-Buch“ wurde als Fußballbuch des Jahres 2025 ausgezeichnet und als Theaterstück 2026 uraufgeführt. 2026/27 ist sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Veranstalter: Literaturlobbyland, Stadtgemeinde Oberndorf, Verein Literaturhaus Eintritt frei
Literatur+Sprache | Lesung

SILENT READING & ¡lesen lassen!

Literaturhaus Salzburg

Der dritte Abend zum 35. Literaturhaus-Geburtstag ist der Förderung von stillem Lesen und von lautem Vorlesen sowie der Auseinandersetzung mit Texten gewidmet. Ab 17.30 Uhr laden wir erstmals zum SILENT READING ein. Leser*innen – und solche, die es werden wollen – sind willkommen, mit einem Buch hereinzuspazieren oder aus vorhandenem Lesestoff auszuwählen und in gemütlicher Atmosphäre still gemeinsam zu lesen (und sich im Café zum Austausch zu begegnen). Um 19.30 Uhr startet das bewährte Format ¡lesen lassen! Autorinnen und Autoren aus Salzburg und Umgebung lesen aus eigenen Manuskripten vor Publikum und diskutieren über ihre unveröffentlichten Texte. Und am Ende gibt es eine Siegerin bzw. einen Sieger. Wie funktioniert diese Form des Wettlesens? Interessierte Autor:innen melden sich bis 12. Oktober per E-Mail mit Name und Kontakt bei erostepost@erostepost.at an. Sieben werden zur Teilnahme eingeladen, die anderen zum neugierigen Dabeisein. Wir sind gespannt auf die Texte sowie das Gespräch und werden alle Auftretenden mit einem kleinen Geschenk überraschen. Veranstalter: erostepost, Verein Literaturhaus Eintritt frei
Literatur+Sprache | Lesung

Salzburg Connection

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Musik Beim zweiten Literaturhaus-Geburtstagsabend stellen vier mit Salzburg verbundene Autor*innen neue Bücher bzw. Gedichte vor. Bettina Balàka präsentiert ihren jüngsten Erzählband „Die Abgängigen“ (Haymon Verlag, 2026) und Wolfgang Wenger nach Jahren wieder einen Roman: „Die Schiffe des Kolumbus“ (Edition Tandem, 2026); nach der Pause lesen Robert Kleindienst und Christopher Schmall poetische Texte. Musik: Nane Frühstückl „What is love?“ fragt Bettina Balàka in ihren Geschichten. Sie thematisiert das Flüchtige in Beziehungen im Zeitalter von Social Media und zunehmender Entfremdung, in dem Beziehungen einbrechen und doch ein erstrebenswertes Ideal bleiben. Es geht also um Liebe in Zeiten des Vergänglichen. Mit Veränderung und dem Umgang mit dem Fremden in einer Welt, in der bald alles auf dem Kopf steht und doch Hoffnung keimt, beschäftigt sich auch Wolfgang Wenger in seinem Roman. Eine Pandemie breitet sich aus, immer mehr Menschen kündigen ihre Jobs und versuchen, als Selbstversorger durchzukommen. Plötzlich werden unbekannte Radiowellen aus dem All empfangen … Veranstalter: GAV Salzburg, Salzburger Autor*innengruppe, Verein Literaturhaus Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Ilija Trojanow:
Wo Europa endet und immer wieder beginnt

Literaturhaus Salzburg

Lesung mit Fotografien & Live-Musik Zum 35. Literaturhaus-Geburtstag wurden von 14. bis 16. Oktober unter dem Motto „laut & leise“ drei Veranstaltungen organisiert. Der erste Abend widmet sich literarisch-musikalisch dem Balkan. Der bekannte Schriftsteller Ilija Trojanow stellt sein neues Buch „Wo Europa endet und immer wieder beginnt“ (bahoe books, 2026) in Lesung mit Fotografien vor. Musikalisch begleitet wird er von den virtuosen Brüdern Alexander und Konstantin Wladigeroff. Basierend auf vielen Reisen entführen der Fotograf Christian Muhrbeck und Ilija Trojanow in die faszinierenden Welten des Balkans, zu ungewöhnlichen Festen, archaischen Zeremonien, vergessenen Orten und den Echos einer vielschichtigen Geschichte. Gleichzeitig geht es um einen Kulturraum, in dem wesentliche Fragen unserer Identität verhandelt werden, wie der Umgang mit Minderheiten, das Verhältnis zum Islam und die Folgen von Krieg und Migration. Trojanows Texte – verzahnt mit den Fotos – hinterfragen die Stereotypen des Balkans und vertiefen mit poetischer Kraft die abgebildeten Realitäten dieser fernen und doch so nahen Halbinsel in Südosteuropa. Eintritt € 14/12/10
Literatur+Sprache | Lesung

Marlen Mairhofer:
Alice

Literaturhaus Salzburg

„Darum gräbt Alice jetzt ein Loch. Das Loch hat schon zwei Nächte überdauert, und es wird immer tiefer. Es wird das tiefste Loch der Welt. So tief, dass Alice als Ganzes hineinpassen wird, […] und wenn Alice fertig ist, kommt sie am anderen Ende der Welt wieder heraus.“ In ihrem Debütroman lässt Marlen Mairhofer ihre Leser*innen in die geheimnisvolle Welt eines Mädchens – aller Mädchen – eintauchen. Dieses Mädchen lebt in einer Welt, die anderen verschlossen ist, und wer dieser entwachsen ist, blickt darauf zurück, als wäre sie ein Traum voller Schrecken und geheimnisvoller Erscheinungen gewesen. Dabei ist es harte Realität, kein Wunderland. Eine Geschichte allerpersönlichster Erlebnisse, die es mit allen anderen Mädchen teilt – ein virtuoses Sprachkunstwerk. Alice erscheint auf der Bühne des Literaturhauses, ein Dialog zwischen Text, Autorin und Puppe: Puppenspielerin Michaela Obermayr erweckt Alice und Kaninchen zum Leben. Marlen Mairhofer, geb. 1991 in Steyr, lebt in Salzburg. Studium der Germanistik, 2025 Veröffentlichung ihrer Dissertation im Sonderzahl Verlag, außerdem Auszeichnung des Manuskripts „Alice“ mit dem Theodor Körner Förderpreis. Ihr Debütroman „Alice“ erschien 2026 im Jung und Jung Verlag. Veranstalter: Literaturforum Leselampe mit freundlicher Unterstützung des Salzburger Marionettentheaters Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Edgar Selge liest: Juras letzter Winter

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

„Besser kann man nicht schreiben.“ kommentierte die Süddeutsche Zeitung nach dem Erscheinen von Edgar Selges sensationellem Debütroman Hast du uns endlich gefunden im Herbst 2023. Nun befasst sich der Schauspieler und Autor erneut mit den dunkelsten Jahren der deutschen, der eigenen Geschichte und macht daraus große Literatur. In seinem neuen Roman Juras letzter Winter stößt der Erzähler Edgar auf das Schicksal eines Jungen, der während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert ist. Jura hat ein Tagebuch hinterlassen, das Edgar immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie Edgar auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis. Edgar Selge setzt einem jungen Menschen, der brutal von den Nazis ermordet wurde, ein Denkmal und lässt ihn für seine Leserinnen und Leser lebendig werden. Eine bewegende Lektüre, ein Buch von unbändiger literarischer Fantasie. Moderation: Shirin Sojitrawalla
Literatur+Sprache | Lesung

Ronya Othmann liest

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Vierundsiebzig – das ist die Zahl der Pogrome, die die Jesiden in ihrer langen Geschichte bereits erlitten haben. Bei dem 74. Genozid löschten 2014 Kämpfer der Terrormiliz IS im Nordirak ein ganzes Dorf aus – ein Verbrechen, das von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Immer wieder wurden die Vorfahren der Autorin Ronya Othmann aus ihrer syrischen, irakischen oder türkischen Heimat vertrieben und noch heute sind jesidische Kurden wegen ihrer Ethnie und Religion der Verfolgung ausgesetzt. In ihrem Buch Vierundsiebzig geht Othmann den Spuren nach, die diese Erlebnisse in Menschen und Landschaften hinterlassen haben, berichtet über Erfahrungen von Gewalt und Verlust. Rony Othmann reiste furchtlos zu den Tatorten des Grauens, besuchte Flüchtlingscamps und sprach mit Überlebenden. In ihrem Werk verwebt sie Dokumentation, Reisebericht und Tagebuchauszüge und erfindet immer wieder eine Sprache für das Unaussprechliche der Gewalt. Dabei erschafft sie ein Werk von ungeheurer Dichte, notwendiger Klarheit und Härte. Ihr Buch ist ein erschütterndes Zeitzeugnis und große Literatur zugleich – und der vehemente Widerspruch gegen das Vergessen. Moderation: Shirin Sojitrawalla
Literatur+Sprache | Lesung

Das Gedicht ergibt sich nicht. Lyrik 2026

Literaturhaus Salzburg

Zeitschriftenpräsentation mit Lesungen „Das Gedicht ergibt sich nicht“ ist der von Margret Kreidl gewählte Titel für die von ihr kuratierte Lyrik-Ausgabe der Literaturzeitschrift SALZ. Es verweist nicht zuletzt darauf, dass Lyrik genaue Spracharbeit ist. Margret Kreidl, die als bemerkenswerte Lyrikerin (zuletzt „Mehr Frauen als Antworten. Gedichte mit Fußnoten“, Edition Korrespondenzen 2023) einen ganz eigenen Ton geschaffen hat, verweist in ihren Texten auf die Literatur von anderen Schriftsteller:innen. Und dieses einzigartig weite Netzwerk findet sich im aktuellen SALZ wieder. 21 Lyriker:innen hat Margret Kreidl in SALZ mit neuen Gedichten versammelt – vom Großmeister Gerhard Rühm bis zur Neuentdeckung Carla Lorenz. Zwei Autor:innen sind zur Präsentation eingeladen – der Autor und Redakteur der Zeitschrift perspektive, Stefan Schmitzer, und Birgit Kempker, die mit ihrem vielfältigen Werk weit über Texte hinausreicht. Die Präsentation finden in der Ausstellung „Neugier im Fluss – Salzburger Kunst zwischen Aufbruch und Erinnerung“ statt. Dort ist auch der Künstler Thomas Hörl vertreten, dessen Arbeiten am Cover und im Bildteil der SALZ-Ausgabe zu sehen sind. Veranstalter: Literaturforum Leselampe Eintritt frei zzgl. Mönchsberg Aufzug
Literatur+Sprache | Lesung

Helene Maimann:
Theodor-Kramerpreis 2026

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch „Helene Maimann ist die scharfsinnige Erzählerin unserer Generation, deren Eltern uns beigebracht haben, den Kopf hochzuhalten und uns mit der Welt auseinanderzusetzen“, schreibt Robert Schindel über Helene Maimann – ausgezeichnet mit dem Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil 2026. Die Autorin liest aus ihrem Werk und spricht mit Moderator Vladimir Vertlib. Einleitung: Karl Müller. Helene Maimann hat sich früh mit Exil und Widerstand auseinandergesetzt. Sie kommt aus einem Milieu, heißt es in der Jurybegründung, „dem in der Nachkriegszeit kaum Beachtung geschenkt wurde: den Rückkehrern aus der Emigration.“ Ihre Eltern waren jüdische Flüchtlinge, der Vater kam als britischer Besatzungssoldat nach Wien zurück. Über das lebenslange Trauma und die Schoah herrschte Schweigen. Es galt, nach vorne zu schauen und auf ein besseres Leben zu hoffen. Maimann ging den Spuren der Eltern nach und schrieb Essays über die sozialen, kulturellen und sprachlichen Probleme von Verfolgung, Flucht und Exil, aber auch über die Möglichkeiten, die ein stürmisches Leben eröffnen kann. Helene Maimann, geb. 1947 in Wien, ist österreichische Historikerin, Ausstellungskuratorin, Filme- und Radiomacherin sowie Autorin. 2023 erschien im Zsolnay Verlag ihre autobiographische Erzählung „Der leuchtende Stern. Wir Kinder der Überlebenden“. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Veranstalter: Theodor Kramer Gesellschaft, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

¡lesen lassen!

Literaturhaus Salzburg

Schreiber:innen aller Altersgruppen haben die Möglichkeit, außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik zu erhalten. erostepost lädt nach Feierabend zu dieser freundlich erdnahen Runde ein! ¡lesen lassen! ist seit über 30 Jahren eine Salzburger Veranstaltungs-Serie des Literaturvereins erostepost. Teammitglieder sowie Neuankömmlinge werden dazu angeregt, ihren Gedanken Form zu geben. Kurze Ideen, kleine Geschichten und Verdichtung sind Herangehensweisen an das Schreiben, die das weite Feld der Kreativität öffnen. Dazu wird angeregt: Wofür steht Literatur? Was bewegt uns? Die Lesenden melden sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit 2 vorbereiteten Texten von jeweils 5 & 10 Minuten Lesezeit im Café des Literaturhauses an. In der ersten Runde lesen die Autor:innen den kurzen Text. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Nach einer Diskussion wird mittels Stimmzettel ein:e Sieger:in ermittelt. Hinein ins Vergnügen: ¡Lesen und lesen lassen! Veranstalter: erostepost

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