zur Startseite
© Armin Smailovic
5

Thalia Theater

Das alte Gebäude des Thalia Theaters wurde von den Architekten Franz Georg Stammann und Auguste de Meuron konzipiert und 1843 gegenüber dem heutigen Bau errichtet. Der größere Neubau wurde 1912 unter Leitung des Regisseurs Leopold Jessner am Pferdemarkt, heute: Gerhart-Hauptmann-Platz, (Architekten Werner Lundt und Georg Kallmorgen) mit 1300 Plätzen eröffnet. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört, Ende der fünfziger Jahre restauriert und im Dezember 1960 wiedereröffnet.

Das Thalia Theater ist eines der drei Hamburger Staatstheater, eine Sprechtheaterbühne mit einem festen und viel gerühmten Ensemble. Es gibt auf der großen Bühne ca. 1.000 Plätze, das Repertoire umfasst etwa 20 Produktionen, die täglich wechselnd oder in Blöcken gespielt werden. Pro Spielzeit gibt es etwa neun neue Premieren im Großen Haus am Alstertor.

Kontakt

Thalia Theater
Alstertor 1
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-32814-0
E-Mail: publikum@thalia-theater.de

 

Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel. 040.32814-444, Fax -212
Bewertungschronik

Thalia Theater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Thalia Theater

Emilia Galotti

von Gotthold Ephraim Lessing

Premiere: 1.6.2024

Emilia will beides – Bräutigam und Liebhaber, Ehe und Abenteuer. Die Erwartung, als Frau treu zu ihrer Entscheidung zu stehen, kann sie leider nicht erfüllen. Im Gewand eines bürgerlichen Trauerspiels schreibt der Aufklärer Lessing im 18. Jahrhundert einen rasanten Krimi-Plot. Mit großer Energie versuchen seine Frauenfiguren, sich aus den Zuweisungen und Erwartungen an ihr Geschlecht zu befreien. Nachdem seine Heldin Emilia Galotti als reine Unschuld ihren eigenen Willen und ihr Begehren entdeckt, gibt es für sie kein Zurück. Auch ihre Rivalin Orsina, vom Prinzen aussortiert, weil sie eigenständig denkt und zu viel redet, sowie ihre Mutter Claudia, die sich nur über die Tochter verwirklichen kann, suchen einen Ausweg. Doch was anfangen mit Männern an der Macht, die das Spiel bestimmen wollen? Angeführt von einem Prinzen, der ganz selbstverständlich die eine Geliebte ablegen und sich eine neue zulegen darf. Schließlich ist er ein Mann, sein Begehren ist frei. Mit einem Vater, der seine Verantwortung darin sieht, Emilia zu einer guten Ehefrau zu erziehen. Und dem Karrieristen Marinelli, der den Plot am Laufen hält, indem er für sein Fortkommen und seine Karriere buchstäblich über Leichen geht. Wo in dieser Welt sind die Werte, für die sich Lessings Heldin am Ende des Dramas umbringen soll? Gibt es keinen anderen Schluss?

Anne Lenks ungewöhnliche Klassiker-Inszenierungen vom Deutschen Theater Berlin „Der Menschenfeind“ von Molière und „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller wurden 2020/21 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Die Regisseurin hat bereits regelmäßig am Thalia gearbeitet, ihre Uraufführung von Finn-Ole Heinrichs „Räuberhände“ läuft seit 2013 erfolgreich im Repertoire der Gaußstraße. Zuletzt inszenierte sie am Thalia Theater Tschechows „Drei Schwestern“.

Regie: Anne Lenk
Bühne: Judith Oswald
Kostüme: Sibylle Wallum
Dramaturgie: Susanne Meister
Musik: Camill Jammal
Video: Jonas Link

Emilia Galotti bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Emilia Galotti

Schauspiel

Wolf unter Wölfen

von Hans Fallada / in einer Fassung von Christina Bellingen und Luk Perceval

Es ist das Inflationsjahr 1923. Wolfgang Pagel ist Kriegsheimkehrer ohne Profession, seine Freundin Petra Ledig ist erst Schuhverkäuferin, dann arbeitslos und schließlich Gelegenheitsprostituierte. Nun wollen beide heiraten. Als am Hochzeitsmorgen das Geld fehlt, treibt es den verzweifelten Wolfgang in die Halbwelt des verrückten, überdrehten Zwischenkriegs-Berlin. In einem illegalen Spielkasino hofft er auf großen Gewinn und trifft alte Kriegskameraden. Petra legt sich währenddessen mit ihrer Wirtin an, wird auf die Straße gesetzt und als leichtbekleidete Herumtreiberin verhaftet. Dass sie zudem schwanger ist, darf niemand wissen. Wolfgang, der sich verlassen glaubt, begibt sich mit den ehemaligen Soldaten ostwärts zum Rittergut Neulohe, um ein neues Leben zu beginnen. Dort verstrickt er sich nicht nur in das finanzielle Desaster des unbedachten Gutspächters von Prackwitz, sondern gerät auch mitten hinein in den Küstriner Putschversuch der Schwarzen Reichswehr, die am 1. Oktober 1923 die deutsche Regierung stürzen will. „Wolf unter Wölfen“ ist ein überbordendes Gesellschaftsporträt, das im taumelnden „Babylon“ Berlin und auf einem verschuldeten Landgut im Ausnahmezustand spielt. Kriegsversehrtheit, Massenarbeitslosigkeit und der Rausch des Geldes, das immer weiter gedruckt wird, lassen die Menschen verrohen. Und so spielt der Romantitel auf die Aussage des Philosophen Thomas Hobbes an: homo homini lupus (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf).

Regisseur Luk Perceval hat bereits mehrere Romane von Hans Fallada erfolgreich für die Bühne adaptiert. Mit „Kleiner Mann – was nun?“ (Münchner Kammerspiele) und „Jeder stirbt für sich allein“ (Thalia Theater) wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Nach längerer Pause kehrt er noch einmal ans Thalia Theater zurück, um gemeinsam mit dem Ensemble seine Beschäftigung mit Fallada fortzusetzen.

Regie: Luk Perceval
Bühne: Annette Kurz
Kostüme: Ilse Vandenbussche
Dramaturgie: Christina Bellingen
Musik: Philipp Haagen, Rainer Süßmilch
Choreografie: Ted Stoffers
Licht: Mark Van Denesse

Dauer: 3:20h, inklusive einer Pause

Wolf unter Wölfen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Wolf unter Wölfen

Schauspiel

Das Leben ein Traum

von Pedro Calderón de la Barca

Palast und Grab, Prunk und Zerfall, Schicksal und Verdammnis – 1635, zwischen Krieg und Pest, stellt der spanische Autor Calderón de la Barca die großen Fragen nach der Existenz des Menschen und nach gerechter Herrschaft.

Auf Anraten der Sterne hat König Basilio seinen Sohn Sigismund von Geburt an weggesperrt. Jetzt wagt er ein politisches Experiment. Völlig unvorbereitet macht er Sigismund für einen Tag zum König. Trotzdem sich der Thronfolger als Bestie erweist, besteht das Volk auf seinem rechtmäßigen Herrscher. Der christlichen Philosophie entstammend fragt das Barockdrama, ob unser irdisches Leben nur ein kurzer Traum ist – und wer ihn wohl träumt. Schon 1639 fand die deutsche Erstaufführung in Hamburg statt. Der Stoff faszinierte Künstler von Goethe über Grillparzer bis zu Pasolini.

Am Thalia Theater inszeniert ihn nun der Niederländer Johan Simons, prägender Regisseur des europäischen Theaters und Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Simons arbeitet regelmäßig mit dem Ensemble des Thalia Theater, sein Hamburger „Schimmelreiter“ wurde zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen. Nach Dostojewskijs „Der Idiot“ bringt Simons nun erneut Weltliteratur ans Alstertor.

Regie: Johan Simons
Mitarbeit Regie: Friederike Harmstorf
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Teresa Vergho
Dramaturgie: Susanne Meister
Musik: Victor IJdens
Licht: Jan Haas

Dauer 2:30h, ohne Pause

Das Leben ein Traum bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Das Leben ein Traum

Schauspiel

State of Affairs

von Yael Ronen und Roy Chen

Die Menschen brauchen Geschichten über sich selbst. Und sie erfinden sie immer wieder neu. Oft befragen sie dafür den „State of Affairs“, den sogenannten Stand der Dinge, denn er gibt ihnen Orientierung. Aber wie sieht der eigentlich aus? Welche Geschichten brauchen wir jetzt, wenn es um nicht weniger zu gehen scheint, als die Zukunft der Menschheit? Und wie wird es dann um die „Affairs“ selbst bestellt sein? Denn auch unsere (zwischenmenschlichen) Beziehungen stehen auf dem Prüfstand. Sie verändern sich im aufreibenden Geflecht von Postpandemie, global-politischer, klimatischer und ökonomischer Verunsicherung, Krise und Einsamkeit: Wagen wir einen Blick auf die gegenwärtigen und zukünftigen Paradoxien unseres Zusammenlebens!

Die israelische Regisseurin und Autorin Yael Ronen lebt in Tel Aviv und Berlin und arbeitet seit über 15 Jahren im deutschsprachigen Theater. Ihre vielfach ausgezeichneten Inszenierungen spielen oft mit einem humoristisch-provokativen Blick auf historische und heutige Konflikte. „Slippery Slope. Almost a Musical“, 2022 zum Theatertreffen eingeladen, war bei den Lessingtagen 2023 zu sehen. Wie Ronens erste Arbeit am Thalia Theater „(R)Evolution. Eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert“ – inspiriert vom israelischen Wissenschaftsstar Yuval Noah Harari – wird sich auch „State of Affairs“ den aktuellen und populären Hypothesen zur Spezies Mensch stellen, sie weiterdenken und vielleicht ad absurdum führen.

Regie: Yael Ronen
Bühne: Evi Bauer
Kostüme: Amit Epstein
Dramaturgie: Christina Bellingen
Musik: Yaniv Fridel, Ofer (OJ) Shabi
Video: Stefano Di Buduo
Licht: Christiane Petschat

Dauer: 1:30h, ohne Pause

State of Affairs bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte State of Affairs

Konzert

Ciao Amore!

Dalida - Eine (musikalische) Annäherung von und mit Oana Solomon

Deutsch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Hebräisch, Englisch — Musiklegende Dalida sang in vielen Sprachen und wurde zum Weltstar. Privat wurde aber ihr Leben von vielen Tragödien überschattet. Eine glamouröse Frau, die den Spagat zwischen Karriere und Liebe nicht meistern konnte…

Musikalisch begleitet vom Pianisten Julian Friedrich nähert sich Oana Solomon dem Superstar und Musikphänomen Dalida. Über 1.000 Lieder in 15 Sprachen hat die aus einer italienischen Familie stammende und in Kairo geborene Sängerin aufgenommen, über 150 Millionen Alben verkauft und als weltweit erste Künstlerin eine Diamantene Schallplatte erhalten. Ihr Leben war eine Achterbahn zwischen Erfolg und Verzweiflung. Grund genug der Ausnahmekünstlerin einen kleinen, feinen im Abend in der Bar des Nachtasyls zu widmen.

Oana Solomon, in Bukarest geboren, ist dem Thalia Theater seit langem verbunden, u.a. war sie als Schauspielerin an der internationalen Produktion „FRONT“ und weiteren Arbeiten von Regisseur Luk Perceval beteiligt. Gemeinsam mit Bernd Grawert entwickelte sie im Nachtasyl „50 Worte für Schnee – Eine Apokalypse-Pop-Show“ . Im aktuellen Spielplan ist Oana Solomon in „Im Menschen muss alles herrlich sein“ von Sasha Marianna Salzmann in der Gaußstrasse zu sehen.

Regie: Elsa-Sophie Jach
Dramaturgie: Susanne Meister
Text: Heike Falkenberg, Oana Solomon
Mit: Oana Solomon
Musikalische BeGleitung: Julian Friedrich

Ciao Amore! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Ciao Amore!

Schauspiel

Der Prozess

von Franz Kafka

Nichts ist mehr normal, nichts ist mehr einfach. Obwohl im Leben Josef K.‘s alles in geregelten Bahnen läuft, wird er an seinem 30. Geburtstag von einer mysteriösen Behörde verhaftet. Sein Alltag überlagert sich mit Gesetzesstrukturen, seine Welt wird zu einem System aus zweifelhaften Figuren und Instanzen, aus undurchschaubarer Logik, die sich den Erwartungen und Hoffnungen K.‘s immer wieder entgegensetzt. Am Ende kommt jede Erkenntnis zu spät und das Urteil ist unerschütterlich: Josef K. ist schuld – weil er lebt.

Franz Kafkas posthum erschienenes Roman-Fragment wird heute zu einem modernen Spiegel für die Zwänge, denen der Mensch unterliegt – und die er auf sich selbst anwendet, angesichts einer überkomplexen Wirklichkeit.

Nach seiner Interpretation von Schillers „Räuber“, mit der Michael Thalheimer in der vorletzten Spielzeit an das Thalia Theater zurückgekehrt ist, inszeniert er zum ersten Mal einen Roman von Franz Kafka, der vor demnächst 100 Jahren am 3. Juni 1924 gestorben ist.

Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Michaela Barth
Dramaturgie: Emilia Linda Heinrich
Musik: Bert Wrede

Dauer: 2h, keine Pause

Der Prozess bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Der Prozess

Schauspiel

Maria Stuart und Elisabeth

Ein Duell zweier Königinnen

Auf der Thalia Bühne treffen sich an einer Bushaltestelle die Königinnen „Maria Stuart und Elisabeth“ zum Duell. Beide hoffen auf eine Zukunft ohne die andere, um endlich frei atmen zu können. „Das ist der Augenblick der Freiheit, wenn jede Angst des Irdischen von einem abfällt.“ Karin Neuhäuser und Barbara Nüsse spielen nach fast zwei Jahre Fahrplanänderungen ihr grandioses Königinnenduell in der Inszenierung von Antú Romero Nunes im Thalia Theater.

Und im Anschluss jagt eine junge Frau den Woyzeck durch die Nacht.

Regie: Antú Romero Nunes
Bühne: Matthias Koch
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Matthias Günther
Musik: Anna Bauer, Johannes Hofmann
Mit: Barbara Nüsse, Karin Neuhäuser

Dauer: 1:15h, keine Pause

Maria Stuart und Elisabeth bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Maria Stuart und Elisabeth

Schauspiel

Wenn die Rolle singt
oder der vollkommene Angler

von und mit Thomas Niehaus und Paul Schröder

Angeln ist praktische Philosophie. Angeln ist Kontemplation und Stress, Entschleunigung und Adrenalin, Erfolg und Misserfolg. Angeln ist Auf und Ab. Angeln ist mit einem Wort: Das Leben. Der Angler ist der Prophet des Glaubens. Er sucht in jedem noch so dunklen Gewässer einen Schimmer der Hoffnung. Aber meistens scheitern seine Versuche. Aber er scheitert gern. Im Angeln findet das Scheitern seinen höchsten Ausdruck. Denn: Nur wer neunmal gescheitert ist, kann einmal auch ein überglücklicher Mensch sein.

Paul Schröder und Thomas Niehaus begeben sich auf einen abendlichen Ansitz an ihr Vereinsgewässer und werfen ihre Schnüre aus in der Hoffnung auf den großen Fang. Kein Wasser ist ihnen zu trübe, als dass sie nicht darin zu fischen versuchten. Kein Thema ist ihnen zu heikel, um es nicht ausführlich zu erörtern. Und neben Angler-Latein und eiskalten Fakten, neben Izaak Walton und Petrus bleibt die ewige Frage: Was tun wir hier? Sitzen wir nicht alle am fließenden Wasser des Lebens und werfen die Schnur aus im Gedanken an unser Glück? Und während sie so dasitzen, zwei Denkmäler der Geduld und der Hoffnung, und schließlich der lockende „Komm-mit“-Ruf des Waldkauzes die Verheißung der Nacht ankündigt und arme Seelen in die Finsternis des Waldes zu rufen trachtet, holen die beiden ihre Stirnlampen raus und bereiten sachlich und konzentriert die Aal-Montage vor. Dann stimmen sie ein Lied an. Oder auch nicht. Je nach Wetterlage.

Regie: Johanna Witt
Bühne: Marion Schindler
Video: Jonas Link

Dauer 2:30 h, inklusive einer Pause

Wenn die Rolle singt oder der vollkommene Angler bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Wenn die Rolle singt oder der vollkommene Angler

Szenische Lesung

Freiflug #15: All you can eat

Szenische Einrichtung Chiara Liotine

In einem grotesken Schreckensszenario, wird der menschliche Konsumwahn bis zum Selbstverzehr mit Fingerspiesslis und marinierten Ohren auf die Spitze getrieben.

Freiflug #15: All you can eat bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Freiflug #15: All you can eat

Konzert

Try-out

Ein Abend mit Kirill Serebrennikov & Ensemble

Der im Exil lebende russische Regisseur Kirill Serebrennikov bereitet derzeit seine vierte und letzte Thalia-Inszenierung vor. Nach „Der schwarze Mönch“, „Der Wij“ und „BAROCCO“ – allesamt Manifeste der Freiheit und Schönheit – wird er mit „LEGENDE“ im August die Ruhrtriennale eröffnen. Wir haben ihn nun überredet, vorab ein „Try-out“ für Hamburg zu ermöglichen. Vielleicht sehen Sie als allererste einen Rohbau der Inszenierung, vielleicht sehen Sie Ausschnitte – das wissen wir noch nicht.

Was wir aber wissen: Sie haben die Möglichkeit, ganz dicht dran zu sein bei der Entstehung einer aufregenden Inszenierung, bevor sie eines der wichtigsten internationalen Festivals eröffnet und dann ab dem 30. November im Thalia Theater zu sehen ist.

Try-out bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Try-out

Lesung

Salon Narrativ

Why We Matter - Das Ende der Unterdrückung / mit Emilia Roig & Alena Jabarine / Live-Musik Rasha Nahas

Zuhause, in Bildungseinrichtungen, in Theatern, den Medien, Gerichtssälen, am Arbeitsplatz, im Krankenhaus und auf der Straße im Markt – überall stoßen wir auf gesellschaftliche Ungleichheiten und Unterdrückungsmechanismen. Die verschiedenen Diskriminierungsformen treten dabei selten isoliert auf, sondern überschneiden sich oft - ein Phänomen das ‚Intersektionalität’ genannt wird. In ihrem Sachbuch "Why We Matter" widmet sich die Politikwissenschaftlerin und Autorin Emilia Roig diesen verschlungenen Pfaden der Diskriminierung und liefert eine essenzielle Grundlage für Diskussionen und Weiterentwicklungen in der sozialen Gerechtigkeitsbewegung.

Wir wollen dieses Phänomen, seine Hintergründe und Wege daraus hinaus mit ihr diskutieren, im Rahmen des Dritten Salon Narrativ im Nachtasyl gemeinsam mit der Autorin selbst und er Journalistin Alena Jabbarin. Die Diskussion wird dabei musikalisch begleitet von der palästinensischen Sängerin, Komponistin und Instrumentalisten Rasha Nahas.

Dr. Emilia Roig, unter anderem auch Autorin des Sachbuchs „Das Ende der Ehe“, hat an Universitäten in Frankreich, Deutschland und den USA zu den Themen Intersektionalitätstheorie, postkoloniale Studien, kritische Rassentheorie, Queer-Feminismus sowie internationales und europäisches Recht gelehrt. 2017 gründete sie das Center for Intersectional Justice (CIJ). Sie war Jurymitglied des Deutschen Sachbuchpreises 2020, wurde 2019 zum Ashoka Fellow ernannt und erhielt 2021 den Edition F Award. Beim Impact of Diversity Award wurde sie 2022 zur "Most Influential Woman of the Year" gewählt.

Rasha Nahas ist als genreübergreifende und auf Erzählungen fokussierte Künstlerin in der Underground-Szene verwurzelt. Am Thalia Theater spielt sie seit 2019 bei der Inszenierung Vogel von Wajdi Mawad mit.

Alena Isabelle Jabarine ist Politikwissenschaftlerin und freie Journalistin und arbeitet derzeit hauptsächlich für das investigative Format STRG_F. In den vergangenen drei Jahren lebte sie im besetzten Westjordanland, wo sie über ihren "Instagram"-Account über die politischen Realitäten und das tägliche Leben vor Ort berichtete.

Im Salon Narrativ wird gelesen und diskutiert. Es gibt eine neue deutsche Literatur von Autoren und Autorinnen, die von Erfahrungen erzählen und Themen verhandeln, die von der postmigrantischen Literatur bis hin zur experimentellen Poesie reichen und neue Perspektiven und Ästhetiken versammeln. Die Abend werden begleitet vom Ensemble des Thalia Theaters und Mohammed Ghunaim | Ziko, der zwischen den Zeilen Platten auflegt.

Salon Narrativ bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Salon Narrativ

Szenische Lesung

Freiflug #14: The Effect

nach Lucy Prebble / Szenische Einrichtung Camilla Ferraz

Ist das Liebe oder doch nur ein von einer antidepressiven Testpille ausgelöster Dauer-Serotonin-Höhenflug? Connie und Tristan sind Freiwillige in einer Versuchsreihe für Psychopharmaka gegen depressive Verstimmungen. Dabei sind sie eigentlich gar nicht depressiv, nur gelegentlich traurig und außerdem seit Beginn der Studie auffällig voneinander angezogen.

Nach ihrer Inszenierung des Jugendbuchs "Wolf" von Saša Stanišić, der schnell zum Publikumsliebling avanciert ist, inszeniert Camilla Ferraz zum dritten Mal für die Nachwuchsreihe „Freiflug“ im Nachtasyl.

Freiflug. Junge und vielsprechende Talente, die Assistentinnen und Assistenten des Thalia Theater, zeigen ihre ersten künstlerischen Arbeiten. Offensiv und progressiv!

Regie: Camilla Ferraz
Bühne: Antonia Kamp
Kostüme: Daniel Goergens
Dramaturgie: Natalja Starosta

Dauer: 1 Stunde 15 Minuten

Freiflug #14: The Effect bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Freiflug #14: The Effect

Konzert

Salut Salon

Träume

Träume kitzeln unsere Sinne. Sie amüsieren und inspirieren uns. Und sie lassen das Unmögliche auf einmal kinderleicht erscheinen.

Salut Salon führen furios und verzaubernd durch musikalische Traumwelten zwischen Illusion und Wirklichkeit. Bereits mit ihrem fulminanten Auftakt, dem „Tango del Diablo‟ von Astor Piazzolla, lassen Angelika Bachmann (Geige), Meta Hüper (Geige), Heike Schuch (Cello) und Kristiina Rokashevich (Piano) erahnen, wie vielfältig Träume klingen können: turbulent und verstörend, zart und sehnsuchtsvoll. Das Quartett lustwandelt mit absolut mitreißender Dynamik durch die Emotionen und nutzt die Instrumente nicht nur in klassischer Perfektion, sondern auch tollkühn und einfallsreich als Klangwerkzeuge und künstlerische Komplizen. Geigen, Cello und Piano werden beklopft, bearbeitet und betanzt. Die Instrumente ertönen derart impulsiv und einfühlsam, als seien sie selbstständige Charaktere, die ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen haben: Von Überschwang und Liebe, von der Flüchtigkeit der Zeit und den Utopien, die wir gerade jetzt besonders dringend brauchen.

In „Träume‟ erwecken Salut Salon allerlei magische Wesen und märchenhafte Gestalten zum Leben. Sie treiben ihren Schabernack, regen zum Nachdenken an und befeuern die Imagination. Lässig groovend werden die Hexen in Donovans „Season of the Witch‟ beschworen. Wild fliegen sie umher in Bartholdys „Walpurgisnacht‟. Und mit betörender Finesse rechnen sie sich durch Goethes „Hexeneinmaleins‟. Düster treibt wiederum der Teufel in Prokofjews „Diabolische Einflüsterung‟ sein Unwesen. Und mit der Filmmusik zu „Harry Potter‟ geht es mitten hinein in die Geheimnisse von Hogwarts. Salut Salon kennen beim Träumen keine Grenzen: Da strotzt eine jiddische Nummer nur so vor Tanzlust, Lebensfreude und Freiheitswillen. Und das Wiegenlied „Nana‟ des georgischen Komponisten Sulchan Zinzadse zieht sanft an der Seele, wenn eine Mutter und ihr Kind davon träumen, in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen.

Ob Vivaldi, Brahms, Tschaikowsky oder Dukas: Salut Salon interpretieren die Werke herrlich eigensinnig und mit berauschender Spielfreude. Das Quartett erstaunt sein Publikum mit Verbalakrobatik und Slapstick, mit Stepptanz und einer singenden Säge. Und mit allerlei verblüffenden Effekten: Da springt ein leuchtender Funke ganz real von einer Musikerin zur nächsten über, es schneit auf der Bühne wie in einem Märchenwald. Und wenn es besonders schnell und leidenschaftlich wird, brennt sogar der Cellobogen. Nicht zu vergessen die Puppe Oskar, der die Pianistin Kristiina mit seinen urkomischen Zauberkunststücken in den Wahnsinn treibt. Immer wieder stimmen die Musikerinnen in mehrstimmigen Gesang ein, so anrührend wie euphorisierend. „Träume‟ ist eine Show voller Poesie, die sie der Welt wunderbar abgelauscht haben. Unterhaltung mit Anspruch und Augenzwinkern, die das Publikum beseelt und beschwingt. Und die aufs Schönste dazu anregt, seinen eigenen Träumen zu folgen.

Salut Salon bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Salut Salon

Schauspiel

Die Orestie

nach Aischylos, Sophokles, Euripides

Premiere: 30.10.2024

Koproduktion mit den Salzburger Festpielen 2024

Wie zeigt man Krieg auf dem Theater? Entzieht dieser sich nicht der Darstellbarkeit?

Die Stücke der Orestie zeigen keine kriegerischen Handlungen, auch spielen sie nicht in Kriegsgebieten, sondern in Regionen, die vordergründig vom Krieg verschont blieben – und auf der Seite der Sieger. Hier zeigt sich der Abglanz des Krieges. Und auch hier ist er verheerend. Selbst für jene, die eigentlich als Gewinner aus der Schlacht hervorgingen, scheint sich der Krieg nicht gelohnt zu haben. Zu entsetzlich der Preis und die Folgen.

„Die 2500 Jahre alte Trilogie beschreibt die psychische Grundstruktur, die Menschen dazu bringt, sich in Kriege zu begeben: Alle wähnen sich im Recht. Für alle verheißen Krieg und Mord das Wiederherstellen eines einstmals rechtmäßigen Zustands. Sie zeigt aber auch, dass dies nicht funktioniert. Dieser eine Mord noch – dann wird alles gut. Die Orestie macht es plausibel, dass Menschen sich in den Zustand des Mörders begeben – und schildert, wie sehr sie damit überfordert sind. Die erhoffte Erlösung nach den Morden stellt sich nicht ein. Die Antwort: neue Morde. Mit unausweichlicher Gnadenlosigkeit wird aufgezeigt, wie stets wieder neue Rache und Vergeltung erzeugt wird, nie aber eine Wiedergutmachung des erlittenen Leids stattfindet. Wie kommen wir da nur wieder raus? Ist auch das Verlassen dieses absurden Kreises etwas, das dem Menschen gegeben ist?“ Nicolas Stemann

Nicolas Stemanns Neufassung dieser antiken Stoffe entsteht vor dem Hintergrund einer Gegenwart, die uns täglich die Auswirkungen und Ohnmacht des Krieges vor Augen führt. Nach einigen Jahren Pause kehrt Stemann damit ans Thalia Theater zurück, wo er die Anfangsjahre der Intendanz stark geprägt hat.

Regie: Nicolas Stemann
Bühne: Katrin Nottrodt
Kostüme: Sophie Reble
Dramaturgie: Sandra Küpper
Video: Claudia Lehmann, Konrad Hempel
Licht: Paulus Vogt

Die Orestie bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Die Orestie

Online-Shop

Thalia Shop

Mützen, Hoodies, Sweatshirts, Stoffbeutel, Bücher, Wein, Geschenkboxen, Gutscheine oder Karten.

Thalia Shop bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Thalia Shop

Online

Thalia digital

Willkommen in unserer Mediathek! Hier finden Sie die im Lockdown entstandenen Video-Reihen "Theater der Lüfte", "Poesie-Ambulanz", "Ich erwarte die Ankunft des Teufels" oder "Es brennt noch Licht", den "SchillerWalk" und die "Hyperion-Miniaturen", die Thalia Podcasts und eine Übersicht über die kommenden Streams.

Thalia digital bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Thalia digital

© Armin Smailovic
5

Thalia Theater

Das alte Gebäude des Thalia Theaters wurde von den Architekten Franz Georg Stammann und Auguste de Meuron konzipiert und 1843 gegenüber dem heutigen Bau errichtet. Der größere Neubau wurde 1912 unter Leitung des Regisseurs Leopold Jessner am Pferdemarkt, heute: Gerhart-Hauptmann-Platz, (Architekten Werner Lundt und Georg Kallmorgen) mit 1300 Plätzen eröffnet. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört, Ende der fünfziger Jahre restauriert und im Dezember 1960 wiedereröffnet.

Das Thalia Theater ist eines der drei Hamburger Staatstheater, eine Sprechtheaterbühne mit einem festen und viel gerühmten Ensemble. Es gibt auf der großen Bühne ca. 1.000 Plätze, das Repertoire umfasst etwa 20 Produktionen, die täglich wechselnd oder in Blöcken gespielt werden. Pro Spielzeit gibt es etwa neun neue Premieren im Großen Haus am Alstertor.
Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel. 040.32814-444, Fax -212

Thalia Theater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Thalia Theater

Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Theater Thalia Theater Hamburg Hamburg, Alstertor 1
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Aufführungen / Theater The English Theatre of Hamburg Hamburg , Lerchenfeld 14
Aufführungen / Ballett Hamburg Ballett John Neumeier Hamburg, Caspar-Voght-Straße 54
Aufführungen / Theater Kampnagel Hamburg, Jarrestraße 20
Ereignisse / Festival Grenzgänge Hamburg 18. bis 29.6.2024
Aufführungen / Theater Theater Itzehoe Itzehoe, Theodor-Heuss-Platz 1
Aufführungen / Oper Opernloft Junges Musiktheater Hamburg e.V. Hamburg, Van-Der-Smissen-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater das Zimmer Hamburg, Washingtonallee 42
Aufführungen / Kabarett Theaterschiff Hamburg Hamburg, Holzbrücke 2 / Nikolaifleet
Aufführungen / Theater Altonaer Theater Hamburg, Museumstraße 17
Aufführungen / Theater monsun.theater Hamburg Hamburg, Friedensallee 20
Aufführungen / Theater Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, Hudtwalckerstraße 13
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona
Sa 15.6.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona
So 16.6.2024, 18:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Die Burg - Theater am Biedermannplatz Hamburg, Biedermannplatz 19
Aufführungen / Theater VB Thalia Hamburg, Maike-Harder-Weg 19
Aufführungen / Operette Hamburger Engelsaal Hamburg, Valentinskamp 40 - 42
Aufführungen / Theater Pantheater Haseldorf, Deichreihe 29
Aufführungen / Theater Galli Theater Hamburg Hamburg, Behringstraße 26-28

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.