Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung
Literaturhaus Salzburg
Salzburg, Strubergasse 23
- Das weite Land der Seele
- Clemens Setz: Mein Leben als Noiseband
- LEHEN SEHEN – Galeriespaziergänge
- Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen
- Thomas Ballhausen: Schöne neue Welten. Über Gegenwart und Zukunft literarischen Schreibens
- Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini
- Vogl-Perspektive
- Ramona de Jesús: Zwei Quadratmeter Haut
- Annie Ernaux – Das Ereignis
- Krimifest 1: Hannes Stein, Katharina Eigner, Kristof Magnusson, Tatjana Kruse
- Krimifest 2: Ellen Dunne, Friedrich Ani, Marcello Simoni, Sophie Sumburane
- Krimifest 3: Daniel Faßbender, Eva Rossmann, Oliver Bottini, Ursula Poznanski
- Gusel Jachina: Eisen
- lesenswert
- Carolina Schutti: Relative Ruhe
- Nachhal(l)tige Geschichten
- Aufgeblättert
- U20 Poetry Slam
- Radka Denemarková: Schokoladenblut
- Yuan Mei, Dong Xi: Neue Literatur aus China
- Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit
- Literaturpreisvergabe & Präsentation der Zeitschrift erostepost #72
- DOSSIER-Hinterzimmer: Wie gut schützt Salzburg Frauen vor Gewalt?
- Jáchym Topol: Die Hölle gibt es nicht
- Ein Ort für das Wort
Literatur+Sprache / Museum
Robert Walser-Zentrum Bern
Bern, Marktgasse 45
- Peter Fischli: Wir Ungestalten
- Literarische Soirée: Robert Walsers Mikrogramme
- Ausstellungseröffnung: Lika Nüssli: ›Für die Katz‹
- Robert Walser-Archiv
- »Healer Scrolls«, Pamela Rosenkranz, 2022
- Youtube-Kanal Robert Walser Zentrum
- Kurzfilme - Videoclips zur neuen Studienausgabe der Werke Robert Walsers
- Wandern mit Carl Seelig und Robert Walser
- Robert Walser: »Spott macht Spaß. Texte zum Vergnügen«.
- "Carl Seelig. Werk und Netzwerk"
- Literaturlabor: Gustave Flaubert, »Madame Bovary«
- Podcast: Gehobene Unterhaltung. Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.
- Die Sammlung ist die weltweit größte Sammlung von gedruckten und ungedruckten Dokumenten zu Robert Walsers Leben und Werk.
Literatur+Sprache
| Lesung
Literatur+Sprache
| Lesung
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit
Literaturhaus Salzburg
„Mein Großvater ist keine literarische Figur. Er ist Leerstelle, zugleich ist er das Gegenteil, er ist ein schrecklich blinder Fleck, es will mir nicht gelingen, ihn zu stellen. Er hat keine Geschichte, also kann ich keine aus ihm machen.“ Judith Hermann verknüpft ihr Schreiben mit der langen verleugneten Geschichte ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Von dort reist sie weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. Die Autorin spürt das Verdrängte, die Leerstellen unserer Gesellschaft auf. Sie erzählt ebenso magisch wie einnehmend davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten – und zeigt auch, welche Schönheit sich darin verbergen kann. Mit ihrem Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ findet Judith Hermann einen Ausdruck für „die Sprachlosigkeit in dieser Familie […], grandios gestaltet“ (Iris Radisch, ZEIT Online) Judith Hermann, geb. 1970 in Berlin, wo sie noch heute lebt. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Kleist-Preis (2001) sowie Friedrich-Hölderlin-Preis (2009). „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ erschien 2026 im Fischer Verlag. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache
| Lesung
Yuan Mei, Dong Xi: Neue Literatur aus China
Literaturhaus Salzburg
Lesungen & Gespräch (chinesisch/deutsch) Chinesische Literatur in deutscher Übersetzung ist selten. Noch seltener kommen Schriftsteller aus China auf Lesereise nach Europa. Umso neugieriger sind wir auf die beiden renommierten Autor*innen Yuan Mei und Dong Xi. Moderation: Wang Jing (Übersetzung) und Judith Suchanek (Lesung). Yuan Mei zeichnet in „Selbst zu den höchsten Wolken führt eine Leiter“ (Sonata Book, 2026, übersetzt von Cord Eberspächer und Beidi Meng) das Aufwachsen des Musikers und Komponisten Wencheng Qin in der Inneren Mongolei nach. In 60 kurzen Episoden verbindet sie autobiografische Elemente, ethnografische Beobachtungen und poetische Miniaturen zu einem lebendigen Porträt des Lebens in der Steppe. Dong Xi verknüpft in seinem Roman „Echo“ (Sonata Book, 2026, übersetzt von Lucas Göpfert) kunstvoll einen Mordfall mit einer Ehekrise. Die Polizistin Ran Dongdong untersucht den brutalen Tod einer jungen Frau. Während sie den Fall rekonstruiert und auf ein Netzwerk aus Machtmissbrauch und sexueller Gewalt stößt, wird sie persönlich erschüttert durch den Verdacht, ihr Ehemann könnte sie betrügen. YUAN Mei, geb. 1962 in Dongtai, lebt als Autorin, Künstlerin und Filmproduzentin in Beijing, sie schreibt Romane, Lyrik etc. DONG Xi, geb. 1966, lebt als Autor und Uni-Professor in Guangxi. Sein erzählerisches Werk ist preisgekrönt und zum Teil verfilmt. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Sonata Verlag, Universität Salzburg, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
| Lesung
Radka Denemarková: Schokoladenblut
Literaturhaus Salzburg
Moderation: Dana Pfeiferová „Der Zug zuckelt durch das neunzehnte Jahrhundert. Hin und her. Kehrt zu denselben Stationen zurück. Vor dem Fenster kurze Szenenwechsel. Die Bilder fügen sich zu einem Ganzen. Bei jeder neuen Fahrt gewinnen sie an Rhythmus und Schärfe. Der Zug ist ein Rapper.“ So beginnt das neue Meisterwerk „Schokoladenblut“ von Radka Denemarková (Ü: Eva Profousová), das die Geschichte des 19. Jahrhunderts und seiner Protagonisten erzählt: die Schriftstellerin Božena Němcová verfasst ein patriotisches Märchen, an dessen Botschaft sie selbst nicht glaubt; George Sand, ihre französische Zeitgenossin, widersetzt sich den Zwängen der Konventionen und schreibt Romane; John D. Rockefeller, der erste Milliardär der Weltgeschichte, gründet sein Imperium. Drei Menschen, die gleichsam die Stationen des Zuges sind, der durch das 19. Jahrhundert fährt und Bezüge zur Gegenwart herstellt. Ein furioser Roman über das Schreiben als Akt des Widerstandes und einzige Möglichkeit zu überleben. Radka Danemarková, geb. 1968, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Ihre neuen Romane „Schokoladenblut“ und „Kobold“ sind 2026 im Hoffmann und Campe Verlag erschienen. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache
| Lesung
Aufgeblättert
Literaturhaus Salzburg
Literarisches Quartett In ihrem neuen Roman „Popóm“ (DuMont Verlag) greift die österreichische Schriftstellerin Johanna Sebauer das klassische Motiv des Doppelgängers auf. Hendrik Popóm hat sich seine Endzwanziger anders vorgestellt – nichts will ihm richtig gelingen. Doch plötzlich taucht dieser Mann – Popóm – auf. Obwohl er fast doppelt so alt ist wie Hendrik, ist er sich sicher: Dieser Mann bin ich. Ein Grenzgang zwischen Fiktion und Realität. Die Deutsche Buchpreisträgerin Martina Hefter erzählt in ihrem Roman „Nach der Sonne schauen“ (Klett-Cotta Verlag) von einer Künstlerin, die sich aufs Land in eine umgebaute Industriehalle zurückzieht. An einem neuen Projekt arbeitend, sucht sie Abstand, nachdem eines ihrer Kunstwerke mit dem Wort „Bullshit“ besprüht wurde. Unverhofft schließt sie neue Bekanntschaften, die ihr Leben verändern: eine zugelaufene Hündin und eine Fremde. Außerdem wird jenes deutschsprachige Buch besprochen, das mit dem Deutschen Buchpreis 2026 ausgezeichnet wird. Aufgeblättert werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler), Anton Thuswaldner (Literaturkritiker) und Deborah Holmes (Literaturwissenschafterin). Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rupertus Buchhandlung
Literatur+Sprache
| Buchpräsentation
Plus: Wein Modern X Katalogpräsentation
Wiener Konzerthaus
Stefan Fuchs, Niki Moser, Sandro Nicolussi - Präsentation
Literatur+Sprache
| Lesung
Nachhal(l)tige Geschichten
Literaturhaus Salzburg
Lesungen Mit Gudrun Eva Hagen, Wolfgang Fels, Wolfgang Kauer Wolfgang Fels unternimmt den Versuch, hinter die Kulissen zu blicken. Durch schräge Gedankenblitze verarbeitet er ganz reale Themen – humorvoll, bissig, skurril und stets mit einem kritischen Augenzwinkern. „Und wenn Sie genau hinhören, können Sie sie vielleicht schon donnern hören …“ Gudrun Eva Hagens Text spielt in Peking, im 22. Jhdt. n. Chr.: Anhand von Ausgrabungen am Fluss Dungnao erklärt eine Professorin am Lehrstuhl für tote Sprachen und Kunstgeschichte den Untergang der westlichen Zivilisation. Wolfgang Kauer präsentiert sein Buch „Rätselhaftes“. Zitat: „Wien 1852 … Verstaubte Zeitungsmeldungen evozieren moderne Geschichten. Man versetzt sich in die alte Zeit und ihre Denkweisen hinein, ohne sie als die gute alte Zeit zu präsentieren.“ Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)
Literatur+Sprache
| Lesung
Carolina Schutti:
Carolina Schutti:
Relative Ruhe
Literaturhaus Salzburg
Lesung der H.C. Artmann-Stipendiatin Carolina Schutti lebt im November als Writer-in-Residence in Salzburg – ausgezeichnet mit dem H.C. Artmann-Lyrik-Stipendium 2026 als „Autorin mit großer poetischer Kraft, atmosphärischer Stärke und unverwechselbarer Stimme“ (Begründung der Jury: Felicitas Biller, Tomas Friedmann und Clemens Peck). Nun liest die Schriftstellerin im Rahmen der Jubiläumsausstellung „More than a guest“ aus ihrem jüngsten Buch „Relative Ruhe. Eine Annäherung“ (Droschl Verlag, 2026). Was liegt unter dem Gras, auf dem wir gehen? Welche Geschichten verschweigt, welche zeigt die Landschaft? Welchen Grad an Stütze benötigt das kollektive Gedächtnis, um immun zu werden gegen Überschreibung, Umdeutung und Vergessen? Schritt für Schritt begleiten wir das Ich dabei, wie es sich mit Menschheitsverbrechen auseinandersetzt und versucht, aus Erinnerung, Erzählung, historischen Dokumenten und eigenen Beobachtungen ein Bild zusammenzufügen, das der Vergangenheit ebenso gerecht wird wie der Gegenwart. Carolina Schutti, geb. 1976 in Innsbruck, wo sie lebt. Sie studierte Germanistik/Anglistik sowie Konzertgitarre und absolvierte eine Gesangsausbildung. Ihr Interesse gilt besonders Hörspielen und interdisziplinären Projekten. Sie veröffentlichte etliche Bücher, die in 17 Sprachen übersetzt und ausgezeichnet wurden, u.a. 2015 mit dem EU-Literaturpreis für „einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein“. Eintritt frei Veranstalter: Kulturabteilung der Stadt Salzburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Salzburg und der Universität Salzburg und mosaik
Literatur+Sprache
| Lesung
lesenswert
Literaturhaus Salzburg
Lesungen Mit Brita Steinwendtner, Eva Löchli, Katalin Jesch, Peter Reutterer Nach dem Erfolg mit der ersten Veranstaltung „lesenswert“ nun also eine Neuauflage. Jede und jeder hat wohl mehrere Lieblingsbücher und -dichterInnen, auf die immer wieder gerne zurückgegriffen wird und die lebensbegleitend wurden und es blieben. Dies gilt umso mehr für Schriftsteller*innen, deren Schreiben sich nicht selten speist aus der meist täglichen Lektüre, und die in vielen Fällen Vorbilder haben, die für sie Impulsgeber sind, manchmal auch Reibebaum oder Grund, weiterzumachen und den eigenen Stil ein Leben lang zu schärfen. Vier GAV-Mitglieder stellen an diesem Abend ihre „Heroes“ bzw. Bücher vor, ohne die sie nicht zum Schreiben gekommen wären, oder die sie seit Jahrzehnten begleiten: Katalin Jesch über Krisztina Tóth (Vertreterin der modernen ungarischen Literatur); Eva Löchli über Lili Körber (jüdische Emigrantin); Peter Reutterer über (fast vergessene) Salzburger Autor*innen; Brita Steinwendtner über Ilse Aichinger Und natürlich ist auch das Publikum eingeladen, sich einzubringen. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: GAV Salzburg
Literatur+Sprache
| Lesung
Gusel Jachina:
Gusel Jachina:
Eisen
Literaturhaus Salzburg
Filmausschnitte & Gespräch (russisch/deutsch), Lesung 1924 betritt Sergej Eisenstein zum ersten Mal einen Schneideraum. In Russland fehlt es an allem: an Drehbüchern, Regisseuren, vor allem aber an Filmmaterial. Stattdessen kauft man im Ausland. Hauptlieferant der Träume in Zelluloid sind Deutschland und die USA, aber diese Filme müssen erst „sowjetisiert“ werden. Eisenstein beherrscht diese höchst anspruchsvolle Kunst bald wie kein Zweiter. Er weiß um die Mittel des Films: Was gezeigt wird, wird geglaubt und damit zur Wahrheit. Er schafft Filme, die als Propaganda gesehen werden können und die zugleich ästhetische Meisterwerke sind. Gusel Jachinas Romanbiografie über Sergej Eisenstein verbindet ein gründlich recherchiertes Panorama der Sowjetunion, die faszinierende Charakterstudie eines der bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts und eine tiefgehende Reflexion über das komplexe Verhältnis von Kunst und Macht. Wir präsentieren diesen großen Roman im Wechsel von Lesung, Filmausschnitten und Gespräch. Moderiert wird der Abend von Eva Binder. Gusel Jachina, geb. 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin tatarischer Abstammung, studierte Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihre Romane (u.a. „Wolgakinder“) sind vielfach übersetzt. Gusel Jachina lebt derzeit in Kasachstan. „Eisen“ ist in der Übersetzung von Helmut Ettinger im Kanon Verlag erschienen. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: prolit
Literatur+Sprache
| Lesung
Ramona de Jesús:
Ramona de Jesús:
Zwei Quadratmeter Haut
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch In ihrem Band „Zwei Quadratmeter Haut“ lässt Ramona de Jesús die Unordnung, die uns umgibt, produktiv werden – in einem lyrischen Sprechen, das sich Wege bahnt durch die Fülle simultaner Wirklichkeiten. In mehreren Zyklen, in Wiederholung und Variation, durchqueren die Texte des Bandes Formen des In-der-Welt-Seins, innere und äußere Realitäten laufen ineinander, Zeiten und Räume werden durchlässig, Spielarten des Möglichen, des Denkbaren scheinen auf. Diese Gedichte sind unterwegs, sie halten sich nicht an vermeintliche Sicherheiten, sondern erkunden Zwischenräume, oft im Dialog mit anderen Künsten, anderen Stimmen und Welterfahrungen. Wie nebenbei entwirft die Lyrik von Ramona de Jesús ausdrucksstarke Bildwelten, deren Melancholie von nüchternem Witz und lakonischem Humor unterlaufen wird. So entsteht ein kaleidoskopisches lyrisches Universum, in dem selbst der Kontoauszug zur Grundlage eines poetischen Erfassens von Welt wird. Ramona de Jesús wurde 1990 in Medellin geboren, sie wuchs in Kolumbien und Indien auf, studierte Kultur- und Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben in Bremen, Berlin, Buenos Aires. Ihr literarisches Debüt „Dos metros cuadrados de piel“ wurde in Kolumbien mit dem National-Preis für unveröffentlichte Lyrik ausgezeichnet und ist nun in der Übersetzung von Rike Bolte auf Deutsch im Wallstein Verlag veröffentlicht. Eintritt frei Veranstalter: prolit Veranstaltungsort: Teppichgalerie Untersberger, Wolf-Dietrich-Str. 4a
Literatur+Sprache
| Lesung mit Musik
Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini
Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini
Literaturhaus Salzburg
Literarisches Konzert Mit Fabrizio Consoli & Fausto Beccalossi Mit Fabrizio Consoli betritt ein italienischer Sänger und Musiker im Format Gianmaria Testas die Bühne, stimmlich erinnert er an Paolo Conte. Sein Projekt „Il Coraggio“ ist mehr als eine Hommage an den berühmten Dichter und Filmregisseur Pier Paolo Pasolini, es ist eine Liebeserklärung an dessen Leben und Poesie. Gemeinsam mit dem brillanten Akkordeonisten Fausto Beccalossi begibt sich Consoli auf eine intensive Spurensuche – in einem bewegenden Live-Konzert. Nach dem großen Erfolg der Uraufführung beim Roma Jazz Festival beschließt Consoli, die nur für diesen Abend geschriebenen Lieder als Album aufzunehmen – inspiriert von den Schriften Pasolinis, der nie davor zurückschreckte, gegen den Strom zu schwimmen. Gerade P. P. Pasolinis geistige Freiheit macht ihn für Consoli zum „jazzigsten“ unter den italienischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Der künstlerische Dialog von Consoli (Komposition, Gitarre, Stimme) und Beccalossis Improvisationskunst wurde in der italienischen Presse gefeiert als rebellisch-mutiges Werk zwischen Jazz und Poesie – passend zum Titel „Il Coraggio“ (Der Mut). Fabrizio Consoli, geb. 1964 in Seregno/Lombardei nahe Monza, studierte Kontrabass und lebt als Komponist, Gitarrist, Sänger und Songwriter in Mailand. Für sein vielfältiges Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet. Fausto Beccalossi, geb. 1967 in Castenedolo/Lombardei nahe Brescia, wo er lebt. Er gilt als herausragender Akkordeon-Virtuose, veröffentlichte mehrere Alben und tritt mit Jazzgrößen wie Al Di Meola auf. Eintritt € 25/20/15 Veranstalter: Società Dante Alighieri in Kooperation mit dem Fachbereich Romanistik, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
| Lesung
Irina Scherbakowa:
Irina Scherbakowa:
Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch Moderation: Eva Hausbacher „Unser altes Leben ist (…) in Moskau geblieben. Man kann es weder wiederbeleben noch imitieren, indem man sich mit vertrauten Gegenständen umgibt. Die Spuren einer fast hundertjährigen Familiengeschichte, zumal gleich zweier Familien, lassen sich nicht in zwei Koffern verstauen.“ Irina Scherbakowa gehört zu den bedeutendsten russischen Oppositionellen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. In „Der Schlüssel würde noch passen“ beleuchtet die Autorin die kurzen Jahre der Perestroika, des politischen Aufbruchs und der Freiheit. Sie folgt ihrer Familiengeschichte, erinnert sich an Freunde, Schriftsteller und Mitstreiter und verbindet die biografische Geschichte mit luziden Reflexionen über das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur. Scherbakowas „Moskauer Erinnerungen“ sind dicht verwoben mit der Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und zugleich mit ihrem lebenslangen Kampf gegen Staatsterror und für eine Kultur des Erinnerns und des Widerstands. Irina Scherbakowa, geb. 1949 in Moskau, studierte Germanistik und Geschichte, arbeitete als Übersetzerin, Journalistin und Kulturwissenschafterin. Seit 2022 lebt sie in Deutschland im Exil. „Der Schlüssel würde noch passen“ ist im Verlag Droemer Knaur erschienen. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: prolit in Kooperation mit dem Fachbereich Slawistik
Literatur+Sprache
| Lesung
Clemens Setz:
Clemens Setz:
Mein Leben als Noiseband
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch Der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz versammelt in seinem neuen Band „Mein Leben als Noiseband“ (Suhrkamp Verlag, 2026) Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft: Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen leidende Menschen. Mit präzisen wie poetischen Alltagsbeobachtungen führen diese Personen durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, das Groteske und das Obsessive umeinanderkreisen. Gewalt und Einsamkeit stehen neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit. Der Autor liest und spricht mit Moderator Günther Eisenhuber. Pauls Sprache ist Noise: monströs tosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber immer mehr zurückzieht – und bis Paul nach einem Konzert Annika kennenlernt und sich in sie verliebt. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Clemens J. Setz, geb. 1982 in Graz, lebt als Autor und Übersetzer in Wien. Für sein umfangreiches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis (2021), dem Österreichischen Buchpreis (2023) und dem Großen Österreichischen Staatspreis (2026). Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung mit Musik
Das weite Land der Seele
Literaturhaus Salzburg
Lesungen mit Musik Beteiligte: Barbara Keller, Christa Stierl, Claudia Storz, Elisabeth Wukits, Gudrun Winklhofer, Ingeborg Kraschl, Katalin Jesch, Margarita Fuchs, Michael Burgholzer, Walter Müller Viele Literaturfreund*innen kennen die tiefgründige Metapher Schnitzlers vom „weiten Land der Seele“. Beinahe alle lieben das schöne Bild Eichendorffs, in dem die Seele ihre Flügel ausspannt, um sich ihrer Heimat zu erinnern. Für die heurige Lesung im Café Bazar haben sich Salzburger AutorInnen entsprechend einer Ausschreibung Gedanken zum Thema „Seele“ gemacht, Geschichten erzählt und Verse geformt. Ist doch die Seele – wie immer man sie definieren will – etwas Wundersames, nicht greifbar und doch überall gegenwärtig. Ohne Facetten des Seelischen wäre unser Leben banal, Kunst inexistent. Wir freuen uns auf einen vielschichtigen Text-Reigen. Zu Allerseelen lesen Michael Burgholzer, Margarita Fuchs, Katalin Jesch, Barbara Keller, Ingeborg Kraschl, Christa Stierl, Gudrun Winklhofer, Elisabeth Wukits. Vorneweg hören Sie den dichterischen Hausherrn des Bazar, Walter Müller, der u.a. als Trauerredner Wesentliches zu sagen hat. Zudem wird Claudia Storz Erinnerungen (z.B. an Christine Haidegger) darbieten. Musikalisch begleitet werden die Vorträge vom Trio Exquisit: Zsuzsanna Kiss, Thomas Müller und Peter Reutterer. Veranstalter: Cafe Bazar, Salzburger Autor:innengruppe (SAG)
Literatur+Sprache
| Lesung
Rainer Bock liest Texte von Hanns Dieter Hüsch "Trost und Kraft in diesen Zeiten"
Theater Münster
Der Theater- und Filmschauspieler Rainer Bock leiht seine Stimme den zeitlosen, teilweise frappierend aktuellen Texten des 2005 verstorbenen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch und lässt die Zuhörerinnen und Zuhörer in dessen tiefgründige und feinsinnig-humorvolle Gedankenwelt eintauchen. Hüschs einzigartiges poetisch-literarisches, von sprachlicher Brillanz gekennzeichnetes, oft gesellschaftskritisches Kabarett begleitete und prägte Generationen von Menschen. Seine Worte wirken heute gegenwärtiger denn je…Es sind tröstliche Worte, Worte, die Mut machen und Kraft schenken. Die dadurch verbinden, dass sie zum Nachdenken anregen und Raum für Austausch bieten und nicht zuletzt durch gemeinsames Schmunzeln bis hin zum herzlichen Lachen diesen Leseabend zu einem Unvergesslichen machen. Ein Abend mit einen Hüschianer! Rainer Bock spielte den General Schönherr in Quentin Tarantinos Film Inglourious Basterds. Der Part des Arztes in Michael Hanekes vielfach preisgekröntem Drama Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte brachte eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie als „bester Nebendarsteller“ ein. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch seine Rolle des deutschen Ingenieurs Werner Ziegler in der vierten Staffel der US-Serie Better Call Saul. In der Weverinck-Reihe „Meister des Wortes“ liest er am Freitag, 20.11.2026 im Kleinen Haus des Theaters Münster. Beginn: 20 Uhr. Restkarten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0251-5909100), oder online auf unserer Websit
Literatur+Sprache
| Lesung
Originalton: László Krasznahorkai
Wiener Konzerthaus
László Krasznahorkai, Lesung in deutscher Sprache Szilveszter Miklós, Schlagwerk Der Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai liest aus seinem Erzählungsband "Im Wahn der Anderen", der Schlagzeuger Szilveszter Miklós spielt dazu Hypnotische Monologe Ein »Höllenspaß« sei seine Literatur, sagte László Krasznahorkai in einem Interview. Damit umreißt der Literaturnobelpreisträger des Jahres 2025 wesentliche Komponenten seines Werks: Das Apokalyptische zählt genauso dazu wie der Humor. In fließender, vor sich hin mäandernder Sprache zieht es die Leser:innen in die Geschichten wie in einen Strudel. Auf dem Weg zum Nobelpreis Großen Erfolg erzielte der in Ungarn geborene Autor 1985 mit seinem Debütroman »Satanstango«, es folgten »Die Melancholie des Widerstands«, »Krieg und Krieg«, »Herscht 07769« und »Zsömle ist weg«. »Im Wahn der Anderen« Einen Tag nachdem Krasznahorkai Wiens Buchmesse Buch Wien eröffnet, liest er im Mozart-Saal in deutscher Sprache aus seinem Erzählband »Im Wahn der Anderen«. Darin folgen wir einem New Yorker Bibliothekar, der sich auf den Spuren Hermann Melvilles verliert. In einer anderen Geschichte endet eine labyrinthische Verfolgungsjagd mit Zug und Fähre quer durch Europa auf einer abgelegenen Insel. Doch hier lauert keine Rettung, sondern eine Falle. Szilveszter Miklós ergänzt den atemlosen Sog der Sprache mit improvisierten Schlagzeugsoli, die dem Buch auch als Tonspur beigefügt sind.
Literatur+Sprache
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Originalton: Emmanuel Carrère
Wiener Konzerthaus
Emmanuel Carrère, Gespräch und Lesung in französischer Sprache Gabriel Proedl, Moderation N.N., Lesung in deutscher Sprache Isolde Schmitt, Übersetzung Emmanuel Carrère liest aus seinem Buch »Kolchose« und spricht darüber mit Gabriel Proedl. Das Gespräch findet auf Französisch und Deutsch statt und wird live übersetzt. Übersetzung des deutschen Textes: Claudia Hamm. Familienepos eines preisgekrönten Autors Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Emmanuel Carrère liest aus seinem neuen Buch »Kolchose«, einem beeindruckenden Familienepos, in dem sich private Schicksale und die großen Umbrüche des 20. und 21. Jahrhunderts verbinden. Emmanuel Carrère liest aus »Kolchose« 2023 stirbt Hélène Carrère d’Encausse, die berühmteste Russland-Historikerin Frankreichs, Vorsitzende der Académie française und Emmanuel Carrères Mutter, kurz darauf ihr Mann Louis. Beim Ausräumen der elterlichen Wohnung stößt Carrère auf die umfangreichen genealogischen Recherchen seines Vaters und er beginnt, die Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichten von vier Generationen in Russland, Georgien, im deutschen Exil und in Frankreich nachzuzeichnen. Familien- & Zeitgeschichte Wie politische Geschichte die persönliche schlagartig umwerfen kann, wird dabei bis in die Gegenwart erkennbar. »Kolchose« reicht bis zum Ukraine-Krieg, dessen Beginn Carrère in Moskau miterlebt, und den Umwälzungen in Georgien, denen sich seine Cousine, die Präsidentin Salome Surabischwili, stellen muss. Die Entstehung eines »gigantischen Dystopia« und die weltweite Fassungslosigkeit darüber werfen einmal mehr die Frage auf, wie wir uns unser Leben erzählen. Die Lesung findet in französischer Sprache statt und wird ins Deutsche übersetzt.
Literatur+Sprache
| Lesung
Gunther Eckes / Arsenii Moon
Wiener Konzerthaus
Gunther Eckes, Lesung Arsenii Moon, Klavier Gunther Eckes liest aus Jonathan Swifts »Gullivers Reisen« Claude Debussy: Pour les arpèges composés (Douze Etudes, Buch 2/11) (1915) Domenico Scarlatti: Sonate C-Dur K. 159 »La caccia« Alexander Skrjabin: Prélude C-Dur op. 11/1 (24 Préludes) (1888–1896) Domenico Scarlatti: Sonate a-moll K. 109 Alexander Skrjabin: Prélude a-moll op. 11/2 (24 Préludes) (1888–1896) Domenico Scarlatti: Sonate d-moll K. 444 Alexander Skrjabin: Prélude fis-moll op. 11/8 (24 Préludes) (1888–1896) Domenico Scarlatti: Sonate h-moll K. 27 Alexander Skrjabin: Prélude es-moll op. 11/14 (24 Préludes) (1888–1896) Prélude Des-Dur op. 11/15 (24 Préludes) (1888–1896) Domenico Scarlatti: Sonate f-moll K. 239 (?) Alexander Skrjabin: Prélude B-Dur op. 11/21 (24 Préludes) (1888–1896) Prélude d-moll op. 11/24 (24 Préludes) (1888–1896) Jonathan Swift: Gullivers Reisen Mit dem Roman »Gullivers Reisen« von 1726 schrieb Jonathan Swift eine satirische Allegorie auf das sich zur Demokratie entwickelnde England als der erste größere Staat, in dem eine gewählte Kammer zur zentralen politischen Kraft wurde. Im Lande Liliput, in das der schiffsreisende Arzt Gulliver unfreiwillig gerät, herrscht ein »heftiger Parteienzank« zwischen den Tramecksan, benannt nach ihren hochhackigen Schuhen gegen die Slamecksan, die Schuhe mit niedrigen Absätze tragen. Im Streit der politischen Grundsätze verliert die Politik vor Machtgier und Besserwisserei den Blick für Maß und Mitmenschlichkeit. Mit dem Appell an die Erkenntnis der Leserschaft ruft diese Satire zu Partizipation auf.
Literatur+Sprache
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