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Literatur+Sprache | Lesung

Tara-Louise Wittwer - Alpha Maus Tour 2026

Deutsches Theater München

Empowerment mit Humor Nach vier ausverkauften Tourneen geht Tara-Louise Wittwer 2026 mit Alpha Maus erneut auf große Live-Tour. Die Show ist eine Mischung aus Lesung, Storytelling und humorvoller Gesellschaftsanalyse. Wer Tara kennt, weiß: Es wird direkt, ungeschönt und auch lustig. Bekannte Autorin Ausgehend von ihren drei SPIEGEL-Bestsellern „Dramaqueen“, „Sorry, aber …“ und „Nemesis’ Töchter“ führt Tara durch die Kernthemen ihrer Arbeit: Wie wir über Frauen sprechen. Warum wir uns so oft entschuldigen. Und wie wir lernen können, genau das nicht mehr zu tun. Mit scharfem Blick und Humor entlarvt die Kulturwissenschaftlerin gesellschaftliche Narrative, die wir viel zu lange hingenommen haben. Für Alpha Mäuse In Alpha Maus lässt Tara ihre Bücher, eigene Erlebnisse und Community-Stories zusammenfließen. Sie spricht über weibliche Wut, über Solidarität und darüber, wie wir uns selbst mehr Raum geben können. Ein Abend voller Empowerment und witziger Anekdoten – für alle, die schon einmal als „zu empfindlich“, „zu laut“ oder „zu viel“ bezeichnet wurden. Für alle Alpha Mäuse. Sprache: in deutscher Sprache Vorstellungsdauer: 2 Stunden 15 Minuten (inkl. 25 Minuten Pause) Preise: ab 40,50 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Literatur+Sprache | Lesung

FARIN URLAUB übers Reisen

Deutsches Theater München

UNTERWEGS IN AFRIKA Farin Urlaub ist schon gereist, bevor er in einer Band Musik machte. Von seinem Ziel, die ganze Welt zu sehen, ist er zwar noch immer weit entfernt, aber schon seit einigen Jahrzehnten zieht es ihn immer wieder nach Afrika. Ob auf eigene Faust oder mit Guide, auf dem Motorrad oder im Geländewagen – mehr als 40 Länder hat er bisher besucht auf diesem riesigen, aufregenden, widersprüchlichen und absolut faszinierenden Kontinent. Blick auf die Welt Die Schönheit, Menschlichkeit und Abenteuer, die Farin dort immer wieder erleben durfte, will er nun teilen. Nicht als allwissender Kulturexperte, sondern als begeisterter und neugieriger Reisender, der keine Scheu hat vor dem Unbekannten – unterwegs mit Kamera, Funktionskleidung und Sonnenbrand auf der Suche nach Wahrheit. Gute Reisebegleitung Gemeinsam mit Jochen Schliemann (Journalist, Reisender, Schriftsteller und eine Hälfte von „Reisen Reisen – Der Podcast“) geht Farin auf eine Redetour und macht Halt in München. Die beiden wollen ganz offen über subjektive Erlebnisse sprechen, Fotos zeigen und – mindestens – Neugierde wecken. Sprache: in deutscher Sprache Hinweis: Triggerwarnung: Manche Bilder zeigen Waffen, Geschlechtsmerkmale, Blut und/oder Gewalt. Vorstellungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten ohne Pause Preise: 44,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Literatur+Sprache | Lesung

Torten & Stücke - Lesung aktueller Theaterstücke

Theater Konstanz

Ensemblemitglieder und Dramaturg*innen bringen drei zeitgenössische Theatertexte ins Café Wessenberg mit, um diese gemeinsam bei Tee und Torten zu lesen. Dabei sind Sie gefragt: Welcher Text interessiert Sie, welcher weniger? Mit Alicia Bischoff, Florian Rummel, Sylvana Schneider Moderation Meike Sasse
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Über den Wolken ist der Himmel offen

Literaturhaus Salzburg

Die Gesellschaft der Lyrikfreunde ist eine Literaturgemeinschaft im deutschen Sprachraum. Die Salzburger Repräsentanz gestaltet diesen Abend mit Lyrik und Kurzprosa zur Jahreszeit. Der Frühling öffnet seine Türen, Sonnenstrahlen legen sich wie Samenkörner in unsere Augen und streuen Lichter in unsere Tage. Vielleicht lassen sie die Schatten verblassen, die sich über uns zu erheben scheinen. Andere Tage werden kommen, verstehen wird man das Schweigen der Pflanzen und Planeten, und so viele lautere Dinge werden sein! Nach Mond duften werden die Violinen! (Pablo Neruda) Es lesen: Irmgard Bogme, Franz Dürnberger, Elisabeth Graf, Renate Katzer, Ingeborg Kraschl, Valerie Pichler, Georg Weigl, Gudrun Winklhofer Musik: Wolfgang Pullmann (Klavier) Veranstalter: Gesellschaft der Lyrikfreunde/Repräsentanz Salzburg
Literatur+Sprache | Lesung

Anja Kampmann:
Die Wut ist ein heller Stern

Literaturhaus Salzburg

Die deutsche Autorin Anja Kampmann erzählt in ihrem Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ (Hanser Verlag, 2025) vom Mut einer Frau in einer Welt, die ihr keinen Platz lassen will. Moderation: Marlen Mairhofer. Hedda hat sich ihren Traum erkämpft: Artistin im „Alkazar“ auf der Reeperbahn. Doch nichts zählt mehr, als in den 1930er-Jahren Uniformen wie selbstverständlich im Publikum auftauchen. Die Freiräume werden enger, für die Mädchen im Varieté wird es gefährlich. Wem kann Hedda noch trauen? Ihr Bruder Jaan heuert als Harpunenschmied auf einem Walfänger für eine Antarktis-Fahrt an – und auch Hedda sucht für sich und ihren kleinen Bruder Pauli nach Auswegen. Anja Kampmann erzählt in einer unvergleichlich atmosphärischen Sprache, der es auch an Leichtigkeit nicht fehlt, eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung aus einer ganz und gar von Männern dominierten Zeit. „Kampmanns neuer Roman schildert virtuos den nationalsozialistischen Umbau der Gesellschaft. Die statische Sprache und die Dynamik der Ereignisse ergänzen sich zu fast filmischen Bildern. Man meint, alles ganz genau vor sich zu sehen“ (NZZ) Anja Kampmann, geb. 1983 in Hamburg, lebt als Autorin in Leipzig. Sie schreibt Lyrik und Prosa, wurde mehrfach ausgezeichnet, 2026 mit dem Hans-Fallada-Preis. Zuletzt erschienen die Bücher „Wie hoch die Wasser steigen“ (2018), „Der Hund ist immer hungrig“ (2021) und „Die schmutzige Wäsche des schmelzenden Schnees. Adam Zagajewski – Poet der Zärtlichkeit und des Staunens“ (2024). Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Tomer Gardi:
Liefern

Literaturhaus Salzburg

Lesung im Rahmen der Stefan-Zweig-Poetikvorlesung Tomer Gardi, der mit seinem Roman „Broken German“ für Aufsehen gesorgt hat, kreist als 16. Dozent der Salzburger Stefan Zweig Poetikvorlesung in den drei Vorlesungen „Lektoriert“, „Übersetzt“ und „Verzungert. Akzentuiert“ um Fragen nach Identität und Sprache – der Autor formuliert es so: „Eine Frage wird es geben, die wiederkehrt. Wie ein Running Gag. Dessen Aufbau längst verloren ist. Und doch wird sie im Raum stehen. An mich. An euch. An uns. An Sie. Wer ist wir? Ha?“ Tomer Gardi liest aus „Liefern“ (Klett Cotta 2026), für den er in sechs Städten recherchiert hat. „Liefern“ ist ein globaler, episodischer Roman über Menschen am Rand des Wohlstands, die sich mit Arbeit als Essenslieferanten über Wasser halten. In Tel Aviv, Delhi, Istanbul, Buenos Aires und Berlin verfolgt der Roman ihre Wege. Moderation: Petra Nagenkögel Tomer Gardi, geb. 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt „Stein, Papier“ erschien 2011 auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman „Broken German“. Für den Roman „Eine runde Sache“ erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien ausgezeichnet. Vorlesungstermine: 4. Mai, 6. und 7. Mai jeweils 17 bis 19 Uhr, Unipark Nonntal Eintritt frei; Anmeldung: office@stefan-zweig-zentrum.at Veranstalter: Fachbereich Germanistik, Literaturforum Leselampe, Stefan Zweig Zentrum, Universität Salzburg
Literatur+Sprache | Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 1:
Michal Hvorecky, Robert Menasse

Literaturhaus Salzburg

Von EUROPA ERZÄHLEN bedeutet von Sehnsüchten und Hoffnungen zu erzählen, von Krisen und kultureller Vielfalt. Europa braucht neben dem prägenden EU-Narrativ von Einheit und Frieden – konterkariert durch Aufrüstung, Nationalismus und Rechtsruck? – mehr denn je Erzählungen: wie von Robert Menasse und Michael Hvorecký. Moderation: Tomas Friedmann Der österreichische Autor Robert Menasse liest aus seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“ (Suhrkamp Verlag, 2026), in der ein persönliches Schicksal mit großer Politik verknüpft wird. Erzählt wird vom Überlebenskampf eines frustrierten EU-Beamten (mit Krebsdiagose) zwischen Brüssel und Wien, der seinen Job hinwirft und nicht vor seiner Mutter sterben möchte. Der slowakische Autor Michal Hvorecký verfolgt in seinem Sachbuch „Dissident“ (Klett-Cotta Verlag, 2026) den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Ideologien. Der engagierte Intellektuelle verwebt Erinnerungen und Erfahrungen mit einer scharfen Analyse der politischen Gegenwart und fordert unser aller Einsatz für die Demokratie. Robert Menasse, geb. 1954 in Wien, wo er als preisgekrönter Autor und europäischer Kulturkritiker lebt. Michal Hvorecký, geb. 1976 in Bratislava, wo er als Autor und Journalist lebt und sich für Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst einsetzt. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Mutter und Tochter am Schreibtisch. Christine Haidegger und Meta Merz

Literaturhaus Salzburg

Literaturfrühstück Seit 2024 verwahrt das Literaturarchiv Salzburg den Nachlass von Christine Haidegger (1942–2021) und ihrer Tochter Christina Haidegger (1965–1989), die den Großteil ihrer Texte unter dem Pseudonym Meta Merz veröffentlicht hat. Christine Haidegger, die mit ihrem 1979 erschienenen Debütroman „Zum Fenster hinaus“ für Aufsehen gesorgt hatte, war eine wichtige Integrationsfigur im Salzburger literarischen Leben: als Vermittlerin und Ermöglicherin von Literatur, als Herausgeberin und Mentorin für junge Autorinnen. Auch ihr Ehemann Eberhard Haidegger (1940–2025) war neben seiner Arbeit als Bahnbediensteter literarisch tätig. Als Meta Merz bereits als Schülerin zu schreiben begann, war der ‚literarische Haushalt‘ Haidegger komplett: Bemüht, sich künstlerisch von ihrem Elternhaus zu emanzipieren, fand Meta Merz dort zugleich gute Voraussetzungen für eine Karriere als Autorin: zwar wenig ökonomisches Kapital, aber ein literaturaffines Umfeld – und nicht zuletzt Verständnis für ein Leben abseits von Konventionen. Harald Gschwandtner, Literaturwissenschafter am Literaturarchiv Salzburg, stellt die beiden Autorinnen vor und beleuchtet dabei verschiedene Dimensionen familiären Schreibens. Kaffee und Kipferl ab 9.45 und solange der Vorrat reicht. Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 2:
FLO, Federica Manzon

Literaturhaus Salzburg

Der zweite Abend im Rahmen des Festivals „Europa der Muttersprachen“ blickt nach Italien – und verbindet literarisch-musikalisch Triest und Neapel. Die Lesung wird von Giorgio Simonetto moderiert, der auch übersetzt; deutsche Lesung: Ulrike Arp. Die Lieder des Konzerts sind in italienischer bzw. neapolitanischer Sprache. Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon siedelt ihren Roman „Alma“ (Verlag Pfaueninsel, 2026, Ü: Verena von Koskull) zwischen Ost und West an. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Journalistin Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück und begegnet ihrer Jugendliebe. Erinnerungen tauchen auf sowie Fragen nach Herkunft und Identität – und der Krieg in Jugoslawien wirft Schatten über die Grenze. Um 21 Uhr tritt erstmals in Salzburg die italienische Singersongwriterin FLO auf – begleitet von Ernesto Nobili auf der Gitarre. Ihre Konzerte sind eine packende Mischung aus mitreißenden Melodien, tiefgründigen Texten und vor allem Ausdruck einer unbeugsam-weiblichen Stimme aus dem Herzen Neapels. Federica Manzon, geb. 1981 in Pordenone, lebt als Verlegerin und Autorin von bisher fünf Romanen in Mailand. Floriana Cangiano (alias FLO), geb. 1983 in Neapel, wo sie als Sängerin, Autorin, Liedermacherin und Schauspielerin lebt. Veranstalter: Società Dante Alighieri, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 3:
Dana Grigorcea, Maria Larrea

Literaturhaus Salzburg

Aus „Europa erzählen“ die rumänisch-schweizerische Autorin Dana Grigorcea und die baskisch-französische Autorin Maria Larrea. Es geht um Liebe und Heimat, um Verlust und Sprache. Moderation: Ines Schütz, die auch aus dem Französischen übersetzt. Deutsche Lesung: Irina Blaul. Die Schriftstellerin Maria Larrea geht in ihrem autobiografischen Debütroman „Die Kinder von Bilbao“ (Verlag Kein & Aber, 2025, Ü: Corinna Rodewald) der Frage nach, was es bedeutet, wenn plötzlich die Wurzeln gekappt werden. Als Maria Ende 20 erfährt, dass sie adoptiert ist, begibt sie sich auf Spurensuche nach ihrer Identität zwischen Paris und Bilbao – und gewinnt Satz für Satz die Macht über ihr Leben zurück. Die Schriftstellerin und engagierte Europäerin Dana Grigorcea entwirft in ihrem Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“ (Penguin Verlag, 2026) ein Kaleidoskop der Liebe. Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen, um die Liebe zu ergründen. Davon erzählt Abend für Abend eine Autorin auf Lesereise durch Deutschland – doch wer erzählt hier wessen Geschichte? Maria Larrea, geb. 1979 in Bilbao, lebt in Paris als preisgekrönte Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Dana Grigorcea, geb. 1979 in Bukarest, lebt als vielfach ausgezeichnete Autorin, Germanistin und Nederlandistin in Zürich. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Walter Müller - Wolfram Paulus:
Luzifers Traum / Geisterspiele

Literaturhaus Salzburg

Der Salzburger Filmemacher Wolfram Paulus („Heidenlöcher“, „Die Ministranten“) ist vor sechs Jahren gestorben. In den Gesprächen, die Walter Müller in den letzten vier Wochen vor seinem Tod mit ihm geführt hat, erzählte Paulus von seinen unvollendeten Plänen und Träumen, die er unbedingt verwirklicht wissen wollte. Walter Müller hat posthum seine Gespräche mit ihm in seinem noch unveröffentlichten Roman „Luzifers Traum“ fortgeführt und in einem herausfordernden Dialog Themen wie das Vergessenwerden, die Schubladisierung der Kunst und der Künstler:innen oder die Ablösung der analogen durch die digitale Welt intensiv beleuchtet. Besonders am Herzen lagen Paulus die Projekte „Berghof“ und „Geisterspiele“. Letzteres ist eine beißende Satire auf das Festspielgeschehen in Salzburg, die zur Zeit eines einstigen Intendanten spielt, aber durchaus auch in unserer Zeit denkbar wäre. Szenenausschnitte sind zu hören. Walter Müller, geb. 1950 in Salzburg, veröffentlichte bisher zwei Dutzend Bücher („Die Häuser meines Vaters“, „Schräge Vögel“, „Wenn es einen Himmel gibt“), ebenso viele Theaterstücke und mehr als 500 Trauerreden. 2023 wurde ihm der Berufstitel „Professor“ verliehen. Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache | Lesung

Sergej Lebedew:
Die Beschützerin

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch) Literatur als Ausgrabung, als Expedition in die Tiefe, als Sichtbarmachung: Der neueste Roman des russischen, im Exil lebenden Autors Sergej Lebedew führt ins Jahr 2014: Eine malaysische Passagiermaschine wird abgeschossen, ihre Trümmer liegen verstreut in der Landschaft im Donbass, im Osten der Ukraine, nahe einem Stollen, in dem sich Massengräber aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Hier lebt auch Marianna, die „Beschützerin“, zu Sowjetzeiten war sie Leiterin der Wäscherei der Bergwerkssiedlung, hat Kohlestaub aus der Kleidung gewaschen. Nun ist sie an Krebs erkrankt, ein langsames Sterben. Die Tochter Shanna wird sie begleiten, sie bricht ihr Studium in Charkiw ab und kehrt zurück in den Donbass, der bereits von russischen Separatisten eingenommen ist. Schicht für Schicht legt der gelernte Geologe Sergej Lebedew in seinem furiosen Roman sowjetisch-russische Gewaltgeschichte offen und zieht schonungslos Verbindungen zur Gegenwart. Sergej Lebedew, geb. 1981 in Moskau, lebt derzeit in Potsdam im Exil. Studium der Geologie, journalistische Arbeiten. Veröffentlichte einige Romane sowie als Herausgeber den Band „Njet! Stimmen aus Russland gegen den Krieg“ (2025). „Die Beschützerin“ ist in der Übersetzung von Franziska Zwerg im S. Fischer Verlag erschienen. Moderation und Übersetzung: Peter Deutschmann Veranstalter: prolit in Kooperation mit dem Fachbereich Slawistik
Literatur+Sprache | Lesung

Thomas Sautner:
Lesen oder Schreiben? Einatmen oder Ausatmen?

Literaturhaus Salzburg

Thomas Sautner, der in seiner Heimat im Waldviertel regelmäßig Schreibseminare abhält und über entsprechende Erfahrung in diesem Metier verfügt, ist heuer der Einladung der Salzburger Autor:innengruppe gefolgt, wird deren diesjährige Schreibwerkstatt leiten und bei der Abschlusslesung moderieren. Zu dem ihm vorgegebenen Motto „Lesen oder Schreiben? Einatmen oder Ausatmen?“ werden die Teilnehmer:innen ihre im Lauf der zweitägigen Veranstaltung erarbeiteten Texte präsentieren. Autor:innen und Publikum lassen sich dabei auf das Wagnis ein, unmittelbar vor der öffentlichen Präsentation Entstandenes zu lesen bzw. zu hören, wodurch interessante Einblicke in die Genesis von Texten möglich werden. Thomas Sautner, 1970 in Gmünd geboren, ist Schriftsteller und Essayist. Er lebt in seiner Heimat, dem nördlichen Waldviertel, sowie in Wien. Neben zahlreichen Erzählungen erschienen von ihm u.a. die Romane „Fuchserde“, „Das Mädchen an der Grenze“, „Die Erfindung der Welt“, „Nur zwei alte Männer“ und zuletzt „Pavillon 44“. Veranstalter: Salzburger Autor*innengruppe
Literatur+Sprache | Lesung

Judith Schalansky:
Marmor, Quecksilber, Nebel

Literaturhaus Salzburg

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir einbilde, die gesamte Weltgeschichte ließe sich anhand eines einzigen Gegenstandes erzählen.“ Judith Schalansky stellt die Frage, wie wir die Welt verstehen. In drei windungsreichen Texten, die sich zwischen Essay und Erzählung bewegen, denkt sie auf präzise Art und Weise über die Materialien der Welt nach und zeigt nicht zuletzt, wie das Schreiben selbst funktioniert. Monate nach einer Begegnung auf einer Fähre vor der griechischen Insel Thassos beschäftigt Schalansky ein riesiger Marmorblock. So geht die Reise weiter: zu Marmorsteinbrüchen, in Bildhauer-Ateliers und in die oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung. An der Kunsthochschule von Guadalajara entsteht eine Performance über Bücher und Schriftkultur. Schließlich wird eine Rekonstruktion einer Besteigung des Brockens zum Ausgangspunkt für Überlegungen über das Ungewisse. Dabei geht es um alles: das Gewicht der Erde, Arche Noah, Wrestling. Mit spielerischer Genauigkeit erschafft Judith Schalansky drei berührende poetologische Expeditionen. Moderation: Werner Michler Judith Schalansky, geb. 1980 in Greifswald, lebt in Berlin; zahlreiche Übersetzungen und Auszeichnungen, zuletzt der Lessing-Preis 2025. Ihr neuestes Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“ ist 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen. Veranstalter: Literaturforum Leselampe, prolit
Literatur+Sprache | Lesung

Best of ¡lesen lassen!:
Clarence Blanchard, Andreas Rennert

Literaturhaus Salzburg

Die Runden bei ilesen lassen! sind glücklicherweise mit den Monaten gewachsen, sodass nun zwei Gewinner daraus hervor-gehen. Wir freuen uns, Texte von Clarence Blanchard und Andreas Rennert mit der Öffentlichkeit teilen zu dürfen. Andreas Rennert, geb. 1957 zufällig in Mannheim, aufgewachsen in Österreich, hängt den Rätseln der Sprache und ihrer (Un-) Logik nach und versucht, sie in musikalische Formen zu bringen. Er liebt Absurditäten und versteckt seine biografischen Widersprüche gerne hinter ebenso widersprüchlichen Texten. Clarence Blanchard, geb. 2006 im Zürcher Oberland, entwirrt komplexe Gedanken-knäuel mithilfe poetischer Texte. Durch seinen spielerischen Umgang mit Sprachen und Dialekten überrascht er mit erfrischender gesellschaftskritischer Literatur. Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache | Lesung

Zsuzsanna Gahse:
Spielbeginn. Verrutschungen.

Literaturhaus Salzburg

Eine zwölfköpfige Theatertruppe erprobt, was Theater sein kann. Sie atmen, wittern, schlucken und pusten, spielen mit ihren Stimmen, dann reden sie los, später singen sie sogar. Eine Erzählfigur kommentiert die Handlung, doch auch die Schauspieler mischen sich improvisierend ein, fortwährend entstehen neue Fragen und überraschende Situationen, oft komisch, manchmal bedrohlich. In einem zweiten Teil unternimmt Anton eine Reise mit dem Schauspielkollegen Oskar in der Gegend rund um den Bodensee. Beide staunen über die Unterschiede von Aussprache, Tonfall und Tempo in den Regionen, auch die Sprachen von Reisenden und Migranten mischen sich ein und spielen mit. Klug und mit Sinn für lakonischen Witz erzählt Zsuzsanna Gahse von der Sprache, von ihrer klanglichen Vielfalt, von ihrer Fähigkeit, sich neuen Zeiten und Umständen anzupassen, und vom unerschöpflichen Archiv, das in jeder Sprache eingelagert ist. Und ganz nebenbei zeigt sie, wie modernes Theater zugleich erzählend und szenisch sein kann. Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, lebt als Autorin und Übersetzerin aus dem Ungarischen in Müllheim, Schweiz. Sie veröffentlichte mehr als 30 Bücher, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Grand Prix Literatur. „Spielbeginn. Verrutschungen“ ist in der Edition Korrespondenzen erschienen. Veranstalter: prolit In Kooperation mit der ÖGfL (Wien) und mit freundlicher Unterstützung durch pro helvetia
Literatur+Sprache | Lesung

Lachhaft & Tanzbar:
Michael Burgholzer, Peter Reutterer

Literaturhaus Salzburg

Buchpräsentation, neue Texte und Geburtstagsfest Im Rahmen einer Geburtstagslesung präsentiert Peter Reutterer seinen neuen Lyrikband „Jahreszeiten“ (Bibliothek der Provinz). Man darf sich auf Pointiertes und Gesellschaftskritisches, aber auch Philosophisches und Poetisches freuen. „Mit wachem Blick auf die Wirklichkeit“ (Georg Fink) nimmt der Autor sein Heimatland, Triest und allerlei Ungereimtes ins Visier. Begleitet wird er von Michael Burgholzer, dessen Geschichten diesmal thematisch zusammenhängen. Sie erzählen von der Liebe zwischen Eheleuten, die einer Auffrischung bedarf, von der Liebe zwischen Bauern und Außerirdischen, von den Tänzen einer Hundertjährigen und einer Piratenbraut und von Waltraud, die am Ende für Klarheit sorgt. Zsuszanna Kiss und Thomas Müller umrahmen die Lesung mit Musik. Sie werden nach der vor allem heiter-satirischen Lesung für swingende Klänge sorgen, zu denen auch getanzt werden darf. Auf ein fröhliches Zusammensein freut sich der Jubilar, der sich bereits seit einem Vierteljahrhundert im Vorstand der SAG engagiert! Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)
Literatur+Sprache | Lesung

Monika Helfer:
Wer bist du?

Literaturhaus Salzburg

Wunderschön und abgründig. In der Novelle „Wer bist du?“ (2026) von Monika Helfer erzählen zwei Frauen um ihr Leben – denn wer erzählt, hat Macht. Die Geschichte der Autorin ist ein doppelbödiges Spiel, spannend und gruselig bis zum Schluss. Das Buch erscheint in der Reihe „Lieblingsbücher“ von Kat Menschik, die den Text mit beunruhigend schwebenden, irisierenden Bildern versieht. Ein großes Vergnügen! Moderation: Tomas Friedmann Eines Tages steht ein Mädchen vor der Tür der Erzählerin – mit einem 1.000-Schilling-Schein in der Hand und einer unglaubwürdigen Geschichte dazu. Als das Mädchen wenig später vermisst wird, sucht die Erzählerin vergeblich nach ihr. Jahre später taucht eine junge Frau auf, die behauptet, das Mädchen von damals zu sein – und drängt sich in ihr Leben. Die Beziehung der beiden Frauen wird zu einem lauernden Tanz, bei dem jede die andere belügt – oder nicht? Wer erzählt wem was? Wer ist wer? Monika Helfers meisterhafte Geschichte erzählt von Nähe und Einsamkeit, von Liebe und Lebenslügen, von Angst – und von der Macht des Erzählens selbst. Monika Helfer, geb. 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als preisgekrönte Schriftstellerin in Vorarlberg. Kat Menschik, geb. 1968 in Luckenwalde, ist freie Illustratorin und Comic-Zeichnerin und gibt die prämierte Reihe „Lieblingsbücher“ heraus. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Twinni – Texte zum Teilen:
Bettina Balàka, Katherina Braschel, Sabine Scholl

Literaturhaus Salzburg

Literarische Stimmen wiederentdecken oder neu kennenlernen: Um auch bereits verstorbenen Autorinnen und ihrem Schreiben Aufmerksamkeit schenken zu können, gibt es „Twinni – Texte zum Teilen“. Presenterinnen, selbst Autorinnen, stellen jeweils eine Autorin vor und laden ein, Texte und Persönlichkeiten (neu) zu entdecken, gemeinsam zu lesen und darüber zu sprechen. In Kleingruppen kommen die Leser*innen und Zuhörer*innen in den Austausch und können spontane Emotionen und Eindrücke teilen. Bettina Balàka spricht über die österreichische Autorin Emilie Mataja (1855–1938), Sabine Scholl über die deutsche Autorin Gabriele Tergit (1894–1982) und Katherina Braschel stellt die deutsche Lyrikerin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung,vor. May Ayim, (1960–1996). Dauer: ca. 1 Stunde Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Harri Stojka, Josef Winkler:
Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht

Literaturhaus Salzburg

Der neue Roman von Josef Winkler – vorgestellt gemeinsam mit Musik vom Harri Stojka acoustic drive Trio! In „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“ (Suhrkamp Verlag, 2026) bringt der österreichische Schriftsteller seelische und körperliche Gewalt der dörflichen Umgebung zur Sprache. In zum Teil surrealen Bildern deutet Winkler an, welche ungeheuerlichen Vorkommnisse das Dasein seiner Schwester bis in den Tod verdunkelt haben mögen, verschränkt die Heimkehr der verlorenen Tochter und die Rückkehr des verlorenen Sohns ineinander. Mit seinem Buch schreibt der Autor seine fünf Jahre ältere, mittlerweile verstorbene Schwester Maria, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat, in die Welt zurück. Zur Lesung spielt das „Harri Stojka acoustic drive Trio“ mit dem österreichischen Roma-Musiker, berühmten Ausnahme-Gitarristen, Komponisten und Sänger Harri Stojka sowie mit Claudius Jelinek (Gitarre) und Joschi Schneeberger (Kontrabass). Josef Winkler, geb. 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten, lebt in Klagenfurt, sein preisgekröntes Werk ist in viele Sprachen übersetzt. Veranstalter: Verein Literaturhaus

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