Ausstellungen / Museum
Staatlische Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: Fotografie erzählt Skulptur
- Ausstellungseröffnung: Sofie Dawo. Textile Experimente
- Ausstellungseröffnung: Die Berge Tirols
- Ausstellungseröffnung: Zurück in Berlin
- 2101 – Future Ceramics Tischkultur der Zukunft
- [ materialistin ] Matter of Care, Care of Matter
- InterNationalgalerie#1: Nationalmuseum in Warschau
- Mirae kh Rhee: Weiterreichen
- Tierisch gut! Fauna und Flora in Kunst aus Japan
- Helmut Newton‘s One-off Album
- Rooms / Stages
- Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus
- Many Shades of Grès - Mode wird Kunst
- CHANEL Commission: Lina Lapelytė. We Make Years Out of Hours
- Fujiko Nakaya. Nebelskulptur
- Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930
- Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
- Schwerer Stoff
- Zinn vom Mittelalter bis zum Jugendstil
- Neue Frau, Neues Sehen - Die Bauhaus-Fotografinnen
- ErzählStoff - Neue Perspektiven auf Literatur
- Shilpa Gupta. What Still Holds
- Skandal! Hermione von Preuschen und der Mors Imperator
- Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises
- Brancusi
- Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger. Hier zum Schutz der Familie
- Giulia Andreani: Sabotage
- Gebaute Gemeinschaft
- Saâdane Afif: Five Preludes
- An das wir uns festhalten
- Sich verwandt machen
- Die Pazzi-Verschwörung
- Zeitreise ins alte Tiergartenviertel
- Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Die Ziguangge: Halle des Purpurglanzes
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Ausstellungseröffnung: Haus Lemke - Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
- Sammlungsintervention im Münzkabinett zum 250. Unabhängigkeitstag der USA
- Tür zur Geschichte
- Tausendmal Berlin
- Berliner Skulpturenfund
- Geschichte(n) Tansanias
- Das Taufbecken von Siena
- Forum Hamburger Bahnhof
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Burg
Wartburg Eisenach
Eisenach, Auf der Wartburg 2
- Schätze, Schutt, Skurrilitäten. Geschichten von der Baustelle
- Sophie auf der Wartburg
- Dauerausstellung und Kunstsammlung der Wartburg
- Wartburg im 360-Grad-Rundgang
- Museums-Onlineshop - Die schönsten Wartburg-Souvenirs
- Die Wartburg- und Lutherbibliothek
- Lucas Cranach d.Ä.
- Die Wartburg Eisenach - Unesco Weltkulturerbe
Ausstellungen / Museum
Naturhistorisches Museum Bern
Bern, Bernastrasse 15
- Naturlabor - Ausstellung, Arena, Atelier
- Wunderkammer - Die Schausammlung
- Auf eigene Faust - Entdeckungsreise für Familien und Kinder
- 5 Sterne - Sensationeller Fossilienfund aus dem Jura
- Barry - Der legendäre Bernhardinerhund
- Riesenkristalle - der Schatz vom Planggenstock
- Schweizer Museum für Wild und Jagd
- Käfer & Co. - Die bunte Welt der wirbellosen Tiere
- Tiere der Schweiz - Auerhahn, Steinbock & Co.
- Tiere des Nordens - Walross, Grizzly & Co.
- Die grosse Knochenschau - Im Bauch des Wals
- Flossen-Füsse-Flügel - Der Werdegang der Wirbeltiere
- Picas Nest - Wald-Erlebnisraum für die ganze Familie
- Steine der Erde - Meteoriten, Diamanten & Co.
- Tiere Afrikas
- Vom Sofa direkt in die Sammlung
- Ausstellung zu Erdwissenschaften mit den Fachgebieten Mineralogie und Paläontologie
Ausstellungen / Museum
Musei Vaticani
Città del Vaticano, Viale Vaticano
- Stanze di Raffaello

- Museo Pio Cristiano

- Museo Etnologico Anima Mundi

- Braccio Nuovo

- Cappella Niccolina
- Collezione d’Arte Contemporanea

- Galleria Lapidaria
- Lapidario Ebraico

- Museo Chiaramonti
- Museo Cristiano
- Museo Gregoriano Egizio

- Museo Gregoriano Etrusco

- Museo Gregoriano Profano

- Museo Pio Clementino

- Museo Profano

- Sala delle Nozze Aldobrandine

- Sala dell’Immacolata

- Ricche collezioni di arte, archeologia ed etno-antropologia create dai Pontefici nel corso dei secoli.
Ausstellungen
| Ausstellungseröffnung
Ausstellungen
| Ausstellung
Sophie auf der Wartburg
Die Wartburg - UNESCO Weltkulturerbe
Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach (*8. April 1824 Den Haag; †23. März 1897 Weimar) Die künstlerische und architektonische Erneuerung der Wartburg war nicht nur eines der bedeutendsten Projekte der Regentschaft von Großherzog Carl-Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, sie gab der Burg auch weitgehend ihre heutige Gestalt und unverwechselbare Silhouette. Carl Alexanders Bestreben, den Stammsitz seiner Ahnen zu einem nationalen Monument auszugestalten, schloss die Nutzung als Residenz nicht aus. So wurde die Wartburg zu einer gern aufgesuchten Wohnstätte, die dem fürstlichen Paar Möglichkeiten bot, relativ frei von höfischen Konventionen mit Künstlern und Literaten zu verkehren. Sophie nahm regen Anteil am Lebenswerk ihres Gatten und begleitete ihn auch zu ausgedehnten Hoflagern auf die Feste. Sie verfolgte interessiert den Fortgang der Erneuerungsarbeiten und widmete sich der Ausgestaltung und Möblierung der Räume. So engagierte sie sich nicht nur für die Ausstattung der 1855 neugestalteten Kapelle der Wartburg, sondern förderte vor allem den Erwerb von Objekten für die stetig wachsende Sammlung der Wartburg. Kostbare Wandteppiche, Gemälde, aber auch die berühmten Leuchterengel von Tilman Riemenschneider verehrte Sophie ihrem Gatten meist zu Weihnachten. Diese Objekte bildeten bald die hochkarätige Ausstattung der großherzoglichen Wohnräume und gehören heute zu den wertvollsten Stücken der Wartburg-Kollektion.
Ausstellungen
| Installation
Carlos Casas. KRAKATOA
Haus der Kunst
Ein Vulkan ist niemals nur ein Berg. Er ist ein Riss in der Erdoberfläche, ein Drucksystem, ein stets drohendes multisensorisches Ereignis, ein Archiv der Tiefenzeit. In seiner immersiven audiovisuellen Installation KRAKATOA (2026) setzt sich der Filmemacher und Künstler Carlos Casas mit dem indonesischen Vulkan als filmischem Thema, ökologischer Schwelle und lebendigem Mythos auseinander. Carlos Casas wird bei der kostenfrei zugänglichen Eröffnung der Installation am Sonntag, 28.6.26 um 18 Uhr im Haus der Kunst anwesend sein und ebenso seinen Film persönlich in München vorstellen. Im Mittelpunkt des Werks steht Kesuma, ein junger Fischer aus Bagan auf einer Bambusplattform in der Nähe von Krakatoa, inspiriert durch die Schilderung von Roni Herliyansah, einem Überlebenden des Ausbruchs von 2018. Seine Reise führt vom Meer zur Insel, von verwüstetem Gelände zu dichter Vegetation, von der Höhle ins imaginäre Innere der Erde. Mit seiner Ouvertüre, vier Teilen und einem Epilog bewegt sich der Film durch wechselnde Wahrnehmungsmodi, von Unterwasserlicht und Drohnenaufnahmen bis hin zu Wärmebildern und mikroskopischen Aufnahmen. Er endet mit einer flackernden Sequenz aus 6.371 Einzelbildern, eines für jeden Kilometer zwischen der Erdkruste und dem Erdkern, unterlegt mit einer Klangkomposition, die aus seismischen Daten abgeleitet wurde. Der letzte Abschnitt entfaltet sich als monumentale und bewegende Hommage an die radikalsten Visionen des experimentellen Kinos des 20. Jahrhunderts. Der Vulkanausbruch von 1883 war weit über den Ort des Geschehens hinaus zu spüren. Sein Lärm war über Tausende von Kilometern hinweg zu hören, seine Asche drang in die Stratosphäre vor und sorgte in den folgenden Monaten weltweit für jene seltsamen Sonnenuntergänge, die damals dokumentiert wurden. Zeitgleich mit der Entstehung der weltweiten Kabelkommunikation und des frühen Kinos wurde Krakatau zu einem der ersten Naturphänomene, das als weltweite Nachricht die Runde machte. Nicolas Beckers Klangkomposition vereint Infraschall, seismische Daten und Feldaufnahmen und stützt sich dabei auf die Gasometer-Aufnahmen des Ausbruchs von 1883, die in der Royal Institution in London aufbewahrt werden. Der Klang ist eine präzise historische Rekonstruktion, während das Bild spekulativ ist. Diese Umkehrung der herkömmlichen Hierarchie, in der das Bild die Fakten vermittelt und der Klang die Atmosphäre schafft, ist eine Prämisse des Werks. Carlos Casas (geb. 1974 in Barcelona) ist Filmemacher und Künstler, der in den Bereichen Experimentalfilm, Installation und Ton arbeitet. Seine END-Trilogie (2003–2010), die in Patagonien, am Aralsee und in Sibirien spielt, zeichnet das Leben an den extremsten Rändern des Planeten nach. Avalanche (seit 2009), gedreht in einem verschwindenden Dorf im Pamir, wird für jede Präsentation neu geschnitten und vertont. Mit Sanctuary (Tate Modern, 2017) und Cemetery (2019) entwickelte Casas gemeinsam mit dem Musiker Chris Watson und dem Tonspezialisten Tony Myatt eine Infraschallumgebung rund um die Reise eines Elefanten zu seinem mythischen Friedhof. Neben seinen Filmen hat er ein umfangreiches Werk an Aufnahmen und Veröffentlichungen auf Labels wie Discrepant, Matière Mémoire und Second Sleep produziert.
Ausstellungen
| Installation
Arto Lindsay mit Stefan Brunner. „My Body is Unfinished, a Re-purposed Parade“
Haus der Kunst
My Body is Unfinished, a Re-purposed Parade greift Arto Lindsays frühere Installation 7 Types of Ambiguity – A Parade wieder auf und gestaltet sie neu. Diese wurde erstmals 2022 an der ECAL / Hochschule für Kunst und Design in Lausanne, Schweiz, präsentiert. Das Werk präsentiert sich als Mehrkanal-Klanginstallation, inspiriert von den Erlebnissen einer Karnevalsparade in Bahia, Brasilien. Lindsay hat oft am Karneval teilgenommen und dabei sowohl das Erklärbare als auch das Unerklärbare der Gesellschaft miterlebt. Mit mehreren Lautsprechern, die im Raum verteilt sind, versucht er, die Komplexität dieses Erlebnisses nachzubilden, bei dem sich reimende Popsongs mit traditionellen Gesängen vermischen und verschiedene Klassen und Ethnien auf der Straße gemeinsam feiern und kämpfen. Für die ursprüngliche Installation reiste Lindsay nach Salvador de Bahia und nahm in einem Terreiro, einem Tempel der afro-brasilianischen Religion, Trommeln auf, zusammen mit vier musikalischen Leitern von Blocos, den Afros – Gabi Giedes, Iuri Passos, Mario Pam und Luizinho do Jêje. Im Haus der Kunst fügt Arto Lindsay Gitarrenphrasen und gesprochene Textfragmente hinzu und setzt damit Pausen ein, die die Atmosphäre einer Parade durch Unterbrechung noch verstärken. Verschiedene Register fallen weg und kehren zurück, sanft oder abrupt, und verstärken so das Gefühl von Bewegung in der Bewegung. Das Publikum wird mitgerissen und beobachtet zugleich. Das Zusammenspiel verschiedener Tempi und Register offenbart möglicherweise den Polyrhythmus aus Freude und Konzentration, den eine Parade selbst auszeichnet. Arto Lindsay stammt aus der New Yorker No-Wave-Szene der 1970er Jahre, einer avantgardistischen Musik- und Kunstszene, in der die von ihm gründeten Band DNA eine zentrale Rolle spielte. Er entwickelte einen radikal unkonventionellen Gitarrenstil, der die Konventionen des Rock infrage stellte und sich durch kratzende Klänge, Noise-Ausbrüche und gebrochene Rhythmen auszeichnete. Später verschmolz er diese avantgardistischen Ansätze mit brasilianischen Formen wie Samba und Bossa Nova und verband Dissonanzen mit üppigen Melodien und tropikalistischen Einflüssen, wobei er oft auf Portugiesisch und Englisch sang. Seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Caetano Veloso und Ryuchi Sakamoto trug dazu bei, eine Brücke zwischen Pop und experimenteller Musik über kulturelle Grenzen hinweg zu schlagen. Arto arbeitete zudem eng mit bildenden Künstlern wie Vito Acconci, Ernesto Neto und Matthew Barney zusammen und erweiterte so seine Klangsprache auf Installations- und Multimedia-Kontexte; sein Sound ist in der Ausstellung „For Children“ in Zusammenarbeit mit Rivane Neuenschwander zu hören. Die Installation entstand in Zusammenarbeit mit Stefan Brunner.
Ausstellungen
| Ausstellung
Die Berge Tirols
Staatliche Museen zu Berlin
Kuhglocken, die Berliner Hütte im Zillertal, Gletschermüll und eine Statue des Heiligen Nikolaus‘ – sie alle verbindet die Tiroler Berglandschaft. Die Ausstellung beleuchtet die Beziehungen zwischen Menschen und Bergen damals und heute. Neben historischen Objekten präsentiert sie Kunstwerke, Filme, Lieder und interaktive Stationen. Eine Ausstellung für Bergfans, Familien und Neugierige! Tirols Berge wirken vertraut: Die Bilder von schneebedeckten Gipfeln, unberührter Natur und Berghütten prägen heute das Image der Region. Wer genauer hinsieht, entdeckt auch Autobahnen, Staudämme und Skilifte. Dies ist kein Gegensatz, sondern Teil einer Region, deren Berge vielfältig genutzt werden. Die Berge prägen das Leben der Menschen in Tirol. Gleichzeitig formen die Menschen die Berge selbst. Zur schönen Landschaft gehören ihre wirtschaftliche Nutzung und wissenschaftliche Erforschung ebenso wie Handel und Reisen. Die Ausstellung widmet sich den Bergen im österreichischen Bundesland Tirol, wo globale Herausforderungen wie der Klimawandel und Massentourismus besonders deutlich werden. Welche Lösungen finden die Menschen, um mit den Herausforderungen umzugehen? Welche Strategien gibt es, wenn Tourismus und Almwirtschaft zu Nutzungskonflikten führen, wenn die Bedrohung durch Lawinen und Felsstürze zum Alltag gehört oder wenn der Schnee im Skigebiet ausbleibt? Ob Lawinensprengung oder Gletschermüll, Almkranz oder Schluchtenteufel: Die Berg-Geschichten in dieser Ausstellung sind manchmal schön, manchmal schaurig, aufregend oder berührend. Sie zeigen, wie vielfältig die Beziehungen zwischen Menschen und Bergen sind. Aber auch Berlin spielt eine Rolle: Die Tiroler Berge sind seit über 150 Jahren Teil der Berliner Freizeitkultur – sowohl bei den sogenannten Alpenbällen um 1900 als auch durch die Sektion Berlin des Alpenvereins, die im Zillertal ihre „Berliner Hütte“ errichtete. Entdecken und Mitmachen Die Ausstellung präsentiert auf ca. 300 m² historische und aktuelle Objekte, Grafiken und Fotos, Filme und Lieder sowie Kunstwerke. Die geschätzte Aufenthaltsdauer beträgt 60 bis 90 Minuten. Interviews und zusätzliche Materialien laden dazu ein, sich mit ausgewählten Themen tiefergreifend zu beschäftigen. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst aktiv zu werden: Materialien wie Zirbelholz oder Flachs zu ertasten, sich in den Fantasiebergen zu fotografieren, Spiele auszuprobieren oder eigene Bergcollagen zu gestalten. Ein Audioguide (Deutsch/Englisch) begleitet durch die Ausstellung. Für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren gibt es einen eigenen „Wanderpfad“ zum Entdecken, Nachforschen und Mitmachen. Kinder, Jugendliche und Familien sind ausdrücklich willkommen. Europäische Kulturtage: Tirol Mit der Ausstellungseröffnung finden die 22. Europäischen Kulturtage statt (26. Juli bis 23. August 2026), die sich in diesem Jahr Tirol widmen. Hier gibt es die Möglichkeit, die Region und ihre Kultur kennenzulernen und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Lesungen, kulinarischen Veranstaltungen, Open-Air-Kino, Klettertag und Jodel-Workshop lädt dazu ein, Tirol aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Unterstützt durch den Verein der Freunde des Museums Europäischer Kulturen und Tirol Werbung Medienkooperation: HIMBEER „Die Berge Tirols“ ist eine Sonderausstellung des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Tiroler Volkskunstmuseum, den Ötztaler Museen, dem Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Innsbruck, dem Österreichischen Alpenverein, der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins und dem Österreichischen Kulturforum Berlin. (Bild: Die Ausstellung des MEK präsentiert eine Vielzahl von Objekten und Geschichten. © Museum Europäischer Kulturen / Christian Krug)
Ausstellungen
| Ausstellung
Sofie Dawo. Textile Experimente
Staatliche Museen zu Berlin
Die 1926 im Saarland geborene Textilkünstlerin Sofie Dawo hat ein zwar kleines, aber äußerst bedeutendes Werk hinterlassen, das hier exemplarisch vorgestellt wird. Ihre textilen Werke sind eigenständige Bild-Kunstwerke, deren Herstellungsprozesse mit dem spezifischen Material in das Objekt eingeschrieben sind. Dawo kalkulierte dabei das Unvorhersehbare, die, wie sie sagte, „auftauchenden Überraschungen“ bewusst ein. Ihre textilen Experimente sind frei von jeder Funktion oder Anwendung und entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung in die Kategorien Kunst oder Handwerk – sie stehen für sich. Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Sofie Dawo, ohne Titel, 1963, Wolle, Kordel, Leinen, Wollschuss in Leinenkette, geknotet Foto: Jochum Rodgers)
Ausstellungen
| Ausstellung
Fotografie erzählt Skulptur
Staatliche Museen zu Berlin
Skulpturen begegnen uns heute häufiger im Bild als im Original. Fotografien prägen unseren Blick auf plastische Kunst und bestimmen, wie wir sie wahrnehmen, erinnern und verstehen. Die Ausstellung Fotografie erzählt Skulptur macht diese Perspektivverschiebung sichtbar: Sie bringt Skulpturen und ihre fotografischen Abbilder in einen direkten Dialog und lädt dazu ein, das Sehen selbst neu zu entdecken. Über sechzig Fotografien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart treten dabei in Beziehung zu sieben ausgewählten Skulpturen vom 11. bis zum 17. Jahrhundert. In neun thematischen Kapiteln entfaltet sich eine Geschichte des Sehens, die zeigt, wie Skulpturen durch fotografische Mittel wie Lichtführung, Bildausschnitt und Perspektive inszeniert und interpretiert werden. Die Ausstellung verbindet die Skulpturensammlung des Bode-Museums mit dem bislang wenig bekannten Fotoarchiv des Hauses. Ein umfangreich bebilderter Begleitband mit Beiträgen von Dr. Franziska Lampe (Photothek, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München), Prof. Dr. Kathrin Müller (Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin) und weiteren Beitragenden vertieft die Fragestellungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven. (Bild: Clarence Kennedy (1892-1972), Prinzessin von Urbino, vor 1928 Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Archiv; Public Domain Mark 1.0)
Ausstellungen
| Ausstellung
2101 – Future Ceramics
2101 – Future Ceramics
Tischkultur der Zukunft
Staatliche Museen zu Berlin
Wie werden die Menschen in Zukunft leben? Und wie werden sie essen und trinken, welche alltäglichen Rituale der Tischkultur könnten sich im Jahr 2101 entwickeln? Mit diesen Fragen haben sich Studierende der Universität der Künste (UdK) im Rahmen des Seminars „2101 – FUTURE CERAMICS | Tischkultur der Zukunft“ intensiv beschäftigt. Zwölf Arbeiten sind nun im Berliner Kunstgewerbemuseum (KGM) zu sehen. Anhand spekulativer Szenarien entwarfen die Studierenden experimentelles Geschirr, das mögliche zukünftige Formen des Zusammenlebens widerspiegelt. Neben klassischen Designprozessen nutzten die Studierenden auch KI-gestützte Werkzeuge, um ihre Zukunftsvisionen zu visualisieren und zu erzählen. Keramik, insbesondere Porzellan, diente dabei als zentrales Material, das wegen seiner Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und kulturellen Bedeutung ausgewählt wurde. Häufig spielen in den Visionen der Studierenden Rituale eine Rolle: Das Zusammenkommen in der Familie gewinnt an Bedeutung, ebenso das zeremonielle gemeinsame Speisen und Trinken. Im Kontext und als Reaktion auf mögliche künftige Klimakatastrophen, die soziale Entfremdung in verdichteten Megacities oder die Vereinsamung im digitalen Zeitalter entwarfen die Studierenden Trinkgeschirr mit Klangcodes, Gefäße zur rituellen Zubereitung von Tee, ein Service, das zum Teilen einlädt, oder ein Stapelgeschirr für neuartige Nahrungsmittel wie Gelees, Algen oder Insekten. Auch Trinkpokale, Duftgefäße und Jardinieren als Tischschmuck entstanden, jeweils im Kontext künftiger Gesellschaftsszenarien. Die Arbeiten werden inmitten der historischen Porzellane und Fayencen aus dem Bestand des KGM gezeigt. So entsteht ein Dialog zwischen den Zukunftsvisionen der jungen Designer*innen und der Tafelkultur vergangener Epochen. Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Universität der Künste, Fachbereich Produktdesign (Bild: Jannes Bock, Tischgeschirr „Cielo“, 2026, Biskuitporzellan Foto: Jannes Bock)
Ausstellungen
| Ausstellung
[ materialistin ]
[ materialistin ]
Matter of Care, Care of Matter
Staatliche Museen zu Berlin
[ materialistin ] zeigt Skulpturen und raumspezifische Installationen im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, die sich mit gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen auseinandersetzen. Die Gruppenausstellung der acht in Leipzig arbeitenden Bildhauer*innen Laura Eckert, Enne Haehnle, Elisabeth Howey, Lucy König, Agnes Lammert, Wibke Rahn, Theresa Rothe und Sophie Uchman hebt neue Formen kollektiver Praxis und Solidarität hervor. Sie ist ein Signal, das im Jubiläumsjahr weit über den Hamburger Bahnhof hinausweist. Die [ materialistin ] ist eine Gruppe Leipziger Künstlerinnen, deren Arbeits- und Handlungsschwerpunkt im erweiterten Feld der Skulptur liegt. Die Künstlerinnen arbeiten mit Stahl, Stein, Gips und Beton, pflanzlichen Fasern und nachwachsenden Rohstoffen, Wachs und Ton. Sie produzieren skulpturale Objekte sowie raumspezifische Installationen. Die Gruppe positioniert sich zu feministischen sowie gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen: Sie agiert solidarisch und ist nicht hierarchisch organisiert. Den körperlichen, ökonomischen und logistischen Herausforderungen im Feld der Bildhauerei setzen die Mitglieder das Teilen von Erfahrungswissen, Werkzeugen, Kontakten und Netzwerken entgegen. Die altersübergreifende Struktur stellt eine Besonderheit im Kunstfeld dar. Katalog zur Ausstellung Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Kurator Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: [ materialistin ], Meet Me At, Ausstellungsansicht KV Leipzig, 2023 © courtesy the artist / VG Bild-Kunst Bonn, 2025 / Sophia Kesting)
Ausstellungen
| Ausstellung
Sammlungsintervention im Münzkabinett zum 250. Unabhängigkeitstag der USA
Staatliche Museen zu Berlin
Im Rahmen der Programminitiative "We the People" der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum 250. Unabhängigkeitstag der USA zeigt das Münzkabinett eine Sammlungsintervention. Das Münzkabinett erinnert mit zwei Sondervitrinen an den Jahrestag der US-amerikanischen Unabhängigkeit: Ausgewählte Münzen und Medaillen beleuchten die wechselvolle Geschichte der USA zwischen Aufbruch, Einwanderung und inneren Konflikten. Auch die Frage, woher der Dollar seinen Namen hat, wird beantwortet. Zudem ist eine amerikanische Medaillenikone der Revolutionszeit mit dem Bildnis von George Washington zu sehen. (Bild. Duvivier, Benjamin: George Washington ca. 1820-1835 Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18321891. Aufnahme durch Karsten Dahmen. Medailleur/in: Pierre Simon Benjamin Duvivier)
Ausstellungen
| Ausstellungseröffnung
Dämonen
Literaturhaus Salzburg
Vernissage mit Bildern des österreichischen Schriftstellers Michael Köhlmeier, der mit dem Philosophen und Publizisten Konrad Paul Liessmann über Kunst diskutiert und aus seinem neuen Roman „Mein privates Glück“ (Hanser Verlag, 2026) liest. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Ausstellungen
| Ausstellung
Christopher Matthews / formed view (UK/US)
ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival
Zu Christopher Matthews, der nie den klassisch-muskulösen Tänzerkörper hatte, sagte Broadway-Star Ann Reinking mal: „Chris, dich hat man nicht mit derselben Keksform ausgestochen wie die meisten Tänzer.“ Für Photo/Copy/Archive hat der Künstler sich Performanceposter aus 80 Jahren des Sadler’s Wells Theatre in London vorgenommen und aus ihnen diese „meisten Tänzer“, von denen Reinking sprach, ausgestochen, in Teile zerlegt und zu ganz anders gearteten Wesen neu zusammengesetzt. Das Ergebnis – ein persönliches, alternatives Archiv – stellt unsere Ideen markt- und tanzfähiger Körper spielerisch in Frage. Eintritt frei Geöffnet je eine Stunde vor Beginn der Performances im Odeon.
Ausstellungen
| Ausstellung
Vilhelm Hammershøi - Maler des stillen Klangs
Kunsthaus Zürich
Stille Räume, gedämpftes Licht und minimale Verschiebungen im Vertrauten: Das Kunsthaus Zürich widmet Vilhelm Hammershøi die erste umfassende Museumsausstellung in der Schweiz. Seine Bilder lenken den Blick auf Wahrnehmung, Atmosphäre und die leisen Spannungen zwischen Raum und Objekt. Reduktion als Intensität Leere Zimmer, geschlossene Türen, Figuren in Rückenansicht: Hammershøis Malerei entzieht sich dem Erzählerischen. Statt Handlung entsteht Konzentration. Räume wirken zugleich vertraut und fremd, Licht tastet sich über Wände, Dinge treten in stiller Präsenz hervor. Seine Werke leben von feinsten Abstufungen gedeckter Farben. Kaum sichtbare Veränderungen in wiederkehrenden Motiven schärfen den Blick und machen die Wahrnehmung als solche zum Thema. Im Austausch mit internationalen Strömungen seiner Zeit entwickelt Hammershøi eine eigenständige Bildsprache. Die Nähe zu Malern wie James McNeill Whistler zeigt sich in der Reduktion und Konzentration auf formale Aspekte. Eine weitere Dimension eröffnet die Verbindung zur Musik: Instrumente wie Cello oder Klavier erscheinen in seinen Bildern und sprechen unseren Hörsinn an. Denn «stumm» sind seine Bilder nicht – eher handelt es sich um eine gespannte Ruhe, die an den Moment kurz vor Beginn eines Konzerts erinnert. Neben den ikonischen Interieurs zeigt die Ausstellung auch Porträts, Stadtansichten und Landschaften und verortet sein Werk in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext. Eine Ausstellung organisiert vom Kunsthaus Zürich in Kooperation mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid. Unterstützt von Albers & Co AG, Fondation Etrillard, International Music and Art Foundation sowie von weiteren drei Stiftungen.
Ausstellungen
| Ausstellung
Schätze, Schutt, Skurrilitäten. Geschichten von der Baustelle
Die Wartburg - UNESCO Weltkulturerbe
Die großen Bauvorhaben auf der Wartburg im Jahr 2027, die die Sanierung von Festsaalgeschoss und Dach des Palas, Neuem Treppenhaus und Gadem umfassen, werfen ihre Schatten voraus: Bereits ab Mai 2026 lädt die Wartburg-Stiftung ihre Gäste auf die „Baustelle Wartburg“ ein. Der Name der Sonderschau „Schätze, Schutt, Skurrilitäten. Geschichten von der Baustelle“ ist dabei Programm, denn während zahlreicher Baumaßnahmen ereignete sich viel Erzählenswertes: Kostbare Schätze, aber auch skurrile Fundstücke traten aus dem Schutt der Jahrhunderte zu Tage, nicht mehr dem Zeitgeist entsprechende Zierelemente verschwanden im Depot. Beinahe zahllose Handwerker bezwangen den Berg mit verschiedensten Transportmitteln, trotzten den Widrigkeiten der exponierten Lage, und manch einer von ihnen verewigte sich stolz an der Bausubstanz. Die bildgewaltige Schau legt den Fokus auf Kuriositäten und Wissenswertes rund um die zahlreichen Baumaßnahmen, die sich von der Erneuerung der Wartburg unter Großherzog Carl Alexander bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ereignet haben. Sie wartet mit nie gesehenen originalen Fundobjekten, zahlreichen eindrucksvollen Schätzen aus der Fotothek, interaktiven Medienstationen und jeder Menge Anekdoten auf, die große und kleine Museumsgäste von nah und fern zum Staunen und Schmunzeln einladen. Öffnungszeiten: - bis 1. November 2026 täglich 10 bis 17 Uhr (letzter Einlass), Außengelände geöffnet bis 20 Uhr - ab 2. November 2026 bis 31. März 2027 täglich 9:30 bis 15:30 Uhr (letzter Einlass), Außengelände geöffnet bis 17 Uhr Auf Anfrage findet jeweils am ersten Donnerstag im Monat eine Kuratorenführung statt. Die Wartburg-Stiftung dankt den Förderern, die durch ihre großzügige Unterstützung die Realisierung der Ausstellung ermöglicht haben, namentlich dem Freistaat Thüringen, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Wartburg-Sparkasse.
Ausstellungen
| Ausstellung
Lika Nüssli: ›Für die Katz‹
Robert Walser-Zentrum
Ausstellung im Robert Walser-Zentrum Mit 69 Aquarellen von Lika Nüssli nach Feuilletons von Robert Walser Am 24. Oktober 2025 eröffnet das Robert Walser-Zentrum in Bern seine neue Dauerausstellung: Lika Nüssli: ›Für die Katz‹. Die preisgekrönte Künstlerin Lika Nüssli lässt sich von Robert Walsers rund 1000 Kurztexten inspirieren und verwandelt deren subtile Ironie in kraftvolle, poetische Aquarelle. In 69 grossformatigen Arbeiten entfaltet Nüssli einen verspielten und einfallsreichen bildnerischen Dialog mit Walser. Die Ausstellung markiert zugleich die Veröffentlichung der Feuilletonabteilung von Robert Walsers Werken in der massgeblichen Berner Ausgabe im Suhrkamp Verlag – ein literarisches Ereignis, das in Bern auch bildkünstlerisch gefeiert wird. Die sieben Bände umfassende Ausgabe, die in der Ausstellung aufliegt, versammelt Robert Walsers sämtliche kurzen Texte – Erzählungen und Prosastücke, Gedichte und Theaterszenen –, die ursprünglich in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, in der Reihenfolge ihres Erscheinens. Dieses ›Schreiben für die Katz‹, wie Walser seine Arbeit für die Medien jener Zeit nannte, bildete sein literarisches Hauptgeschäft. Er betrieb es während seiner ganzen Autorenkarriere – von den ersten Gedichten im Jahr 1898 bis zu den letzten, 1948 von seinem Vormund veröffentlichten Texten. Die Feuilletons zeigen Walser als scharfen Beobachter seiner Zeit, als Meister der Miniatur und als unermüdlichen Experimentator mit Sprache und Form. Mit der Berner Ausgabe werden diese Texte nun erstmals in einer kommentierten Edition vollständig und für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Mit Robert Walser ist Lika Nüssli, die St. Galler Künstlerin, die mit ihrer eindrücklichen Graphic Novel Starkes Ding internationale Aufmerksamkeit erlangte, auf besondere Weise vertraut. »Robert Walser ist für mich jemand, den ich schon immer zu kennen glaube«, sagt sie. Bereits in ihrer Jugend stiess sie auf sein Werk – durch die Bücher ihrer Schwester, ein Theaterstück in Herisau und später durch die faszinierenden Mikrogramme. Walsers Schriften, »voll wunderbarer Ironie und frechem Augenzwinkern«, begleiten sie bis heute. »Zeichnen bedeutet für mich nachdenken, die Welt beobachten und in eine Form bringen – als Vorschlag, als Angebot für andere.« In ihrer Ausstellung macht Nüssli sichtbar, wie sie Walsers Geschichten weiterspinnt, verdreht und ins Offene, Fluide erweitert. Ihre Werke entstehen aus dem Moment heraus, im Vertrauen auf die Assoziation, und verwandeln Zeit und Raum in jenes »kleines Nichts«, das sich zwischen Walser, seinem Werk und ihr selbst auftut. Lika Nüssli erforscht und erprobt Narration in vielfältigen Formen. Ihr umfangreiches Werk, das Zeichnungen, Illustrationen, Performances und Texte umfasst, wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Schweizer Literaturpreis 2023 für die Graphic Novel Starkes Ding, erschienen in der Edition Moderne. Die Ausstellung Lika Nüssli: ›Für die Katz‹ ist eine ebenso eigenwillige wie originelle Auseinandersetzung mit Robert Walsers Feuilletons und zugleich eine Hommage an dessen unverwechselbares literarisches Universum. Publikation zur Ausstellung Robert Walser: Feuilletons. Verstreute Publikationen zu Lebzeiten. 7 Bde. Berlin: Suhrkamp 2025. – Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt im Robert Walser-Zentrum! Vernissage: Freitag, 24. Oktober 2025, 19 Uhr; es sprechen Lika Nüssli und Reto Sorg. Rahmenprogramm: Die Ausstellung wird im Rahmen der Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft eröffnet. Begleitend dazu finden weitere Veranstaltungen statt: Vorträge in der Universitätsbibliothek Bern, Aufführung im Stadttheater Bern, Gespräch im Politforum. Das vollständige Programm findet sich hier: Programm Jahrestagung Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 13–17 Uhr und nach Vereinbarung Freier Eintritt, Führungen auf Anfrage
Ausstellungen
| Ausstellung
Mirae kh Rhee:
Mirae kh Rhee:
Weiterreichen
Staatliche Museen zu Berlin
Was sehen wir in Museen? In Vitrinen und hinter Absperrungen erscheinen die Dinge vor allem statisch. Mirae kh Rhee beschäftigt sich damit, wie die Objekte an ihren heutigen Platz gelangten. Die Künstlerin hinterfragt, wer warum was sammelt(e) und welche Botschaften über Sammlungen unterschiedlichster Art vermittelt werden. Nicht zuletzt durch die Mobilität von Menschen haben Sammlungsobjekte ebenso wie jene, die sie kreierten, bemerkten, bewahrten und weitertrugen, eine bewegte Geschichte hinter sich! Mirae kh Rhee ist eine interdisziplinär und forschungsbasiert arbeitende Künstlerin, die in Deutschland, Kalifornien und Süd-Korea tätig ist. Von ihrer eigenen diasporischen Identität ausgehend, untersucht sie in ihrer künstlerischen Arbeit Themen wie Sammelpraktiken und -geschichten, erzwungene Migration oder kulturelle Aneignung und erzählt autoethnografische Geschichten. Die aktuelle Präsentation ist Teil eines Langzeitprojekts, das das Konzept der Kuriositätenkabinette aus der Perspektive eines transnationalen Feminismus und mit dekolonisierenden Ansätzen betrachtet. Darin beleuchtet Mirae kh Rhee etablierte Sammlungserzählungen und blickt kritisch auf Sammelpraktiken zwischen Europa und Asien. Sie analysiert elitäre Sammlungskonzepte, die der Demonstration von Macht und der Konstruktion von Identität dienen. Ausstellungsbesuchende sind eingeladen, sich mit ihrer eigenen Praxis des Sammelns auseinanderzusetzen. Nach Ausstellungseröffnung erscheint eine Broschüre, die auf dieser Seite auch als Download zur Verfügung gestellt wird. Die Ausstellung wird kuratiert von Uta Rahman Steinert, Museum für Asiatische Kunst, in Kooperation mit der Künstlerin. Eine Sonderausstellung des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen des Projekts Kollaboratives Museum (CoMuse) im Humboldt Forum, Raum 318 und 319 (Bild: Mirae kh Rhee, The Artist and Her Books, 2022 © Mirae kh Rhee / Foto: Aleks Slota)
Ausstellungen
| Ausstellung
InterNationalgalerie#1:
InterNationalgalerie#1:
Nationalmuseum in Warschau
Staatliche Museen zu Berlin
Zum Auftakt einer neuen Kabinett-Reihe in der Alten Nationalgalerie ist das Nationalmuseum in Warschau zu Gast auf der Museumsinsel. 1876 eröffnete der preußische König feierlich die „National-Galerie“ auf der Museumsinsel. Entgegen der auf dem Giebel befindlichen Aufschrift „Der deutschen Kunst“ war die Sammlung von Beginn an international und wurde zu einer der wichtigsten deutschen Sammlungen französischer Avantgarde ausgebaut. In ihrer neuen Reihe „InterNationalgalerie“ lädt die Alte Nationalgalerie über die nächsten Jahre kontinuierlich Nationalgalerien und -museen aus aller Welt ein, um mit einem Schaufenster im Haus präsent zu sein und sich entlang von besonders aktuellen Themen und Fragen dem internationalen und dem Berliner Publikum vorzustellen. Den Auftakt der Reihe macht das Nationalmuseum in Warschau unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“. Die Präsentation findet im 1. Ausstellungsgeschoss statt. (Bild: Jan Matejko, Portrait dreier Kinder des Künstlers, 1870 Foto: fot. Piotr Ligier / Muzeum Narodowe w Warszawie)
Ausstellungen
| Ausstellung
Tür zur Geschichte
Staatliche Museen zu Berlin
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums wird ein historischer Raum neugestaltet. Er macht die wechselvolle Baugeschichte der Alten Nationalgalerie neu erlebbar. Die Alte Nationalgalerie, seit 1999 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Museumsinsel, ist ein einzigartiges Baudenkmal, dass die vielfältige Geschichte der Sammlung widerspiegelt. Schon 2001 wurde im Zuge der Generalsanierung ein historischer Raum im ersten Ausstellungsgeschoss für das Publikum zugänglich gemacht. Ehemals Teil einer über 300 m² großen Skulpturenhalle, bewahrt der Raum Spuren aus 150 Jahren Baugeschichte – von der Gründung über den Einbau der sogenannten Justi-Kabinette bis hin zu den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Anlässlich des Jubiläums der Nationalgalerie wird dieser Raum neu gestaltet und der Blick in die Geschichte der Nationalgalerie um ein Kabinett erweitert. Besucherinnen und Besuchern können visuell in den historischen Raum eintauchen. Das zugeordnete Kabinett gibt Einblicke in die Sammlungsgeschichte anhand dreier Monumentalwerke der Nationalgalerie. Zudem sind die Besuchenden im Modul „Meine Nationalgalerie“ eingeladen, sich Themen zu wünschen. (Bild: Werner Tübke, Große Wiese, Tafel 4 aus: Frühbürgerliche Revolution in Deutschland, 1979–1981 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2025)
Ausstellungen
| Ausstellung
Tausendmal Berlin
Staatliche Museen zu Berlin
Berlin ist ein Ort ständiger Bewegung und Aushandlung, an dem sich künstlerische, politische und migrantische Wege begegnen. Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums präsentiert der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart eine neue Sammlungspräsentation zur Berliner Kunstszene im globalen Dialog von 1989 bis heute. Über 70 Werke von mehr als 50 Künstler*innen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Videoinstallationen, spiegeln Berlins Mythos von Hedonismus und Subkultur im internationalen Kontext. Berlin ist mit der historischen Teilung der Stadt, konkurrierenden Erzählungen und der Komplexität unterschiedlicher Zugehörigkeiten verbunden. Kunst, die in Berlin entsteht, ist gleichzeitig Spiegelbild des politischen Weltgeschehens. Hier lebende und arbeitende internationale Künstler*innen machen Berlin zum Mikrokosmos globaler politischer Bewegungen und Krisen. Diesem Wechselspiel der Kunst mit der Stadt widmet sich die neue Sammlungspräsentation mit Werken von Cemile Sahin, Katharina Grosse, Mona Hatoum, Rirkrit Tiravanija, Katharina Sieverding, Thomas Struth, Danh Vo und vielen mehr. Für die neue Sammlungspräsentation setzt der Hamburger Bahnhof den langjährigen Austausch mit der Kunstsammlung des Bundes fort. Die Sammlungspräsentation wird zusätzlich durch eine Reihe von Neuerwerbungen ergänzt. Bekannte Hauptwerke von Robert Rauschenberg oder Isa Genzken sind mit selten und zum Teil noch nie gezeigten Werken zu sehen. Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Charlotte Knaup, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Cemile Sahin, BB – Born to Bloom, Detail, 2025 Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/ Paris/Seoul Stills © Cemile Sahin)
Ausstellungen
| Ausstellung