zur Startseite
© Ralph Larmann
8

Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

Kontakt

Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de
Bewertungschronik

Elbphilharmonie bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Elbphilharmonie

Kammerkonzert

Philharmonisches Kammerkonzert

Claire Gascoin, Mezzosopran
Sebastian Deutscher, Violine
Mette Tjærby Korneliusen, Violine
Maria Rallo Muguruza, Viola
Thomas Rühl, Viola
Clara Grünwald, Violoncello
Merlin Schirmer, Violoncello
Felix von Werder, Kontrabass


Alexander von Zemlinsky: »Maiblumen blühten überall« für Sopran und Streichsextett
Richard Strauss: Metamorphosen / Rekonstruktion der Urfassung für Streichsextett und Kontrabass von Rudolf Leopold
Arnold Schönberg: Verklärte Nacht / Streichsextett d-Moll op. 4

Glühende Melancholie und brennende Todessehnsucht

»Alles neu macht der Mai«, heißt es beim 3. Kammerkonzert bereits im Januar: Alle Zeichen stehen auf Veränderung, Verwandlung und Fortschritt. Alexander Zemlinsky ist der Nachwelt wohl vor allem als Opernkomponist ein Begriff, doch in den Werken seiner Jugend zeigt sich eine Dekadenz des Sturm und Drangs vor allem in der Kammermusik. So finden sich in seinem unvollendet gebliebenen »Maiblumen blühen überall« nicht nur die glühende Melancholie und brennende Todessehnsucht des Fin de Siècle, sondern auch das Begehren eines jungen Musikers nach der Welt.

Die »Metamorphosen« schrieb Richard Strauss hingegen an einem gänzlich anderen Punkt seines Lebens: Mit 81 Jahren spürte er die schleichenden Schatten des Todes näherkommen. Diese Komposition zählt zu den bedeutendsten Spätwerken Strauss‘ und entstand in einer Zeit des Grauens. Erste Aufzeichnungen lassen sich auf Sommer 1944 zurückdatieren, als Tod und Zerstörung allgegenwärtig waren. »Metamorphosen«, nicht etwa Variationen, nannte der Komponist das in drei Teile gegliederte Stück, in dem sich die Themen im Verlauf beinahe unmerklich verwandeln. Das Ziel des Wandels offenbart sich erst kurz vor Schluss: Strauss zitiert den Beginn des Trauermarsches aus Beethovens »Eroica« und schrieb dazu: »In memoriam«. Das Werk wird so zum Klagegesang auf die Welt und das Leben selbst.

Auch Arnold Schönberg fand, wenn auch in einem gänzlich anderen historischen Kontext, bedeutende Schlussworte in der Musik. 1899 komponierte er das Streichsextett »Verklärte Nacht« und fand damit gewissermaßen einen Ausklang des 19. Jahrhunderts. Das Werk löste bei der Uraufführung 1902 in Wien heftigste Reaktionen aus, laut Schönberg wurde es »ausgezischt und verursachte Unruhe und Faustkämpfe«. So zeigt sich an diesem Beispiel sehr deutlich, wie sich Zeiten und Geschmäcker ändern, denn heute zählt die »Verklärte Nacht« zum Schönsten der Streicherliteratur, ein berauschendes Stück Jahrhundertwende-Musik.

Philharmonisches Kammerkonzert bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Philharmonisches Kammerkonzert

Konzert

Decoder Ensemble

Leopold Hurt, E-Zither, Kaoss-Pad, Performance
Andrej Koroliov, Klavier, Keyboard, Performance
Carola Schaal, Klarinette, Performance
Sonja Lena Schmid, Violoncello, Performance
Jonathan Shapiro, Schlagzeug, Performance
Alexander Schubert, Sounddesign


»Substitutes«
mit Stücken von Alexander Schubert, Sarah Nemtsov, Liepa Vozgirdaité, Severin Dornier und Genoel von Lilienstern

Fantasierende KI und musizierende Motoren

Das Ensemble Decoder zählt zu den originellsten und unerschrockensten Vertretern der internationalen Neue-Musik-Szene. Mit seinem hochenergetischen Sound begeistert es in renommierten Konzerthäusern ebenso wie in Szene-Clubs wie dem Berliner Berghain. Mehrere Jahre lang war Decoder Gastgeber der Elbphilharmonie-Reihe »Unterdeck«, bei der sie spannende Performance-Abende mit ganz unterschiedlichen Gast-Künstler:innen gestaltet haben.

In ihrem neuen Programm »Substitutes« werden die Instrumente des Ensembles durch mechanische und elektronische Medien erweitert. Eigens konstruierte Motoren spielen auf den Saiten und Membranen, künstliche Intelligenz entwickelt eigenständige Fantasien und das Schlagzeug durchlebt eine ungeahnte Metamorphose mittels live-elektronischer Effekte. Eine intensive Kunsterfahrung, die Grenzen zwischen Mensch und Maschine, Realität und Traum verschwimmen lässt!

Decoder Ensemble bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Decoder Ensemble

Jugendprogramm

DJ Workshop für Flinta*

ab 16 Jahren

Grundlagen des DJing lernen

Der zweiteilige DJ-Workshop »Vinyl & CDJ« ermöglicht den Teilnehmer:innen sich mit den grundlegenden Techniken des DJing vertraut zu machen. Das Ausprobieren steht im Vordergrund – von der Materialbeschaffung über die Auswahl von Musik, technisches Knowhow, Software und Tricks beim Auflegen von Vinyl. Zugleich sind Fragen rund um den Alltag, die Besonderheiten und Herausforderungen im DJ-Handwerk willkommen.

Der Workshop findet am 2. und 3. März statt. Anmeldungen bis 27. Februar unter

Geleitet wird der Workshop von den international erfolgreichen DJs Ena Lind und Resom. Ena Lind, die auch als Coach arbeitet, teilt ihr Wissen seit 2010 bei DJ-Workshops in Berlin und weltweit. 2018 gründete sie außerdem den DJ-Workspace Spoon. Auch Resom ist als DJ international gefragt und war Residenzkünstlerin in Clubs wie ://about blank und Paloma in Berlin sowie im Hamburger Golden Pudel Club.

Der Workshop findet in Kooperation mit Spoon statt. Spoon ist ein DJ-Workspace für Frauen, Trans- und nicht-binäre Personen, die so das Auflegen mit Vinyl in wertungsfreier Atmosphäre lernen, sich austauschen und sich als Künstler:innen weiterentwickeln können.

Veranstaltungsende ca. 16:30 Uhr

Veranstalter: HamburgMusik / Spoon DJ Workspace

DJ Workshop für Flinta* bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte DJ Workshop für Flinta*

Kurs

Workshop: Kreativ Modular Synthesizer

für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Analoge Synthesizer haben die Popmusik im 20. Jahrhundert verändert – und sind heute wieder sehr beliebt. Ein echter Synthesizer-Spezialist zeigt in diesem Workshop, wie man mit Strom spannende Klänge, Geräusche und Melodien erzeugt. Gleich zwölf analoge, modulare Synthesizer stehen zum Experimentieren, Improvisieren und Komponieren bereit.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Alle Teilnehmenden benötigen ein Ticket.
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

Veranstalter: HamburgMusik

Workshop: Kreativ Modular Synthesizer bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Workshop: Kreativ Modular Synthesizer

Kinderkonzert

Schulkonzert "Geschöpft!"

Klasse 1–2 / Vorschule

Lin Chen Schlagwerk, Komposition
Lini Gong Gesang, Komposition
Heike Klockmeier Puppenspiel
Stephan von Löwis Idee, Konzept


Ferne Klangwelten

»Geschöpft« entführt in die wunderbare Klangwelt Chinas. Dort erzählt man sich, dass in grauer Vorzeit eine Frau mit Schlangenschwanz - Nü Wua - Tiere und Menschen erschuf und Feuer und Fluten bekämpfte. Mit den Instrumenten von Lin, der wunderbaren Stimme von Lini und dem Puppenspiel von Heike wird die Geschichte zum Leben erweckt.

Eine chinesische Wassermusik

Veranstalter: HamburgMusik

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie

Schulkonzert "Geschöpft!" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Schulkonzert "Geschöpft!"

Konzert

Swedish Radio Symphony Orchestra / Maria João Pires / Daniel Harding

Swedish Radio Symphony Orchestra
Maria João Pires, Klavier
Dirigent: Daniel Harding


Hugo Alfvén: In den Schären op. 20
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 467
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra / Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche op. 30

Die Sonne geht auf

Maria João Pires und Daniel Harding verbindet schon seit vielen Jahren eine gemeinsame musikalische Liebe: Mozart! Für ihren Abend mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra haben die portugiesische Pianistin und der englische Dirigent Mozarts brillantes und festlich glanzvolles C-Dur-Konzert ausgewählt. Das zweite Hauptwerk des Programms ist Richard Strauss’ Tondichtung »Also sprach Zarathustra«, die mit einem der berühmtesten Trompetensignale der Musik- und Kinogeschichte beginnt!

Vor den beiden Repertoire-Klassikern stellt Chefdirigent Harding mit seinem Radioorchester eine Rarität vor. Es ist die folkloristisch angehauchte und 1904 entstandene Tondichtung »Eine Schärensage« des Schweden Hugo Alfvén.

Danach unterstreicht Maria João Pires mit ihrem klassizistisch klaren und zugleich empfindsamen Spiel ihren Ruf als eine der bedeutendsten Mozart-Pianistinnen der Gegenwart.

Und nach der Pause geht in Strauss´ Feier der Natur und der Schöpfung die Sonne auf – mit jenem Trompetenmotiv, das 1968 Stanley Kubrick für seinen Kinoklassiker »2001 – Odyssee im Weltraum« verwendete.

Swedish Radio Symphony Orchestra / Maria João Pires / Daniel Harding bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Swedish Radio Symphony Orchestra / Maria João Pires / Daniel Harding

Kinderkonzert

Funkelkonzert L / Geschöpft!

ab 6 Jahren

Lin Chen Schlagwerk, Komposition
Lini Gong Gesang, Komposition
Heike Klockmeier Puppenspiel
Stephan von Löwis Idee, Konzept


Eine chinesische Wassermusik

Ferne Klangwelten

»Geschöpft« entführt in die wunderbare Klangwelt Chinas. Dort erzählt man sich, dass in grauer Vorzeit eine Frau mit Schlangenschwanz – Nü Wua – Tiere und Menschen erschuf und Feuer und Fluten bekämpfte. Mit den Instrumenten von Lin, der wunderbaren Stimme von Lini und dem Puppenspiel von Heike wird die Geschichte zum Leben erweckt.

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

Funkelkonzert L / Geschöpft! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Funkelkonzert L / Geschöpft!

Konzert

Cécile McLorin Salvant: Ogresse

Cécile McLorin Salvant, vocals, composition
Darcy James Argue, direction, arrangements
Alexa Tarantino, saxophone, flute, clarinet
Tom Christensen, saxophone, bass clarinet, oboe, cor anglais
Kirk Knuffke, trumpet
Joshua Roseman, trombone, tuba
Warren Wolf, vibraphone, marimba
Brandon Seabrook, guitar, banjo
Helen Sung, piano, organ, melodica
David Wong, double bass
Samuel Torres, percussion

Mivos Quartet:
Olivia de Prato, violin
Maya Bennardo, violin
Victor Lowrie Tafoya, viola
Tyler J. Borden, violoncello


»Ogresse«

Gestatten, Menschenfresserin

Ogresse ist das französische Wort für ein weibliches Ungeheuer, genauer: eine Menschenfresserin. Die Titelfigur des gleichnamigen Projekts entstand in der Fantasie der umwerfenden haitianisch-französisch-amerikanischen Sängerin Cécile McLorin Salvant, als sie fasziniert vor dem mythisch aufgeladenen Gemälde einer Voodoo-Göttin des haitianischen Künstlers Gerard Fortune stand. Salvant, ausgebildet in Barockgesang und gleichzeitig eine der stärksten Stimm-Improvisatorinnen der jüngeren Jazzgeschichte, ersann daraufhin ein Märchen von einem riesigen Untier, das im Wald lebt und sich von Leuten ernährt, die ihm unklugerweise zu nahe kommen.

Es gibt dazu eine komplette gezeichnete Welt, ebenfalls von ihr selbst entworfen, die zu einem Film werden soll. Und es gibt von Salvant komponierte Musik zu ihren Texten, die ein befreundeter Arrangeur für sie und ein 13-köpfiges Kammerensemble setzte. »Ogresse«, bislang nur selten live zu erleben, dürfte eines der Highlights des Jazzprogramms in dieser Elbphilharmonie-Saison werden.

Cécile McLorin Salvant ist eine charismatische Sängerin. Gesegnet mit völliger Intonationssicherheit und einer sensationellen Vielfalt an Farben im Timbre ihrer Stimme, hat sie das Publikum in der Elbphilharmonie schon 2017 und 2021 bei Konzerten mit kleineren Besetzungen in Begeisterung versetzt. Keine Frage, dass ihr das auch diesmal gelingen wird. Ihr Arrangeur Darcy James Argue produziert als Leiter, Komponist und »Ringleader« seiner eigenen, ziemlich formidablen Bigband »Secret Society« spannende, unkonventionelle Musik am laufenden Band. Auch für »Ogresse« hat er ein handverlesenes Team aus Musikerinnen und Musikern zusammengestellt und für McLorin Salvants märchenhafte Songs eine ganz eigene, faszinierende Klangwelt geschaffen.

Cécile McLorin Salvant: Ogresse bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Cécile McLorin Salvant: Ogresse

Konzert

Zuzana Ferjenčíková, Orgel

Zuzana Ferjenčíková, Orgel

Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio und Rondo C-Dur KV 617 (Bearbeitung für Orgel von Jean Guillou)
Franz Liszt: Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen S 179 / Präludium nach Johann Sebastian Bach (Bearbeitung für Orgel von Alexander Winterberger)
Sergej Rachmaninow: Die Toteninsel / Sinfonische Dichtung op. 29 (Bearbeitung für Orgel von Louis Robilliard)
Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio h-Moll KV 540 (Bearbeitung für Orgel von Zuzana Ferjenčíková)
Franz Liszt: Orpheus / Sinfonische Dichtung Nr. 4 S 98 (Bearbeitung für Orgel von Jean Guillou)
Jean Guillou: Hypérion ou la rhétorique du feu op. 45

Im neuen Gewand

Wenn Komponisten ein Werk schreiben, haben sie eine konkrete Idee, eine Vision davon, wie es klingen soll. Manchmal jedoch entwickeln sich im Nachhinein andere klangliche Vorstellungen oder die Nachwelt ist der Meinung, dass ein Werk auch ganz anders klingen kann. Dann hat die Stunde der Bearbeiter geschlagen, die den Werken ein neues klangliches Gewand maßschneidern.

Im Falle der Sinfonischen Dichtungen von Franz Liszt waren dies etwa dessen Zeitgenosse Alexander Winterberger und der moderne Visionär Jean Guillou. Winterberger machte aus den Klaviervariationen über »Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen« ein veritables Orgelwerk – und zwar so erfolgreich, dass die Klavierfassung heute kaum noch gespielt wird. Guillou hingegen, selbst ein Virtuose ersten Ranges, erweiterte die Liszt’sche Vision der Orpheus-Sage zu einer rauschenden Klangorgie für Orgel.

Für dieses Repertoire ist die slowakische Organistin und einstige Guillou-Schülerin Zuzana Ferjenčíková genau die Richtige. Mit einer stupenden Technik gesegnet und angetrieben von einem beständig lodernden inneren Feuer, haucht sie diesen Bearbeitungen bei ihrem Elbphilharmonie-Debüt nun neues Leben ein – auch Sergej Rachmaninows berühmter »Toteninsel« und Mozarts Tastenwerken, von denen Ferjenčíková eines gleich selbst bearbeitet hat. Zum Abschluss erklingt mit Guillous wahrhaft titanischer Fantasie über Hyperion, den göttlichen Boten des Lichts, schließlich noch ein Originalwerk für die Orgel.

Zuzana Ferjenčíková, Orgel bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Zuzana Ferjenčíková, Orgel

Konzert

Edmar Castaneda Quartet

Edmar Castaneda, harp
Andrea Tierra, vocals
Shlomi Cohen, saxophone
Rodrigo Villalon, drums


Sinfonischer Harfen-Sound

Die Liste seiner Kooperationen ist schier unendlich: Edmar Castaneda hat den virtuosen Klang seiner Harfe mit Musik-Giganten wie Sting, John Scofield oder Paco De Lucía geteilt und mit Ausnahmemusiker:inen wie der japanischen Pianistin Hiromi oder dem amerikanischen Banjo-Großmeister Béla Fleck gespielt. Nun kommt der Kolumbianer mit seinem Quartett um die Sängerin Andrea Tierra in die Elbphilharmonie.

Für Edmar Castaneda, 1978 in Bogotá geboren, ist sein musikalisches Talent ein Geschenk Gottes, das er an die Menschen weitergeben will. Ein Talent, dass ihm aber auch in die Wiege gelegt wurde, schon sein Vater war ein bekannter Harfenist und Sänger in Kolumbien. Mit 13 Jahren begann Edmar Castaneda die lateinamerikanische Gitarre Cuatro und Harfe zu spielen, die typischen Instrumente für die ursprünglich aus Venezuela kommende Musik- und Tanzform Joropo. Seit Mitte der 90er Jahre lebt der Kolumbianer in New York, wo er sich mit seinem sinfonisch vollen Harfen-Sound und einer Mischung aus südamerikanischem Folk, Flamenco und Jazz einen Namen gemacht hat. 

Edmar Castaneda Quartet bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Edmar Castaneda Quartet

Konzert

Quatuor Diotima

YunPeng Zhao, Violine
Léo Marillier, Violine
Franck Chevalier, Viola
Alexis Descharmes, Violoncello


Luigi Nono: Fragmente – Stille, An Diotima für Streichquartett
Ludwig van Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132

Meilensteine für 16 Saiten

Das französische Quatuor Diotima trägt seit 1996 einen auch in der Neuen Musik berühmten Namen. Denn mit »Fragmente – Stille, An Diotima« komponierte Luigi Nono 1980 eines der epochalen Werke der Gegenwartsmusik. Und weil Nono darin auch Bezug auf Beethovens gleichermaßen bahnbrechendes, spätes Streichquartett op. 132 nimmt, verbindet das Quatuor Diotima diesen beiden Kompositionen zu einem großen Streichquartettabend.

Als »transzendentale Musik« hatte Luigi Nono sein Streichquartett bezeichnet, das 1980 beim Bonner Beethovenfest uraufgeführt wurde. Und in das feine Klanggewebe, das sich zwischen Stille und Nicht-Stille bewegt, wob Nono nicht nur Zitate etwa von Verdis »Ave Maria« ein. Zu den musikalischen Rückbezügen gehört auch jener überirdisch schöne, langsame Satz »Heilige Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit«, der sich in Beethovens offiziell letztem Streichquartett op. 132 findet.

Quatuor Diotima bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Quatuor Diotima

Konzert

Tschechische Philharmonie / Sir András Schiff / Semyon Bychkov

Tschechische Philharmonie
Sir András Schiff, Klavier
Dirigent: Semyon Bychkov


Antonín Dvořák:
Karneval / Konzertouvertüre op. 92
Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

Goldenes Böhmen

Niemand Geringeres als Antonín Dvořák dirigierte 1896 das Gründungskonzert der Tschechischen Philharmonie. Bis heute ist das traditionsreiche Prager Orchester berühmt für seinen warmen, typisch-böhmischen Klang. Unter der Leitung von Chefdirigent Semyon Bychkov widmet es nun das Programm dem großen Böhmen Dvořák. Und neben der berühmten Sinfonie »Aus der Neuen Welt« erklingt sein einziges Klavierkonzert, gespielt von Sir András Schiff.

Für den ungarischen Meisterpianisten ist das 1876 entstandene Opus »ein wunderbares Konzert in der besten sinfonischen Tradition von Mozart, Beethoven, Schumann und Brahms.« Wobei der Solist aber nicht als Hauptdarsteller fungiert, sondern eine herrliche Einheit mit dem Orchester bildet.

Das zweite Hauptwerk ist Dvořáks Neunte, die während seines Amerika-Aufenthaltes entstand. In dem Werk tauchen dementsprechend African-American-Spirituals auf – aber auch Anklänge an die Musik aus der fernen, böhmischen Heimat.

Veranstalter: HamburgMusik / Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette

Mit Unterstützung der Hamburger Feuerkasse

Tschechische Philharmonie / Sir András Schiff / Semyon Bychkov bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tschechische Philharmonie / Sir András Schiff / Semyon Bychkov

Konzert

Les Métaboles / SWR Experimentalstudio

Les Métaboles, Vokalensemble
Matteo Cesari, Flöte
Barbara Bultmann, Violine
Juditha Haeberlin, Violine
Éric-Maria Couturier, Violoncello
Leitung: Léo Warynski
SWR Experimentalstudio


»Portrait Luigi Nono«

Luigi Nono: Quando stanno morendo / Diario polacco Nr. 2 für Frauenstimmen, Flöte, Violoncello und Live-Elektronik
»Hay que caminar« soñando für zwei Violinen

Der Weg ist das Ziel

Das Portraitkonzert mit dem SWR Experimentalstudio erinnert nicht nur an den politischen Menschen Luigi Nono, der 1981 unter dem Eindruck des verhängten Kriegsrechts in Polen das Stück »Quando stanno morendo / Diario polacco Nr. 2« für Stimmen und Instrumente schrieb und es verfolgten polnischen Freunden und Genossen widmete. In seinem Spätwerk konzentrierte sich der Komponist Nono musikalisch immer mehr auf sich bewegende Raumklänge und arbeitete dafür regelmäßig mit dem legendären SWR Experimentalstudio zusammen. So auch bei seinem »zweiten polnischen Tagebuch«, bei dem zwar das Ensemble Les Métaboles auf der Bühne verweilt, die elektronisch live veränderten Klänge aber durch den gesamten Saal wandern.

Bei »Hay que caminar – soñando« sind es hingegen ganz konkret die zwei Violinistinnen des Ensemble Resonanz, die zwischen den im Raum verteilten Notenpulten umherwandeln. Mit seiner choreografischen Anlage versinnbildlicht dieses letzte von Nono geschriebene Stück einen Satz, den er völlig fasziniert auf einer Klostermauer entdeckt hatte: »Wanderer, es gibt keinen Weg. Was zählt, ist allein das Gehen.«

Les Métaboles / SWR Experimentalstudio bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Les Métaboles / SWR Experimentalstudio

Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / NDR Vokalensemble / Jonathan Stockhammer

NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Vokalensemble
Siobhan Stagg, Sopran
Noa Frenkel, Alt
Simon Bode, Tenor
Matthias Brandt, Sprecher
Dirigent: Jonathan Stockhammer


Bruno Maderna: Biogramma
Luigi Nono: Il canto sospeso

Schwebender Gesang

Luigi Nono empfand sich sein Leben lang als politisch denkender Mensch und Komponist. Doch statt mit musikalischen Manifesten gegen gesellschaftliches Unrecht anzukomponieren, glaubte er an die aufklärerische Kraft der Musik. Wie im Jahr 1956, als er mit seiner großbesetzten Kantate »Il canto sospeso« Abschiedsbriefe von zum Tode verurteilter Widerstandskämpfer in eine aufwühlende und hochpoetische Klangsprache übersetzte. Diesem »schwebenden Gesang« widmet sich jetzt der amerikanisch-deutsche Dirigent und Nono-Spezialist Jonathan Stockhammer.

Das musikalische Credo von Luigi Nono war es, mit seinen Werken »das Ohr aufzuwecken, die Augen, das menschliche Denken«. Und dieses Ziel spiegelte sich sogleich in dem 1956 in Köln uraufgeführten »Canto sospeso« wider, das mit seinen Orchesterteilen, A-cappella-Chören und Arien auch Nonos Nähe zur italienischen Madrigal- und Opernkunst unterstreichen. Doch in seiner musikalischen Rückbesinnung ist dieser »Gesang« von einer brennenden und bewegenden Gegenwärtigkeit.

Einführung: 19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Veranstalter: HamburgMusik / NDR

NDR Elbphilharmonie Orchester / NDR Vokalensemble / Jonathan Stockhammer bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte NDR Elbphilharmonie Orchester / NDR Vokalensemble / Jonathan Stockhammer

Konzert

Rosaceae

Rosaceae, live electronics
Simav Hussein, voice
Noah-Jinu Moerbeck, guitar


Schönheit und Schmerz

Die multidisziplinäre Künstlerin Leyla Yenirce verdichtet als Rosaceae in ihren Arbeiten Sounds, Bilder und Dokumentationen feministischen Widerstands. Rosaceaes audiovisuelle Werke sind dabei vielgestaltige Collagen. Sie montiert eindrückliche Sprachsamples und auratische Fieldrecordings mit musikalischen Elementen von Noise, Ambient und Techno. In der Reihe ePhil präsentiert Rosaceae ihr Werk »A Piece of the Storm«. Elektronische Klangfelder und die Stimme der Vokalistin Simav Hussein eröffnen einen Resonanzraum, in dem verhandelt wird, was die gesprochene Sprache nicht offenbaren kann.

Veranstalter: HamburgMusik

Präsentiert von ByteFM

Rosaceae bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Rosaceae

Festival

Reflektor André Heller

Sa, 16.3.2024 - So, 24.3.2024

Der Kunst-Entdeckungsreisende André Heller bringt für sein Reflektor-Festival Musiker:innen aus allen Genres zusammen und kuratiert fantasievolle Kombinationen. Mit Camilla Nylund und Angélique Kidjo, jüdischer Sakral Musik, den Besten aus Wien, Songwriterlegende Jimmy Webb und vielen mehr.

André Heller ist Regisseur, Chansonnier, Maler, Radiomacher, Autor, kreatives Mastermind und international erfolgreicher Multimediakünstler. Seine bisherigen Projekte reichen von Gartenkunstwerken, Wunderkammern, literarischen Bestsellern, großen fliegenden und schwimmenden Skulpturen, bis hin zum avantgardistischen Vergnügungspark »Luna Luna«, der 1987 auf der Hamburger Moorweide realisiert wurde. Neben der Regie von Shows, Theaterstücken, Zirkussen, Filmen und Opern, einer vielfach ausgezeichneten Karriere als Sänger und Songwriter hat er auch Feuerspektakel, Labyrinthe und Museumsbauten umgesetzt. Heller, der in Wien, Marrakesch und auf Reisen lebt, spricht von sich selbst nicht als Künstler. Er sieht sich als Schüler, der versucht, weiße Flecken auf der Landkarte seines Wissens zu tilgen. In der Elbphilharmonie kuratiert André Heller nun ein groß angelegtes Festival. Die ersten Programmhighlights sind bereits veröffentlicht, weitere folgen in den nächsten Wochen.

»Fremd ist der Fremde nur in der Fremde« lautet das Motto, nach einem halb dadaistischen, halb philosophischen Text von Karl Valentin. Hellers Vision: Menschen zum Staunen bringen, auf und vor der Bühne. Dazu hat er eine erstaunliche Vielfalt an Künstlerinnen und Künstlern quer durch alle Genres eingeladen. Das Publikum kommt an fast jedem Abend in den Genuss, gleich mehrere sehr unterschiedliche Musiker:innen in einem Konzert kennenzulernen – und entdeckt womöglich Querverbindungen, wo niemand sie vermutet hätte.

So trifft die gefeierte finnische Opernsängerin Camilla Nylund mit Liedern aus dem Great American Songbook auf Angélique Kidjo, die damit an den großen Erfolg ihres eigenen Reflektor-Festivals im März 2023 anknüpft. Ein finnischer Männer-Schrei-Chor steht traditionellen bulgarischen Sängerinnen gegenüber. Kraftvolle Gnawa-Musik aus Marokko verbindet sich mit spirituellem Sufi-Gesang aus Pakistan und drei unterschiedliche Kantorentraditionen geben Einblicke in die Vielfältigkeit der jüdischen Sakralmusik. Dazu gibt es Projekte um die große Maria Callas, das erste Deutschlandkonzert von Songwriterlegende Jimmy Webb und, natürlich, das Wienerlied aus Hellers Heimatstadt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, unter anderem mit einer Auswahl aus der von Heller in den letzten Jahrzehnten gestalteten Filmreihe »Menschenkinder«, rundet das musikalische Programm ab.

Reflektor André Heller bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Reflektor André Heller

Konzert

André Hellers Sufi Night

Eröffnungskonzert Reflektor André Heller

Hind Ennaira & Ensemble
Fareed Ayaz & Abu Muhammad Brothers


Spiritueller Auftakt

André Hellers Reflektor-Festival beginnt mit spritueller Musik aus Marokko und Pakistan. Die rhythmusbetonte Musik der Gnawa-Sängerin Hind Ennaira aus der marokkanischen Stadt Essaouira im ersten Konzertteil geht über in das kraftvolle Qawwali des Sufi-Ensembles von Fareed Ayaz und seinem Bruder Abu Muhammad aus Pakistan. Gnawa-Musik zu hören ist ein körperliches Erlebnis, das die Spielenden und Zuhörenden mit ihren eindringlichen Rhythmen und Gesängen gleichermaßen in Ekstase versetzt. Auch im Qawwali spielt der durch das Medium Musik ausgelöste Zustand der Ekstase eine wichtige Rolle und soll Publikum und Ausführende Gott näherbringen.

Die erst 26-jährige Gnawa-Musikerin und Gimbri-Spielerin Hind Ennaira ist eine der wenigen weiblichen Maâlems oder Meistermusikerinnen unter den etwa hundert Gnawa-Künstler:innen in Marokko, die ihre Musiktradition in der Regel vom Vater an den Sohn weitergeben. Als Maâlem leitet sie das Gnawa-Ensemble bestehend aus tanzenden Sänger:innen, die das Kastagnetten-ähnliche Instrument Krakebs spielen, mit ihrer bassigen Gimbri-Laute.

Im zweiten Teil folgt kraftvoller Qawwali-Gesang vom pakistanischen Sufi-Ensemble rund um Fareed Ayaz und seinem Bruder Abu Muhammad. Die musikalischen Wurzeln des Ensembles reichen 700 Jahre zurück in die Tradition der Andachtssänger von Delhi. Qawwali, bekannt als »der Weg des Herzens«, drückt in der Sufi-Mystik die inbrünstige Hingabe zu Gott aus. Die Musik beginnt mit einem meditativen Rhythmus aus Gesängen, Melodien und Perkussionen. Nach und nach steigert sich der Rhythmus und erreicht berauschende Höhepunkte, die Musiker:innen und Zuhörer:innen näher an das Göttliche heranführen sollen. Die Brüder und ihr Ensemble sind seit über 30 Jahren international bekannt und gelten als die populärste Qawwal-Gruppe Pakistans.

Veranstalter: HamburgMusik

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie

André Hellers Sufi Night bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte André Hellers Sufi Night

Konzert

Archie Shepp Quintet feat. Marion Rampal

Reflektor André Heller

Archie Shepp, saxophone
Marion Rampal, vocals
Thomas Savy, clarinet, bass clarinet
Michel Benita, double bass
Pierre-Francois Blanchard, piano


»There Is Love«

Die Legende als Sideman

Archie Shepp gehört zu den ganz großen Jazzlegenden: Seit mehr als 60 Jahren prägt der Saxofonist, Komponist, Sänger und Pianist die Szene nachhaltig, hat unzählige Alben aufgenommen und immer wieder neue Entwicklungen vorangetrieben. Darüber hinaus hatte er lange eine Musikprofessur inne und schreibt Theaterstücke und Gedichte. Im Rahmen des von André Heller kuratierten Reflektor-Festivals steht er als Saxofonist und Sänger gemeinsam mit der französischen Songwriterin, Chanson- und Jazzsängerin Marion Rampal auf der Bühne, mit der Shepp bereits seit 2012 immer wieder zusammenarbeitet.

Bei einem gemeinsamen Konzert auf dem französischen Festival »Parfum de Jazz« bezeichnete sich Archie Shepp ganz bescheiden als »Sideman« neben Marion Rampal – er empfinde den Perspektivwechsel, mal nicht im alleinigen Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen, als sehr entspannend. Dabei ist das Programm »There Is Love«, benannt nach einer Ballade, eine Verbeugung vor älteren Songs von Shepp sowie eine Plattform für neue Stücke, die er für diese spezielle Besetzung komponierte. Sie webt einen feinen Sound, geprägt von der für Shepp typischen Blues-Melancholie, auf dessen Basis die Wärme von Rampals Stimme und die von Shepps Saxofon ganz organisch zusammenfinden.

Archie Shepp Quintet feat. Marion Rampal bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Archie Shepp Quintet feat. Marion Rampal

Konzert

Chor der schreienden Männer & Bulgarian Voices Angelite

Reflektor André Heller

Mieskuoro Huutajat
The Bulgarian Voices Angelite


»Gewaltige Stimmen«

Fernab von Klischees

Passend zu seiner Künstlerpersönlichkeit, die ihn in fast alle Genres geführt hat, lässt André Heller bei dem von ihm kuratierten Reflektor-Festival ganz unterschiedliche Gruppen in gemeinsamen Konzerten aufeinandertreffen. Der finnische Chor der schreienden Männer »Mieskuoro Huutajat« und der bulgarische Frauenchor »Angelite« gehören beide zu den bekanntesten Vokalgruppen ihrer Heimatländer und haben sich weit über die jeweiligen Grenzen hinaus große Bekanntheit erarbeitet.

Ein Chor, der nicht singt? Der Mieskuoro Huutajat deklamiert, ruft und schreit auf der Bühne – von Nationalhymnen über Kinderlieder bis hin zu Gesetzestexten. Die rund 30 Männer brüllen mal im Einklang unisono und mal in mehreren rhythmisch komplexen Stimmgruppen, meistens a cappella und manchmal mit Requisiten wie Megafonen oder alpenhornähnlichen Ofenrohren. Petri Sirviö komponiert Stücke für den Chor und dirigiert ihn – mit einem Drumstick.

Etwas konventioneller geht es anschließend bei den Bulgarian Voices Angelite zu: Der Frauenchor präsentiert die einzigartige Gesangstradition seines Landes in farbenprächtigen Trachten. Neben bulgarischen Volksliedern interpretiert der Chor auch zeitgenössische Auftragskompositionen, die auf dem musikalischen Erbe aufbauen. Mit einer Musik zwischen westlicher Harmonik und orientalisch anmutenden mikrotonalen Schwingungen lässt der Chor folkloristische Klischees weit hinter sich.

Chor der schreienden Männer & Bulgarian Voices Angelite bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Chor der schreienden Männer & Bulgarian Voices Angelite

Konzert

Jimmy Webb

Reflektor André Heller

Jimmy Webb, piano, vocals

Der Mann hinter den Hits

Er schrieb die Hits für Stars wie Frank Sinatra, Barbara Streisand oder The 5th Dimension, Klassiker wie »MacArthur Park«, »Up, Up and Away«, »Wichita Lineman« oder das berühmte »Highwayman« für die Country-Supergroup um Johnny Cash: Jimmy Webb. Nun betritt er selbst die Bühne – eine seltene Chance, diese Songwriter-Legende live zu erleben.

Jimmy Webb schrieb mit seinen Songs Musikgeschichte, die Hitlisten der letzten Jahrzehnte sind ohne ihn nicht denkbar. Einer seiner großen Fans, Frank Sinatra, nannte Webbs »By the Time I Get to Phoenix« sogar den »besten Song, der je geschrieben wurde«. Dabei bringt Webb Hits nicht nur aufs Papier, sondern auch auf die Bühne: Seit rund 30 Jahren ist der mit mehreren Grammys ausgezeichnete Musiker auch als erfolgreicher Interpret unterwegs und veröffentlichte inzwischen fünf hochgelobte Solo-Alben. Was für eine Ehre, dass er seinen ersten Live-Auftritt in Deutschland nun im Rahmen des »Reflektor André Heller« in der Elbphilharmonie feiert!

Jimmy Webb bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Jimmy Webb

Jazz

Lakecia Benjamin

Jazz at the Phil

Lakecia Benjamin, saxophone
Oscar Perez, piano
Elias Bailey, double bass
E.J. Strickland, drums


»Phoenix«

Kosmische Kraft

Mit der Saxofonistin Lakecia Benjamin kommt eine Gewinnerin des Deutschen Jazzpreises 2023 in die Elbphilharmonie. Die 1982 in New York geborene Musikerin stellt ihr politisch motiviertes Konzeptalbum »Phoenix« vor, auf dem es um die Gegenwart Amerikas nach Corona geht, um zunehmenden Rassismus und Armut und um das Selbstbewusstsein Schwarzer Frauen.

Schon auf dem Cover von »Phoenix« stellt Lakecia Benjamin klar, auf welche Wurzeln sie sich beruft. Thronend in Goldkostüm und weißen Stiefeln, präsentiert sie mit stolzem Blick ihr Instrument wie ein Szepter und zitiert den Kampfgeist der Black Power-Aktivistin und Sängerin Betty Davis, den Afrofuturismus eines Sun Ra und die Bedeutung alter afrikanischer Königreiche.

Benjamin ist im New Yorker Latino-Viertel Washington Heights aufgewachsen, hat dort in Salsa- und Merengue-Bands gespielt und sich nach ihrem Musikstudium als Session-Musikerin etabliert. Sie ist mit Stevie Wonder und Harry Belafonte aufgetreten und war mit Alicia Keys und Missy Elliot auf Tour.

Nach zwei Funk-lastigen Alben hat sie sich mit der kosmischen Phase von Alice und John Coltrane beschäftigt. Diesen Einfluss hört man auch auf »Phoenix« in Benjamins furioser, aber auch lyrischer Intonierung mit dem Altsaxofon und am dichten Zusammenspiel mit ihrer Band mit Victor Gould am Piano, Ivan Taylor am Bass und dem famosen Drummer E.J. Strickland. Musik als spirituelle, heilende Kraft!

Lakecia Benjamin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Lakecia Benjamin

Konzert

Jewish Music Night

Reflektor André Heller

The Brooklyn Cantors
Voices of Yemen
The Piyut Ensemble


Kaleidoskop jüdischer Gesangstraditionen

Israel ist ein kultureller Schmelztiegel. Hier treffen nicht nur mehrere Weltreligionen aufeinander, auch innerhalb des Judentums unterscheidet man je nach Herkunft zwischen Aschkenasim, Misrachim, Sephardim und vielen anderen Gruppierungen. Schließlich kamen Juden ebenso aus Europa wie aus asiatischen und afrikanischen Ländern wie dem Iran, dem Irak, Marokko, Jemen oder Äthiopien in den neu gegründeten Staat. Traditionsreiche sakrale und spirituelle Gesangskulturen, hochaktuell interpretiert und weitergedacht – dieses verbindende Element spinnt den roten Faden durch die Jewish Music Night in der Elbphilharmonie.

Religiöse jüdische Poesie, genannt Piyut, gab dem Piyut Ensemble seinen Namen. Synagogenlieder, Musik aus Nordafrika und aus dem Nahen Osten, sowie Elemente ganz unterschiedlicher Weltmusik sind Inspirationsquellen für sein spirituell-künstlerisches Schaffen, das tief verankert ist im jüdischen Glauben und in jüdischen Zeremonien. Mitreißender Gesang, begleitet von eingängigen geklatschten Rhythmen und Percussion machen den Sound der Gruppe aus. Kraftvolle jemenitische Rhythmen und Gesänge sind auch Elemente, die sich in der Musik von Voices of Yemen widerspiegeln. Das Hauptanliegen des 2021 von Ravid Kahalani gegründeten Ensembles ist Bewahrung der mystischen Lieder der jüdischen Stämme des Jemen, angereichert mit zeitgemäßen Grooves.

Auch die jüdische Diaspora hat ihren Platz in diesem einmaligen Konzert: In Brooklyn begeben sich seit einigen Jahren junge chassidische Sänger auf die Suche nach den synagogalen Gesängen ihrer Vorfahren. Tonbandaufnahmen aus der Vorkriegszeit liefern ihnen dabei Anhaltspunkte für eine historisch akkurate wie individuelle Interpretation. Die Gesänge verströmen eine erhebende Zuversicht und Lebensfreude, die im durch Vertreibung und Flucht ausgelösten Leid und beim erzwungenen Neubeginn in der Fremde Kraft gegeben und Trost gespendet haben. Auf dem Programm der Brooklyn Cantors steht auch ein Gesang von Jossele Rosenblatt, der von 1906 bis 1912 in Hamburg wirkte, ehe er in den USA berühmt wurde und bis heute als wichtige Referenz des Kantoren-Gesangs gilt.

Jewish Music Night bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Jewish Music Night

Aufführung

Meisterklasse / Theaterstück mit Andrea Eckert als Maria Callas

Reflektor André Heller

Andrea Eckert, Maria Callas
Daniel Große Boymann, Manny Weinstock
Claudia Emà Camie, Sophie de Palma
Teresa Gardner, Sharon Graham
Pablo Cameselle, Anthony Candolino
Oliver Mülich, Ein Bühnenarbeiter
Arie Zinger & Ensemble, Inszenierung
John Lloyd Davies, Bühne
Arnulf Rainer, Bild
Birgit Hutter, Kostüm
Oliver Mülich, Maske


Terence McNally: Meisterklasse
Inszenierung des Wiener Volkstheaters von Arie Zinger

Maria Callas’ bewegtes Leben

Maria Callas, die berühmteste Sopranistin aller Zeiten ist derzeit wieder in aller Munde; im Dezember 2023 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Gleich mehrere neue Biografien beleuchten ihr bewegtes Leben; auch ein Film mit Angelina Jolie in der Hauptrolle wird derzeit gedreht und soll 2024 erscheinen. 1995 schrieb der amerikanische Dramatiker Terrence McNally sein Erfolgsstück »Meisterklasse«. Die fiktive Geschichte schildert, wie »die Callas« nach dem Ende ihrer Bühnenkarriere drei junge Sänger:innen unterrichtet und dabei zu sich selbst findet. In Rückblenden reflektiert »Meisterklasse« zudem die entscheidenden Stationen von Maria Callas’ Leben: ihre von Armut geprägte Kindheit, ihre glänzenden Auftritte an der Mailänder Scala, die zerstörerische Beziehung zum reichen Reeder Aristoteles Onassis. Wie beiläufig erklingt dazu Musik von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Vincenzo Bellini.

In Hamburg wird nun einmalig und im Rahmen des von André Heller kuratierten Reflektor-Festivals die legendäre Inszenierung des Wiener Volkstheaters gezeigt – mit der Schauspielerin und Sängerin Andrea Eckert als ungnädige, verletzliche Diva. Rekordverdächtige 170.000 Besucher:innen sahen diese im Laufe von zwölf Jahren. Eckert wurde dafür vielfach ausgezeichnet und als Primadonna Assoluta des Schauspiels gefeiert.

Meisterklasse / Theaterstück mit Andrea Eckert als Maria Callas bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Meisterklasse / Theaterstück mit Andrea Eckert als Maria Callas

Konzert

Camilla Nylund / Angélique Kidjo

Reflektor André Heller

Camilla Nylund, Sopran
Angélique Kidjo, Gesang
Hamburger Camerata
Dirigent Christian Reif


Herzenslieder Afrikas und Amerikas

Im Rahmen seines Reflektor-Festivals bringt André Heller möglichst unterschiedliche Künstler:innen auf die Bühne der Elbphilharmonie. Die international auf allen großen Opernbühnen gefeierte Sopranistin Camilla Nylund trifft mit Amerikanischen Klassikern beim Doppelabend auf Angélique Kidjo aus Benin, die neue »Mama Africa«, die erst im März 2023 mit einem eigenen Reflektor-Festival in der Elbphilharmonie für euphorische Reaktionen gesorgt hatte.

Spätestens seit André Heller zum imposanten Portfolio seiner Tätigkeiten noch den Opernregisseur hinzufügte, zählt die finnische Starsopranistin Camilla Nylund zu seinen absoluten Lieblingsdiven. Im Winter 2019/20 inszenierte er an der Staatsoper Berlin den »Rosenkavalier« von Richard Strauss mit ihr als Marschallin, anschließend heckten die beiden gleich ein weiteres Projekt aus: Nylund singt orchestral arrangierte Evergreens aus dem Great American Songbook und betritt damit furchtlos ein für sie bisher unbekanntes Terrain. Der an Strauss und Wagner gestählten Sängerin gelingt auf wundersame Weise, die unbändige Kraft und Geschmeidigkeit ihres dramatischen Soprans zugleich auszuspielen und so zu zügeln, dass sie dem Spirit des Jazz gerecht wird. »Ihre einzigartige Begabung, ihre Flexibilität, ihre Neugier, ihre virtuose Handhabung von Wirkungsmacht und ihre Herzensbildung« schätze Heller an Nylund.

All dies ließe sich auch über Angélique Kidjo sagen, die berühmteste weibliche Stimme der afrikanischen Gegenwartsmusik. Nach ihrem umjubelten Reflektor-Festival im Frühjahr 2023 muss Kidjo niemandem mehr vorgestellt werden. Für ihren neuerlichen Auftritt in der Elbphilharmonie hat sie eigens Arrangements ihrer Herzenslieder aus Afrika für Stimme und Orchesterbegleitung in Auftrag gegeben. So entsteht ein Programm mit Liedern ganz unterschiedlicher Herkunft, interpretiert von zwei Großen ihrer Zunft und man darf gespannt sein, wie sich das am Ende dann auch noch zu einem großen gemeinsamen Ganzen rundet.

Veranstalter: HamburgMusik

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie

Camilla Nylund / Angélique Kidjo bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Camilla Nylund / Angélique Kidjo

Konzert

Soweto Gospel Choir

Reflektor André Heller

Freiheit und ansteckende Freude

Der Soweto Gospel Choir zählt zu den berühmtesten Gospelchören der Welt, hat drei Grammys gewonnen, ist mit U2, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Beyoncé und den Red Hot Chili Peppers aufgetreten. Aber wenn die südafrikanischen Sängerinnen und Sänger auf die Bühne treten und ihre kraftvollen Stimmen erheben, ist das alles nebensächlich, völlig uninteressant. Denn dann zählt für den Chor nur seine Mission – und die ist seit der Gründung im Jahr 2003 stets die gleiche geblieben. Sie lautet: »Spreading joy«, Freude verbreiten. Es dauert meist nur wenige Takte, bis diese im Publikum ankommt.

Entstanden ist der Chor vor 20 Jahren in Soweto (kurz für »South West Townships«), jenem Vorort von Johannesburg, in dem auch Nelson Mandela lebte und in dem er die südafrikanische Freiheitsbewegung initiierte. Der Soweto Gospel Choir trat ab 2003 bei historischen Feierlichkeiten im demokratischen Südafrika auf, sang 2013 bei Nelson Mandelas Staatsbegräbnis und ist heute in der ganzen Welt unterwegs, auch als Botschafter von Mandelas Stiftung.

Im Großen Saal der Elbphilharmonie singt der Chor nun im Rahmen des »Reflektors André Heller« bekannte Titel von Curtis Mayfield, Marvin Gaye oder Otis Redding, sowie auch Gospel-Songs, geschrieben von Größen der Popmusik wie Bob Dylan, Whitney Houston oder Prince. Eine Besonderheit des Chores ist es, dass die Sänger:innen die Songs teilweise übersetzen und in einigen der zwölf offiziellen Sprachen Südafrikas singen. Und dass das berühmte »Hallelujah« von Leonard Cohen auch auf Sotho und Zulu seine Kraft entfaltet – daran besteht seit der Interpretation des Soweto Gospel Choir kein Zweifel mehr.

Soweto Gospel Choir bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Soweto Gospel Choir

Konzert

Oum & Noura Mint Seymali

Reflektor André Heller

Oum & Ensemble 
Noura Mint Seymali & Band 


Aus Alt mach Neu

Ein Update für traditionsreiche Musikformen – das haben sich die Sängerinnen Oum aus Marokko und Noura Mint Seymali aus Mauretanien zum Ziel gesetzt. Sie erweitern ihre jeweiligen nationalen Traditionen durch zeitgenössische Einflüsse und machen sie so für die Gegenwart relevant. Im Rahmen des von André Heller kuratierten Reflektor-Festivals sind die beiden Frauen mit ihrem explorativen musikalischen Ansatz in einem gemeinsamen Konzert zu erleben.

Die Musik der Sängerin Oum ist ein Spiegel ihres Heimatlandes Marokko, dessen Klangtraditionen sie mit internationalen Einflüssen aus Soul, Jazz und Elektronik vermischt. Oum studierte in Rabat Architektur, bevor sie sich ganz der Musik zuwandte. Sie textet in Darija, dem lokalen marokkanischen Arabisch, und arbeitet kraftvolle Gnawa-Rhythmen in ihre Songs ein. In Hamburg wird sie ihr neues Album »Dakchi« präsentieren, für welches sie neben ganz neuen Songs auch alte Lieder neu interpretiert. Das Album ist eine Hommage an den kollektiven Zusammenhalt, ein Thema, was aktueller nicht sein könnte und ist mit vielen langjährigen musikalischen Wegbegleiter:innen der Sängerin entstanden.

Noura Mint Seymali ist in ihrer Heimat Mauretanien längst ein Star und gilt als musikalische Botschafterin des Landes. In Hamburg ist sie nun erstmals zu erleben. Ihre Laufbahn beginnt bereits in jungen Jahren: Von ihrer Großmutter erlernt sie die spezifischen Gesangstechniken der Griots – eigentlich ist dieser Epengesang aus Westafrika eine männliche Domäne. Noura Mint Seymali begleitet sich selbst auf der Ardine-Harfe, die wiederum nur Frauen vorbehalten ist. Inspiriert vom Sound ihres Mannes, dem Gitarristen und Tidinitspieler Jeich Ould Chighaly, gründet sie 2004 ihre erste Fusion-Band. Gemeinsam mischen sie traditionelle mauretanische Instrumente wie die Laute Tidinit und die Ardine mit rauchigen elektronischen Effekten und sumpfigen E-Bässen. Das Resultat ist eine faszinierende Spannung zwischen alten Klängen und Funk, Blues, Rock und futuristischen Sounds.

Oum & Noura Mint Seymali bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Oum & Noura Mint Seymali

Konzert

»Die Besten aus Wien«

Reflektor André Heller

mit Voodoo Jürgens, Der Nino aus Wien, Anna Mabo, Ursula Strauss, Tini Kainrath, Ernst Molden und das Frauenorchester, Neue Wiener Concert Schrammeln u.a

Wienerlied-Melange in XXL

Nur keine falsche Bescheidenheit: Die Besten aus Wien, die den »Reflektor André Heller« mit einem großen Song-Reigen beschließen, tragen diesen Namen natürlich zu Recht, selbst wenn es in Wien noch haufenweise weitere Künstler:innen gibt, die kein bisschen weniger gut sind als sie. Immerhin verfügt diese Stadt über eine jahrhundertealte Musikgeschichte in einem Genre, das es so kein zweites Mal gibt auf der Welt: dem Wienerlied. Diese Gattung zwischen Chanson und Blues, Volksmusik und Kabarett sprüht vor Geist und Witz, den die Wiener »Schmäh« nennen.

Vor vier Jahren gastierten einige der Mitwirkenden schon einmal beim Festival »Ganz Wien« in der Elbphilharmonie. Ernst Molden, der mit seinem Gitarrenspiel immer etwas Mississippi ins Donauwasser mischt, hat gemeinsam mit André Heller eine Riege von Musiker:innen zusammengestellt, die alle eines eint: Mit viel Achtung für die Tradition hauchen sie dem Wienerlied neuen Geist ein und halten so dieses Genre lebendig. Der charismatische Sänger Voodoo Jürgens reist ebenso an wie Nino Mandl, besser bekannt als Der Nino aus Wien, der Dylan aus der Donaustadt.

Die clever-sarkastische Songschreiberin Anna Mabo, die manche ihrer Refrains auf dem Kazoo bläst, ist dabei, auch die fabelhaften Sängerinnen Tini Kainrath und Ursula Strauss. Instrumentale Vielfalt bringen die Neuen Wiener Concert Schrammeln und das Frauenorchester, das eigentlich nur aus drei Gitarre, Bass und Schlagzeug spielenden Frauen besteht. Die Besten aus Wien sind einfach schon mal deshalb die Besten, weil sie aus Wien sind. Und wer weiß, vielleicht lässt es sich auch André Heller höchstpersönlich nicht nehmen, erstmals seit Jahrzehnten wieder die Konzertbühne zu betreten...

Mo, 4.3.2024 19 Uhr
Haifischbar goes Kaffeehaus - ein Wiener Liederabend, Haifischbar

»Die Besten aus Wien« bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte »Die Besten aus Wien«

Kinderprogramm

Bläsertag

Ferienprogramm für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Wunderschön klingen sie, die Blasinstrumente eines Orchesters, sobald man beim Spielen einmal den Dreh raushat. Das ist auch gar nicht so schwer: Mit den Tipps, die die Blechbläser der Symphoniker Hamburg parat haben, kann man schnell eigene Töne spielen. Zum Abschluss bauen die Teilnehmer:innen aus Röhren, Schläuchen und Trichtern ihr eigenes Instrument, das sie natürlich mit nach Hause nehmen können.
Das Angebot richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren.
Erwachsene können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

Veranstalter: HamburgMusik

Bläsertag bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Bläsertag

Aufführung

Bizet: Carmen

B’Rock Orchestra
Chœur de Chambre de Namur
Kinderchor der Opera Ballet Vlaanderen
Gaëlle Arquez, Carmen
Julien Behr, Don José
François Rougier, Don José
Thomas Dolié, Escamillo
Sabine Devieilhe, Micaëla
Margot Genet, Frasquita
Séraphine Cotrez, Mercédès
Grégoire Mour, Remendado
Emiliano Gonzalez Toro, Dancaïre
Yoann Dubruque, Moralès
Leitung: René Jacobs


Georges Bizet: Carmen
Opéra-comique in vier Akten
Konzertante Aufführung in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Stierkampf und brennende Leidenschaft

Frei und ungezähmt, so möchte die Titelheldin in Georges Bizets Opern-Welthit »Carmen« ihr Leben bestreiten – und geht lieber zugrunde, als sich dem Willen eines Mannes zu unterwerfen. Carmen stirbt als Heldin, umrauscht von der vielleicht leidenschaftlichsten Opernmusik, die je komponiert wurde. Nach unzähligen Highlights im barocken Repertoire, meisterhaften Mozart-Interpretationen und Ausflügen in die Welt der deutschen Romantik wagt sich der Dirigent René Jacobs gemeinsam mit dem B’Rock Orchestra in die hitzige Stierkampfatmosphäre dieses 1875 uraufgeführten Stücks – und zwar in einer ganz besonderen Version.

So erklingt »Carmen« in einer Fassung, wie Bizet sie ursprünglich vorgesehen hatte, bevor ihn der Intendant der Opéra comique zu weitreichenden Änderungen drängte. Die Originalmanuskripte der Ur-Fassung wurden nun ausgewertet und auf dieser Grundlage eine »Carmen« rekonstruiert, wie man sie bisher noch nie gehört hat.

Gaëlle Arquez als erfahrene Carmen-Darstellerin und Sabine Devieilhe als Konkurrentin Micaëla bilden dabei eine funkelnde weibliche Doppelspitze, die zusammen mit dem Tenor Julien Behr als von Carmen besessener Don José und dem Bariton Thomas Dolié als Toreador Escamillo zur explosiven Mischung der Leidenschaft wird. Auch in der konzertanten Version wird sie die Luft im Saal zum Brennen bringen.

Veranstalter: HamburgMusik

Bizet: Carmen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Bizet: Carmen

Konzert

Händel: Israel in Egypt / Sir John Eliot Gardiner

English Baroque Soloists
Monteverdi Choir
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner


Georg Friedrich Händel:
Israel in Egypt / Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester HWV 54

Der Chor als Protagonist

Der britische Dirigent und Barockexperte Sir John Eliot Gardiner präsentiert mit »Israel in Egypt« eines der bekanntesten Oratorien von Georg Friedrich Händel. Zentraler Akteur ist hier nicht etwa ein großes Solo, sondern der Chor in der Rolle des leidenden Volks. Ein Glück, dass Gardiners Monteverdi Choir zu den besten der Welt gehört und damit ideale Voraussetzungen für einen emotional packenden und musikalisch überragenden Konzertabend gegeben sind.

Neben dem omnipräsenten »Messiah« haben die 24 weiteren Oratorien von Händel keinen ganz leichten Stand, wobei es »Israel in Egypt« im Vergleich noch zu einiger Bekanntheit gebracht hat. Kein Wunder, verpackte Händel die Geschichte vom Auszug der unterdrückten Israeliten aus dem antiken Ägypten doch in einen musikalischen Krimi. Die Dramatik des Werks ist so unmittelbar, dass das eigentlich nur für den Konzertsaal gedachte Oratorium inzwischen mehrfach auf Opernbühnen inszeniert wurde.

Einführung
mit Dr. Esther Dubke
19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Veranstalter: HamburgMusik

Gefördert durch den Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e.V. und die Stiftung Elbphilharmonie

Händel: Israel in Egypt / Sir John Eliot Gardiner bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Händel: Israel in Egypt / Sir John Eliot Gardiner

Konzert

Input-Session mit Silvan Strauss

Elbphilharmonie PLUS – Made in Hamburg

Silvan Strauß, Schlagzeug

Schlagzeug trifft Stimme

Nicht nur auf einem, sondern auf mehreren Instrumenten gleichzeitig spielen – das geht am Drumset. Silvan Strauss, einer der angesagtesten Schlagzeuger seiner Generation, erklärt und zeigt in einer knackigen Input-Session am Drumset, wie sich die Vielfalt der verschiedenen Trommeln als Motor für Kreativität nutzen lässt.

Silvan Strauss verbindet mühelos Jazz mit anderen Genres und bringt am 28. März mit seiner Band Toytoy den Kleinen Saal der Elbphilharmonie zum Beben. Am Vorabend lädt er Schlagzeuger:innen und Musikbegeisterte in die Kaistudios zum Workshop: Wie lassen sich die unterschiedlichen Instrumente des Drumsets und ihre Klangfarben für die Kreativität nutzen? Was passiert, wenn man auch noch die Stimme hinzunimmt? Ob Ideen für den eigenen Gesangsrhythmus oder für Drum-Grooves auf Basis von Gesangsrhythmen anderer Künstler:innen – Silvan Strauss präsentiert Übungskonzepte für die Hinzunahme von Stimme und die Koordination von Hand-Fuß-Stimme. Mit Grooves, Playback und Improvisationen demonstriert er seine Konzepte direkt am Schlagzeug und geht auf Wünsche und Fragen der Teilnehmer:innen ein.

Veranstalter: HamburgMusik

Input-Session mit Silvan Strauss bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Input-Session mit Silvan Strauss

Konzert

TOYTOY

Made in Hamburg

Alex Eckert, guitar
Samuel Wootton, drums
Silvan Strauß, drums
Daniel Stritzke, double bass


Auf einem gut gelaunten Haufen

Als »vier Virtuosen auf einem gut gelaunten Haufen« bezeichnen sich die vier Mitglieder der Hamburger Band TOYTOY. Mit hitzigen Bässen, frechen Percussion-Sounds und hypnotischen Gitarren füllt das Vierergespann deutschlandweit Clubs und Konzerthäuser.

Bekannt für ihren einzigartigen Vibe und energiegeladene Live-Shows begeistern die Musiker ihr Publikum mit einer grandiosen Mischung aus Jazz, Soul und Hip-Hop. So auch in ihrer zusammen mit dem Jazzhouse Hamburg entwickelten Konzertreihe »[rejazzed]«: Hier sorgen sie mit ihren ganz eigenen Versionen von ikonischen Album-Klassikern aus der HipHop- und Popkultur für Aufsehen.

Zu ihren musikalischen Partner:innen gehören immer wieder etablierte Größen wie Nils Landgren, Fünf Sterne Deluxe oder die NDR Bigband. In der Elbphilharmonie feiert das Vierergespann nun sein ersehntes Debüt, nachdem es im Sommer 2021 bereits den Vorplatz der Elbphilharmonie gerockt hat: Beim »Hope ’n’ Air«- Festival sorgten die Musiker für einen unvergesslichen Konzertabend unter freien Himmel.

Für alle besonders enthusiastischen und musikbegeisterten Fans bietet der Schlagzeuger von TOYTOY Silvan Strauss am Abend vor dem Konzert einen Kurzworkshop an. In seiner Input-Session geht es um die Kombination von Instrumentalsounds und Stimme für mehr Kreativität, ob bei Schlagzeuger:innen oder anderen Instrumentalist:innen.

Veranstalter: HamburgMusik

In Zusammenarbeit mit RockCity
Gefördert durch die Haspa Musik Stiftung
Präsentiert von ByteFM

TOYTOY bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte TOYTOY

Konzert

Karfreitagskonzert: Tenebrae

Tenebrae
Dirigent: Nigel Short


Joby Talbot: Path of Miracles

Musikalischer Jakobsweg

An Karfreitag begibt sich das gefeierte britische Vokalensemble Tenebrae mit seinem Gründer Nigel Short auf eine musikalische Pilgerfahrt ins spanische Santiago de Compostela: In seinem abendfüllenden A-cappella-Werk »Path of Miracles« hat der 1971 in London geborene Joby Talbot die besondere Atmosphäre von vier spirituellen Stätten entlang des Jakobsweges eingefangen. Basierend auf Bibel-Zitaten und mittelalterlichen Quellen, schildern 17 unabhängige Vokalstimmen in sieben Sprachen und großer stilistischer Vielfalt die überlieferten Wunder und Heiligenlegenden dieses Pilgerwegs.

Die Inspiration für das 2005 eigens für Tenebrae geschriebene Auftragswerk hat sich der englische Komponist an den Originalschauplätzen geholt: »Zehn Tage lang beobachtete ich, wie die kleinen Wolken der Pyrenäen durch die mittelalterlichen Straßen von Roncesvalles waberten, bewunderte die grausigen Reliquien des schmucklosen Burgos, sah Störche auf den Kirchtürmen von León nisten, wenn die Abendsonne durch zahllose Kirchenfenster schien und erlebte, wie galizische Bauern in ihren traditionellen Gewändern ihr Korn mit Sicheln schnitten, auf eine Weise, die sich seit tausend Jahren nicht verändert hat.« In Santiago angekommen, fühlte er sich den vielen Generationen von Pilgern besonders nahe, nachdem er wie viele von ihnen an jener Säule der Kathedrale in eine Aushöhlung gefasst hat. »Die Verbindung zur Vergangenheit schien greifbar, und das in diesem Moment erlebte Gefühl bewog mich, zu versuchen, das in Musik auszudrücken.«

Einführung mit Meike Pfister
19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Veranstalter: HamburgMusik

Karfreitagskonzert: Tenebrae bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Karfreitagskonzert: Tenebrae

Kurs

Masterclass mit Drummer Arthur Dubois

Arthur Dubois, Schlagzeug

Mit Schellenkranz und Quietsche-Ente

Ungewöhnliche Sounds am Drumset sind die Leidenschaft von Arthur Dubois. Der französische Schlagzeuger, Komponist und Produzent erweitert die klanglichen Möglichkeiten seines Schlagzeugs mit Percussion-Instrumenten wie Rasseln, Becken oder Schellenkränze aber auch mit Alltagsgegenständen wie Schüsseln, Flaschen, Wasser oder Quietsche-Enten. Seinem akustischen Drumset kann er so einen ganz persönlichen und sogar elektronischen Klang geben. In seinem Workshop vermittelt er genau diese Leidenschaft an Musikerinnen und Soundtüftler.

Arthur Dubois präsentiert Ideen, mit welchen Gegenständen und Materialien sich neue Sounds entwickeln lassen. Er erklärt Tipps und Tricks, wie ein akustisches Schlagzeug mit einfachen Mitteln einen elektronischen Sound erhält. Und zum Abschluss geht es darum, wie man auch beim Interpretieren der Musik anderer einen ganz persönlichen, individuellen Stil findet.

Der Workshop findet auf Englisch statt.

Veranstalter: HamburgMusik

Masterclass mit Drummer Arthur Dubois bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Masterclass mit Drummer Arthur Dubois

Konzert

Händel: Die Auferstehung

Les Musiciens du Louvre
Kathryn Lewek, Angelo
Ana Maria Labin, Maria Magdalena
Astrid Nordstad, Maria des Kleophas
Andrea Mastroni, Luzifer
James Way, Jünger Johannes
Dirigent: Marc Minkowski


Georg Friedrich Händel: La resurrezione di Nostro Signor Gesù Cristo / Oratorium in zwei Teilen HWV 47

Händels Auferstehung

»Eines der besten Orchester der Welt« nannte der britische Guardian das Ensemble Les Musiciens du Louvre. Gegründet 1982 vom Dirigenten und Fagottisten Marc Minkowski, handelt es sich zwar nicht um das offizielle Orchester des Louvre – ein solches gibt es nämlich gar nicht. Aber der Bezug auf das weltberühmte Pariser Museum illustriert schon die Mission der Musikerinnen und Musiker: Die Kunst vergangener Jahrhunderte auf höchstem Niveau lebendig werden zu lassen.

Beim aktuellen Hamburg-Gastspiel zu Ostern steht passenderweise ein Händel-Oratorium rund um die Auferstehung Christi auf dem Programm. Der Komponist Georg Friedrich Händel steckte 1708 in einem doppelten Dilemma. Erstens hatte der Papst sämtliche Opernaufführungen verboten, weil er eine Serie von Erdbeben als Vorzeichen des drohenden Weltuntergangs deutete und sündige Unterhaltung zugunsten frommer Kunst einschränkte. Händel war aber durch und durch ein Mann der Oper, finanziell und künstlerisch. Zweitens wollte er pünktlich zum Osterfest ein Stück über die Auferstehungsgeschichte liefern, doch die Person Jesu Christi auf einer Bühne auftreten zu lassen, war ein noch viel größeres Tabu.

Die Lösung: In seinem originellen Oratorium »La Resurrezione« debattieren Engel und Teufel, Jünger und Maria Magdalena über die Kreuzigung des Gottessohnes. Und die Musik geriet am Ende natürlich doch ziemlich opernhaft.

Händel: Die Auferstehung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Händel: Die Auferstehung

© Ralph Larmann
8

Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen. HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

Elbphilharmonie bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Elbphilharmonie

Konzerte / Konzert Elbphilharmonie Hamburg Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4
Konzerte / Konzert Laeiszhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 26.4. bis 16.6.2024
Konzerte / Kammerkonzert Hamburger Camerata Hamburg, Katharinenstraße 30
Konzerte / Konzert Junge Philharmonie Elbe-Weser Stade, Im Johanniskloster
Konzerte / Konzert Jazzclub im Stellwerk Hamburg, Hannoversche Str. 85 (direkt im Bahnhof Harburg)
Konzerte / Jazz Halle4.24 Hamburg, Stockmeyer Str. 41

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.