Ausstellungen / Museum
Staatlische Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: Fujiko Nakaya. Nebelskulptur
- Ausstellungseröffnung: Toyin Ojih Odutola. U22 – Adijatu Straße
- Ausstellungseröffnung: Zurück in Berlin
- CHANEL Commission: Lina Lapelytė. We Make Years Out of Hours
- Beeple. Regular Animals
- Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930
- Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
- Schwerer Stoff
- Zinn vom Mittelalter bis zum Jugendstil
- Neue Frau, Neues Sehen - Die Bauhaus-Fotografinnen
- ErzählStoff - Neue Perspektiven auf Literatur
- Shilpa Gupta. What Still Holds
- Skandal! Hermione von Preuschen und der Mors Imperator
- Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises
- Brancusi
- Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger. Hier zum Schutz der Familie
- Tausend Pinsel, ein Stil! (Teil 2). Das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft
- Jerszy Seymour: Mutuogenesis
- Giulia Andreani: Sabotage
- Bosporus Beats
- Gebaute Gemeinschaft
- Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
- Gallery Looks
- Möglichkeiten einer Insel
- Saâdane Afif: Five Preludes
- Alles unter dem Himmel. Harmonie in der Familie und im Staat
- An das wir uns festhalten
- Sich verwandt machen
- Heimsuchung: 40 Jahre KGM am Kulturforum
- Annika Kahrs - OFF SCORE
- Die Pazzi-Verschwörung
- Petrit Halilaj - An Opera Out of Time
- Grundstein Antike. Berlins erstes Museum
- Zeitreise ins alte Tiergartenviertel
- Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Die Ziguangge: Halle des Purpurglanzes
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Ausstellungseröffnung: Haus Lemke - Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
- Berliner Skulpturenfund
- Geschichte(n) Tansanias
- Das Taufbecken von Siena
- Forum Hamburger Bahnhof
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Museum
Naturhistorisches Museum Bern
Bern, Bernastrasse 15
- Naturlabor - Ausstellung, Arena, Atelier
- Wunderkammer - Die Schausammlung
- Auf eigene Faust - Entdeckungsreise für Familien und Kinder
- 5 Sterne - Sensationeller Fossilienfund aus dem Jura
- Barry - Der legendäre Bernhardinerhund
- Riesenkristalle - der Schatz vom Planggenstock
- Schweizer Museum für Wild und Jagd
- Käfer & Co. - Die bunte Welt der wirbellosen Tiere
- Tiere der Schweiz - Auerhahn, Steinbock & Co.
- Tiere des Nordens - Walross, Grizzly & Co.
- Die grosse Knochenschau - Im Bauch des Wals
- Flossen-Füsse-Flügel - Der Werdegang der Wirbeltiere
- Picas Nest - Wald-Erlebnisraum für die ganze Familie
- Steine der Erde - Meteoriten, Diamanten & Co.
- Tiere Afrikas
- Vom Sofa direkt in die Sammlung
- Ausstellung zu Erdwissenschaften mit den Fachgebieten Mineralogie und Paläontologie
Ausstellungen / Museum
Musei Vaticani
Città del Vaticano, Viale Vaticano
- Stanze di Raffaello

- Museo Pio Cristiano

- Museo Etnologico Anima Mundi

- Braccio Nuovo

- Cappella Niccolina
- Collezione d’Arte Contemporanea

- Galleria Lapidaria
- Lapidario Ebraico

- Museo Chiaramonti
- Museo Cristiano
- Museo Gregoriano Egizio

- Museo Gregoriano Etrusco

- Museo Gregoriano Profano

- Museo Pio Clementino

- Museo Profano

- Sala delle Nozze Aldobrandine

- Sala dell’Immacolata

- Ricche collezioni di arte, archeologia ed etno-antropologia create dai Pontefici nel corso dei secoli.
Ausstellungen
| Ausstellung
Ausstellungen
| Installation
Fujiko Nakaya. Nebelskulptur
Staatliche Museen zu Berlin
Wegen des großen Publikumsinteresses präsentiert die Neue Nationalgalerie auch in diesem Jahr die ortsspezifische Nebelskulptur der japanischen Künstlerin Fujiko Nakaya in ihrem Skulpturengarten. Nakayas Nebelskulptur bespielt so monumental wie ephemer die ikonische Architektur Mies van der Rohes und eröffnet einen intensiven Dialog der Besuchenden mit ihrer unmittelbaren Umgebung und sich selbst. Nakayas Nebelskulpturen überschreiten die traditionellen Grenzen der Bildhauerei, indem sie vorübergehende und grenzenlose Transformationen erschaffen, die das Publikum einbeziehen und der Atmosphäre eine formbare Gestalt verleihen. Ihre Werke laden die Besucher*innen ein, den natürlichen Elementen in Echtzeit zu begegnen – in flüchtigen, ortsspezifischen Situationen, in denen sich die Grenzen zwischen Natur und künstlerischer Gestaltung auflösen. Für die Neue Nationalgalerie hat Nakaya 2025 eine neue Installation entwickelt, die den gesamten Skulpturengarten umfasst. Regelmäßig starten verschiedene Nebelformationen von ausgewählten Seiten des Gartens, vermischen sich mit den Bäumen und den feststehenden Skulpturen von Henri Laurens, Wolfgang Mattheuer oder Alicja Kwade und ziehen vom Zentrum des Skulpturengartens schließlich in den Himmel ab. Der sich bewegende Nebel erscheint in wechselnden Dichten – mal als fast greifbares Volumen, mal als durchscheinender Schleier. Die ikonische Architektur der Neuen Nationalgalerie, von Mies van der Rohe 1968 und damit nur zwei Jahre vor Nakayas erster Nebelskulptur fertiggestellt, eröffnet mit ihren vielfältigen Blickachsen neue Perspektiven auf das Werk von Nakaya. Die 90 Meter lange Glasfassade im Sammlungsgeschoss bietet bereits aus dem Innenraum einen beeindruckenden Blick auf die sich ständig verändernden Nebelformationen. Ebenso können Besucher*innen aus dem Sammlungsbereich direkt in das Nebelgeschehen eintauchen. Hinweise für Besucher*innen: Bitte beachten Sie bei der Nebelskulptur von Fujiko Nakaya Folgendes: Die Skulptur startet zur vollen Stunde zwischen 11 und 17 Uhr. Donnerstag bis 19 Uhr. Die Nebelskulptur ist für zehn Minuten aktiv. Während der Aktivierung bleiben die Türen zum Skulpturengarten geschlossen! Bitte betreten Sie den Skulpturengarten rechtzeitig. Während der Nebelphase kann die Sicht stark eingeschränkt sein. Betreten des Skulpturengartens auf eigene Gefahr. - Während dichter Nebel aufzieht, sind Hindernisse und andere Personen schwer erkennbar. Bitte bewegen Sie sich langsam und aufmerksam. Bitte bleiben Sie bei sehr starkem Nebel an Ort und Stelle, bis er sich lichtet. - Durch den Nebel kann der Boden nass und rutschig werden, bitte seien Sie vorsichtig. - Halten Sie ausreichend Abstand zu Skulpturen, Wasserbecken und anderen Besucher*innen. - Achten Sie besonders auf unebene Bodenflächen und mögliche Stolperstellen. - Begleiten Sie Kinder jederzeit und behalten Sie sie im Blick. - Fotografieren und Filmen ist willkommen. Bitte beachten sie, dass der feine Wassernebel elektronische Geräte beeinträchtigen kann. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Aufsichtspersonal. Die Künstlerin Fujiko Nakaya Fujiko Nakaya wurde 1933 in Sapporo, Japan geboren. In den 1960er-Jahren erlangte sie als Mitglied des New Yorker Kollektivs Experiments in Arts and Technology (E.A.T.) Bekanntheit und schließlich internationalen Ruhm für ihre immersiven Nebelskulpturen. Ihre erste Nebelskulptur entwickelte Fujiko Nakaya für die EXPO-Weltausstellung 1970 in Osaka, mithilfe eines Systems, das reinen Wassernebel erzeugt. Nakaya wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Praemium Imperiale (2018), dem Australian Cultural Award (1976), dem Sonderpreis des Isoya Yoshida Awards (1993), dem Merit Award des Japan Media Arts Festival (2008), dem französischen Orden Commandeur des Arts et des Lettres (2017), dem Preis des Kultusministers Japans (2020), dem Titel Person of Cultural Merit (2022) sowie dem Orden der Aufgehenden Sonne (2024). Seit 2023 ist sie Mitglied der Japanischen Kunstakademie. Wichtige Ausstellungen waren unter anderem in Pong Ta Long Thailand (2025), der Fondation Beyeler und LUMA Foundation (2025-24), im Haus der Kunst, München (2022) oder dem Guggenheim Bilbao (2019) zu sehen. Die Ausstellung wird kuratiert von Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, und Lisa Botti, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie. Assistenzkuratorin: Nikola Richolt. Die Ausstellung wird ermöglicht durch Birgit und Thomas Rabe. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Nebelskultpur von Fujiko Nakaya im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie © Neue Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz / David von Becker)
Ausstellungen
| Ausstellung
Beeple. Regular Animals
Staatliche Museen zu Berlin
Anlässlich des Gallery Weekend Berlin präsentiert die Neue Nationalgalerie eine interaktive Installation des Künstlers Beeple (Mike Winkelmann). Die Arbeit markiert eine neue Phase in Beeples Schaffen und erweitert sein Engagement mit künstlicher Intelligenz und digitaler Kunst zu einer vollständig immersiven physisch-digitalen Umgebung. Durch Tierfiguren mit den Köpfen bekannter Persönlichkeiten entwirft Beeple eine soziopolitische Allegorie zeitgenössischer Machtstrukturen. Mit dieser Präsentation wird Beeples Werk erstmals in Deutschland gezeigt. „Regular Animals“ besteht aus autonomen Robotik-Hunden, die sich frei innerhalb eines definierten Bereichs bewegen. Jede Roboterfigur ist mit einem hyperrealistischen Silikonkopf ausgestattet, der nach weltweit bekannten Persönlichkeiten modelliert ist, darunter Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Andy Warhol, Pablo Picasso und Beeple selbst. Während die Roboter den Raum durchstreifen, erfassen sie Bilder ihrer Umgebung über integrierte Kameras. Diese Bilder werden von KI-Systemen verarbeitet, die die Daten gemäß dem kulturellen, künstlerischen oder ideologischen „Stil“ jeder Figur neu interpretieren. Die Roboter erzeugen physisch gedruckte Bilder – die aus ihrem Hinterteil ausgestoßen werden – und verwandeln algorithmische Interpretation in greifbare Ergebnisse. Die Drucke werden kostenlos an die Besuchenden verteilt. Durch dieses bewusst buchstäbliche System von Beobachtung, Verdauung und Ausgabe liefert Beeple einen pointierten Kommentar dazu, wie zeitgenössische Wahrnehmung von Algorithmen und Technologieplattformen geprägt wird. „Regular Animals“ untersucht, wie Bedeutung, Autorschaft und kultureller Wert zunehmend durch unsichtbare technologische Infrastrukturen vermittelt werden. Die Arbeit wurde erstmals auf der Art Basel Miami Beach 2025 gezeigt und ist nun im Rahmen des Gallery Weekend Berlin in der Neuen Nationalgalerie zu sehen, wo die Arbeit in einen institutionellen Kontext eingebettet wird. Der Besuch der Ausstellung im unteren Foyer der Neuen Nationalgalerie ist kostenfrei. Der Künstler Beeple Beeple (geboren Mike Winkelmann, 1981) ist ein US-amerikanischer Künstler, bekannt für sein langjähriges Projekt „Everydays“, in dessen Rahmen er seit 2007 täglich ein neues digitales Kunstwerk erstellt und veröffentlicht. Seine Arbeiten kombinieren 3D-Modellierung, Animation und Satire, um zeitgenössische Kultur, Technologie, Politik und Konsumkritik zu reflektieren. Beeple erlangte internationale Bekanntheit, indem er digitale Kunst in den Mainstream-Kunstmarkt brachte, insbesondere mit dem rekordbrechenden NFT-Verkauf von „Everydays: The First 5000 Days“ im Jahr 2021, einer digitalen Collage, die bei Christie’s für 69 Millionen US-Dollar versteigert wurde. Mit „Regular Animals“ erweitert Beeple sein langjähriges Engagement mit Technologie, Kultur und Satire – diesmal in einer physisch-digitalen Hybridinstallation. Nam June Paik und Andy Warhol als Referenzen Begleitend zu „Regular Animals“ wird Nam June Paiks „Andy Warhol Robot“ (1994) gezeigt, der einen historischen Gegenpunkt zu Beeples Arbeit bietet. Paik, einer der frühesten Pioniere der Video- und Medienkunst, baute die humanoide Roboterfigur aus Fernsehgeräten, Filmkameras und Tonbandspulen zusammen und integrierte bewegte Bilder von Warhols Werken in ihren Körper. Beide Künstler beziehen sich auf Andy Warhol als zentrale Referenzfigur, da er wie kaum ein anderer die Verbindung von Kunst, Massenmedien, Celebrity-Kultur und serieller Reproduktion verkörperte – ein Bezugsrahmen, über den Nam June Paik und Beeple jeweils untersuchen, wie technologische Systeme Autorschaft, Bildproduktion und kulturelle Macht in ihren jeweiligen Epochen prägen. Während Paik Massenmedien in skulpturale Form verwandelte, erweitert Beeple dieses Erbe in das Zeitalter von KI, Algorithmen und dezentralen Netzwerken – und zeigt die Kontinuität künstlerischer Auseinandersetzung mit Technologie und Massenmedien auf. „Beeple. Regular Animals“ wird kuratiert von Lisa Botti, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie. Kuratorische Assistenz: Ricarda Bergmann Ausstellungskoordination: Anna Viehoff Konservatorische Betreuung: Hana Streicher, Paulina Potel Kommunikation und Marketing: Markus Farr, Maribel Nicolás Cabello Bildung und Vermittlung: Felicitas Fritsche-Reyrink Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Beeple, Regular Animals, 2025, Roboter, Computer, Drucker, Silikon, Steuerungselektronik, © Beeple )
Ausstellungen
| Ausstellung
Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930
Staatliche Museen zu Berlin
Mit „Ruin und Rausch“ nimmt die Neue Nationalgalerie ausgewählte Werke aus ihrer Sammlung der Klassischen Moderne in den Blick, die das Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre thematisieren. Diese Jahrzehnte – geprägt von Erstem Weltkrieg und Weimarer Republik – schwankten beständig zwischen Gegensätzen: Exzess und Armut, Emanzipation und Extremismus gingen in der rasant wachsenden, kosmopolitischen Metropole Hand in Hand. Mit rund 35 Werken unterschiedlicher Stilrichtungen macht die Ausstellung diese Ambivalenzen im damaligen Berlin erlebbar. Um 1910 war Berlin im Aufbruch: Die Stadt wuchs rasant und wurde zu einem der wichtigsten Zentren der Moderne weltweit. Technischer Fortschritt in Industrie, Bauwesen und Verkehr gingen mit dem Aufkommen einer neuen Massen- und Freizeitkultur einher. Auf dem Weg vom konservativen Kaiserreich zur demokratischen Weimarer Republik wandelte sich auch das geistige Klima der Stadt, das durch starke Gegensätze geprägt war: befreiend und beängstigend zugleich, chaotisch und innovativ, glanz- und unheilvoll. Die Traumata des Ersten Weltkriegs und politische Unruhen überschatteten die sogenannten „Goldenen Zwanziger“. Auf vielen Ebenen befand sich die Metropole in Aufruhr: Freiheit, Konsum und Exzess standen wachsender Armut und Arbeitslosigkeit gegenüber. Bereits damals wurde Berlin in Anspielung auf das biblische „Babel“ als „Babylon“ bezeichnet, wo Menschen aus aller Welt zusammenkamen und moralische Grenzen überschritten. „Ruin und Rausch“ thematisiert in drei Kapiteln die Gleichzeitigkeit von Glanz und Elend, Aufstieg und Abgrund im Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre. Den Auftakt bildet das Gemälde „Potsdamer Platz“ von Ernst Ludwig Kirchner, der bereits 1914 das zerrissene Lebensgefühl der Zeit ins Bild setzte. Nachdem Eingangs die Dynamik der wachsenden Metropole mit Blick auf Architektur, Verkehr und Nachtleben in den Blick genommen wird, widmet sich der zweite Teil der Ausstellung dem sozialen Elend und den Entbehrungen, die den Alltag der Bevölkerung überwiegend prägten. Das dritte Kapitel beleuchtet unterschiedliche Facetten der urbanen Frau, wobei Freiheitsdrang, Selbstbestimmung und queeres Leben sichtbar werden. Am Ende steht Lotte Lasersteins melancholisches Werk „Abend über Potsdam“ von 1930, das den erstarkenden Nationalsozialismus reflektiert. Die Ausstellung zeigt vorwiegend Gemälde und Skulpturen aus der Sammlung der Nationalgalerie, ergänzt durch eine herausragende Leihgabe der Sammlung Landesbank Baden-Württemberg im Kunstmuseum Stuttgart: Otto Dix` Gemälde der Tänzerin Anita Berber von 1925. Alle Werke haben einen expliziten Bezug zur Stadt Berlin, sei es motivisch oder aufgrund einer biografischen Verbindung der Künstler*innen. Die Vielstimmigkeit der Zeit wird in der Ausstellung anhand von Werken so unterschiedlicher Stilrichtungen wie Expressionismus und Neue Sachlichkeit aufgefächert. Darüber hinaus sind Ausschnitte aus Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ (1927) und Walther Ruttmanns experimentellem Dokumentarfilm „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ (1927) zu sehen. An drei Hörstationen werden inhaltlich kongeniale Gedichte von Anita Berber, Mascha Kaléko und Erich Kästner bereitgestellt. Künstler*innen der Ausstellung: Josephine Baker, Anita Berber, Rudolf Belling, Otto Dix, Heinrich Ehmsen, Paul Fuhrmann, George Grosz, Hans Grundig, Thea von Harbou, Hannah Höch, Karl Hofer, Constantin Holzer-Defanti, Mascha Kaléko, Erich Kästner, Ernst Ludwig Kirchner, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz, Fritz Lang, Lotte Laserstein, Tamara de Lempicka, Jeanne Mammen, Carlo Mense, Otto Nagel, Oskar Nerlinger, Ernest Neuschul, Walther Ruttmann, Renée Sintenis, Jakob Steinhardt, Georg Tappert, Lesser Ury, Gustav Wunderwald Kuratorinnen: Uta Caspary, Irina Hiebert Grun Kuratorische Assistenz: Noor van Rooijen Bildung und Vermittlung: Felicitas Fritsche-Reyrink Ausstellungskoordination: Anna Viehoff Restaurierung: Hannah Buchholz, Hana Streicher Kommunikation: Markus Farr, Maribel Nicolás Cabello Marketing: Sarah Hampel Sammlungsverwaltung: Paul Markus, Torsten Neitzel Art Handling: Lutz Bertram Ausstellungstechnik und Objektbetreuung Ausstellungsgrafik: anschlaege.de Übersetzung: Wendy Wallis Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Ernst Ludwig Kirchner, Potsdamer Platz, 1914, Detail © Neue Nationalgalerie. Foto: Jörg P. Anders, © VG Bild-Kunst Bonn, 2026)
Ausstellungen
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Schwerer Stoff
Staatliche Museen zu Berlin
Poppige Farben auf goldenem Grund neben tiefschwarzer Brautkleidung: Donauschwäbische Trachten geben überraschende Einblicke in die einstigen Lebenswelten von Frauen und Mädchen. Diese Welt war eng, weil von dörflichen und kirchlichen Regeln bestimmt, aber auch weit, weil sie die Vielfalt einer multikulturellen Gesellschaft bot. Die Ausstellung schlägt Brücken zwischen Tradition und Moderne, Ideologie und Realität, einstigem und heutigem textilen Upcycling. Sie gibt Einblicke in das Leben von Donauschwäb*innen, die sich als Nachkommen deutschsprachiger Ausgewanderter vom späten 17. bis zum 19. Jahrhundert im Königreich Ungarn niederließen. Dort lebten sie als eine ethnische Gruppe unter vielen. 20 Kleiderensembles, zahlreiche Fotografien, Zeichnungen von Erna Piffl und weitere Objekte machen deutlich: Persönliche Erinnerungen sind in Textilien eingewebt, Lebensgeschichten untrennbar mit ihnen verbunden. Sie laden die Besucher*innen ein, in europäische Geschichte(n) über Ankommen, Existenz, Abgrenzung und Integration, Ver- und Entwurzelung einzutauchen. Publikation zur Ausstellung Zur Ausstellung gibt es eine zweisprachige (deutsch/englisch) Publikation: „Schwerer Stoff. Frauen – Trachten -Lebensgeschichten“, herausgegeben vom Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm mit Beiträgen von Henrike Hampe, 156 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, ISBN 978-3-00-079622-7. Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Eine Sonderausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums, Ulm im Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin. (Bild: Alltagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Märcz, aus Blaudruckstoffen von ihrer Mutter genäht, Murga / Murgau (Ungarn) um 1942. © Donauschwäbisches Zentralmuseum (DZM) / Oleg Kuchar)
Ausstellungen
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Mastering Type
Staatliche Museen zu Berlin
Was ist der aktuelle Stand im Type Design? Welche schriftgestalterischen Ideen werden in aktuellen Masterstudiengängen entwickelt? Die Pop-up-Ausstellung „Mastering Type“ am Kulturforum präsentiert eine Auswahl herausragender Schriftentwürfe aus internationalen Masterstudiengängen der letzten zehn Jahre. Seit 2016 sind etwa 350 neue Schriften in den Masterstudiengängen entstanden, die auf einzelnen Plakaten vorgestellt wurden. Die Ausstellung zeigt eine große Auswahl aus den letzten neun Jahren und den Arbeiten des Jahres 2026. Der Eintritt ist frei. Ergänzt wird die Präsentation durch sogenannte Process Books, die Einblicke in Konzeption, Gestaltung und Entstehungsprozesse geben. Für zwei Tage verwandelt sich die Ausstellungshalle in einen begehbaren, dreidimensionalen Schriftraum. Im Rahmen der Ausstellung findet am 25. April 2026 eine Vortragsreihe statt. Type Design heute Die Ausbildung Type Design, also das Entwerfen einer Schriftart, ist ein besonderer Studiengang. Zu den für dieses Studium renommierten Orten zählen TypeMedia Den Haag (NL), Écal Lausanne (CH), Nancy (FR), Amiens (FR), Buenos Aires (AR), Reading (UK) und TypeParis (FR). Für Abschlussarbeiten werden die gestalteten Schriften im Format eines Plakats in der Größe 60 x 124 cm präsentiert, zusammen mit einem Process Book, das Konzept, Ideen und Arbeitsschritte dokumentiert. Der Titel „Mastering Type“ spielt an auf den Status des Abschlusses, ein spezialisierter Master in Grafikdesign, und meint gleichzeitig das Meistern des Entwurfs einer Schriftart. Mastering Type „Mastering Type“ ist eine Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe, die neue Schriftentwürfe aus internationalen Masterstudiengängen der Schriftgestaltung präsentiert. Organisiert wird sie von Lucas de Groot, Grafikdesigner und Dozent an der Fachhochschule Potsdam, in Zusammenarbeit mit dem Typostammtisch Berlin. 2026 feiert die Reihe ihr zehnjähriges Bestehen mit der Jubiläumspräsentation am Kulturforum. Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
Ausstellungen
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Zinn vom Mittelalter bis zum Jugendstil
Staatliche Museen zu Berlin
Zinnobjekte sind als integraler Bestandteil der europäischen Kulturgeschichte im Kunstgewerbe weitverbreitet und dennoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Das Berliner Kunstgewerbemuseum zeigt in seiner Dependance in Schloss Köpenick eine Sonderausstellung, die das Zinn in seiner Verwendung vom Mittelalter bis in den Jugendstil verfolgt. Anhand von ca. 100 Kunstwerken wird dabei nicht nur die Entwicklung vom Sakralobjekt zum Gebrauchsgegenstand verdeutlicht, sondern auch die komplizierte Nutzung des Materials in der Möbelkunst Einer der prominentesten Vertreter dieser sogenannten Boullemöbel ist der Kunsttischler Johann Daniel Sommer, der Ende des 17. Jahrhunderts im württembergischen Künzelsau tätig war. In seinen Möbeln fügen sich Schildpatt, Horn und Zinn zu einem Dekor, der die Nähe zur Malerei und Goldschmiedearbeit aufweist. Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Ausstellungsansicht Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Achim Stiegel)
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Rainer Baltschun: How to stand up. Zur Verfolgung von Autorinnen und Autoren weltweit
Literaturhaus Salzburg
Weltweit werden Menschen, die mit Worten um Meinungsfreiheit kämpfen, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Die neue Literaturhaus-Ausstellung beschäftigt sich mit bedrohten Autor:innen und Journalist:innen. Unter dem Titel „How to stand up“ zeigt der deutsche Fotograf Rainer Baltschun in seinem Projekt ausgewählte Bespiele, Bücher und Fotografien auf Bildtafeln mit erklärenden Texten zum jeweiligen Fall – basierend auf PEN-International Case Lists und eigenen Recherchen. Die ausgewählten 42 Schriftstellerinnen und Schriftsteller umspannen einen Zeitraum von 100 Jahren zwischen 1919 und 2021: von Rosa Luxemburg bis Herta Müller, von Walter Benjamin bis Salman Rushdie, von Hannah Arendt bis Angela Davis, von Alexander Solschenizyn bis Wole Soyinka, von Gioconda Belli bis Anna Politkovskaya, von Liu Xiaobo über Hrant Dink bis Julian Assange und Tsitsi Dangaremba. Die Schau thematisiert den Kampf von Autor:innen und Journalist:innen um Meinungsfreiheit – gegen Diktatur und Unterdrückung. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Rainer Baltschun, geb. 1943 in Kiebitzhörn bei Plön in Schleswig-Holstein, aufgewachsen in Hamburg, lebt in Bremen. Er war Elektromechaniker, Seemann, Uni-Ingenieur und Lehrer, hat Physikalische Technik, Politik- und Sportwissenschaft sowie Elektrotechnik studiert und ist viel gereist. Seit 1966 arbeitet er als freier Fotograf – anfangs mit analoger, ab 2004 mit digitaler Technik.
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Marisol
Kunsthaus Zürich
Bemalte Holzskulpturen und Alltagsobjekte verbinden sich zu vielschichtigen Figuren, in denen Popkultur, Satire und gesellschaftliche Analyse aufeinandertreffen. Mit Witz und Schärfe hinterfragen sie vertraute Bilder und eröffnen neue Perspektiven. Zwischen Pop Art und gesellschaftlicher Kritik María Sol Escobar (1930–2016), bekannt als Marisol, gehörte in den 1960er-Jahren zu den prägenden Figuren der New Yorker Kunstszene. Ihre oft lebensgrossen, bemalten Holzskulpturen verbinden Alltagsobjekte mit Elementen aus Popkultur, Dada und Volkskunst und entwickeln eine unverwechselbare, häufig satirische Bildsprache. Ihr Werk bewegt sich zwischen US-amerikanischer Pop Art und europäischem Nouveau Réalisme, ohne sich eindeutig einer dieser Strömungen zuordnen zu lassen. Früh entwickelte sie eine eigenständige Formensprache, in der Selbstbildnisse, gesellschaftliche Rollen und Inszenierungen miteinander verschränkt sind. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich entsteht im Rahmen einer internationalen Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, und dem Museum der Moderne Salzburg. Gemeinsam realisieren die Institutionen die erste umfassende Retrospektive von Marisols Œuvre in Europa. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Marisol Estate am Buffalo AKG Art Museum. «Ich wollte nie Teil der Gesellschaft sein. Ich wollte immer eigenständig sein.» – Marisol (Bild: Marisol, La visita, 1964, Museum Ludwig, Köln, © 2026, ProLitteris, Zurich, Foto: Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv, Britta Schlier)
Ausstellungen
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Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
Staatliche Museen zu Berlin
Nach über 20 Jahren erfolgreicher Vermittlung in der Dauerausstellung „Helmut Newton’s Private Property“ im Erdgeschoss des Museums für Fotografie erweitert die Helmut Newton Foundation das Ausstellungskonzept und verändert die bisherige Präsentation radikal. Die Grundidee, in diesem Raum über das Leben von Helmut Newton und seiner Frau June zu informieren, bleibt bestehen. Der Zwischenschritt der Transformation der bisherigen Dauerausstellung bietet ein filmisches „Intermezzo“ mit Helmut Newton in einem überwältigenden Filmraum. Im Erdgeschoss projizieren acht Videobeamer einen Film auf vier Leinwände. Der Film basiert in Teilen auf dem Filmporträt, das vor drei Jahren für eine große Newton-Ausstellung in A Coruña entstand, produziert von Profirst International in Zusammenarbeit mit dem Martin Salvador Studio für die dortige MOP Foundation. Ergänzt wird es durch bislang ungezeigtes Filmmaterial. Hierfür wurden unterschiedliche Quellen herangezogen, unter anderem Material von June Newton, das vor Kurzem im hauseigenen Archiv aufgearbeitet und digitalisiert wurde. Erstmals sehen die Besucher*innen damit nun auch in Berlin Interviews mit einem Dutzend Zeitzeugen, unter anderem mit Philippe Garner, Carla Sozzani, Jenny Capitain, Violetta Sanchez oder Matthias Harder und können das Werk Newtons gänzlich neu erfahren. Der Film ist zu einem Endlos-Loop zusammengeschnitten und bietet den interessierten Besucher*innen ein überraschendes und inhaltlich verdichtetes Erlebnis. Im hinteren Teil des Ausstellungsraums im Erdgeschoss des Museums hängen weiterhin knapp 100 Ausstellungsplakate von Newton, allerdings in einem veränderten Setting und ergänzt durch mehrere Plakate unterschiedlicher Alice Springs-Einzelausstellungen. In der 16 Meter langen Vitrine unter den Postern wurden die Vintage-Magazine mit Newtons publiziertem Werk für die neue temporäre Präsentation „Intermezzo“ durch andere Mode- und Lifestylemagazine ersetzt und mit Zeitschriften-Editorials von Alice Springs kombiniert, darunter Magazine wie Jardin des Modes, Elle, Vogue, Vanity Fair, Egoïste, Stern, The New Yorker, Photo oder Paris Match. Das langsame Abschreiten der Wandvitrine offenbart einen intensiven Einblick in die Entwicklung der Modefotografie und des sich wandelnden Frauenbilds in der westlichen Welt von den späten 1950er-Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, inklusive der revolutionären gesellschaftlichen Umbrüche in den 1960er- und 1970er-Jahren und ihren visuellen Auswirkungen – bis in die Mode hinein, die bekanntlich den Zeitgeist widerspiegelt. Spotlight: Behind the Frame In den Korridoren von „Intermezzo“, werden große Texttafeln mit illustrierten Biografien zum Leben und Werk von Helmut und June Newton sowie gerahmte Porträtfotografien der beiden präsentiert. Und gegenüber der riesigen Posterwand beginnt eine neue kuratorische Idee, die später unter dem Motto „Spotlight: Behind the Frame“ in unregelmäßigen Intervallen wiederholt wird: Eine jeweils ikonische Fotografie aus dem Werk von Helmut Newton oder Alice Springs wird in den Fokus gerückt, indem ihre Entstehungs- und Distributionsgeschichte anhand von Kontaktabzügen des Shootings, den Veröffentlichungen des konkreten Bildes, ggf. Notizen, vorbereitenden Polaroids und vergleichbaren Aufnahmen beleuchtet wird. Die Reihe beginnt mit „Rue Aubriot“, der legendären Modeaufnahme Newtons aus Paris, aufgenommen in der titelgebenden Straße für die französische Vogue im Jahr 1975, sowie der ersten Fotografie im Werk von Alice Springs: das rauchende männliche Modell, ein Werbebild für Gitanes-Zigaretten, aufgenommen 1970 ebenfalls in Paris. Diese Ausstellungsidee im Miniaturformat soll später auch von Gastkurator*innen weitergeführt werden, wodurch ein externer, frischer Blick auf das Werk von Helmut Newton und Alice Springs ermöglicht wird. Die Foundation und ihre Archive werden auf diese Weise im wahrsten Wortsinn für eine Neubegegnung geöffnet. Eine Sonderausstellung der Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Helmut Newton, June with Cheetah, Ramatuelle 1976 © Helmut Newton Foundation)
Ausstellungen
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Neue Frau, Neues Sehen - Die Bauhaus-Fotografinnen
Staatliche Museen zu Berlin
Herausragende Fotografinnen gibt es seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert. Viele von ihnen waren Pionierinnen auf diesem Gebiet. Sie experimentierten mit fotografischen und gestalterischen Techniken und loteten die Grenzen des neuen Mediums aus. So auch die Fotografinnen des Bauhauses. Sie beobachteten ihre Umgebung durch die Kameralinse und hielten dabei zahlreiche Motive in zum Teil neuen und ungewohnten Perspektiven fest. Das Spektrum ihres künstlerischen Schaffens reicht dabei von der gegenständlichen Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur abstrakten experimentellen Fotografie. Die Ausstellung zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Die Motive sind heute vielen bekannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA. Auch im 21. Jahrhundert setzen sich Künstlerinnen auf vielfältige Weise mit der Fotografie auseinander. Wie die Bauhaus-Fotografinnen versuchen auch sie, ihre Gegenwart im fotografischen Bild festzuhalten und hinterfragen dabei die konventionellen Formen des Mediums. Für die Ausstellung hat das Bauhaus-Archiv die drei zeitgenössischen Künstlerinnen Kalinka Gieseler, Caroline Kynast und Sinta Werner eingeladen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog mit den historischen Positionen zu treten. Eine Sonderausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Kooperation mit der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Elsa Thiemann, Funkturm, Berlin, 1930er-Jahre, Detail, Bauhaus-Archiv Berlin © Margot Schmidt)
Ausstellungen
| Ausstellung
ErzählStoff - Neue Perspektiven auf Literatur
Staatliche Museen zu Berlin
Der Begriff „Literatur“ lässt zumeist an das gedruckte Buch denken. „ErzählStoff“ lädt ein, den Blick zu erweitern: Anhand von sechs ausgewählten Exponaten – darunter chinesische Orakelknochen, ein Paar japanischer Stellschirme und eine syrische Graphic Novel – wird Literatur als gelebte Praxis und ästhetische Erfahrung in den Blick gerückt. Die Besucher*innen können erkunden, auf welch unterschiedliche Weise Objekte Geschichten erzählen oder zum Erzählen inspirieren, wie sich Erzählstoffe im Lauf der Zeit verändern und Literatur als materielle und orale Praxis verbreitet und vermittelt wird. Unterschiedliche wissenschaftliche, kuratorische und restauratorische Zugänge eröffnen dabei immer neue Sichtweisen auf die Objekte und ihre kulturellen Kontexte. Die Ausstellung zeigt Objekte mit Literaturbezug und beleuchtet dadurch die Vielfalt, Materialität und kulturelle Verankerung von Literatur. „ErzählStoff“ macht Literatur nicht nur zwischen Buchdeckeln erfahrbar – sinnlich, sich stetig wandelnd und ebenso aktuell wie relevant. Das begleitende Veranstaltungsprogramm eröffnet dabei völlig neue Perspektiven. Diese werden in Diskussionsveranstaltungen mit Expert*innen, in Workshops, künstlerischen Interventionen und familienfreundlichen Formaten vertieft. So entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Objekten, Forschung und Publikum, in dem Literatur nicht nur gelesen, sondern gemeinsam erlebt, hinterfragt und neu verstanden wird. Der DenkRaum des Forschungscampus Dahlem wird finanziert vom Kuratorium Preußischer Kulturbesitz. Das Projekt wird gemeinsam realisiert vom Institut für Museumsforschung, dem Ethnologischen Museum / Museum für Asiatische Kunst sowie dem Exzellenzcluster Temporal Communities der Freien Universität Berlin. Eine Sonderausstellung des Forschungscampus Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Dagar Diaries © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Mirjam Lotz)
Ausstellungen
| Ausstellung
Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
Staatliche Museen zu Berlin
Der Hamburger Bahnhof zeigt in den Rieckhallen den zweiten Teil seiner Sammlungspräsentation, die anhand von 10 Werken aus den letzten 25 Jahren Fragen zur Zukunft eines Museums für zeitgenössische Kunst aufwirft. Raumgreifende Skulpturen und Installationen sowie Medienkunst sind ein Schwerpunkt in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Nationalgalerie. In den 2022 langfristig gesicherten Rieckhallen können diese Werke weiterhin dem Publikum präsentiert werden und neue Werke können in die Sammlung aufgenommen, erforscht, vermittelt und für die Zukunft bewahrt werden. Zu sehen ist u. a. skulpturale Kunst von Elmgreen & Dragset, Anne Imhof und Cevdet Erek sowie Licht- und Medienkunstwerke von Maurizio Nannucci und Jeremy Shaw. Die Fragestellungen und Blickwinkel, unter denen Kunst betrachtet wird, ändern sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, von Generation zu Generation. Wie die Sammlung und das Programm eines Museums verändern sich auch die Erwartungen an die Institution und täglich kommen Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft und jeden Alters. „Museum in Bewegung“ lädt dazu ein, gemeinsam über traditionelle wie zeitgenössische Aufgaben des Museums nachzudenken: - Was soll, was kann ein Museum für das 21. Jahrhundert leisten? - Wie verhandeln Kunstwerke Kulturgeschichten, Kunstgeschichten und gesellschaftliche Entwicklungen? - Wer wählt sie aus und wessen Geschichten werden sichtbar? - Wie öffnet sich das Museum für seine Nachbarschaft? - Welche Relevanz hat eine Kunstsammlung für die Gesellschaft? Die Ausstellung auf ca. 1.500 Quadratmetern setzt die im Sommer 2023 eröffnete Sammlungsausstellung „Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert“ zur Kunst und Geschichte Berlins nach dem Mauerfall fort. Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Jeremy Shaw, Phase Shifting Index, 2020, Installationsansicht: Centre Pompidou, Paris; Fotonachweis: Timo Ohler)
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Die Prinzessinnen sind zurück!
Staatliche Museen zu Berlin
Neupräsentation von Schadows Prinzessinnengruppe in der Friedrichswerderschen Kirche Als „himmlische Erscheinungen […], deren Eindruck auch mir niemals verlöschen wird“ pries Johann Wolfgang von Goethe einst die beiden Schwestern Luise und Friederike von Mecklenburg-Strelitz. Der Bildhauer Johann Gottfried Schadow setzte der Anmut und Grazie der Schwestern ein Denkmal und schuf mit dem Doppelstandbild der „Kronprinzessin Luise und Prinzessin Friederike von Preußen“ eine Ikone des europäischen Klassizismus. Das unter dem verkürzten Namen „Prinzessinnengruppe“ bekannt gewordene Doppelstandbild gehört – wie der „Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich – zu den Sammlungshighlights der Alten Nationalgalerie. Während die 1797 fertiggestellte Marmorfassung die Besucher des Stammhauses auf der Museumsinsel empfängt, war das Gipsmodell jahrzehntelange Publikumsmagnet der Skulpturenausstellung in der Friedrichswerderschen Kirche. Ab April wird es dort wieder dauerhaft zu sehen sein. Das Originalgipsmodell nimmt im Œuvre Schadows im Besonderen, aber auch für die Skulptur des 19. Jahrhunderts im Allgemeinen einen besonderen Stellenwert ein: Lässt sich doch gerade hier am unmittelbarsten die Handschrift des Künstlers, aber auch die spannende Werkgenese des Doppelstandbilds nachvollziehen. Die wechselvolle Standortgeschichte des fragilen Gipses hatte im Laufe der Jahrhunderte schwerwiegende Schäden hinterlassen. Dank der großzügigen Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung sowie der Kulturstiftung der Länder konnte der Originalgips in einem beispielhaften Forschungs- und Restaurierungsprojekt erfolgreich restauriert werden. (Bild: Johann Gottfried Schadow, Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen, sog. Prinzessinnengruppe, 1795, Detail, Gips, Zustand nach der Restaurierung © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger)
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Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung zeigt erstmals die langfristige Leihgabe der Gerhard Richter Kunststiftung an die Neue Nationalgalerie. Das zentrale Werk der Ausstellung ist der aus vier großformatigen, abstrakten Bildern bestehende Zyklus „Birkenau“ (2014). Er ist das Ergebnis einer langen und tiefen Auseinandersetzung von Gerhard Richter mit dem Holocaust und dessen Darstellbarkeit. Grundlage der Werke sind vier Fotografien aus dem KZ Auschwitz-Birkenau, die der Künstler mit Kohle und Ölfarbe auf vier Leinwände übertragen hat, um sie dann nach und nach abstrakt zu übermalen. Mit jeder Farbschicht verschwand die gemalte Vorlage etwas mehr, bis sie schließlich nicht mehr sichtbar war. Zu dem Werk gehört auch ein großer, vierteiliger Spiegel, der gegenüber den vier Birkenau-Bildern platziert ist und so eine weitere Ebene der Reflexion erzeugt. Neben dem Birkenau-Zyklus werden knapp 90 weitere Arbeiten des Künstlers aus mehreren Schaffensphasen seit den 1980er-Jahren zu sehen sein, darunter „Besetztes Haus“ (1989), „4900 Farben“ (2007) und „Strip“ (2013/2016). Ein großes Konvolut umfasst ferner Arbeiten aus der bedeutenden Werkgruppe der übermalten Fotos, in denen Richter auf einer neuen Ebene das Spannungsfeld zwischen Fotografie und Malerei thematisiert. Die Präsentation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler. Geplant ist in Zukunft die Werke Gerhard Richters durch kuratorische und künstlerische Interventionen von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Bereichen in immer neuen Kontexten zu präsentieren. Kuratorisches Team Die Ausstellung wird kuratiert von Joachim Jäger und Maike Steinkamp. (Bild: Gerhard Richter, MV 133, 2011, Lack auf Farbfotografie, 10,1 x 15,1 cm © Gerhard Richter 2023 (31032023))
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Altes Ägypten
Staatliche Museen zu Berlin
In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern. Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur. Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.
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Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
Staatliche Museen zu Berlin
Im Bacchussaal des Neuen Museums stand lange einsam der Xantener Knabe, eine römische Bronzestatue, 1858 im Rhein bei Xanten von Fischern entdeckt. Nun bekommt der Bronzejüngling Zuwachs en masse: eiserne Werkzeuge und Wagenteile, Vorhängeschlösser und Fußfesseln, Bronzekessel und Silbergeschirr. Der „Barbarenschatz von Neupotz“ – im 3. Jahrhundert n. Chr. im Rhein versunken – wird für die kommenden Jahre die Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte um eine Attraktion bereichern. Nah am damaligen Alltag Die einst in den Fluten des Rheins versunkenen Objekte stammen zumeist aus römischen Privathäusern. Es handelt sich etwa um einfaches Küchen- und Kochgeschirr, aber auch um wertvolles Tafelgeschirr zum Auftragen von Speisen und Getränken und zum Mischen von Wein. Viele Stücke zeigen Spuren intensiven Gebrauchs: Abnutzung, Reparaturen, Flicken. Die Objekte führen uns ganz nahe an die Menschen, die damit arbeiteten, an ihren Alltag. So auch die römischen Werkzeuge aus Eisen – wie Äxte, Zangen und Hacken –, deren Formen uns heute immer noch vertraut erscheinen. Sie haben sich über die Jahrhunderte nicht sehr verändert. Vorhängeschlösser und die schweren Eisenbeschläge römischer Lastwagen geben Aufschluss über den hohen Stand der antiken Technik. Fußfesseln erinnern an die weniger fortschrittlichen Züge der römischen Gesellschaft. Weiheinschriften auf manchen Stücken schließlich lassen vermuten, dass diese aus Heiligtümern genommen worden waren. Der "Stumme Diener" Im passenden Ambiente des Bacchussaals mit seiner an pompejanische Wandmalereien angelehnten Ausgestaltung wird ein Querschnitt aus den Neupotzer Metallmassen in zwei Hoch- und zwei Tischvitrinen präsentiert. Sie geben einen Überblick über den umfänglichen Fund. Der im Bacchussaal seit der Neueröffnung des Neuen Museums aufgestellte Xantener Knabe bleibt vor Ort. Auch er war im Rhein verloren gegangen, bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. In der Behausung eines vornehmen Römers aufgestellt, reichte er Gästen als „Stummer Diener“ einst Speisen und Getränke auf einem Tablett dar. Auch für seinen Verlust im Rhein werden Unruhen verantwortlich gemacht. So passen sie gut zusammen – der Xantener Knabe und der Schatzfund von Neupotz: die Schätze aus dem Rhein. Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.
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Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
Staatliche Museen zu Berlin
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet in der oberen Etage einen Rundgang durch die ältesten Epochen der Menschheitsgeschichte. Mit seinen einzigartigen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Europas und der angrenzenden asiatischen Gebiete gelingt es, die großen Entwicklungslinien der frühen europäischen Geschichte anschaulich mit herausragenden Originalen aufzuzeigen. Der Rundgang in Ebene 3 beginnt im Roten Saal, der das Ambiente einer Ausstellung des späten 19. Jahrhunderts aufleben lässt und die Herkunft wichtiger Bestände der vorgeschichtlichen Sammlung aufzeigt. Im starken Kontrast dazu steht die moderne Präsentation im folgenden Saal zur Archäologie in Berlin, der mit aktuellen Funden zeigt, was Archäologen heute mit Hilfe moderner Methoden aus dem Boden der Hauptstadt holen. Unmittelbar danach geht es zurück in die frühesten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Im Steinzeit-Saal begrüßen die Besucher der berühmte 11-jährige Neandertalerjunge aus Le Moustier in Frankreich und der beliebte Elch vom Berliner Hansaplatz. Die zweite Saalhälfte zeigt mit prächtigen Funden der Jungsteinzeit den Übergang zu Ackerbau und Viehzucht. Im Bronzezeitsaal bilden die Großvitrinen mit beeindruckenden Exponatmontagen und einem dreidimensionalen Blick auf das älteste bekannte Schlachtfeld der Menschheitsgeschichte eine Prozessionsstraße hin zum berühmten Berliner Goldhut. Am Ende des Rundgangs in Ebene 3 präsentieren sich die eisenzeitlichen Kulturen mit hallstattzeitlichen Fürstengräbern und latènezeitlichen Fundkomplexen auch im Kontext der mittelmeerischen Kulturen. Die Zeitmaschine über die Jahrtausende Zwischen dem Bronzezeit- und dem Eisenzeitsaal erwartet die Besucher eine besondere Reise: Unsere Zeitmaschine führt in eine historische Landschaft am Fluss und beobachtet deren Bewohner über die Jahrtausende. Als Grundlage dafür dienen archäologische Erkenntnisse. In unserer Zeitmaschine wird dabei die wechselseitigen Einflüsse von Mensch und Umwelt deutlich. In den eigens für die Ausstellung erstellten Zeichnungen, die für die Filmsequenzen animiert wurden, verbergen sich viele Exponate aus der neuen Präsentation und es wird nachvollziehbar, welche Rolle sie im Leben unserer Vorgänger gespielt haben. Damit wird die Grundidee dieser Ausstellungsebene auf den Punkt gebracht: Wir wollen den Besucher mitnehmen auf die spannende Reise zu den frühen Epochen der Menschheitsgeschichte in Europa. Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.
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Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
Staatliche Museen zu Berlin
Die Alte Nationalgalerie gilt als umfangreiche Epochensammlung für die Kunst zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, zwischen Klassizismus und Sezessionen. Einzigartig ist die große Harmonie zwischen Sammlung und Gebäude des Museums: Das unter der Leitung von Heinrich Strack nach Plänen von August Stüler entworfene Gebäude wurde von 1867 bis 1876 errichtet und beherbergt heute eine der schönsten Sammlungen mit Kunst desselben Jahrhunderts. Der Rundgang durch das Haus bietet somit einen tiefen Einblick in die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. 1. Ausstellungsgeschoss Adolph Menzels Gemälde, darunter so wichtige Werke wie das "Balkonzimmer" und das "Eisenwalzwerk", zeigen den unermüdlichen Beobachter, der wichtige Themen der preußischen Geschichte aufgriff und dabei mit erstaunlicher Fantasie und feinem Kolorismus aufwartet. Unter den Skulpturen des 19. Jahrhunderts befinden sich so berühmte Werke wie die Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow sowie Werke von Berthel Thorwaldsen, Antonio Canova, Ridolfo Schadow, Reinhold Begas, Adolf von Hildebrand sowie Constantin Meunier. 2. Ausstellungsgeschoss Reichhaltig und qualitätvoll ist auch der Bestand an impressionistischer Malerei. Meisterwerke von Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Skulpturen von Auguste Rodin wurden frühzeitig erworben. Die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist mit Werken von Hans Thoma, Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl und Wilhelm Trübner vertreten. Darüber hinaus präsentiert die Nationalgalerie ihren großen Bestand an Gemälden von Max Liebermann. 3. Ausstellungsgeschoss Die Kunst der Goethezeit ist mit Landschaften Jakob Philipp Hackerts, mit Porträts von Anton Graff und seinen Zeitgenossen und mit Werken der in Rom tätigen Nazarener vertreten: Peter Cornelius, Friedrich Overbeck, Wilhelm Schadow und Philipp Veit schufen mit den Fresken zur Josephslegende ein bedeutendes Auftragswerk für die Casa Bartholdy in Rom. Zwei Säle im Obergeschoss der Nationalgalerie bieten Platz für Preziosen der Romantik: Gemälde von Caspar David Friedrich aus allen Schaffensphasen veranschaulichen die Entwicklung des Hauptmeisters der deutschen Romantik. Die programmatischen Architekturvisionen Karl Friedrich Schinkels zeigen den Architekten als ingeniösen Landschaftsmaler. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Werke Karl Blechens, der mit sprühender Farbigkeit und unkonventionellen Bildthemen seiner Zeit vorausgreift. Gezeigt werden ferner Porträts von Philipp Otto Runge und Gottlieb Schick, Landschaften von Joseph Anton Koch und Carl Rottmann. Das Biedermeier ist vertreten durch Berliner Stadtansichten von Eduard Gaertner und Johann Erdmann Hummel sowie durch Landschaften und Porträts von Ferdinand Georg Waldmüller. Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.
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