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Haus Konstruktiv

Im Herzen von Zürich und in einem der schönsten Zürcher Industriebauten, dem ehemaligen Unterwerk-Selnau gelegen, zählt das Museum Haus Konstruktiv zu den führenden Ausstellungshäusern der Schweizer Kulturlandschaft. Die bis heute lebendige Geisteshaltung der Zürcher Konkreten – Max Bill (1908–1994), Camille Graeser (1892–1980), Verena Loewensberg (1912–1986) und Richard Paul Lohse (1902–1988) – sowie die Impulse der geistesverwandten konzeptuellen Kunst bilden den gedanklichen Ausgangspunkt der Ausstellungen und ausstellungsbegleitenden Veranstaltungen. Im Zentrum steht sowohl die Aufarbeitung, Bewahrung und Präsentation eines international hochgeschätzten kunsthistorischen Erbes als auch das Sichtbarmachen seines Weiterwirkens in der Gegenwartskunst.

Besuchen Sie unsere Ausstellungen, Künstlergespräche, Vorträge und Konzerte oder unsere Workshops – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und gönnen Sie sich einen Espresso im gemütlichen Museumscafé, gestaltet von der Künstlerin Claudia Comte, oder stöbern Sie im assortierten Museumsshop.

(Foto: Peter Baracchi)

Kontakt

Haus Konstruktiv
Selnaustrasse 25
CH-8001 Zürich

Telefon: +41(0)44-217 70 80
Fax: +41(0)44-217 70 90
E-Mail: info@hauskonstruktiv.ch

 

Öffnungszeiten:
Di / Do–So 11–17 Uhr
Mi 11–20 Uhr
Mo geschlossen
Bewertungschronik

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1 Ausstellung

Olaf Holzapfel - Zurich Art Prize 2024

Der jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. vergebene Zurich Art Prize geht 2024 an Olaf Holzapfel (*1967 in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg). Er ist der 17. Gewinner der renommierten Auszeichnung. Der mit CHF 100'000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 80'000 für die Produktion einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20'000 zusammen.

Olaf Holzapfel befasst sich in seinem vielschichtigen Schaffen mit der Konzeption und Materialität von Räumen. Nachdem er in den Nullerjahren insbesondere Megalopolen und deren Verhältnis zum virtuellen Raum in den Blick nahm – er beobachtete eine Verwandtschaft zwischen Rastern städtebaulicher Strukturen und digitalen Rastern im Netz –, verlagerte sich sein Interesse zunehmend auf das Physisch-Materielle, auf die Natur und deren Ressourcen. Seither sucht Holzapfel nach Möglichkeiten, Dualitäten wie Stadt und Landschaft, Innen- und Aussenraum sowie virtuelle und reale Bildräume künstlerisch aufzulösen und sie als etwas Fliessendes zu beschreiben.

Das Fliessende und das Grenzüberschreitende sind Motive, die Holzapfel seit mehreren Jahren in seinen «Räumen des Übergangs» erforscht. Dabei handelt es sich um räumliche Konstruktionen, die weder offen noch geschlossen sind, sondern Gebilde dazwischen. Darunter finden sich temporäre Shelter und Zelte ebenso wie ausgeklügelte Fachwerkstrukturen oder sakralbauähnliche Rundkonstruktionen. Die Räume verfertigt Holzapfel mit natürlichen Materialien wie Pflanzenfasern, Reet, Heu, Weide, Stroh oder Holz, die er auf ausgedehnten Reisen quer durch Europa und weit über die Grenzen Europas hinaus gefunden und erkundet hat. Die intensive Beschäftigung mit Rohstoffen und den Regionen, in denen sie vorkommen, ist zentral in Holzapfels Arbeit. Die Beschaffenheit des Materials gibt jeweils vor, mit welchen Techniken ein Werk umgesetzt werden kann. Hierfür steht Holzapfel in einem engen interkulturellen Austausch mit anderen Künstler:innen und Handwerker:innen vor Ort. Im stetigen Dialog aller Beteiligten werden die Werke in einem gemeinsamen Bildfindungsprozess entwickelt und umgesetzt.

Holzapfels Interesse an natürlichen Materialien, an vernakulären Techniken und an Übergangsräumen kommt in der Ausstellung Der Mantel im Museum Haus Konstruktiv deutlich zum Ausdruck. Im Erdgeschoss präsentiert der Künstler ein raumfüllendes Setting aus einer grossen Holzfachwerkstruktur, einer U-förmigen Raumskulptur aus gebundenem Schilf und Stroh sowie aus fünf am Boden liegenden Röhren aus geflochtener Weide. Alphabet, so der Titel der Fachwerkstruktur, hat Holzapfel gemeinsam mit Zimmerleuten aus dem Harz nach regionaler Bauweise entwickelt. Als tragende Struktur besteht ein Fachwerk unter anderem aus den Bauteilen Riegel, Schwelle, Strebe, Fuss- und Kopfband. Holzapfel arrangiert sie in Alphabet zu einem losen Gefüge, überführt damit die traditionelle Handwerkstechnik in die Gegenwartskunst und zeigt, wie Natur und Kultur, Tradition und Moderne einander bereichern.

Gegenüber der offen angelegten Holzstruktur befindet sich die halbgeschlossene Raumskulptur Der Mantel. Die Schutz bietende Umhüllung in U-Form wirkt intimer, insbesondere durch das Material Reet, das die Geräusche dämpft und die körperlich-sinnliche Erfahrung der Besucher:innen zu intensivieren vermag.

Im ersten Stock zeigt Olaf Holzapfel neuere Arbeiten aus den Werkgruppen der Stroh- und Heubilder. Auch hier sind fliessende Übergänge auszumachen, ein Changieren zwischen Bild und Objekt, zwischen Fläche und Raum. Während Holzapfel die Strohbilder mit selbst eingefärbten Strohhalmen in seinem Atelier herstellt – die Länge der Halme bestimmt die innerbildliche geometrische Komposition –, lässt er für seine dicht geflochtenen Heubilder bis zu acht Meter lange Schnüre aus getrockneten Grashalmen, Wildblumen und Kräutern nach einem mündlich überlieferten Verfahren von Bewohner:innen aus ländlichen Regionen drehen. Holzapfel nennt diese Arbeiten auch Lichtbilder, da Heu und Stroh in vielen agrarischen Kulturen wie im Alpenraum oder auch in Japan symbolisch für Licht und Sonne steht.

Die Zurich Art Prize-Jury zeigte sich besonders begeistert von Olaf Holzapfels gekonntem Umgang mit unterschiedlichsten Medien und Räumen. Die in einer reichen Formensprache umgesetzten Arbeiten werfen substanzielle Fragen auf, beispielsweise zu Produktionsmechanismen oder zum Verhältnis von Kultur und Natur, ohne dabei an poetischer Leichtigkeit einzubüssen. Die über mehrere Jahre entwickelten Werkgruppen bestechen durch eine Kontinuität, die der Schnelllebigkeit unserer Zeit auf berückende Weise widersteht.

Olaf Holzapfel begann zunächst ein Architekturstudium, bevor er von 1996 bis 2001 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studierte. Von 2001 bis 2003 war er Meisterschüler bei Ralf Kerbach. 2001 erhielt er das Hegenbarth Stipendium, und noch im selben Jahr reiste er nach Indien für einen mehrmonatigen Studienaufenthalt am National Institute of Design (NID) bei Singanapalli Balaram in Ahmedabad. 2002 folgte ein Aufenthalt als Artist in Residence an der Columbia University in New York. 2014 wurde er mit dem Gerhard-Altenbourg-Preis ausgezeichnet.
Holzapfel kann auf zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken. Solopräsentationen hatte er unter anderem 2021 im Museo de Arte Contemporáneo in Salta, Argentinien, sowie im Bündner Kunstmuseum in Chur, 2019 im Museo Nacional de Arte Decorativo in Buenos Aires, 2018 im Skulpturenpark Kloster Schönthal, Langenbruck, und 2015 in Israel im Museum of Art, En Charod. Permanente Installationen sind an öffentlichen Orten zu besichtigen, etwa Harfen (2022) auf der Nassfeldalm Bad Gastein, Der Geflochtene Garten (2022) im Museum Europäischer Kulturen MEK Berlin Dahlem oder Arena (2020) in «Parzelle 3» des Kunsthauses Dresden und Drei Häuser (2018) vor der Kunsthalle Mannheim. Holzapfel war zudem 2017 auf der documenta 14 und 2011 auf der 54. Biennale di Venezia mit Arbeiten vertreten.

kuratiert von Sabine Schaschl

Der Zurich Art Prize ist ein Kulturengagement der Zurich Insurance Company Ltd.

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Ausstellung

Stories Written - Zurich Art Prize Winners 2007-2023

Die Ausstellung Stories Written – Zurich Art Prize Winners 2007–2023 würdigt die langjährige Partnerschaft zwischen dem Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. Die Gruppenschau präsentiert ausgesuchte Arbeiten von bisherigen Gewinnerinnen und Gewinnern des renommierten Kunstpreises. Zu sehen sind Werke von Carsten Nicolai, Ryan Gander, Mai-Thu Perret, Adrián Villar Rojas, Mariana Castillo Deball, Haroon Mirza, Latifa Echakhch, Nairy Baghramian, Robin Rhode, Leonor Antunes, Amalia Pica, Sonia Kacem, Kapwani Kiwanga und Damián Ortega.

Der Zurich Art Prize ist ein Kulturengagement der Zurich Insurance Company Ltd.

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2 Ausstellung

Rockefeller Dining Room

von Fritz Glarner, revisited by Alfredo Häberli
Permanente Präsentation

Eines der Herzstücke der Sammlung des Museum Haus Konstruktiv ist Fritz Glarners «Rockefeller Dining Room» von 1963/64. Es handelt sich um ein einmaliges Zeugnis konkreter Raumgestaltung nach seinem Konzept des Relational Painting.

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens verwirklicht das Museum Haus Konstruktiv ein ganz besonderes Projekt, das ein Kernstück der Sammlung – Fritz Glarners permanent ausgestellter «Rockefeller Dining Room» (1963/1964) – seiner ursprünglichen Bestimmung näherbringt. Der bekannte, 1964 in Argentinien geborene und in Zürich lebende Designer Alfredo Häberli wurde dazu eingeladen, ein neues Interieur für den «Rockefeller Dining Room» zu entwerfen, um Glarners raumspezifische Arbeit wieder im Kontext eines Esszimmers erfahrbar zu machen.

Häberlis zeitgemässe Gestaltung greift dabei nicht die damaligen Ausstattungselemente der Rockefellers auf, sondern ist auf die heutige museale Situation und die historische Raumkulisse abgestimmt. Entstanden sind ein Esstisch, Stühle, ein eigens gefertigter Teppich, Vorhänge und ein neues Beleuchtungssystem.

Schenkung der Paul Büchi Stiftung
kuratiert von Sabine Schaschl

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Ausstellung

Claudia Comte - Easy Heavy III, 2013 / Eye to Eye, 2013

Permanente Installation im Café des Museum Haus Konstruktiv

Charakteristisch für das Schaffen der Künstlerin Claudia Comte (*1983 in Lausanne, lebt und arbeitet in Berlin) ist ihre Verwendung einer einfachen Formsprache sowie die Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien wie Skulptur, Druckgraphik, Installation und Malerei, die sie räumlich inszeniert.

kuratiert von Sabine Schaschl

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Ausstellung

François Morellet - Without Serious Reflection

Permanente Installation in der Bibliothek des Museum Haus Konstruktiv

Seit François Morellet (1926, Cholet, FR – 2016, ebd.) sich 1951 – auch unter dem Einfluss von Max Bill – der konkreten Kunst zugewandt hat, erweist er sich als einer ihrer unorthodoxesten Vertreter: In seinem Werk, das die Medien Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Objekt, Plastik, Installation und Intervention umfasst, treffen stets der konzise Methodiker und der allen Konventionen abgeneigte Freigeist zusammen.

Nach ersten repetitiv angelegten Bänder- und Streifenstrukturen zeichnete sich die weitere Werkentwicklung ab 1958 unter dem Signum sich periodisch erneuernder Programme ab, die Morellet als «règles du jeu», als Spielregeln bezeichnet. Sie dienen dazu, das Feld von Vorhersehbarkeit und Unvorhersehbarkeit, von Ordnung und Chaos zu untersuchen und Abstand zu nehmen von der als antiquiert betrachteten Rolle des Künstlers als Schöpfergenius. Ihre erste konsequente Anwendung finden sie in den ab 1958 aufgenommenen «trames» [Rastern]. Es sind dies Überlagerungen von mehreren parallelen Linienzügen, die um jeweils vorgängig festgesetzte Winkelgrade zueinander verschoben wurden und oft interferierende Gitterstrukturen zeigen. «Ohne Titel (Grillage)» von 1965, das Mappenwerk «Trames» von 1966 oder die «3 simples trames 0° – 30° – 90°» von 1966 sind dafür beispielhaft. Eine zweite, seit 1960 kontinuierlich verfolgte Spielregel kommt in der Zuhilfenahme des programmierten Zufalls zum Zug. Basis ist jeweils ein zuvor definiertes Ordnungssystem (etwa die Festlegung des Bildformats sowie der Anzahl, Farbe und Form der Elemente), welches sodann mit einer durch den Zufall generierten Struktur «gefüllt» wird.

Das bekannteste Beispiel hierfür ist die von der Malerei auf die Druckgrafik erweiterte Werkserie der «40.000 Quadrate» (Mappenwerk «40.000 carrés», 1960–1971), deren binäres Farbsystem auf dem Ablesen der gerade bzw. ungerade endenden Nummern aus einem Telefonbuch beruht. Interessiert an Fragen der Interaktion und Perzeption, war Morellet 1960 Mitbegründer der GRAV – Groupe de Recherche d’Art Visuel, deren Fokus auf der Erforschung von Wahrnehmungsprozessen lag. In der Folge beschäftigte er sich ausführlich mit kinetischen, über Zufallsgeneratoren gesteuerten Neoninstallationen und begann, – ebenfalls mittels Zufallsprinzip – Wände oder ganze Räume mit gitterartigen Strukturen aus schwarzem Klebeband zu überziehen («Without Serious Reflection», 2002, Installation in der Bibliothek des Museum Haus Konstruktiv). Ab den 1980er-Jahren wandte sich Morellet unter Anwendung neuer «Spielregeln» wieder vermehrt dem Objekt zu (u.a. mit den Werkfolgen «Relâches», «Geometrees» oder «Steel Lifes»), mehrheitlich im Mixed-Media-Verfahren. Fasziniert von der irrationalen Kreiszahl π begann er im Laufe der 1990er-Jahre, deren unendlich fortlaufenden Nachkommastellen nachzugehen und diese in unterschiedlichsten Medien, etwa in Form Wand füllender Zeichnungen, zur Wahrnehmung zu bringen.

Mit der unvergleichlichen Kombination von Reduktionismus, Methodik und Spiel hat Morellet, nach seinen eigenen Worten das «monströse Kind von Mondrian und Picabia», der konkreten Kunst ein zukunftweisendes Kapitel hinzugefügt. Ob man ihn als Vorgänger oder als Mitbestreiter der Postmoderne betrachtet: Sein Werk bleibt eine nie versiegende Inspirationsquelle.

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Ausstellung

Nedko Solakov - Stahldoodles, 2016

Ortsspezifische Zeichnungen

Der bulgarische Künstler Nedko Solakov (1957, Tscherwen Brjag, BG) ist ein geistreicher Geschichtenerzähler. In handschriftlich kommentierten Zeichnungen und Bildern, in Videos, Performances und Installationen bringt er die Absurdität der menschlichen Existenz, die Fallstricke der Alltags- und der Kunstwelt einfühlsam und voller Witz auf den Punkt. Das Museum Haus Konstruktiv hat Solakov 2016, anlässlich der Sammlungspräsentation «Um die Ecke denken», dazu eingeladen, seine Sicht auf die konkrete, konstruktive und konzeptuelle Kunst zum Ausdruck zu bringen. Er wählte eine für ihn charakteristische Form und versah die Ausstellungsräume mit Miniaturzeichnungen und kurzen, pointierten Kommentaren.

Seine kaum einen Zentimeter grossen Figurenzeichnungen, die nun selbst zur Sammlung gehören, finden sich auf Stahlträgern und in normalerweise wenig beachteten Raumecken. Einmal sehen wir «a constructivist's legs» an einer Stahlschraube zur Decke hin verschwinden, während ein «conceptualist» und ein «action painter» rittlings an zwei Stahlmuttern herunterrutschen. Sind die beiden haltloser als der Konstruktivist – oder einfach nur freier? An einem anderen Deckenträger zerrt eine Figur – wie immer zeigt der Künstler sie als Schattenriss – eine Art Schlitten mit kantiger Ladung hinter sich her. Übersetzt lautet der Kommentar dazu: «Ein Künstler, die Memorabilia eines Konstruktivisten schleppend (für die Wiederverwendung)». Das Erbe des Konstruktivisten scheint schwer, aber durchaus noch zu gebrauchen.

Solakov ist bei seiner «Gastintervention» jedoch nicht nur auf die inhaltliche Ausrichtung des Museums eingegangen, sondern auch auf den Museumsbetrieb selbst und auf die Eigenheiten der Architektur. Er hat kleinen Details Leben eingehaucht: Eine unscheinbare Stelle, an der Lack abgeplatzt ist, wird zum «einsamen Herzen», und zwei geschwungene Striche auf einer Stahlmutter verwandeln diese in ein friedlich schlafendes Gesicht. Zwischen zwei Stahlelementen robbt eine Figur wie ein Freeclimber in die Höhe, ein Bewegungsmelder gibt zu verstehen: «all visitors are equal for me», und neben einem Gerät zur Messung des Raumklimas steht eine weibliche Figur mit dem Kommentar: «a hot artist in a humid, hard to be regulated, art world».

Solakov hat an der Akademie für Bildende Kunst in Sofia Wandmalerei studiert. Nach seinem Abschluss 1981 und einem weiteren Studium am Nationaal Hoger Instituut voor Schone Kunsten in Antwerpen folgten diverse Atelierstipendien in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Schweden und Japan. Seit 1992 war er dreimal auf der Istanbul Biennale vertreten, zweimal (1999 und 2007) auf der Biennale von Venedig und zweimal auf der documenta in Kassel (2007 und 2012). Daneben hatte er zahlreiche Einzelausstellungen in namhaften Institutionen, darunter das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid (2003), das Kunsthaus Zürich (2005) und S.M.A.K. – Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent (2012).

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Führung

Öffentliche Führung

Mittwochs 18.15 Uhr / Sonntags 11.45 Uhr

Das Museum Haus Konstruktiv bietet regelmässig öffentliche Führungen an. Das Publikum entdeckt die vielfältige Ideenwelt der Künstler:innen, erhält Hintergrundinformationen und kann seinen Blick auf die moderne und zeitgenössische Kunst schulen.

Die Teilnahme ist im Museumseintritt inbegriffen, keine Anmeldung erforderlich.

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Kinderprogramm

KinderKulturAkademie Zürich

Die Kinderkulturakademie Zürich KKAZ ist ein interdisziplinäres Kulturvermittlungsprojekt des Museum Haus Konstruktiv für Kinder und Jugendliche. Ein KKAZ-Semester findet an mehreren Nachmittagen in unterschiedlichen und jeweils von Semester zu Semester wechselnden Zürcher Kulturinstitutionen statt. Zudem behandelt jedes KKAZ-Semester ein anderes Semesterthema. In den einzelnen KKAZ-Veranstaltungen erhalten die Kinder einen Blick hinter die Kulissen unterschiedlicher Kulturinstitutionen und experimentieren in den verschiedenen Kunstdisziplinen Musik, Theater, bildende Kunst oder Tanz und entwickeln dabei auch eigene Kunstwerke. Zum Abschluss des Semesterkurses bekommen die Kinder ein persönliches KKAZ-Diplom.

Mach mit bei der KKAZ und tauche ein in die bunte Kulturwelt der Stadt Zürich. Während acht Mittwochnachmittagen nimmt dich die KKAZ mit ins Zoologische Museum, ins OFFCUT Materialmarkt und ins Museum Haus Konstruktiv. Mit den älteren Kindern verbringen wir drei spannende Samstage im Improtheater an&pfirsich, Museum Rietberg und im Museum Haus Konstruktiv. Während der KKAZ erhältst du einmalige Einblicke hinter die Kulissen und wirst selbst zum Forscher, zur Künstlerin, zum Schauspieler oder zur Entdeckerin.

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Kurs

Workshops und Führungen für Schulklassen

In den Schulworkshops für Kindergarten und Schulklassen aller Stufen werden Einblicke in die aktuellen Ausstellungen geboten. Ziel ist es, die Kunstwerke mit den verschiedenen Sinnen zu erfahren, Impulse aufzunehmen, weiterzudenken und in einen Austausch mit den Werken zu kommen. Die Workshops werden altersgerecht an die unterschiedlichen Stufen angepasst und ermöglichen eine Partizipation im Museum und eine kulturelle Teilhabe. Zu jedem Ausstellungsblock bieten wir einen zweistündigen Museumsworkshop oder den Tagesworkshop Der Weg der Farbe an.

Nebst den konzipierten Workshops erarbeiten wir auf Wunsch mit Lehrerinnen und Lehrern ein spezifisches Thema aus der Ausstellung heraus, das sich mit dem Lehrplan der Klasse verbinden und konkret in den aktuellen Schulstoff integrieren lässt.

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Online

Digitales Angebot

Unabhängig von unseren Öffnungszeiten und von überall aus zugänglich sind unsere Angebote im digitalen Raum. Ob zur Vorbereitung, als Ergänzung oder Vertiefung Ihres Besuchs im Museum Haus Konstruktiv.

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Ausstellung virtuell

Sammlung online

Die Sammlung des Museum Haus Konstruktiv umfasst gegenwärtig über 1000 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Dank grosszügiger Schenkungen von Künstler*innen und deren Nachkommen wie auch von Sammler*innen konnte seit der Gründung der Stiftung im Jahr 1986 ein wichtiger Bestand konstruktiv-konkreter und konzeptueller Kunst angelegt werden. Mit Dauerleihgaben und Ankäufen, ermöglicht durch Legate und den Förderkreis Fonds Konkret, wird die Sammlung gezielt erweitert.

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Online-Shop

Haus Konstruktiv Shop

Willkommen im (Online)shop des Museum Haus Konstruktiv. Hier finden Sie eine erlesene Auswahl unserer schönsten Artikel.

Geschenke
Bücher und Editionen

Versand nur innerhalb der Schweiz möglich.

Öffnungszeiten:
Di / Do–So 11–17 Uhr
Mi 11–20 Uhr
Mo geschlossen

Während den Umbauphasen zwischen den Ausstellungen bleiben Museum, Café und Shop an der Selnaustrasse geschlossen.

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Haus Konstruktiv

Im Herzen von Zürich und in einem der schönsten Zürcher Industriebauten, dem ehemaligen Unterwerk-Selnau gelegen, zählt das Museum Haus Konstruktiv zu den führenden Ausstellungshäusern der Schweizer Kulturlandschaft. Die bis heute lebendige Geisteshaltung der Zürcher Konkreten – Max Bill (1908–1994), Camille Graeser (1892–1980), Verena Loewensberg (1912–1986) und Richard Paul Lohse (1902–1988) – sowie die Impulse der geistesverwandten konzeptuellen Kunst bilden den gedanklichen Ausgangspunkt der Ausstellungen und ausstellungsbegleitenden Veranstaltungen. Im Zentrum steht sowohl die Aufarbeitung, Bewahrung und Präsentation eines international hochgeschätzten kunsthistorischen Erbes als auch das Sichtbarmachen seines Weiterwirkens in der Gegenwartskunst.

Besuchen Sie unsere Ausstellungen, Künstlergespräche, Vorträge und Konzerte oder unsere Workshops – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und gönnen Sie sich einen Espresso im gemütlichen Museumscafé, gestaltet von der Künstlerin Claudia Comte, oder stöbern Sie im assortierten Museumsshop.

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Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Museum Museum für Gestaltung Toni-Areal Zürich Zürich, Pfingstweidstrasse 96
Ausstellungen / Museum Museum für Gestaltung Zürich Zürich, Ausstellungsstr. 60
Ausstellungen / Museum Haus Konstruktiv Zürich Zürich, Selnaustrasse 25
Ausstellungen / Museum Museum Rietberg Zürich Zürich, Gablerstrasse 15
Ausstellungen / Galerie GALERIE fabian lang Zürich, Obere Zäune 12
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Pfauen Zürich, Rämistrasse 34
Brauchtum / Museum Landesmuseum Zürich Zürich, Museumstrasse 2
Ausstellungen / Museum Kunst Museum Winterthur
Beim Stadthaus
Winterthur, Museumstrasse 52
Ausstellungen / Museum Aargauer Kunsthaus Aarau, Aargauerplatz
Ausstellungen / Museum Fotomuseum Winterthur Winterthur, Grüzenstr. 44 + 45
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Zürich Zürich, Limmatstr. 270
Ausstellungen / Museum Helmhaus Zürich Zürich, Limmatquai 31
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
So 16.6.2024, 10:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
Do 20.6.2024, 18:45 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
So 23.6.2024, 10:00 Uhr
Ausstellungen / Galerie Galerie für Gegenwartskunst
Elfi Bohrer
Bonstetten, Dorfstrasse 13
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zug Zug, Dorfstr. 27

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