culturall.kultur
Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung
Literaturhaus Salzburg
Salzburg, Strubergasse 23
- Heute: Eva Schmidt, Sabine Scholl: Neben Fremden / Die zweite Haut
- Morgen: Max Goldt: Aber?
- Hildegard Knef reloaded
- WeGe theater: wieder genau 55
- András Visky: Die Aussiedlung
- ¡lesen lassen!
- Oswald Egger. Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung
- Stefan Maurer: Die vielen Leben der Brigitte Schwaiger
- Konrad Paul Liessmann: Was nun? Eine Philosophie der Krise
- Shakespeare im Film: Macbeth
- David & Paul Gulda: Loew. Lebenswege einer jüdischen Familie
- Literaturpreis 2025
- Karl-Markus Gauß: Die Liebe kommt immer zu spät
- Gemischter Satz II
- Dimitré Dinev: Zeit der Mutigen
- Bücher, Bücher, Bücher
- Schreibwerkstatt: Petra Nagenkögel - Raum schaffen
- Nora-Eugenie Gomringer: Am Meerschwein übt das Kind den Tod
- Peter Waterhouse: Z Ypsilon X
- Lange Hörspiel-Nacht 2026
- Ein Ort für das Wort
Literatur+Sprache / Museum
Robert Walser-Zentrum Bern
Bern, Marktgasse 45
- Literaturlabor: Tolstoi, »Anna Karenina«
- Peter Fischli: Wir Ungestalten
- Robert Walser-Archiv
- Carl Seeligs Wanderungen mit Robert Walser
- »Healer Scrolls«, Pamela Rosenkranz, 2022
- Youtube-Kanal Robert Walser Zentrum
- Kurzfilme - Videoclips zur neuen Studienausgabe der Werke Robert Walsers
- Wandern mit Carl Seelig und Robert Walser
- Robert Walser-Preis
- Robert Walser: »Spott macht Spaß. Texte zum Vergnügen«.
- "Carl Seelig. Werk und Netzwerk"
- Literaturlabor: Gustave Flaubert, »Madame Bovary«
- Podcast: Gehobene Unterhaltung. Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.
- Die Sammlung ist die weltweit größte Sammlung von gedruckten und ungedruckten Dokumenten zu Robert Walsers Leben und Werk.
Literatur+Sprache / Lesung
Buchtipp
- Monika Gruber, Andreas Hock: Willkommen im falschen Film
- Mathias Brodkorb: Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?
- Dirk Oschmann: Der Osten: eine westdeutsche Erfindung
- Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren
- Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder
- Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare
- Martin Suter: Melody
- Constantin Schreiber: Die Kandidatin
- Juli Zeh: Über Menschen
- Ralph Knispel: Rechtsstaat am Ende
- Carsten Brosda: Ausnahme/Zustand
- Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten
- Hendrik Streeck: Hotspot
- Blake Gopnik: "Warhol. Ein Leben als Kunst - Die Biografie"
- Kirchner and Nolde. Expressionism. Colonialism
- Buchempfehlungen
Konzerte / Konzert
Wiener Konzerthaus
Wien, Lothringerstraße 20
- Morgen: Erwin Steinhauer / Anton Gerzenberg
- Sofi Oksanen / Andrej Prozorov
- Jörg Ratjen / Leonhard Baumgartner / Anton Gerzenberg: Thomas Mann: Buddenbrooks »Bruderzwist«
- Erwin Steinhauer / Leonhard Baumgartner / Anton Gerzenberg: Thomas Mann: Buddenbrooks »Bruderzwist«
- Lilith Häßle / Nils Strunk / Gabriel Cazes: Françoise Sagan: Bonjour Tristesse
Literatur+Sprache
| Lesung
Literatur+Sprache
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Lilith Häßle / Nils Strunk / Gabriel Cazes:
Lilith Häßle / Nils Strunk / Gabriel Cazes:
Françoise Sagan: Bonjour Tristesse
Wiener Konzerthaus
Lilith Häßle, Lesung Nils Strunk, Lesung, Gesang, Klavier Gabriel Cazes, Klavier, Akkordeon, Gitarre, Perkussion, Sounds Lilith Häßle und Nils Strunk lesen Françoise Sagans »Bonjour Tristesse«. Mit Musik von Gabriel Cazes und Nils Strunk Strichfassung: Lilith Häßle
Literatur+Sprache
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Jörg Ratjen / Leonhard Baumgartner / Anton Gerzenberg:
Jörg Ratjen / Leonhard Baumgartner / Anton Gerzenberg:
Thomas Mann: Buddenbrooks »Bruderzwist«
Wiener Konzerthaus
Jörg Ratjen, Lesung Leonhard Baumgartner, Violine Anton Gerzenberg, Klavier Thomas Mann: Buddenbrooks »Bruderzwist« Strichfassung: Julia Hahn Gabriel Fauré: Sonate Nr. 1 A-Dur op. 13 für Violine und Klavier (1875–1876)
Literatur+Sprache
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Erwin Steinhauer / Leonhard Baumgartner / Anton Gerzenberg:
Erwin Steinhauer / Leonhard Baumgartner / Anton Gerzenberg:
Thomas Mann: Buddenbrooks »Bruderzwist«
Wiener Konzerthaus
Erwin Steinhauer, Lesung Leonhard Baumgartnerm Violine Anton Gerzenberg, Klavier Thomas Mann: Buddenbrooks »Bruderzwist« Strichfassung: Julia Hahn Gabriel Fauré: Sonate Nr. 1 A-Dur op. 13 für Violine und Klavier (1875–1876)
Literatur+Sprache
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Sofi Oksanen / Andrej Prozorov
Wiener Konzerthaus
Sofi Oksanen, Lesung in englischer Sprache Andrej Prozorov, Sopransaxophon, Klavier Sofi Oksanen liest aus ihrem literarischen Werk, Andrej Prozorov spielt dazu Literarische Stimme gegen Totalitarismus Sofi Oksanen schreibt gegen totalitäre Macht und ihre Wirkung auf die Frauen an. Bekanntheit erlangte die estnisch-finnische Autorin vor allen Dingen aufgrund ihres Romans »Fegefeuer«, für den sie u. a. mit zwei der renommiertesten finnländischen Literaturpreise ausgezeichnet wurde – dem Finlandia-Preis und dem Runepreis. In »Fegefeuer«, bisher in 38 Sprachen übersetzt und monatelang auf Platz eins der finnischen Bestsellerliste, schildert Oksanen die außergewöhnliche Begegnung zweier Frauen, durch die nach und nach die leidvolle Geschichte ihrer Familie offengelegt wird – verwoben mit der Historie des ganzen Landes. Im Wiener Konzerthaus liest Sofi Oksanen aus ihrem literarischen Werk in englischer Sprache – musikalisch begleitet wird die Lesung von Sopransaxophonist Andrej Prozorov.
Literatur+Sprache
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Peter Waterhouse:
Peter Waterhouse:
Z Ypsilon X
Literaturhaus Salzburg
Drei Bände, mehr als 1.500 Seiten, dreieinhalb Millionen Zeichen. Ein Befragen familiärer Geschichte, ein Befragen von Vergangenem, ein Neubuchstabieren von Welt: Z Ypsilon X. In seinem nach „(Krieg und Welt)“ zweiten monumentalen Prosawerk folgt Peter Waterhouse den biografischen Spuren des Großvaters Edgar Alker, vor allem aber folgt er dessen Lektüren, den Notizen und Unterstreichungen in den Werken, die er gesammelt hatte. Der Großvater war Kenner und Verehrer der Werke von Karl Kraus, er war Leser von Trakl, Dickens, Peter Altenberg. Und er war Hauptschriftleiter beim „Kleinen Blatt“, beförderte die Propaganda des NS-Regimes – ein kaum auflösbarer Widerspruch, der dem Autor zum Ausgangspunkt seines sich tastend und zögernd immer weiter fortsetzenden Lesens, Fragens und Schreibens wird. „Z Ypsilon X“ verweigert sich jeder behauptenden Deutung von Welt. Stattdessen eröffnen sich bei der Bewegung durch diesen Text Räume des Möglichen, das unsere Wahrnehmung von Welt zu verändern weiß. Peter Waterhouse, geb. 1956 in Berlin, lebt in Wien und Št. Vid v Podjuni. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik promovierte Waterhouse 1984 mit einer Arbeit über Paul Celan. Als Autor verfasst er Lyrik, Prosa, Essays, zudem ist er als Übersetzer aus dem Englischen und Italienischen tätig. „Z Ypsilon X“ ist bei Matthes & Seitz erschienen. Eintritt € 10/8 Veranstalter: prolit, Rupertus Buchhandlung
Literatur+Sprache
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Nora-Eugenie Gomringer:
Nora-Eugenie Gomringer:
Am Meerschwein übt das Kind den Tod
Literaturhaus Salzburg
Nora Gomringer zählt als Lyrikerin, Performerin und Vortragende zu den bekanntesten Autorinnen ihrer Generation. Für ihr jüngstes Buch „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“ (Verlag Voland & Quist, 2025) erfand sie eine eigene Gattungsbezeichnung: Nachrough. Es geht um ein aufgerautes Nachrufen in Richtung der verstorbenen Mutter. „Ich schreibe ihr hinterher als vermissende Tochter, als wütende Frau, als verstummte Dichterin und wundere mich, wie wenig sie sich beschwören lässt, wenn ich es will.“ Vorab versprach Gomringer ihrem Verleger: „Es wird ein lustiges Buch!“ Sie hielt Wort. So bleibt das Dokument der Todessichtigkeit frei von jeglicher Morbidität – gehalten im typischen Gomringer-Ton, für den sie 2025 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet wurde. Der Text geht zurück in die Kindheit, als ausrangierte Fahrradschläuche noch kniehohen Seepferdchen glichen, Meerschweinchen Paula hießen und von Rottweilern namens Jago totgebissen wurden. Die Erinnerung an die Mutter wird zum „Gang durch ein Museum mit wechselnder Hängung“. Nora Gomringer, geb. 1980 im saarländischen Neunkirchen/Saar, lebt in Bamberg, wo sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia leitet. Sie ist deutsch-schweizerische Autorin und Filmemacherin, schreibt fürs Theater und Feuilleton, spricht für Radio und TV und erarbeitet Projekte mit Musikern und Künstlern. Ihr Werk ist in viele Sprachen übersetzt und mehrfach preisgekrönt. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
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Dimitré Dinev:
Dimitré Dinev:
Zeit der Mutigen
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch „In dieser Sommernacht war Eva Nagel zur Donau gegangen mit der Absicht, sich ins Wasser zu werfen, aber stattdessen warf sie sich in die Arme des Infanterieleutnants Alois Kozusnik.“ Dieser Satz steht am Beginn eines über 1.000 Seiten langen Epos, das Figuren ins Blickfeld bringt, die in der Geschichtsschreibung zu den Vergessenen gehören. „Zeit der Mutigen“ folgt den verzweigten Geschichten dreier Familien quer durch Mitteleuropa und das 20. Jahrhundert, durch zwei Weltkriege, Faschismus, Stalinismus. Den Erfahrungen politischer Gewalt setzen die Heldinnen und Helden dieses Romans ihre je eigenen Strategien des Überlebens und Widerstehens entgegen – die Frage, was einen Menschen im moralischen Sinn aufrechtbleiben lässt, durchzieht das gesamte Buch: „Das Gute ist an keine Zeit gebunden.“ Dimitré Dinevs Roman mäandert durch die Zeit wie die Donau, deren Verläufen er folgt. Er erzählt von ersten und letzten Dingen, von Grobheit und Zartheit, von Menschen, Tieren und Natur, von Leben und Lieben. Und er erzählt von der Notwendigkeit des Erzählens. Dimitré Dinev, geboren 1968 in Plovdiv (Bulgarien), lebt seit 1990 in Wien. Er schreibt auf Deutsch, veröffentlichte Drehbücher, Essays, Erzählungen, Theaterstücke und seinen ersten Roman „Engelszungen“, mit dem er europaweit bekannt wurde. „Zeit der Mutigen“, soeben mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet, ist im Verlag Kein & Aber erschienen. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe, prolit
Literatur+Sprache
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Gemischter Satz II
Literaturhaus Salzburg
Beteiligte: Andreas Peters, Hans-Christian Bauer, Horst Weber Hans-Christian Bauer liest eine Erzählung, die eine zukünftige KI-Situation beschreibt. KI wird dann aber eine andere Bedeutung haben, sie wird als Abkürzung für „Künstliche Identität“ gebraucht werden. Der Text, mit dem Titel „Der Kuss der Spinnenfrau“, ist eine Art Liebesgeschichte, in der sich die zwei Beteiligten im Unklaren sind über die Identität des Partners. Andreas A. Peters liest aus seinem Gedichtband „Der schnelle braune Fuchs springt über den Rücken des faulen Hundes“, Gedichte über den Ukraine-Krieg, Gott und den Sargdeckel, über „Das Sterben der Fußballstadien“ und über Donald AN BORD DER AIR FORCE ONE“ // EIN POEM. Horst Weber stellt sich in seinem Lesebeitrag folgende Fragen: Was hat die Doppik der Buchhaltung auf einem Friedhof verloren? Noch dazu auf einem jüdischen, auf dem die unselige Vergangenheit des Wiener Judentums ihr anklagendes Haupt hebt? Wie bringt die pietätlose Nutzung dieser stillen, verwahrlosten Örtlichkeit die Gefühle eines jungen Paares gehörig durcheinander? Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)
Literatur+Sprache
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Karl-Markus Gauß:
Karl-Markus Gauß:
Die Liebe kommt immer zu spät
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch Als Vor-Premiere stellt Karl-Markus Gauß erstmals sein neues Buch „Die Liebe kommt immer zu spät“ (Zsolnay Verlag 2026) öffentlich vor. Der bekannte Salzburger Schriftsteller und Literaturkritiker liest aus seinen drei neuen Reiseerzählungen und spricht mit Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann. Karl-Markus Gauß, der literarische Kartograf der europäischen Ränder, ist wieder auf Reisen gegangen. In Bosnien sucht er nach den Spuren einer multikulturellen Welt und findet sie bei seinem verstorbenen Freund Dževad Karahasan. In Slowenien folgt er den Lebenswegen zweier tapferer Frauen, einer legendären Anwältin, die sich die Freiheit nahm, bald als Frau, bald als Mann zu leben, und einer kleinwüchsigen Schriftstellerin, deren Bücher auf der ganzen Welt gelesen wurden und die in der Stadt, die sie jetzt feiert, völlig verarmt gestorben ist. Und warum das obersteirische Bruck an der Mur und Beloiannisz in der ungarischen Puszta eigentlich auf dem Peloponnes liegen und Österreich auch eine griechische Geschichte hat, ist aus der dritten Reiseerzählung zu erfahren. Karl-Markus Gauß, geb. 1954 in Salzburg, wo er als Autor und Kritiker lebt. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt und ausgezeichnet, zuletzt mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2022) und dem Arik-Brauer-Publizistikpreis (2025). Jüngst erschienen die Bücher „Schiff aus Stein“ (2024), „Schuldhafte Gewissheit: Essays wider Zeitgeist und Judenhass“ und „Gedankenspiele über die Gelassenheit“ (beide 2025). Eintritt € 14/12/10 (Karten nur im VVK) Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
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Literaturpreis 2025
Literaturhaus Salzburg
Lesungen aus der Shortlist Beteiligte: Carla Nagel, Felicia Aparicio Lukaßowitz, Lelia Strysewske Im Februar dürfen wir auf die Einsendungen zum Literaturpreis 2025 zurückblicken. Wir waren auf der Suche nach einem Genre, das sich Taxitexte nennt, und bekamen zwei Dutzend Anfragen, was genau Taxitexte seien. Das können wir bis dato nicht genau beantworten, aber wir schenken Eindrücke. Seid gespannt auf dreimal wunderbare Prosatexte, die unterschiedlicher nicht sein können. Lelia Strysewske wuchs auf in den 60er Jahren in Wolfsburg, lebte in Australien, wohnt, schreibt, liest, tanzt und leitet ihre psychotherapeutische Praxis in Göttingen, gewann u.a. den Godesberger Literaturpreis. Felicia Aparicio Lukaßowitz, geb. 1996, aufgewachsen in Bonn. Ihre Texte wurden in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht, mit dem Moerser Literaturpreis ausgezeichnet und für den Hanns-Meinke-Preis nominiert. Carla Nagel lebt in München und Offenbach am Main. Ihre Arbeiten bestehen aus Texten, Collagen, Büchern oder Audio-Zeichnungen, die häufig Teil einer Installation werden, innerhalb der eine Lesung oder Performance stattfindet. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache
| Lesung
Konrad Paul Liessmann:
Konrad Paul Liessmann:
Was nun? Eine Philosophie der Krise
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch „Mit seinen pointierten, zugänglichen Texten zeigt der Essayist wieder einmal, dass die Philosophie in unruhigen Zeiten nicht verzagen muss, sondern einen gewichtigen Beitrag zur geistigen Orientierungsfähigkeit leisten kann.“ (Welt am Sonntag) Konrad Paul Liessmann stellt sein jüngstes Buch „Was nun? Eine Philosophie der Krise“ (Zsolnay Verlag, 2025) vor – in Lesung und im Gespräch mit Tomas Friedmann. Wir leben in einer Zeit der Krisen. So weit, so schlecht. Aber wie zeigen sich diese Krisen? Welche Bereiche unseres Lebens sind davon betroffen? Und stecken in den Krisen auch tatsächlich die viel beschworenen Chancen? Eines ist klar: Krise bedeutet kein „Weiter wie bisher“. Liessmann entfaltet ein Panorama unserer krisengeschüttelten Welt und wirft einen unbestechlichen Blick auf Emotionen und Denkweisen, die nun zur Disposition stehen. Von der Krise der Freiheit bis zur Krise der Moral reichen seine Themen, beunruhigend aufregend – denn in jeder Krise geht es um eine Frage: Wird über uns entschieden, oder entscheiden wir selbst? Konrad Paul Liessmann, geb. 1953 in Villach, ist Professor Emeritus für Philosophie an der Universität Wien, wo er als preisgekrönter Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist lebt. Zuletzt erschienen die Bücher „Lauter Lügen“ (2023) und „Der Plattenspieler“ (2025). Eintritt € 14/12/10 Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
| Lesung
Stefan Maurer:
Stefan Maurer:
Die vielen Leben der Brigitte Schwaiger
Literaturhaus Salzburg
Literatur- frühstück Brigitte Schwaiger (1949–2010) gelang mit ihrem Debütroman „Wie kommt das Salz ins Meer“ (1977) ein zeitloser Bestseller, der zum „Kultbuch“ einer ganzen Generation avancierte und Übersetzung in mehrere Sprachen fand. Die nachfolgenden literarischen Werke – über 18 Bücher, deren Themen von der Anti-Heimatliteratur und „Väterliteratur“ sowie Aufarbeitung der katholischen Erziehung im Kloster bis zur Shoah in „Die Galizianerin“ (1982) reichen – wurden von der Literaturkritik aber nur noch am Sensationserfolg des Debüts gemessen. Schlaglichtartig soll das Werk sowie die Biografie der Schriftstellerin Brigitte Schwaiger beleuchtet werden, die nicht nur zeitlebens als bildende Künstlerin aktiv war, – sie verfasste gemeinsam mit Arnulf Rainer das Buch „Malstunde“ (1980) –, sondern auch als politische Autorin und Aktivistin vorgestellt werden soll. Stefan Maurer, Literaturwissenschafter am StifterHaus Linz, ist der Kurator der Ausstellung „Brigitte Schwaiger – ,Wenn man schreibt, hält man das für Realität, was man schreibt.‘“ im StifterHaus, zu sehen bis 13. März 2026. Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht. www.leselampe-salz.at Eintritt € 9/7 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache
| Lesung
Oswald Egger.
Oswald Egger.
Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung
Literaturhaus Salzburg
Das neue Werk des Büchner-Preisträgers! Der Südtiroler Schriftsteller Oswald Egger stellt sein Buch „Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung“ (SV, 2025) vor. Als Oskar Fiala, ein in der linken Sozialdemokratie verankerter, vergessener, unbekannter Autor, verarmt und namenlos, 1948 in einem Vorort von Leipzig starb, steht in seiner Todesurkunde die Berufsbezeichnung „Arbeiter, Tiefbau“. Der junge Journalist und Schriftsteller führte kreuz und quer durch Europa ein ruhe- und zielloses Wanderleben, dem erst der Weltkrieg ein Ende setzte. Immer wieder kam es dabei zu Schüben dissoziativer Störungen, zur Heranbildung einer neuen Identität, in deren Namen er die tollkühnsten Taten vollführte. Er sammelte Erlebnisse auf, die ihm als Welt in der Welt erscheinen wollten, in deren Beschränkungen er seine Eskapaden auszumalen wusste. Oskar Fiala blickt unentwegt in seinen Welten in der Welt umher, verknüpft das Unverträgliche, jedoch dergestalt, dass ein ungeheimer Faden sich mitschlinge, wodurch das ganze Um und Auf selbstverschränkt als bunte Einheit erscheint. Oswald Egger, geb. 1963 in Lana/Südtirol, lebt auf der Raketenstation Hombroich nahe Neuss (D). Seine Prosa und Gedichte sind in viele Sprachen übersetzt und ausgezeichnet, zuletzt mit dem Georg-Büchner-Preis 2024. Seit 2011 ist er Professor für Sprache und Gestalt an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
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¡lesen lassen!
Literaturhaus Salzburg
Schreiber:innen aller Altersgruppen haben die Möglichkeit, außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik zu erhalten. erostepost lädt nach Feierabend zu dieser freundlich erdnahen Runde ein! ¡lesen lassen! ist seit über 30 Jahren eine Salzburger Veranstaltungs-Serie des Literaturvereins erostepost. Teammitglieder sowie Neuankömmlinge werden dazu angeregt, ihren Gedanken Form zu geben. Kurze Ideen, kleine Geschichten und Verdichtung sind Herangehensweisen an das Schreiben, die das weite Feld der Kreativität öffnen. Dazu wird angeregt: Wofür steht Literatur? Was bewegt uns? Die Lesenden melden sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit 2 vorbereiteten Texten von jeweils 5 & 10 Minuten Lesezeit im Café des Literaturhauses an. In der ersten Runde lesen die Autor:innen den kurzen Text. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Nach einer Diskussion wird mittels Stimmzettel ein:e Sieger:in ermittelt. Hinein ins Vergnügen: ¡Lesen und lesen lassen! Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache
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András Visky: Die Aussiedlung
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch (ungarisch/deutsch) Beteiligte: András Visky Übersetzung: Timea Tanko András ist das jüngste von sieben Kindern. Nachdem der Vater von den kommunistischen Machthabern zu 22 Jahren Haft verurteilt wurde, wird auch seine Familie „ausgesiedelt“. In der Bărăgan-Steppe, im Osten Rumäniens, zieht die Mutter Júlia über vier Jahre lang mit ihren Kindern von Lager zu Lager, sie wohnen in Erdlöchern, verrichten Zwangsarbeit, halten sich aneinander aufrecht, setzen den Bedingungen der Lagerhaft den unbedingten Willen zur inneren Freiheit entgegen. In akribischer Erinnerungsarbeit, zugleich mit der Kraft der Imagination schreibt András Visky vom Äußersten der Existenz. 822 Erzählfragmente, manchmal nur wenige Sätze lang, fügen sich zu einem großen Roman, der sich nicht nur als Dokument des Überlebens liest, sondern vor allem als eines des Liebens und einer ungebrochenen Haltung des Widerstands. „Ein Buch, wie es kaum jemals in einem Jahrhundert geschrieben wird.“ (Péter Nádas) András Visky, geb. 1957, lebt als namhafter rumänisch-ungarischer Theaterautor, Regisseur und Dramaturg in Cluj-Napoca (Rumänien). Er schrieb Stücke, Gedichte und Essays, bevor er 2022 seinen ersten Roman „Kitelepités“ veröffentlichte. Das Buch wurde zu einem Sensationserfolg. In der Übersetzung von Timea Tanko ist „Die Aussiedlung“ nun auch auf Deutsch zugänglich, erschienen im Suhrkamp Verlag. Veranstalter: prolit, Stadt:Bibliothek Eintritt frei
Literatur+Sprache
| Lesung
Poetry Slam: Macht Worte!
Staatsoper Hannover
Bei Hannovers Poetry Slam begeistern Live-Poet:innen vor tosenden Rängen mit ihren Texten das Publikum und performen um seine Gunst. Eine Erfolgsgeschichte, die es wortreich und aussagestark in sich hat und die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht: Gilt der Poetry Slam in der Staatsoper Hannover seit seiner Premiere im März 2010 doch als größte, regelmäßig stattfindende Dichter:innenschlacht in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Und natürlich in Luxemburg und Liechtenstein … Eine Veranstaltung in Kooperation mit Macht Worte! - der hannoversche Poetry Slam. macht-worte.com
Literatur+Sprache
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Lars Eidinger
Elbphilharmonie
Lars Eidinger, Lesung Hans Jörn Brandenburg, Klavier Lars Eidinger gilt als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation. Mit Bertolt Brechts »Hauspostille« gastiert er in der Elbphilharmonie in Hamburg. Kongenial begleitet von dem Musiker und Komponisten Hans Jörn Brandenburg an Klavier, Cembalo und Harmonium singt und liest Lars Eidinger aus Brechts Gedichtsammlung. Eidinger und Brandenburg nehmen einen tiefen Atemzug vom wilden Brecht und bringen dessen Lyrik und »Wasserleichenpoesie« als schillerndes Gesamtkunstwerk auf die Bühne. Sie genießen die schaurige Schönheit des Morbiden, die schon Vorbild für Ikonen der Popkultur wie David Bowie, Iggy Pop oder Nick Cave war.
Literatur+Sprache
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Lars Eidinger liest Braschs Liebesgedichte
Tonhalle Düsseldorf
Lars Eidinger, Lesung George Kranz, Schlagzeug Lars Eidinger gilt als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation. In die Tonhalle kommt er mit. Kongenial begleitet von George Kranz am Schlagzeug liest Lars Eidinger aus Liebesgedichten des Lyrikers Thomas Brasch. Das Werk des 2001 verstorbenen, vielbegabten Dichters ist mannigfaltig: geistreiche Verse, humoristische, ironische Gedichte und immer die Liebe. Jedes Wort findet die Kraft, eine Geschichte zu erzählen. »Ich liebe dich kann man / auf dreierlei Weise betonen. / Wie spricht man den Satz ohne Betonung?« Liebe ist für Thomas Brasch eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Seine dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet. Eidinger liest nicht nur Liebesgedichte von Thomas Brasch – er taucht darin ein. Das Zusammenspiel Eidinger-Kranz-Brasch macht diesen Abend zu einem Bühnenwerk der außergewöhnlichen Art. Veranstalter: handwerker promotion e.GmbH
Literatur+Sprache
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